Altbau Abdichten

18.03.2008



Hallo !
habe folgendes Problem und wäre Ihnen dankbar wenn sie mir einen Rat geben könnten.

Habe ein Wohnhaus Bj.ca 1880 ( nicht unterkellert ) Ziegelbauweise mit Hohlschicht.
In diesem Gebäude hat es gebrannt und es stand 5 jahre leer.
Habe das Gebäude jetzt komplett entkernt.
Putz runter , Decken raus.
Zwei Aussenwände sind auf der ganzen länge Feucht.


Trocknet das wieder wenn es bewohnt ist?

Das Mauerwerk steht ca. 0,4 m im Erdreich.

Die Drainaige und die Abdichtung um diese zwei Aussenmauern sind vor 6 Jahren neu gekommen. ( wie fachmänisch weiss ich nicht).
Danke für Ihre Vorschläge auch gerne zu verwendende Baumaterialen und Ansprechpartner.



Nasse Wand



Hallo,
Hallo,
ich befürchte fast, daß infolge möglicherweise fehlender oberer Abdeckung der Hohlraum vollgelaufen und sozusagen abgesoffen ist.
Wenn das so ist: Hohlschicht erst einmal von unten belüften, vielleicht haben Sie die Quelle dann schon angebohrt.
Nichts wird wie es war, schon gar nicht von selber trocken. Wenn Hohlschichten verdächtigt werden, Wasser zu führen, hilft nur die technische Austrocknung, sonst verschimmelt der Bau auch noch.

Grüße





Danke für Ihre schnelle Antwort.

Ich vertstehe nicht wie Sie das mit der Hohlschicht meinen.
Woher soll denn da Wasser von oben eindringen und wie gehe ich der Sache auf den Grund?
Mit Hohlschicht meine ich das da eine Mauer ist , dann 5 cm Luft und dann da noch eine Mauer vor ist .
Hoffe das dies der Fachbegriff für eine Hohlschicht ist?

Ich bin Elektrotechnikermeister und habe mich ehrlich gesagt auch noch nie mit solchen Problemen auseinandersetzen müssen.



Wenn es



gebrannt hat, denke ich es hat auch jemand gelöscht.
Daher könnte das Wasser kommen.
Ansonsten, wie mein Vorschreiber bereits geschrieben hat.

Grüße



Betreff: Feuchte Aussenwand



Hallo Lunna87,
bei Ihren Außenwänden handel es sich vmtl.um ein zweischaliges Mauerwerk (innen=Tragschale, außen=Witterungschutz). Die "Hohlschicht" trennt beide und dient der Hinterlüftung der Wetterschale. Dies geschieht im einfachsten Fall durch das Offen lassen der Stoßfugen in der Wetterschale (jeweils oben und unten -->Zirkulation).

Es ist zu prüfen wie das Wasser in die Mauwerkskonstruktion eindringt bzw. gedrungen ist! Da kann man grundsätzlich unterscheiden:
1. es steigt senkrecht auf (Kapillarität)
2. es dringt seitlich ein und steigt dann auf
3. es dringt irgendwie von oben in die Luftschicht ein (sehr unwahrscheinlich)

Wenn vertikal (außen) abgedichtet wurde, dann ist der erste Fall denkbar. Also würde Ihnen eine horizontale Abdichtung (Bitumenbahn) auf dem Fundament und im Mauerwerk (Mw.)fehlen.

Ich kann hier aber die Funktion der vertikalen Abdichtung nicht einschätzen (zweiter Fall).

Ferndiagnosen sind IMMER zweifelhaft!!!

Wenn Sie also keine horizontale Abdichtung ("Dachpappe") in der Lagerfuge des Mw. finden, dann wird es teuer.
--> siehe partieller Austausch (Meterweise!) des Mw., was die Frage der Trocknung gleich mit regelt.

Es gibt ferner Verfahren mit Injektionen ins Mw., was aber (teuer) nur funktioniert wenn genug Raum (Poren mit Wasser gefüllt?) übrig ist.

Ich empfehle ihnen im Internet die Seite von Konrad Fischer aufzusuchen und sich weiter schlau zu machen.

Diese Antwort keine vollständige Lösung dar, was in der Natur der Sache begründet ist.