Hohlräume in der Leichtlehmdämmung

02.11.2007 Luminohof



Liebe Fachwerkcommunity,

mit viel Mühe haben wir vor einigen Wochen eine 10 cm starke Innendämmung (ein Stroh-Lehm-Gemisch mit etwa 500 kg/Kubikmeter) an der Außenwand eines Fachwerkhauses angebracht. Halt gab eine Schilfrohrdämmung, die wir inzwischen zur besseren Belüftung und Trocknung entfernt haben. Die Wand ist bereits passabel getrocknet - so spät im Jahr würde ich es trotzdem nicht mehr machen - und macht insgesamt einen guten Eindruck. Sorgen macht mir jedoch, daß wahrscheinlich aufgrund ungleichmäßiger Einfüllung oder aufgrund des Trocknungsprozesses an einigen Stellen Hohlräume entstanden sind, die zum Teil bis zu 20 cm breit, 10 cm tief und 10 cm hoch sind. Die großen und von der Zimmerseite aus erreichbaren Hohlräume kann man ja gut noch nachträglich mit einer mehr oder weniger trockenen Schüttung ausstopfen. Was aber mit den vielen "Löchern", die sich möglicherweise unerkannt zwischen Schüttung und Fachwerkwand befinden? Kann mir da jemand weiterhelfen? Sind solche Hohlräume denn wirklich so problematisch, wie man es gelegentlich liest? Ich kann mir ja nicht so recht vorstellen, daß ein Schimmelpilz einen größeren Hohlraum gemütlicher findet als andere Stellen in einem sowieso weitgehend aus Luft bestehenden Strohlehmgemisch. Oder dass sich das Tauwasser dort leichter niederschlägt, denn die Luftfeuchtigkeit ist doch potentiell die gleiche...

Ich würde mich über Rückmeldungen freuen, Veronica Bruckmoser



Ursachen?



Da gibt es sicherlich verschiedenste Ursachen.
Material zu feucht und somit hohe Schwindungserscheinungen,
Konstruktionsüberstände in der Konstruktion selbst, wo sich das Material nach Setzungen verhakt und unterseitig weiter setzt, unhomogene Masse, die zu unregelmäßigen Verdichtungen und somit Setzungen führt.
Deshalb sollte man die Analysen präzise erarbeiten.
Dazu ist eben ein Gespräch sinnvoller, als das geschriebene Gedankengut.

Grüße in die Lommatscher Pflege

Udo Mühle