Neuer Dielenboden: Richtiger Aufbau oder Mangel?

16.12.2007



Hallo,


in unserem Bauvorhaben wurde gerade ein neuer Dielenboden auf neuen Lagerhözern verlegt. Die Lagerhölzer wuren schwimmend verlegt. Darunter befindet sich eine Sperr-Folie und dann der Kellerbetonboden.



Nun knarrt es ziemlich, wenn man darüber geht. Wieviel "Knarren" muss ich ertragen? Ist das irgendwo definiert?



Ferner wurden aufgrund der Schiefe des Bodens (Abfallen des Bodens von der einen zur anderen Seite um ca. 3cm) die Lagerhözer unterfüttert. Hierzu wurden unterschiedlich Dicke Bretter/Hölzer/??? genommen (siehe Bild).



Ist dieses Unterfüttern der Grund des Knarrens?



Oder auch die nicht durchgängigen Lagerhölzer?(siehe Bild)?



Bin gespannt auf Feedback, ich will morgen nämlich eine Frist setzen und einen Mangel anzeigen. Dafür ist es zu teuer und neu, dass es jetzt so knarrt?



Viele Grüße und Vielen Dank im voraus!!!
Stefan



abenteuerlicher Aufbau!!!



Hier ist mit Sicherheit eine kompetente Beratungshilfe erforderlich.
Diese können Sie sich am besten über den Telefondraht mit dem Plattformer: "RESTAURATIO, Thomas W. Böhe" einholen.
Kontakt:

Restauratio GmbH
Thomas W. Böhme
Pillnitzer Landstraße 124
01326 Dresden
Tel.: 0351 2685949
Fax : 0351 2685948
eMail: mail@restauratio.com
WWW: Homepage

Gutes gelingen

Udo Mühle





Das sieht ja lecker aus; das ist echt eine 'schwimmende' Verlegung! Seien Sie froh, wenn's nur knarrt...
Gut, haben Sie die Bilder gemacht; so soll ein Bodenaufbau bestimmt nicht sein. Folgen Sie dem Rat von Herrn Mühle. Ich kenne Herrn Böhme zwar nicht, aber von den Beiträgen her, die er hier verfasst, ist er ein sehr kompetenter Ansprechpartner.



Grundsätzlich...



ist das Unterfüttern der Lagerhölzer mit Hölzern zum Justieren üblich und kann auch gut funktionieren. Wir haben das gerade erst in Kulmbach, im zukünftigen Bäckereimuseum, gemacht.

Wichtig wäre zunächst zu wissen, welche Dielenstärke und welches lichte Lagerholzzwischenmaß vorliegt. Holzart (Esche?)?

Diese Lagerholzverlegung wird oft problematisch, wenn die Lagerhölzer minderer Qualität sind. Das hintere Lagerholz auf dem unteren rechten Bild wölbt sich stark nach oben und bringt mit Sicherheit Spannung in den Aufbau.

Ihre "schwimmende" Verlegung ist zunächst gar nicht schwimmend im Sinne von akkustisch entkoppelt (was über dem Keller ja wohl auch nicht sinnvoll ist), insofern wäre es besser gewesen, die Hölzer mit dem Estrich durch Nageldübel etc. zu verbinden. Die Böden werden nach meiner Erfahrung leiser, wenn die Lagerhölzer nicht schwingen können. Besonders für Ihre Verlegeart sind einfache Lagerhölzer, die sich oft drehen oder krümmen, weniger geeignet. Wir machen das zuweilen mit kern- und (nahezu) astfreiem Mondphasenholz aus Fichte oder Lärche. Bei Hölzern aus dem Handel sollte man hier aber unbedingt zum teueren, aber formstabilen KVH greifen.

Summa summarum ist Ihr Aufbau wohl durch mangelhafte Qualität der Lagerhölzer zu laut. Vielleicht ist auch die Nivellierung mangelhaft, und die Dielen zu dünn. Starkes Knarren eines neuen Bodens müssen Sie nicht hinnehmen.

Sie sollten den Ausführenden um Nachbesserung bitten. War's wenigstens ein Fachbetrieb?

Grüße

Thomas



Mich würden auch



die Raumfeuchtigkeiten interessieren, denn ich habe den Eindruck, dass es sich um einen Kellerraum handelt (Kellerbetonboden). Spannungen können auch entstehen, wenn die Hölzer ohne ausreichenden Abstand zu den Wänden verlegt werden und durch zu große Feuchteaufnahme quellen.
Ansonsten schließe ich mich Thomas Böhme an.



Richtig, die Holzfeuchte...



...und der Wandabstand.

Gerade, wenn besonders trockenes Holz in feuchteren Räumen verbaut wird, können sich leicht beträchtliche Quellbewegungen ergeben. Beobachten Sie den Wandabstand der Dielung an einer festgelegten Stelle in der Breite der Dielenfläche. Ist der Betonboden vielleicht neueren Datums?

Problematisch ist häufig, wenn die Hölzer nicht durchgehen. Unsauberes Nivellieren rächt sich da besonders oft. Muß das aus irgendwelchen Gründen erfolgen, stoße ich die Lagerhölzer nie über Hirn, sondern ordne sie vesetzt an mit 2 Dielenbreiten Überdeckung.

Grüße

Thomas





Hallo,

es handelt sich um Kellerräume, der von aussen abgedichtet und gedämmt wurde und von innen komplett mit Sanierputz an den Aussenwänden saniert wurde. Das gefühlte Raumklima ist 1000x besser als vorher.


Der Fussboden ist eine Betondecke/fussboden von 1911 ohne Folie oder sonstige Sperre zum Erdreich. Hier wurde eine Gefitas Folie von innen als Sperrschicht eingebaut um Feuchtigkeit von unten zu vermeiden. Darüber eine Dämmschicht. Abstand zur Wand von den Hölzern beträgt 10-15mm. Gefälle des Fussbodens bis 4 cm von der einen zur anderen Seite. Unsere Anforderung war: Keine Köcher in die Folie damit keine Feuchtigkeit von unten aufsteigen kann.


Fachbetrieb und Architekt haben sich das ausgedacht.


Es geht nur um Knarren und nicht um Laufgeräusche. Hier sind wohl die Heizungsrohre schuld, die unter dem Boden längs laufen, weil die Lagerhölzer angeknabbert werden mussten. 2 Stellen wurde schon beseitigt, eine Knarrstelle gibt es noch. Hier wurde schon zweimal was gemacht und anschliessend war das Knarren weg. 12h später aber wieder da.


Beim unteren rechten Bild gibt es kein Knarren. Nur noch direkt bei der Aussparrung im rechten oberen Bild.


Ist irgendwo definiert, was man ertragen kann oder kann ich anhand des Bildes darauf bestehen, dass diese Unterbrechung beseitigt wird, bzw. gibt es eine Lösung für Heizungsrohre und ihre Abzweigungen(ist da nämlich zusätzlich auch)und das Verlegen von Dielen?

Vielen Dank und schöen Weihnachten!!!



Wenn die Heizungsrohre



nicht optimal gedämmt wurden (genau so sieht es aus), wird das Knarren darauf zurückzuführen sein. Über den Rohren herscht dann ein völlig anderes Mikroklima als am Rand.

Grüße

Thomas