Dielen/Rauspund: Wie genau müssen (verzogene) Lagerhölzer ausgerichtet werden?

30.09.2012



Hallo zusammen,

es geht um einen Dielenboden auf Lagerhölzern auf einer unebenen Beton/Stahlträger-Decke Bj. 1904. Der alte Boden musste entfernt werden (Schadstoffe). Feuchteprobleme bestehen aktuell nicht (mehr).

Um die relativ schwache Decke nicht zusätzlich zu belasten, stellen wir den alten Aufbau wieder her: Lagerhölzer mit Ausgleichsplättchen/Keilen auf den Stahlträgern bzw. auf der Betondecke.

Nun haben wir die Lagerhölzer (8x10 KVH) auf Länge gebracht im Raum verteilt und grob ausgerichtet. Beim genaueren ausrichten fällt jetzt aber auf, dass die Balken mittlerweile etwas verzogen sind (max ca. 3-4mm auf einem Meter Länge), typischerweise mit einem "Bauch" nach oben), so dass wir über dem Stahlträger in der Raummitte einige mm Luft bekommen. Meine Frage ist nun: zieht sich das mit 24mm Rauspund wieder nach unten bzw. welche Möglichkeiten gibt es, das Problem zu lösen.

Danke,

Carsten



Da zieht ...



... sich nichts mehr!

Ich würde entweder neue Latten nehmen, die nicht an Propeller erinnern oder eine druckbelastbare Holzfaserdämmplatte mit Fugenlatten als Unterlage bzw. als Lattung für die Dielen verwenden.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit PAVATHERM-PROFIL gemacht:
http://www.pavatex.de/produkte_detail.aspx?PROID=13&ProductName=PAVATHERM-PROFIL

Die 40 mm starke Variante bringt pro m² nur etwa 7 kg auf die Waage, was vernachlässigbar sein dürfte.
Im Übrigen wird sich auch der Schallschutz verbessern.



Holzfaserdämmplatte



Danke für die Info.

Die Dämmplatte braucht dann aber eine ebene/flächige Unterlage, oder? Dies liesse sich so ohne Weiteres auf unserem Boden nicht realisieren (ausser ggf. mit einer Schüttung, die ich eigentlich vermeiden möchte).

Dann werde ich wohl die krummen Balken austauschen. Wieviel mm/m wären dann noch tolerierbar?



Seid Ihr sicher, …



… dass Ihr wirklich KVH und nicht vielleicht nur einfache Kanthölzer bekommen habt? Waren die Hölzer vorher okay und haben sich erst jetzt verzogen?

Falls es Pavatherm-Profil sein sollte: Der Bodenaufbau ist, wie man an der Dimensionierung der Lagerhölzer sehen kann, auf mindestens 80mm Unterbau ausgelegt, das wären 2 Schichten 40mm Pavatherm oder 1 Schicht 40 mm und 1 Schicht 60mm, also mindestens vernachlässigbare 2x7 kg und auch vernachlässigbare (?) mindestens 50€ Mehrpreis pro qm bei kompletter Eigenleistung.

Nö, da würde ich lieber die Hölzer reklamieren.
Nur vom Hörensagen hbe ich noch im Kopf, dass der max. Toleranzwert höchsten ca. 1,5 mm betragen darf, aber das wissen die Fachleute hier im Forum sicherlich besser.



KVH



Es waren schon ausdrücklich KVH, gehobelt und gefast. Die Hölzer sahen beim Händler auch schön gerade aus, so dass ich vermute, dass sie sich hier vor Ort noch verzogen haben. Im Moment sieht es so aus, dass 2 von 8 Hölzern richtig krumm sind und die restlichen sich in einem Bereich von vllt. 2mm bewegen. Von den Krummen ist eines komplett nicht zu retten und das andere ggf mit einem Schnitt über einem Träger zu "heilen", da es genau dort "abbiegt".

Wir werden das dem Holzhändler wohl mal zeigen.

Pavatherm wird es wohl nicht werden, ist aber eine interessante Variante für zukünftige Arbeiten.



Holzfeuchte messen ...



... wenn es Dir möglich ist, würde ich die Holzfeuchte messen - einmal von einem Holz, das dort liegt, wo ich einbauen will und dann von dem Holz, das ich geliefert bekomme. Das sollte schon zusammen harmonieren - gerade bei Konstruktionsholz.

Ich habe auch schon "kammertrockene" Kanthölzer vom Großhändler mit z.T. über 40% Holzfeuchte geliefert bekommen ;-)

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Holzfeuchte



Gute Idee, ein Holzfeuchtemessgerät steht schon auf der Einkaufsliste. Beim nächsten Mal messe ich, bevor ich kaufe.