Höhe Sandschüttung für Zwischendecke

06.08.2015 Andreas



Hallo Zusammen,

trotz intensiver Suche im Forum habe ich trotzdem noch eine Frage bzgl. des Aufbaus einer Zwischendecke. Der prinzipielle Aufbau von oben nach unten soll folgender sein.

- Dielen (3,5 cm)
- Konterlattung (zum vernageln der Dielen und schwimmend verlegt)
- Korkstreifen als Schallschutz)
- Deckenbalken (21x12 cm, Abstand 80 bis 100cm)
- OSB 3 Platten (22 mm) als Unterlage für Blindboden
- 7 cm Sandschüttung auf OSB Platten
- Befestigung der OSB Platten auf Dachlatten (seitlich in Deckenbalken eingeschlagen)

Zur besseren Übersicht ist dieser Aufbau auch auf der beigefügten Skizze zu sehen. Was mich nun interessieren würde ist, ob die 7 cm Sandschüttung für ausreichend Schallschutz sorgt? Eine höhere Schüttung ist leider nicht möglich aufgrund der zulässigen Belastung der OSB Platten (100 kg/m²). Die Deckenbalken überspannen 4 m. Auf der Skizze ist auch zu sehen, dass zwischen Oberkante Sand und Unterkante Diele ein Freiraum von ca. 3 cm ist, sollte dieser Raum noch ausgefüllt werden um den Schall zu minimieren? Z.B. mit einem leichteren Material wie Lehm-Hanf-Gemisch oder Perlite?

Danke und mit Besten Grüße
Andreas





2,5cm "Konterlattung"? Wie ist das zu verstehen? Du solltest die Dielen auf den Balken oder auf angelaschten Bohlen (falls höhenausgleich notwendig ist)verschrauben. Der Hohlraum sollte gefüllt werden und für den Zwischenboden hab ich 2,4cm Bretter genommen.
Bei der Masse hab ich da keine Probleme gesehen. Ich würde aber welche bei deiner Konstruktion sehen.
Keine Scheibe, Dielen auf den dünnen Brettchen verschraubt, Hohlraum, warum OSB? Rieselschutz brauchst du auch so.



Schallschutz



Die Eierei mit der Konterlattung und den Schallschutzstreifen können Sie weglassen, das bringt im Einfamilienhaus hinsichtlich Trittschalldämmung nichts, außer das die Bauhöhe des Fußbodens steigt.
Für ein MFH ist der Aufbau nicht zulässig (Brandschutz).
Wenn schon Schallschutz:
Die vielen Fugen zu den Deckenbalken an der Unterseite werden eine VERSCHLECHTERUNG des Schalldämpfung beim Luftschall bewirken.
Eine Verbesserung zur alten Lösung (Einschubdecke)wird es also nicht geben, nur einen Haufen Arbeit.
Haben Sie sich die Unterseiten der Deckenbalken schon mal angesehen?



Weitere Anmerkungen zum Aufbau



Hallo,
danke für die schnellen und kritischen Antworten. Ich werde versuchen getrennt auf die Bedenken einzugehen:

@fabig: Die Höhe der „Konterlattung“ ist noch frei wählbar, kann also auch 4cm betragen. Ein Höhenausgleich der Balken ist nicht notwendig, da diese neu eingebaut worden sind und ausreichend maßhaltig gesägt worden sind. Ich wollte eigentlich vermeiden die Dielen direkt mit den Balken zu verbinden um keinen Schall zu übertragen. Deswegen die Idee die Dielen schwimmend zu Verlegen (nur mit der „Konterlattung“ zu verbinden). Die Dielen wurden in Eigenanfertigung bereits auf 3,5cm gesägt, deswegen ist dieses Maß nicht variabel. Der Hohlraum kann auf jeden Fall mit Holzfaserplatten aufgefüllt werden. Die versteifende Scheibe würde dann insgesamt der Dielenboden ergeben bzw. sind die Balken an den Enden im Mauerwerk eingefasst und werden über die OSB Platten miteinander verbunden. OSB wurde gewählt um die Masse der Sandschüttung aufzufangen und die Platten sind schneller verlegt als einzelne Bretter. Aber schon mal gut zu wissen, dass die Masse der Sandschüttung ausreichen würde.

@Georg Böttcher: Warum bringt es nichts die Dielen schwimmend zu verlegen und eine direkte Verbindung mit den Balken zu vermeiden? Es handelt sich zwar um ein EFH aber das Haus wird von 3 Brüdern gemeinschaftlich ausgebaut und teilweise zeitgleich genutzt werden. Somit sollten die Personen im Wohnzimmer nicht durch die Geräusche des darüber liegenden Zimmers gestört werden. Deswegen wollen wir schon eine maximal mögliche Trittschalldämmung erreichen. Das die Bauhöhe um 4 bis 5 cm des Fußbodens steigt ist unter diesem Gesichtspunkt verschmerzbar. Beim ehemaligen Aufbau (vor dem auswechseln der Balken) wurden Sauerkrautplatten von unten an die Balken geschraubt und die Fächer mit Schlacke und anderem Material ausgefüllt. Nun wollen wir die neuen, gehobelten Balken aber zum Teil sehen, deswegen haben wir gedacht den skizzierten Blindboden einzubauen und eine kompaktere Sandschüttung einzubringen. In diesem Zusammenhang bin ich mir nicht ganz bzgl. der Bedenken zum Luftschall: ich dachte einerseits das ein guter Trittschallschutz die beste Vorrausetzung für einen Luftschallschutz ist. Andererseits habe ich angenommen, dass der Luftschall v.a. über steife Wände, Rohrleitungen und Kamine übertragen wird. Die Fugen werden ja eigentlich über den darüber liegenden Sand abgedichtet oder sitze ich da einer grundlegend falschen Annahme auf?

Nochmal danke für die zahlreichen Anmerkungen und mit besten Grüßen
Andreas



Schallschutz



Steife Bauteile übertragen Körperschall!
Luftschall wird durch luftdichte Bauweise und Masse gedämpft. Je steifer und je schwerer je besser die Luftschalldämpfung.

Normalerweise sollten Fragen zum Schall- und Brandschutz vom Planer geklärt werden und nicht vom Bauherren. An den sollten Sie sich wenden.
Warum? Ich will Ihnen nicht zu nahe treten aber Sie haben davon schlichtweg keine Ahnung.
Selbst ich traue mir nicht zu, ein Schallschutzkonzept zu erstellen da ich zwar weiß was in der DIN 4109 steht aber damit nicht genügend Erfahrung habe.
Wenn die Decke neu aufgebaut wird kann man das Schallschutzproblem anders lösen:
Die Deckenunterseite kann so bleiben (balkensichtig) wenn es der BRANDSCHUTZ zulässt. Das heißt die Decke liegt innerhalb einer Nutzungseinheit, einem Einfamilienhaus. Wenn oben eine andere Wohnung liegt sind freiliegende Deckenbalken nicht zulässig!
Der Einschub kann wegfallen. Je nach Profil der Holzbalken kann eine Kreuzstakung o.ä. oberhalb der GK- Platte als Sicherheit gegen Ausbeulung erforderlich sein.
Auf die Balken kommt eine Lage OSB, Stärke in Abhängigkeit des Achsabstandes. Darauf Rieselschutz, dann eine Trittschallplatte zur Entkopplung aus 5mm Holzfaser. Darauf dann 30 oder 40 mm Gehwegplatten aus Beton, knirsch verlegt. Die Stärke bzw. die Masse legt der Statiker beim Durchbiegungsnachweis fest.
Darauf die Lagerhölzer, Zwischenräume mit Holzfaserplatten vollständig ausgelegt. Die Plattenoberfläche solle einige mm über den Lagerhölzern herausstehen damit die Dielung aufliegt.
Dielung.
Die Spalten zwischen den beiden Streichbalken und der Wand mit Mörtel oder Beton auffüllen.
Warum dieser große Aufwand? Ursache ist Ihre Entscheidung die Balkenunterseiten sichtbar zu lassen.Bei Verzicht darauf kann die Oberseite der Decke vereinfacht werden:
Sandfüllung mit Gehwegplatten bei Bedarf ergänzen,
auf die Balken OSB,
darauf lose die Lagerhölzer,
dazwischen wieder Holzfaserplatten ein paar mm höher,
Dielung.
Noch mal zum Verständnis: Die Dielung liegt auf den Holzfaserplatten auf, die Lagerhölzer fixieren nur!
Trockenbau- Unterhangdecke montieren.

Kabel- und Leitungsdurchbrüche und Schächte gesondert dämmen. Zimmertüren in einer höheren Schallschutzklasse einbauen.



Re: Schallschutz



Hallo Herr Böttcher,

danke für Ihre umfangreiche Antwort. Aus ästhetischen Gründen sollen die Balken von unten teilweise sichtbar bleiben, da es sich um eine Nutzungseinheit handelt, lässt dies ja der Brandschutz zu. Mit den Einschüben sollte erreicht werden, dass der Deckenaufbau z.T. schon zwischen den Balken begonnen wird um dann Höhe über den Balken zu sparen. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe bringt es also auch nichts zusätzlich zum von mir skizzierten Aufbau über den Balken eine weitere Lage OSB einzuziehen (wegen Aussteifung und Erhöhung der Luftdichtigkeit), darauf die Lagerhölzer zu legen, den Zwischenraum mit Holzfaserplatten auszufüllen und die Dielung aufzubringen? Ich nehme an bei dieser Version wird trotzdem noch eine Unterhangdecke benötigt.

Danke und beste Grüße
Andreas



Aussteifung nötig?



Wenn die Balken auf einem massiven Mauerwerk aufliegen, dann frage ich mich, wieweit hier überhaupt eine Aussteifung nötig ist.

Evtl. Fugen lassen sich auch mit einem Dichtband abkleben.

Als Schüttung kann man auch ein leichteres Material wählen, was dann das Gefach voll ausfüllt und dadurch ähnlich schwer wird wie die angestrebte Sandschüttung. Z.B. Blähschiefer mit ca. 700kg/m³

Wenn an Höhe gespart werden muss, dann kann das Lagerholz für die Diele auch in das Gefach gelegt werden und mit Teilgewindeschraube an die Diele gezogen werden. Die Diele selbst ruht dann auf einem Streifen Holzdämmplatte, der auf dem Balken aufgelegt (kann mit Holzleim auf Baken fixiert werden) worden ist.

Ich habe mal die Faustregel gelernt 1/3 Hobeldiele - 2/3 Lager - Das Lager sollte bei einer 35er Diele also mindestens 7cm dick sein.

Wir haben einen ähnlichen Aufbau in unserem Haus. Sieht gut aus und der Schall von oben nach unten stellt kein Problem dar.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Re: Aussteifung nötig



Hallo Frank,

da umlaufend ein Ringanker eingebaut worden ist und die Mauern eine Stärke von 50cm haben, wird die Mauer ausreichend Massiv. Der vorgeschlagene Aufbau klingt auf jeden Fall interessant. Ich entnehme Ihrer Beschreibung, dass Sie aber eine Unterhangdecke montiert haben haben und das Gefach vollständig mit Dämmmaterial ausgefüllt haben?

Danke für den Vorschlag und mit besten Grüßen
Andreas



Sichtbare Balken



Nein, wir haben sichtbare Balken mit einer beidseitigen Nut an den Seiten in der mittleren Höhe. In diese Nuten wurden dann als Zwischenboden Lärchebretter eingeschoben. Jutefilzmatte als Rieselschutz, Blähton (Blähschiefer ist aber besser), und die Dielen sind auf Lagerhölzer geschraubt, die im Gefach "schwimmen". Die Dielen ruhen auf einer 2cm Holzdämmplatte auf dem Balken. Unter den Lagerhölzern im Gefach haben wir zwischen dem Blähton und dem Lagerholz noch einen Jutefilz gelegt.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Re: Sichtbare Balken



Hallo Frank,

danke für Ihren Erfahrungsbericht, das hört sich doch gut an und auch Ihre Erfahrung bzgl. des Schallschutzes ist vielversprechend. Da wir von Oberkante OSB-Platte bis Oberkante Balken nur 7cm Platz haben wird es wohl bei QuarzSand bzw. Gehwegplatten und Quarzsand als Dämmmaterial bleiben. Um die Luftdichtigkeit bei diesem halben Windelboden zu verbessern werden wir auch die Fugen zw. OSB-Platten und Balken mit einem Dichtband verkleben bzw. durch Acryl abdichten.

Vielen Dank und ein schönes Wochenende
Andreas



Lärmschutz nicht vernachlässigen!



Ihr tut Euch keinen Gefallen, wenn Ihr auf Schallschutz verzichtet. Aus eigener Erfahrung! Mein Bruder meinte es wäre nicht so wichtig, als er sein Einfamilienhaus für seine Familie gebaut hat. Diese Bauart hat ihn so geärgert, dass er nach 15 Jahren den Fußboden wieder aufgerissen hat und neuaufgebaut hat, weil ihn der Lärm so gestört hat. Er musste viel Geld ausgeben: für neue Türen, die nicht mehr passten, die Treppenstufenhöhe ausgleichen uvm.
Gruß Ally



Schallschutz bei Holzbalkendecke



Was ist denn schon fertiggestellt und mit welchen Aufbauhöhen wurde überhaupt gerechnet?
Es wird ja Treppen, Türen etc geben, die die Bodenhöhe begrenzen?

- Schalldämmstreifen (Gummigranulat, Kokosfaserstreifen etc) auf die
Balken legen
- 4/6 cm Latten darauf legen ( nicht verschrauben),
besser wären bei der Dielenstärke 6/6 cm.
- Zwischenraum bis Oberkante.Lattung auffüllen (Zellulose, flexible Holzweichfaser- oder Hanfdämmplatten o.ä.), aber so, dass nicht der Einschub belastet wird
- Dielen auf die Traglattung schrauben

Randbereiche der beiden Streichbalken entlang den Wänden analog zur übrigen Konstruktion vorher sorgfältig abdichten- unter und hinter die Fußleisten könnte eine Filzpappe oä gelegt werden, um direkten Schalldurchgang hier zu verhindern.

Wurden die OSB Platten längs oder quer in den Einschub verlegt?
Darauf achten, daß sie in der Länge etwa doppelt so belastbar sind wie quer.
Warum sind die Balkenabstände so unterschiedlich?
Statisch und optisch besser wäre eine gleichmäßigere Verlegung.

Andreas Teich



Deckenaufbau



Noch so ein Amateurakustiker.



Ammatöre, die Akustik und der Wunsch des Bauherrn



Amateure scheinen wir ja alle hier zu sein.
Andreas gibt Sollpunkte vor, die einen Kompromiss einfordern: Sichtbalkendecke mit Einschüben, geringer Aufbau, möglichst geringe Schallübertragung.

Innerhalb dieser Vorgaben sollten Vorschläge kommen - nicht außerhalb.

Mein Vorschlag beruht auf Amateurwissen und ein wenig Lebenserfahrung in so einem Haus.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Amateur-Definition u Schalldämmung Holzbalkendecke



Definition Ammatör lt Duden:

jemand, der eine Tätigkeit aus Liebhaberei, als Hobby betreibt
Beispiel
den Film hat ein Amateur gedreht

jemand, der eine Aufgabe ohne die nötigen Fachkenntnisse zu bewältigen versucht
leicht abwertend
Beispiel
du arbeitest wie ein Amateur

Aktiver in einem Sportverein, der seinen Sport regelmäßig, aber nicht gegen Entgelt betreibt
Beispiel
er tanzt als Amateur

Da mag sich jeder aussuchen was gemeint sein könnte und
ob solche Kommentare dem Fragesteller oder anderen Lesern sehr weiterhelfen.

Prinzipiell jedoch ist der vom Fragesteller vorgeschlagene Aufbau möglich.
Zur Verbesserung der Schalldämmung würde das Ausfüllen des oberen Luftraumes beitragen sowie des unter der Decke befindlichen mit flexiblen Dämmstoffen zur besseren Schallabsorption.(Wie im KFZ-Bau mit Armacell o.ä.)
Hier wären z.B. Holzfaserplatten verwendbar.

Zur Reduzierung der Aufbauhöhe wäre es möglich, die Traglattung neben die Balken zu legen und die Dielung dabei nur auf eine flexible Unterlage auf den Balken.

Andreas Teich



Re: Schallschutz Holzbalkendecke



Hallo zusammen,
danke für die konstruktiven Beiträge, speziell von Frank und Andreas. Am Anfang möchte ich auf ein paar gestellte Fragen eingehen:

- Da sowohl die die Treppe als auch die Türen noch eingebaut werden, ist die Bodenhöhe noch flexibel
- Der Wunsch die Bodenhöhe nach oben zu begrenzen resultiert aus der Einbauhöhe der vorhandenen Fenstern
- Die OSB Platten wurden noch nicht eingebaut und der Hinweis bzgl. Belastbarkeit wird gerne berücksichtigt (ich entnehme der Aussage, dass eine Längsverlegung besser ist?)
- Die Balkenabstände sind innerhalb der der einzelnen Räume gleich und nur im Flur etwas breiter, damit wird die Optik nicht gestört
- Die Abweichung der Balkenabstände im Flur wurde durch den Aufbau der Seitenwände (Lage von Feldsteinen, Treppenaufgang) bedingt, wobei die Lage der alten, nun ausgetauschten, Balken beibehalten worden ist. Diese waren schwächer dimensioniert und das Maß der neuen Balken wurde der Spannweite angepasst.

Wie Frank schon betont hat habe ich ein paar Sollpunkte vorgegeben um Vorschläge für einen Kompromiss zu erhalten. Dies hat meiner Meinung hervorragend geklappt, da sich einerseits die Vorschläge von Frank und Andreas sehr ähnlich sind und Frank zusätzlich noch über eigene Erfahrung berichten kann. Eine Lösung zur Minimierung der Luftbrücken zwischen Balken und OSB-Platte wurde ebenfalls angeboten. Dieser Punkt wurde von Hr. Böttcher ja sehr kritisch gesehen und es wäre bestimmt interessanter gewesen dazu eine Meinung zu bekommen.

@Frank: Da Sand etwas kraftaufwändiger zu verbauen ist, würde mich interessieren wie hoch deine Schüttung aus Blähton/Blähschiefer ist? Du würdest auch den Zwischenraum zwischen OSB-Platte und Gipskarton-Platte mit Material auffüllen um den Schallschutz zu verbessern?

@Andreas: „Das nicht der Einschub belastet wird“ – sollten sich Dielung und Füllmaterial möglichst nicht berühren? Da der Einschub fest mit den Dachlatten und diese wiederum mit den Balken verbunden sind, wird die Last ja eigentlich von Einschub auf die Balken übertragen (oder?)

@Ally: wir wollen ja den Lärmschutz nicht vernachlässigen und werden dementsprechend Energie und Zeit aufzuwenden um die konstruktiv aufwändigen Vorschläge umzusetzen.

Dankbar für weitere Anmerkungen und mit besten Grüße
Andreas



Schalldämmung bei Holzböden-Hinweise



Hallo
zur OSB Platten Belastbarkeit:
Da die in Längsrichtung wesentlich höher ist als in Querrichtung sollten bei ca 80 cm Balkenabstand und 250 cm OSB-Plattenlänge diese in ca 80 cm lange Stücke gesägt werden und diese dann eingepaßt werden.

Die Platten sollen nur nicht zusätzlich durch die Dämmschicht auf dem Sand durch den Bodenbelag belastet werden-
wenn diese Dämmschicht flexibel ist wie bei Zellulose, flexiblen Holzfaserplatten, Hanfdämmung etc passiert dies nicht, da evt Durchbiegungen des Holzbodens sich nicht über eine flexible Dämmschicht auf den sand bzw darüber auf die OSB-Platten übertragen kann.
Die flexible Dämmlage soll aber den Holzboden von unten berühren, um den Hohlraum zur Vermeidung von Trommeleffekten komplett auszufüllen.

Wenn du in der Höhe flexibel bist ist die Verschraubung der Dielen leichter wenn du die 4/6 oder besser 6/6 cm Balken auf die flexible Zwischenschicht der Deckenbalken legst und nicht daneben- das nur wenn die Höhe des deckenaufbaus reduziert werden soll.
Gutes Gelingen

Andreas Teich
Andreas Teich



doppel



Doppel gelöscht



Schalldämmung bei Holzböden-Hinweise



Hallo
zur OSB Platten Belastbarkeit:
Da die in Längsrichtung wesentlich höher ist als in Querrichtung sollten bei ca 80 cm Balkenabstand und 250 cm OSB-Plattenlänge diese in ca 80 cm lange Stücke gesägt werden und diese dann eingepaßt werden.

Also die lange Plattenseite immer quer zur Balkenrichtung.

Die Platten sollen nur nicht zusätzlich durch die Dämmschicht auf dem Sand durch den Bodenbelag belastet werden-
wenn diese Dämmschicht flexibel ist wie bei Zellulose, flexiblen Holzfaserplatten, Hanfdämmung etc passiert dies nicht, da evt Durchbiegungen des darüberliegenden Holzbodens sich nicht über eine flexible Dämmschicht auf den Sand bzw darüber auf die OSB-Platten übertragen kann.

Die flexible Dämmlage soll aber den Holzboden von unten berühren, um den Hohlraum zur Vermeidung von Trommeleffekten komplett auszufüllen.

Wenn du in der Höhe flexibel bist ist die Verschraubung der Dielen leichter wenn du die 4/6 oder besser 6/6 cm Balken auf die flexible Zwischenschicht der Deckenbalken legst und nicht daneben- das nur wenn die Höhe des Deckenaufbaus reduziert werden soll.
Gutes Gelingen

Andreas Teich



Schallschutz



Mein vorgeschlagener Deckenaufbau sichert ein bewertetes Luftschalldämmmaß von mindestens 53 dB für den Frequenzbereich 150- 3.150 Hz.
Das erforderliche L`n,w an eine Zimmerdecke innerhalb einer Wohnung die sich über zwei Geschosse erstreckt beträgt 53 dB.

Nachzulesen in der DIN 4109 Tafel 10.40 und Tafel 34.
Welchen Wert bringt Ihre Deckenverbesserung, Herr Teich?



Schalldämmung bei Holzböden



Die Frage ist ja nicht was ich gut finde sondern was der Fragesteller will

Ich habe selbst schon Deckenkonstruktionen mit Tragschicht aus Dielen oder OSB-Platten vorgeschlagen
darauf allerdings 20 mm Holzweichfaserplatten statt 5 mm und darauf 40 mm Betonplatten.
Ggf Rieselschutzpapier unter die Platten, falls Rand- oder Anschlußbereiche mit feinem Sand ausgefüllt werden.
Darauf Holzlatten mit aufgeschraubter Dielung u dazwischen Holzfaserplatten zur Hohlraumdämpfung.

Das ist ja schon seit Jahrzehnten eine bewährte Standardlösung- auch im Holzhausneubau.

Ich würde auch eher so eine Konstruktion wählen- wobei hier die Vorgaben andere sind.

Bei meinem vermieteten Altbau mit Standard-Deckenkonstruktion und Schlackenfüllung habe ich nur neue Dielen auf die Balken geschraubt und unter die Decken 40/60 mm Latten,dazwischen 40 mm Holzfaserplatten verlegt.
Darunter 10 mm Fermacellplatten mit 2 lagigem mineralischem Putz.
Das hat in allen vermieteten Wohnungen zu völlig ausreichendem Schallschutz geführt.

Die Frage hier ist eben primär, welche Schallschutzanforderungen bestehen und welche Aufbauhöhen möglich sind- daher sind auch die vorgeschlagenen Varianten möglich.

Hauptsache, die grundsätzlichen Prinzipien werden beachtet:
Kombination aus schweren und flexiblen,schallabsorbierenden Baustoffen,
Direkte Schallübertragung vermeiden.
Hohlraumdämpfung zur Vermeidung von Resonanzböden/Trommeleffekten.

Andreas Teich



Zusammenfassung der Ideen



Hallo zusammen,

Basierend auf den zahlreichen Vorschlägen habe ich nun zwei ähnliche Aufbauten in der angezeigten Skizze zusammengefasst. Der einzige Unterschied ist eigentlich nur die Verwendung von Sand/Gehwegplatten oder Blähschiefer als Füllmaterial. Bei beiden Konstruktionen ist jetzt noch ein Hohlraum zwischen OSB-Platten und Gipskartonplatten. Dieser Hohlraum kann natürlich noch mit flexiblem Material aufgefüllt werden. Eigentlich sollte der Schall ja an dieser Stelle bereits gebrochen sein, deswegen würde ich gerne aus Kostengründen darauf verzichten. Falls dem nicht so ist, muss dieser Raum halt ebenfalls noch aufgefüllt werden.
Welchen Aufbau würdet ihr bevorzugen bzw. welche Variante verspricht den größten Erfolg hinsichtlich des Schallschutzes?

Nochmal recht herzlichen Dank für die bisher erfolgte Unterstützung,

Beste Grüße
Andreas



Deckenaufbau



"Eigentlich sollte der Schall ja an dieser Stelle bereits gebrochen sein,..."
"Welchen Aufbau würdet ihr bevorzugen bzw. welche Variante verspricht den größten Erfolg hinsichtlich des Schallschutzes?

Gefühl, Glaube, Hoffnung und Basisdemokratie vermischt mit Schwarmintelligenz und Realitätsferne...

Damit allein kann man nicht bauen.
Höchstens träumen.



Danke Herr Böttcher



Hallo Herr Böttcher,

danke dieser Kommentar ist wirklich hilfreich. Ich habe inzwischen verstanden, auch aufgrund Ihrer weiteren Kommentare im Forum, dass Sie nichts von einem nachgebauten halben Windelboden halten. Dabei habe ich aber eher den Eindruck, dass Sie diesen aus ästhetischen Gründen ablehnen. Die Empfehlungen von Frank und Andreas beruhen ebenfalls auf Umsetzungen in der Realität und haben in der Praxis zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Sie haben ebenfalls zwei bewährte Versionen vorgeschlagen (nochmal danke dafür), welche aber durch die Vorgaben am Bau bzw. ästhetischen Gründen leider nicht umgesetzt werden können. Wie bereits deutlich geworden ist möchte ich eben unter den gestellten Vorgaben das beste Ergebnis hinsichtlich des Schallschutzes erreichen. Trotz der umfangreichen Beschreibungen durch Frank und Andreas haben sie dazu keine bautechnischen Einwende gebracht sondern eher eine pauschalisierende etwas abwertende Argumentation gewählt (siehe „Amateur“). Auch zu meinem letzten Beitrag kam inhaltlich nicht viel, wobei der „Aufbau 1“ recht ähnlich zu einem Ihrer Vorschläge vom 19.08.2014 (Überschrift „Deckenaufbau“) ist. Der einzige Unterschied zu Ihrem damaligen Vorschlag besteht darin, dass entkoppelte Auflagehölzer + Dielen statt aufgenagelter Rauhspund + trittfeste Holzfaserdämmung verwendet werden soll. Sie haben damals ebenfalls vorgeschlagen, Gipskarton passgenau von unten an die Traglattung zu schrauben. Hinsichtlich einer Dämmung des entstehenden Hohlraums zwischen OSB und Gipskarton haben Sie nichts geschrieben. Deswegen gehe ich davon aus, dass basierend auf Ihrer fachlichen Kompetenz dies nicht nötig ist, da der Schallschutz bereits durch den darüber liegenden Aufbau gewährleistet worden ist. Und natürlich haben Sie auch damals einen flächigen Abschluss unterhalb der Deckenbalken empfohlen, da Übergänge Holz potentielle Fehlerquellen sind und das ganze nach Disney und Eckkneipe aussieht. Die Fehlerquelle ist mir bewusst und soll mit Acryl bzw. Dichtband behoben werden und Ästhetik ist natürlich Ansichtssache.
Schade ich denke Sie verfügen über viel Erfahrung aber manche Beiträge sind leider nicht wirklich zielführend und recht abwertend anderem Meinungen gegenüber.

Mit besten Grüßen
Andreas



Bodenaufbau



Meine Schüttung ist ca. 12cm hoch. Aber das zählt nicht, da Deine Konstruktion nicht meine ist.

Zwischen Fermacell/Gipskartonplatte und OSB-Platte würde ich den Hohlraum mit Flachs, Hanf - also leichtes Dämmaterial füllen. Dafür wird aber der lichte Abstand zwischen den Dachlatten zu groß sein. Du wirst also noch Querhölzer einbringen müssen, die eine Durchbiegung der Gipskartonplatten verhindern. Halte dich da an die Vorgaben des Herstellers. Das hat auch schon Georg Böttcher ohne ein Füllmaterial zu erwähnen genannt.

Die "Auflagehölzer" - also die Lagerhölzer für die 35er Dielen würde ich nicht 6 x 6 sondern wenigstens 8 x 6 liegend nehmen.

Die Holzdämmplatte im Fach auf der Schüttung/Gewegplatten nicht zu steif nehmen - darauf hat schon Andreas Teich hingewiesen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de