Hobeldielen Langdielen Fichte oder Kiefer A oder B Sortierung?




Hallo,

bin neu hier - befasse mich seit einiger Zeit mit dem Thema Dielenboden.
Im Moment geht es um die Auswahl der richtigen Dielenbretter.
Mehr als Kiefer ist dabei finanziell nicht drin.
Der Dielenboden soll hinterher sichtbar bleiben.
Meine Frage - was ist euer Rat bzgl. der zu verwendenden Art.
Und sollte man stets zur sogenannten A-Sortierung greifen?
Wie ist "A-B" Sortierung praktisch einzuordnen?
Wie schaut es aus bei der Verwendung von B-Sortierungen?
Bringt der Mehrpreis f?r Kiefer praktisch etwas (theoretisch sollte das Material ja h?rter und etwas widerstandsf?higer sein).

W?rde mich ?ber Ratschl?ge freuen.
Der Kontext ist ein Anbau an ein altes Bauernhaus - das Schlafzimmer, ca. 25m? aus den 30er Jahren, bei der die jetzige Dielung verschlissen und krumm ist.

Danke.



Der Mehrpreis...



..ist bei dem kleinen Raum gering.

Statt Theorien über Sortierungen zu wälzen, schauen Sie sich besser beim Holzhändler Ihres Vertrauens die Dielen an. Das gibt Ihnen ein wesentlich besseres Gefühl für eine Entscheidung.

Grundsätzlich ziehe ich in diesem Segment Kiefer vor. Die nordische Kiefer Sortierung U/S hobelfallend liefert schöne Böden. Da aber "schön" relativ ist...anschauen.

Viel Erfolg

Thomas



örtlicher Holzhändler



Danke.

Den habe ich schon aufgesucht, dieser hat aber nur Fichte Langdielen auf Lager - und die wiederum nur in A-Sortierung.

So fällt mir ein Vergleich recht schwer.

Was bedeutet "Kiefer Sortierung U/S hobelfallend".

Hatte bisher als Angabe A bzw. B nach EN13990 gelesen...



Lieber Fragesteller,



wenn Sie die Euronormen ergoogeln können, finden Sie auch die anderen Sortierungen.

Wenn Ihr örtlicher Händler eine passable Fichte hat, und ihnen die Farbe egal ist, kaufen Sie halt Fichte statt Kiefer. Wollen Sie für das Material ein paar Knöppe sparen, die Sie dann für Fracht verschießen? Es ist von Vorteil, wenn die Dielung vor Ort lagert und Sie auch 'mal ein Brett nachkaufen können.

Wichtig ist nicht so sehr die Anzahl der Äste, sondern die richtige Holzfeuchte und ein sauberes Hobelbild.

Grüße

Thomas



Hm?



Ich lese da jetzt einfach mal keinen herablassenden Ton raus. :-)

Also unser Holzhändler hier ("Wurzbacher") vertreibt alle möglichen Arten von Dielen (Handelsmarke Osmo).

Bevorratet vor Ort hat er aber nur Fichte.

So kommt es, das es mir nicht möglich ist, diesen Dielensorten nebeneinanderzulegen und zu vergleichen.

Die Angaben von Osmo sind wiederum nach EN13990.
Und ja sicher kann ich mir das zurecht googeln, allerdings ist es doch für dich ein leichtes und mir eine Hilfe, wenn du das was du nennst einfach dechiffrierst.

Der Preisunterschied zwischen Fichte und Kiefer rangiert so bei 20-30%.
Richtig arg wird der Preisunterschied zwischen den Sortierungen - da sind durchaus 100% (oder 50% je nach Perspektive) möglich.

Die Holzfeuchte wird beim Vororthändler wie auch Onlinehändler stets mit <=12% angegeben.
Prüfen kann ich das allerdings sowieso nicht.

Frachtkosten sind immer ein Bestandteil des Vergleiches - sowohl beim Örtlichen wie auch deutschlandweit.
Allerdings ist das nicht der große Unterschied - genau genommen gerade einmal 50Euro Differenz.

Trotz alledem ist der Vororthändler momentan der Favorit.



Herablassend?



Nicht daß ich wüsste. Ich will mir hier nur keinen abbrechen, um Ihnen meinen persönlichen Geschmack nahezubringen. Die messianische Ader habe ich in den vielen Jahren Forenmitgliedschaft verloren.

Wenn ich ein Paket des benannten Herstellers aufmache und sich kaum 25 Jahresringe zur Dachrinne krümmen sollten - ja dann kann mir die Sortierung doch egal sein, oder?

Ein 30er Jahre - Unterbau bedeutet Balkenlage, vermute ich 'mal. Da kommen Sie mit 20mm Systemdielen nicht weit. Auch ihre Transportkosten deuten auf Systemdielen geringer Stärke und Länge.

Die passende Verlegefeuchte wäre denn auch eher 9%.

Grüße

Thomas



Langdielen 27x137-145x4300mm



...das sind die anvisierten Dielen bei einem Balkenabstand von Mitte-Mitte von ca.750-800mm bei einer Balkenbreite von gut 150mm ergibt sich daraus eine lichte Weite von ca.600-650mm.

Diese Werte hatte ich mittels durchbohren durch die Dielung in der Nähe der alten Vernagelung ermittelt.

Meinst du, das über 27mm wirklich in Betracht kommt?

Vorort betragen die Kosten für die Anfahrt ca. 40Euro.
Es gibt deutschlandweite Händler die Verrechnen pauschal 90-100Euro für den Transport.



Hinsichtlich der Stärke...



...passt das. A oder B - Sortierung ist eine optische Frage. Technisch / Konstruktiv sind beide Sortierungen gleichwertig.

Grüße

Thomas



Holzdielen auswählen



Bei einem Schlafzimmer, dem dem der Fußboden nicht übermäßig strapaziert wird
wäre auch Fichte völlig ausreichend, sofern es nicht primär um die Optik geht.
Fichte mit engen Jahresringen ist belastbarer als Kiefer mit breiteren und stehende Jahresringe besser als liegende.
Lärche ist vielleicht auch eine Alternative.

Bei raumlangen Dielen und 65 cm lichten Balkenabständen sind auch 21 mm dicke ohne Probleme möglich - ein kurz selbst durchgeführter Belastungsversuch hilft weiter.

Dickere Dielen haben primär den Vorteil, dass sie häufiger abgeschliffen werden können.

Wenn Äste als störend empfunden werden müßten teurere, astarme Sortierungen verwendet werden, wobei Äste den härtesten Teil darstellen.
Nur reduzieren große Äste die Tragfähigkeit.

Ich würde mich parallel zum örtlichen Händler auch bei Hobelwerken und im Internet nach entsprechenden Angeboten umsehen.
Manchmal gibt’s Angebote mit Harthölzern zum selben Preis wie Nadelhölzer.

Wenn’s nicht zu weit weg ist persönlich ansehen, mit Holzfeuchtemeßgerät die Holzfeuchtigkeit überprüfen und mit kleinem Anhänger ggf sofort mitnehmen- dann weiß man genau was man bekommt. Holzfeuchtemeßgeräte gibt’s schon sehr günstig.
Bei normal beheizten Räumen sollte die Holzfeuchte eher um 10 % liegen, aber keinesfalls über 12 %, um breiter Fugen zu vermeiden.
Das Holz wiegt bei der Fläche etwa 300 kg.

Geschliffene, vorgeölte oder endbehandelte Dielen lohnen sich besonders bei kleinen Flächen und ersparen zusätzlichen Aufwand.

Andreas Teich



Ich warte immer noch...



...darauf, daß der Herr T. 'mal ein Video einstellt, wo er uns einen " kurz selbst durchgeführter Belastungsversuch" und dessen korrekte Auswertung demonstriert.

Egal, bei 65cm lichtem Balkenmaß ist eine 21mm starke Diele zu schwach. Für Nadelholz GK2 sind bei 25,5mm ein Maximalabstand von 88cm einzuhalten. Wichtig ist: Als Abstand zählt das Achsmaß der Balken, nicht das lichte Maß. Also Mitte bis Mitte.

"Fichte mit engen Jahresringen ist belastbarer als Kiefer mit breiteren"

Eine besonders wertvolle Aussage. In dem Preissegment gibt es eh nur zur früh abgehackte Teenager (Durchforstungsware), kein reifes Holz. Für die unterschiedliche Härte innerhalb einer Holzart ist nicht die Jahresringbreite, sondern das Verhältnis Frühholz : Spätholz verantwortlich. Je später, umso hart. Zudem ist Kiefer tabellarisch als härter eingestuft: Die Fichte mit 12, die Kiefer ab 14 (bis 19) Brinell. Etwas unterschiedliche Angaben finden sich, die Tendenz ist jedoch klar.

Tangential geschnittene Fichte spleißt nach meiner Erfahrung öfter in den Jahresringen als Kiefer.

"Manchmal gibt’s Angebote mit Harthölzern zum selben Preis wie Nadelhölzer."

Da sollten Sie am besten ganz viel Hartholz bei Herrn T. kaufen. Da hat er bald ganz viel mit seinen Gläubigern zu tun und ganz wenig Zeit für fachwerkliche Fantasien.

"Holzfeuchtemeßgeräte gibt’s schon sehr günstig."

Günstig kommt von Gunst. Das führt uns zum ältesten Gewerbe der Menschheit, aber nicht zu einem seinen Preis werten Produkt. Die billigen Holzfeuchtemesser taugen durch die Bank nix. Damit können Sie überflüssiger Weise Ihr Kaminholz messen, aber keine Dielung. Und die angezeigten Zahlen sind definitiv kein Argument in der Diskussion mit Händlern oder Fachbetrieben.

Grüße

Thomas



doppel



Doppel



zu erwarten



Dass eine Normhärte nicht die Realität wiedergibt wird sicher klar sein, aber auch dass ein Fichtebrett mit engen und evt noch stehenden Jahresringen belastbarer ist als eine Standard- Kiefer Sortierung ist auch jedem Holzfachmann klar- man sehe sich dazu auch nur die Bandbreite der Rohdichte an.
Hier wurden in Schulen unbehandelte Fichtdielen mit engen und stehenden Jahresringen verlegt- lt Architekt mit großem Erfolg.

Die Jahresringbreite ergibt sich doch wohl aus dem Verhältnis von Frühholz zu Spätholz- was sonst???

Zwei Latten im lichten Balkenabstand auslegen und einige Dielenstücke in Nut und Feder zusammenschieben, darauf legen und mittig belasten ist sicher keine schwierige Übung.
Dann das Ergebnis beurteilen und ggf mit Schieblehre die Durchbiegung feststellen- wobei Mehrfeldträger, dh Dielen über mehreren Balkenfeldern, noch deutlich belastbarer sind.
Das hilft im Einzelfall weiter als Normangaben.

Da sich im Holzhandel sicher ein Marken-Feuchtigkeitsmesser zu finden ist können die Werte eines günstigen Gerätes leicht mit diesem verglichen werden-
wenn’s zu abweicht zurückschicken, was genauso bei einem teuren Gerät gemacht werden könnte. Dann kostet das gar nichts.

Messen ist immer besser als blind dem Holzhändler zu vertrauen,
der uU auch keine genauen Angaben zur Holzfeuchte machen kann-
vor allem wenn die Hölzer längere Zeit gelagert wurden.

Jetzt genügt aber mit sinnlosen, ausufernden Diskussionen- vor allem wenn’s nur um Definitionen und Sinnhaftigkeit von Normwerten geht.

Andreas Teich



Dielenauswahl



So ein Kommentar war fast zu erwarten
Dass eine Normhärte nicht die Realität wiedergibt wird sicher klar sein, aber auch dass ein Fichtebrett mit engen und evt noch stehenden Jahresringen wesentlich belastbarer ist als eine Standard- Kiefer Sortierung ist auch jedem Holzfachmann klar-
man sehe sich dazu nur die Bandbreite der Rohdichte in der Fachliteratur an.
Hier wurden in Schulen unbehandelte Fichtdielen mit engen und stehenden Jahresringen verlegt- lt Architekt mit großem Erfolg.

Die Jahresringbreite ergibt sich doch wohl aus dem Verhältnis von Frühholz zu Spätholz- was sonst???

Zwei Latten im lichten Balkenabstand auslegen und ein oder mehrere Dielenstücke in Nut und Feder zusammenschieben, darauf legen und mittig belasten ist sicher keine schwierige Übung.
Dann die Brettfläche in qm umrechnen und das Ergebnis beurteilen und ggf mit Schieblehre die Durchbiegung feststellen-
wobei Mehrfeldträger, dh Dielen über mehrere Balkenfelder verschraubt, noch deutlich belastbarer sind.
Das hilft im Einzelfall weiter als Normangaben aus der Literatur zu übernehmen. Als Anhaltspunkt können die natürlich verwendet werden.

Da sich im Holzhandel sicher ein Marken-Feuchtigkeitsmesser zu finden ist können die Werte eines günstigen Gerätes leicht mit diesem verglichen werden-
wenn’s zu abweicht zurückschicken, was genauso bei einem teuren Gerät gemacht werden könnte. Dann kostet das gar nichts.

Messen ist immer besser als blind dem Holzhändler zu vertrauen,
der uU auch keine genauen Angaben zur Holzfeuchte machen kann-
vor allem wenn die Hölzer längere Zeit gelagert wurden.

Jetzt genügt aber mit sinnlosen, ausufernden Diskussionen- vor allem wenn’s nur um Definitionen und Sinnhaftigkeit von Normwerten geht.

Andreas Teich



Jetzt genügt (es?) aber...



wenn wer nicht mehr weiter weiß, genügt es...

Der Vergleich von 2 Holzarten mit unterschiedlicher Anatomie ist sinnlos, und rein theoretisch.

Wo kann denn der Fragesteller preiswerte Nadelholzdielen in Riftsortierung kaufen? Nirgends. Die hätten denn tatsächlich allermeist den Preis einer guten Laubholzdiele.

"Die Jahresringbreite ergibt sich doch wohl aus dem Verhältnis von Frühholz zu Spätholz- was sonst???" ???

Die Jahresringbreite ergibt sich aus der SUMME von Früh- und Spätholz.

Das VERHÄLTNIS derer aber ist abhängig von den Wachstumsbedingungen.

Ihr Belastungstest ist albern und sagt rein gar nichts aus, Herr T.

Erstaunlich, was Sie im Kaffeekränzchenstil aus Ihrem zusammengehörten und -gegoogelten Nähkästchen zaubern. Wenn Sie nichts wirklich wissen, warum reden Sie dann darüber?

Grüße

Thomas





Ich sagte ja es artet aus...



Ihr Engagement,



eine klare (ablehnende) Meinung zu Ihren Postings zu bekommen, ist immer wieder höchst erstaunlich.





die kommt nur von einer nicht nennenswerten Anzahl



Mir fallen glatt...



...noch ein paar fachlich geschulte Leute hier ein, die Postings aus Ihrer Feder als extrem kritikwürdig betrachten.

Ihr Beifall kommt oft von den Ahnungslosen, denen Sie sagen, was sie hören wollen.

Das werde ich heute nicht mehr verstehen, und auf mich wartet eine schöne Baustelle. Der Fragesteller hat sich versteckt, aber trotzdem vielleich manch Wissenswertes einsammeln können.

Große Erfolge allerseits wünscht

Thomas



Nein Thomas....



...so schnell spring ich nicht ab.
Nur muss ich halt auch arbeiten und um andere Dinge kümmern.
Die Frage nach der Diele hat keinen Exklusivstatus bekommen 8-).

Na jedenfalls kann ich leider ausser die besagten Fichtendielen nichts vor Ort besichtigen. Muss mich also auf die Herstellerangaben verlassen und diese einzuordnen verstehen.
Und ohne dir jetzt widersprechen zu wollen verstehe ich bspw. die A und B Sortierung nicht nur als optisches Thema, wenn dort auch klassifiziert wird inwieweit Dielen verdreht, gerissen und ausgefallene Äxte haben dürfen...
Mir ist bspw die Anzahl der Äste ziemlich egal...schlussendlich zählt für mich das es funktioniert, ohne das ich die Hälfte Ausschuss habe.
Die anderen Themen bzgl. stehenden Ringen etc. können so wie ich das wahrnehme kaum praktikabel berücksichtigt werden.
Denke wenn man das noch sortiert haben möchte ist man bei Preisen jenseits der 80eu/m2.

Okay.
Zurück zu Erfahrungen mit Langdielen und deren Sortierklassen.
Was entspricht alles A nach EN13990....Ist das das bei anderen Händlern als select bezeichnete Material?
B = rustikal
Rauspund = country

Und wie ist die Angabe u/s hobelfallend von Thomas einzuordnen?

Danke.



alte Schüttung


alte Schüttung

Hallo,
ich melde mich noch einmal in diesem Thema.
Habe jetzt die alten Dielen zurückgebaut und freien Blick auf die Schüttung.
Ich möchte die Schüttung gern so verbleiben lassen.
Es handelt sich um ein Gemisch aus Stroh und "Dreck".

Meine Frage: zwischen alter Dielung und Schüttung sind gut 10cm Platz.
Ist solch ein Leerraum beizubehalten (als Luftschicht) oder liegt das einfach nur daran, weil sich im Laufe der Zeit das Material einfach gesetzt hat?

Sollte man den Leerraum auffüllen?
Ich habe noch Mineral-/ bzw. Glaswolle zu stehen - würde es Sinn machen dort noch Bahnen aus diesem Material auf die bestehende Schüttung aufzulegen?

Wenn eine Luftschicht vorzusehen ist, wie hoch sollte diese ca. sein?

Danke.



Wenn...



...Schallreduzierung eine Rolle spielen soll, ist diese leichte Füllung des Einschubes ungeeignet. Auch darüberhinaus: Das ist vermutlich ein Biotop, und auch in Sachen Brandschutz keine gute Idee - eine besonders sparsame Sparvariante. Zudem sollte man sich den aussenwandseitigen Balken genauer anschauen.

Für mich gemacht, würde ich diese Füllung kompostieren.

Grüße

Thomas



Hohlraum unter Dielen



Wenn die bisherige Füllung trocken ist, ohne Geruchsbelästigung und die Dielenschäden nur auf Verschleiß beruhen
könnte die bisherige Füllung verbleiben.
Was 80 Jahre funktionierte wird bei ähnlichen Bedingungen auch weiterhin funktionieren.
Das dichte, hohlraumfreie Ausfüllen von Zwischenräumen unter Dielen dient der Vermeidung von Trommeleffekten, dh eines Resonanzraumes.

Je nach Dichte des vorhandenen Dämmmaterials sollte dies nach dem Einlegen durch die Dielung gut komprimiert werden.

Wenn du alles neu bevorzugst kann natürlich auch die gesamte Füllung ausgetauscht werden.
Masse dämpft primär niedrige Frequenzen- sofern es um Schalldämmung geht.
Der Brandschutz wird auch durch mineralische Materialien/Füllstoffe verbessert.
Wärmedämmung ist zwischen beheizten Etagen unnötig.



alte Schüttung



...zu meinem Erstaunen ist diese Mischung in recht gutem Zustand - also nicht verrottet o.ä.

Es sind der ganzen Geschichte auch noch zerklopfte Ziegelstücke mit beigemischt - vermutlich um eben etwas das Gewicht aufzubohren.

Schallschutz - diese Etage soll später 2 Schlafzimmer beinhalten, darunter liegt Bad und Wohnzimmer.

Praktisch gesagt, wird nicht viel Bewegung oben auftreten, während unten jemand ist.

Hinsichtlich Wärmedämmung ist es allerdings so, das sich vermutlich ein deutliches Temperaturgefälle zwischen den Räumen einstellt (Wohnzimmer beheizt, Schlafzimmer weniger beheizt...).

Ich würde es gern vermeiden diese Schüttung entfernen zu müssen (wie oben schon geschrieben stand).

Zu dem Thema Luftschicht zwischen Schüttung und Diele, was eine meiner Fragen war, hat sich jetzt leider keiner geäußert.

Angenommen, man würde die Schüttung entfernen - was wäre denn eine kostengünstige Alternative und wie hoch sollte man die Schüttung einbringen? (hat jemand einen Preis pro m³?)
Natürlich darf das nicht zu schwer werden, da die alten Decken im darunterliegenden Geschoss eigentlich erhalten werden sollen...also Gehwegplatten, Beton etc. fällt aus.

Wie ist das Thema Mineralwolle, Glasswolle, Holzfaserdämmung einzuordnen?


Die jetzt ersichtlichen Balken, welche den Raum quer überspannen sind meines Erachtens a) wiederverwendete und b) gottseidank in recht gutem Zustand.

Auf dem Foto irretiert es ggf. etwas, da ich die Balken abgekehrt und anschließend mit einem feuchten Lappen drüber gewischt hatte.

Wie erwartet gibt es Wurmlöcher - allerdings nicht in der Menge und keine pulverisierten Stellen.



Glaswolle...



...wie auch Mineralwolle kratzt mir persönlich zusehr im Hals, genau wie die billigste Schüttung (Bimsstein, Handelsname z.B. Perlite). Besonders leichte Holzweichfaserplatten (Herst. z.B. Homatherm) wären geeignet.

Zellulose ist zwar als Einblasdämmung gedacht, könnte hier aber sicher auch eingesetzt werden.

Ich befürchte jedoch in der alten Schüttung nicht so sehr Verrottung. Möglichweise haben sich darin aber Generationen von Nagern und anderem Getier erleichtert...

Sollte man diese Schüttung also entfernen, würde ich einen Rieselschutz einbauen und Blähton (Hohlraumschüttung) verwenden. Das bringt ein klein wenig Masse und ist ebenso verottungsfest wie ungenießbar.

Grüße

Thomas



Hohlraum ausfülle



Mit vorhandenem Dämmmaterial bezog ich mich auf die erwähnte Glas- und Mineralwolle.
Dies also zur Gefachausfüllung verwenden.

Bisherige Füllungen belassen-
neues Material hat keine besseren Schalldämmwerte, außer es ist möglich höheres Gewicht einzubringen.

Andreas Teich



Nun,



angeblich sei die seit 1996 hergestellte Minalwolle nicht krebserregend.

Wenn man bedenkt, welch mächtige Lobbyinteressen dahinterstehen, sollte man sich jedoch ein gesundes Misstrauen bewahren. Die mineralischen Partikel sind nicht soviel anders, als Asbestfasern. Diese sind nicht wegen ihrem chemischem Aufbau gefährlich, sondern wegen ihrer Form.

Auch unter der Dielung kann (bedingt durch den Pumpeffekt der bewegten Dielung) mineralischer Staub mobilisiert und nach oben transportiert werden.

Für mich ist Mineral- und Glaswolle Sondermüll. Vielleicht bin ich da 2 oder 4 Jahre der Zeit voraus, allein der Test wird immer am Verbraucher durchgeführt..... Vieles wurde schon nach teilweise zähem Kampf verboten.... Möglicherweise muß man darauf ja nicht erst warten.

Grüße

Thomas



Zellulose



gibt es von Thermofloc auch als Schüttung komprimiert im Ballen.



Danke



.. für eure Hinweise, habt ihr grobe Richtpreise für eure Alternativen?

Das Thema Lungengängigkeit bei aus gebrachter Ware war mir so nicht geläufig.

Diese Holzfaserdämmung (Wolle ähnlich) + paar Holzfasadämmplatten könnt was sein... bei diesen Dämmmatten (bspw. Steico) sind keine Stäube mit problematischer Partikelgröße zu erwarten ?

Hier mal noch eine Freestyleidee am Rande...bitte nicht sofort ausrasten ? was ist mit geschredderten Ziegelsteinen (aus Abbruch), wahrscheinlich das Problem das da auch viel Keim im Material sein kann...



Mineralische (Faser) Stäube...



...gewisser Konsistenz setzen sich in der Lunge fest und können eine Karzinomentstehung auslösen. Holzfasern haben nicht deren Dauerhaftigkeit und können auch abgebaut werden. Bei mineralischen Fasern dauert das viel länger oder erfolgt (Asbest) gar nicht.

Geschredderter Ziegel ist an dieser Stelle nicht handhabbar. Der Hohlraum soll ja möglichst vollständig gefüllt werden. Das bekommt man mit einer weichen Holz (oder Hanf-)faserplatte (oder besser -flies) gut hin. Mit Ziegeln eher nicht. Und: ist der Schredderich denn wirklich trocken?

Blähton ist im übrigen Sackware, rollt allein, wohin er soll...

Grüße

Thomas



Denke noch über weitere Möglichkeiten nach...


Denke noch über weitere Möglichkeiten nach...

...was wäre bspw. zu einem Sandwich aus Mineral-/Stein-/ Holzfaserwolle + Sauerkrautplatten zu sagen?

Warum sieht man heutzutage den Einsatz von Sauerkrautplatten eigentlich so selten?

Danke.



Sauerkrautplatten...



...heißen heute Heraklit und werden als Putzträgerplatten mit Dämmwirkung viel verwendet.

Für Fußböden sind sie ungeeignet.

Grüße

Thomas



...natürlich muss ich...



...kurz fragen, warum du die Krautplatte für ungeeignet hälst?

Belastet wird diese ja durch den Boden im Prinzip nicht.

Wie schaut es aus mit Schädlingen?

Einfach gesehen, dürfte das ja Holzwolle getränkt in Zement sein...wäre doch sogar ziemlich bio und schwer entflammbar!?

Danke.



Zunächst einmal...



...ist Heraklit tatsächlich nicht belastbar. Eine Aufbau mit zwischenliegenden Lagerhölzern und vollflächigem Lastabtrag auf die Platten (wie bei HWPl) scheidet somit aus.

Als pure Hohlraumfüllung ist sie unpraktisch. Die Sparrenmaße passen nicht zur Platte, der Zuschnitt macht, besonders wenn's genau werden soll, keinen Spaß. Die Platte ist sehr unflexibel. Vor dem Hintergrund, daß die Platten keineswegs billig sind, wozu sollte man sie in diese Einbauform quälen? Das Runde muß nicht unbedingt durch das Eckige... Eine Rieselschutz und eine mineralische geschüttete Hohlraumfüllung wie Liapor / Maxit Clay / oder auch eine elastische leichte Holzfasermatte erfüllen je nach Bestand diese Aufgabe wesentlich besser.

Wer unbedingt Heraklit kaufen will, kommt mit einer Decken-/ Schrägenbekleidung + Putzauftrag wesentlich sinnvoller daher.

Grüße

Thomas

Hinsichtlich des Fotos: Derart unentschlossenes Bastelwerk bietet besonders viele Möglichkeiten, etwas falschzumachen.



Fußbodenaufbau


Fußbodenaufbau

Was soll denn nun erreicht werden?
Geht’s nur darum, den Zwischenraum zwischen Füllung und Balkenoberkante irgendwie zu schließen?

Um einen Resonanzboden zu vermeiden ist es sinnvoll,

Wärmedämmung zwischen bewohnten Etagen ist unnötig,
ebenso Masse, wenn ohnehin schon genügend Masse vorhanden sein sollte.

Zur Auffüllung kann vieles verwendet werden, nur sollte dabei ein enger Kontakt zwischen Verbretterung und Auffüllung gegeben sein.

Heraklithplatten ist nur für diesen Zweck zu teuer, zu aufwendig und zu starr.
Die auf dem Foto abgebildete Glaswolle ist zu weich und für den gezeigten Einsatz ungeeignet.
Wenn ein tragfähiger Boden vorhanden ist wären die auf meinem Bild gezeigten Materialien möglich, wobei ich Holzfaserplatten den Mineralfaserplatten vorziehen würde.

Andreas Teich



...Prozeß der Entscheidungsfindung...


...Prozeß der Entscheidungsfindung...

Also die Randmerkmale sind:

Wöllte man die Hohlräume bis Oberkante Ausgleichshölzer befüllen ergeben sich rechnerisch überschlägig 2500l Volumen.

Für Blähtonschüttungen sind hier je nach Anbieter zwischen 500-1200Eur anzusetzen - nur das Material - ohne Randkosten.
Das eingebrachte Gewicht liegt dann bei ca. 1,2t.

Günstiger ist natürlich eine "Wolle".

- Mineral und Glaswolle wird durchaus (im Forum) als bedenklich eingeordnet hinsichtlich eines Pumpeffektes der feine Faserreste ausstößt (s.o.)
- Holzfaserwolle/-Dämmung wird mit Boraten versetzt um diese beständig zu machen (damit auch wieder so ein Thema... da Vermutung das Borax & Co. ggf. gesundheitsschädlich sein könnte)
- Styroporschüttungen sind günstig, aber raumklimatisch und branschutztechnisch eher schlecht

Eine Kombi aus Mineralwolle, Sauerkrautplatte + Luftschicht - hätte ggf. den Charme günstig sein zu können (Sauerkrautplatten werden häufig verschenkt...), eine überschaubare Masse darstellen zu können - gleichzeitig durch die nach oben liegende Krautplatte allerdings (hoffentlich) keine Belastung durch lungengängiges Fasermaterial darzustellen.

Anbei noch ein Foto von dem jetzigen Zustand mit der "Ausgleichslattung" (mit der Bandsäge geschnittenes Konstruktionsholz auf dem Balken verschraubt - zum Ausgleich des Bodens und Anpassen des Bodenniveaus zum restlichen Haus).

Sicher bin ich mir natürlich nicht, deswegen rede ich ja hier mit euch.
Hatte das oben in einer Doku gesehen (aus den 90ern), der oben abgebildete Boden stammt aus einem Architektenholzhaus welches prämiert und in der Doku vorgestellt wurde (Hintergrund ökologisches und ökonomisches bauen).

Danke.



Bei mir...



...kam noch keiner mit einem Geschenkgutschein für alte Sauerkrautplatten vorbei.

Rechnet man da ganze Drumherum (ggf. ausbauen, Transporte, Entsorgung der Reste, zuschneiden, Kosten Mineralwolle) mit ein, sind die 500€ doch preiswert. Dafür gibt es ein zertifiziertes Baumaterial (schütten und fertg!) ohne anhaftendes Gekrümel. Wissen Sie zudem, ob die Balken, an denen Ihre "günstigen" Sauerkrautplatten mal hingen nicht zufällig satt mit Hylotox gestrichen wurden?

Das Ganze ist wirtschaftlich fragwürdig mit einigen Risiken.

Tatsächlich, wenn Architekten in den 90ern das nachhaltige Bauen versuchten zu erforschen, konnte sowas herauskommen.

Wie auch immer, große Erfolge wünscht

Thomas



...das ist wohl wahr...



...mit der Blähtonschüttung, was meinst du zu dem Gewicht?

BG



Soweit...



...da eine nicht dramatisch unterdimensionierte Balkenlage da ist: Kein Problem.



Deckenfüllung



Was soll mit der Blähtonschüttung erreicht werden?

wenns günstig sein soll
die vorhandene Glas-/Mineralwolle verwenden oder Zellulose und mit Winddichtung oä diffusionsoffener Folie abdecken und Dielen aufschrauben.
Atemschutzmaske gegen Feinstäube verwenden.

Nut und Feder Dielen sind ohnehin dicht und den Randbereich könnte man mit anderem Material zustopfen.

Wer jede minimalste, theoretisch mögliche Gesundheitsgefährdung ausschließen will hat eh ein Problem, und dürfte ob der möglichen Gefahren im Straßenverkehr sich kaum nach draußen begeben-
zudem verzögern und blockieren zu viele Befürchtungen jeglichen Baufortschritt.
Holzfaserplatten, Hanf, Flachs, Zellulose, Perlite etc sind bewährt und unproblematisch-
bei falscher Anwendung ist alles ungünstig.

Andreas Teich



Dieses großartige Wort...



...kann ich nicht mehr hören:

GÜNSTIG

Hausbau und - Sanierung ist kein Gunstgewerbe. Günstig kommt bekanntlich vun Gunst, und auf dem Bau wird keine Gunst verteilt, weder gewerblich, noch privat.

Es klingt schon blöd genug, wenn die Butter im Laden gerade "günstig" ist. Aber gut, vielleicht begünstigt ja der Krämer den Kunden bei der Butter, um ihm beim Quark das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Aber dem Bau mit seinem Wechselspiel aus den verschiedensten Faktoren, die für die Bewertung von Materialen und Technologien für eine konkrete Bauaufgabe und die Ansprüche des Kunden eine Rolle spielen - dem ist der Begriff "günstig" absolut nicht gewachsen.

Gibt zu bedenken:

Thomas



Deckenfüllung



Wenns eh nur um die Füllung einer Zwischendecke ohne größere bautechnische Ansprüche geht kanns sogar billig sein-

besser andere Bauteile mit hochwertigen Materialien beglücken, wo es Sinn macht und einen Vorteil bringt.

Andreas Teich



Danke Thomas & Andreas



...nunja, Thomas "günstig" ist immer relativ.

Schau günstig nach new way wäre wahrscheinlich gewesen irgendwas auf die alten Dielen draufklatschen und alles unter einem Haufen Masse verschwinden lassen.

Es ist ein Bauernhaus und Drumherum wollen auch noch 4 weitere Gebäude bespaßt werden. Da möchte ich dann schon, wenn ich Geld ausgebe, auch wissen wofür - was nutzt eine topsanierte Decke durch Werkstoffe die manchmal nur schöne Etiketten verpasst bekommen haben oder große Pläne wenn man dann hinterher einen Handwerker nicht bezahlen kann oder für einen anderen dramatischeren Schaden (wie Loch im Dach) kein Geld da ist.

@Andreas, weil du noch einmal so danach gefragt hast.
Unten: Wohnzimmer & Bad
Oben (der hier sichtbare Raum): Schlafzimmer

Das heißt Trittschall untergeordnet (wenn man es mit erschlagen kann ist es i.O.), aber es gibt sicher ein Temperaturgefälle zwischen den Räumen unten und oben.
Dementsprechend eine gewisse Wärmedämmung und Akklimatisierung.
Schlafzimmer werden ja eher selten durchgeheizt.



Das ist eine Frage...



...der richtigen Sprache, nicht des Geldbeutels.