Historisches Gebäude mit Sandstein -Türmen / Verzierungen sichern



Historisches Gebäude mit Sandstein -Türmen / Verzierungen sichern

Hallo Forum,

wir sind im moment dabei uns um ein historisches Gebäude auf unserem Dorffriedhof zu kümmern. Das bedeutet vorallem dafür zu sorgen das wieder ein Dach drauf kommt. (das alte ist seit sindestens 50 Jahren nicht mehr vorhanden).
Sorgen machen mir jetzt aber auch diese Sandsteintürme (siehe Bilder) es sind noch 2 dieser Türme erhalten (ich vermute das es mal 4 waren).
Die beiden Türme sind mit einer Art anker in die Ecke der Wand eingemauert (von innen sichtbar). Die Konstruktion sieht aber sehr rotig aus und es hat auch mindestens 50 Jahre aud die Mauer geregnet, auch kann man an den Türmen wackeln so das es insgesammt keinen guten eindruck mehr macht.
Wie bekommt man solche Sandsteintürme wieder fest?
Ich dachte an das einkleben von Gewindestangen mit 2K Mörtel.

beste Grüße Tobias



noch von der anderen Seite


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Euer Engagement



in allen Ehren, doch ich würde die Sicherung / Befestigung der Türme einem Fachmann überlassen.
Diesen zu beauftragen sollte Sache der Friedhofsverwaltung sein, denn diese muss auch dafür haften, falls sich so ein Teil Richtung Boden stürzt.

Viele Grüße
Hanno



Ein gut informierter Kunde beauftragt sicherer



*** Diese Ausführungen sind Fingerübungen, d.h. es besteht keine Erfahrung mit solchen Problemen.***

Das Volumen bei geschätzten 20 x 20 cm und 150 cm Höhe ist wohl rund 10% von einem Kubikmeter und damit wohl grob geschätzt 200 kg,

Die Einbindung in die Mauer (auch über die überlappenden Ziegel) über die innere Ecke wird wohl die meiste Last abtragen. Der Anker hält es hauptsächlich an der Stelle. Auch in Bezug auf Windlasten.

So sollte man die Türme zu vertretbarem Aufwand auch sicher machen können gegen Parcours-Sportler.

Mit Spiralankern aus Edelstahl wie von Ruberstein, http://thor-helical.de, desoi.de , die mit Bildern ähnlicher Bauten werben, oder bzw. und Basaltstäben von nanogarten.de sollte man die Last in die Wand einleiten können. Und damit verhindern, dass jemand erschlagen wird.

Gewindestangen mit 2K-Mörtel haben das Problem, was man in Angkor Wath mit Epoxy-Mörtel hatte, wo der Sandstein neben der Klebestelle brach. Aus meiner Sicht haben gerade die Spiralanker durch die Form und die Verdrängungswirkung eine Klemmwirkung jenseits der Adhäsion.

Spontan würde ich einen Steinmetz über https://www.irb.fraunhofer.de/zdh/ , www.kalk-laden.de (Arbeiten an Schloss Ludwigsburg) oder https://ifs-mainz.de fragen, wie man es früher gemacht hat und was der Stand der Technik ist. Aber dazu muss man wohl alles auseinandernehmen.
Dazu ist die Frage, ob so etwas nicht denkmalschützerisch abgeklärt werden muss. Und zertifizierte Betriebe es ausführen müssen. Aber dann braucht man wohl mehrere hunderttausend EURO ...

Verwegen würde ich zuerst sichern und gegen die Mauer drücken, dann durchbohren wollen und eine 'Unterlegscheibe' bzw. Ankerplatte für Gewindestange mit Sandsteinersatzmörtel abdecken ... spannen von hinten und die Hohlräume mit Suspension (Kalk-Laden) füllen. Und zur Sicherheit könnte man auch noch ein Edelstahl-Seil unsichtbar über den Einbindeziegeln befestigen. Aber dies wäre dann wohl auch erdbebensicher ... überzwerg. Und man würde die Front verletzen.

Aber dies ist nur Denkmodell mit Frage-Anlaufstellen!

Und es hat sich schon gelohnt für mich ...