historische Biberschwanzeindeckung

12.11.2018 Ingo



Guten Tag,
nach langer Pause wieder mal eine Frage an die Freunde historischer Baustoffe:
Ich habe an unser Haus einen 2 x 3 m Schuppen mit einem Pultdach angebaut (Dachneigung 25,5°) und ich wollte diesen gerne mit gebrauchten, historischen Biberschwänzen decken (ca. 155 mm x ca 390 mm) - handstrich (teilweise gewölbt, mit, anhaftenden Mörtelresten und teilweise sehr dick) bedecken.
Die Lattung ist (berechnet nach Ziegellänge und Dachneigung) drauf und nun stelle ich fest, dass die rückseitigen Nasen (ca. 40 mm lang) in den meisten Fällen die Lattung gar nicht berühren geschweige denn, ausreichend dahinter verankert werden können.
Ist ein Dach mit 25,5° Neigung überhaupt für solche dicken, hangestrichenen Biberschwänze geeignet?
Muss ich mit Dachmörtel arbeiten oder mir Klammern/Sturmhaken selber basteln?
Anleitungsvideos zur Verlegung von Biberschwänzen im Internet gehen leider immer von modernen, industriell gefertigten und vor allem deutlich dünneren Biberschwänzen aus.
Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich die vorhandenen Biberschwänze trotzdem (möglichst sturmsicher) auf das Dach bekomme (bin über jeden Rat, Skizzen, Fotos, Videos oder links dazu sehr dankbar).

Liebe Grüße, Ingo



Welche Deckart?



Für Einfach- und Doppeldeckung könnte der Lattenabstand zu klein gewählt worden sein.
Bei Kronendeckung wird die Nase des Deckziegels auf der Lagerziegel-Oberkante eingehängt und lagert somit auf der Lagerschicht und nicht auf der Lattung.