Reinigen und anschließendes Lackieren der äußeren Fachwerkhölzer

20.05.2009



Hallo,

in nächster und Zeit und vor dem Einbau der neuen Eichenholzfenster, möchte ich die außen sichtbaren Fachwerkholzflächen grundlich reinigen - entfernen der Farb-und Bitumenresten etc. - und anschließend neu und "atmungsoffen" Streichen / lackieren. Hierzu habe ich folgende Fragen und bin um jeden Erfahrungshinweis dankbar:

a. sind rotierende (Zopf)Drahtbürsten, welche mit der Bohrmaschine betrieben werden können, die richtige Wahl um die Schichten der Vergangenheit gut entfernen zu können? Dabei möchte ich die Struktur der ersetzten Eichenbalken die der alten soweit wie möglich angleichen. Ist die Handdrahtbürste die vielleicht bessere Wahl um nicht die weicheren Holzfasern zu sehr anzugreifen?

b. zum anschließenden Anstrich bin ich durch einen guten und bekannten Maler vor Ort, auf die Leinölfarbe Histolith von Caparol aufmerksam gemacht worden. Dieser fügt der Maler selbst schwarze Farbpigmente zu, um so den für unsere Gegend typischen Farbton der Fachwerkhölzer zu erreichen. Der Antsrich selbst erfolgt in drei Durchgängen. Der Erste mit 30% verdünnter Farbe und die beiden anschließenden unverdünnt. Als weitere Möglichkeit wurde mir der Hersteller Kreidezeit genannt. Hierüber habe ich jedoch kaum Informationen bekommen können. Wie ist Ihre Meinung hierzu?

Für Ihre Mühe bedanke ich mich herzlich.

Beste Grüße
Johannes



Das Histolith - Programm...



...ist ja auf der Caparol - Homepage sehr hübsch beschrieben, eine Leinölfarbe habe ich da nicht gefunden, statt dessen u.a.das da:

http://www.caparol.de/Portals/_de/upload/IMPProdukte/pictureCache/caparol_de/ti/32674/TI_1010.pdf

Diese Farbe ist für außen schlicht ungeeignet. Hast Du einen Link zur Ölfarbe?

Kreidezeit macht gute Ölfarben, auf der Homepage kann man sich dazu informieren.

Eine Alternative sind Leinöllasuren, z.B. von Natural. Die Überarbeitung nach Jahren ist einfacher, da mit Wetterschutz (auch auf Leinölbasis) sehr leicht überstrichen werden kann. Dazu informiere ich bei Interesse gern näher.

Die Verwendung von Drahtbürsten in der Bohrmaschine betrachte ich in der Fläche als Heimwerkelei, allenfalls für schwer zugängliche Randbereiche ok. Es gibt Balkenbürsten, wie von Festool oder Makita. Damit kann man schnell, sauber und optisch zufriedenstellend arbeiten. ZU dicke Schichten sollten freilich vorher "abgebrannt" werden.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Histolith



Thomas, hab die Histolith-Leinölfarbe für dich rausgesucht.
http://www.synthesa.at/sdbl_ti/ios-ascii/ti/histolith_leinoelfarbe.pdf



Leinöl sonst nix



Jeder sonst so tolle Synthetische Anstrich hat darauf nichts verloren.

Les' bei www.leinölpro.de und nehm das!

FK



@ Thomas



Danke, hab ich selber nicht gefunden (Partielle Erblindung nach Herrentag???).

@ Florian Kurz

So viele Vorurteile. Vorbehaltlich Volldeklaration der Histolith - Farbe ist das zunächst das gleiche Bindemittel wie bei Leinölpro: Leinöl mit Sikkativen. Pigmente sind hie wie da drin.

Grüße

Thomas



Histolith und Co.



Hallo,

vielen Dank für Ihr Interesse und Mühe hierzu einige Hinweise zu geben. Bei Histolith Leinölfarbe - technisches Informationsblatt 1034 von Caparol - war ich mir fast sicher, daß es der richtige Anstricht sein muß. Die für unseren Bereich zuständige untere Denkmalbehörde hat vor ca. 3 Jahren genau diese Farbe bei der Vollrestaurierung eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses freigegeben.

Beste Grüße
Johannes



ich



glaube das eben nicht!

Zu Sikkativen kann man vieles sagen und schreiben.

Leinöl ist Leinöl

Standöl ist in erster Linie ein Leinöl das lange steht oder gesanden ist und keinen Luftabschluss bekommen hat also "oxidiert" ist!

Ich hab Fassaden mit dem und dem gesehen - ich empfehle DAS!

FK

P.S.
Erfahrung - nicht DIN oder Kommerzblabla!

Es gibt homo sapiens oder
homo nachplapperiensis!



Histolith



@Thomas W. Böhme:
"So viele Vorurteile. Vorbehaltlich Volldeklaration der Histolith - Farbe ist das zunächst das gleiche Bindemittel wie bei Leinölpro: Leinöl mit Sikkativen. Pigmente sind hie wie da drin."
Hast du die Histolith "Ölfarbe" schon mal verarbeitet? Ich hatte bereits das zweifelhafte Vergnügen, Dem Geruch der Farbe (Riecht wie Kunstharzlack) nach zu Urteilen ist da mit Sicherheit mehr als Leinöl drin.



Was für ein Geschwätz!



Sikkative sind bei Leinölprofarben drin! Siehe Homepage Leinölpro.

Caparol schreibt von Leinöl.

Standöl wird schön seit langer Zeit nicht mehr durch Rumstehen erzeugt (außer vielleicht für (Kunst)Maler, sondern durch Erhitzen unter Luftabschluss.

Eine tiefere Einführung, was ein da als Unterschiede zwischen solchen uns solchen Fassaden festzustellen sind, wäre schon ganz schön.

Ist es vermessen, von einem Architekten Fakten zu verlangen, statt "Kommerzblabla" (auch leinölpro VERKAUFT Farben).

Grüße

Thomas



@Tobias Büttner



Eine Volldeklaration liegt mir nicht vor, wie schon geschrieben. Die Verwendung von Testbenzinen o.ä. würde mich eher abschrecken - der Haltbarkeit des Anstriches tut das indes keinen Abbruch.

Ich komme bestens mit Kreidezeit / Natural aus, und werde meine Materialpalette sicher nicht um Caparol erweitern. Mich hat nur der etwas sehr kurz gehaltene Pauschalverriß von Florian Kurz geärgert. Farben sind keine Glaubenssache. Daß die Farben unangenehm riechen, wie Du schreibst, wäre dann schon eher ein Fakt.

Grüße

Thomas



auch



Leinöl gibts schon länger als unsere Studiengänge und die Skandinavier haben ihr Wissen aus alten deutschen Lehrbüchern heraus.
Blos nach dem Krieg und vor der Wende hat man den deutschen verboten auf Leinöl zu "setzen" - gelernt ist gelernt!

Manche glauben einem PDF alles!
Ich nicht

FK



@ Florian Kurz



Der letzte Beitrag war nun nur noch dämlich; was genau wollten Sie damit sagen?

Grüße

Thomas



Welcher?



Welcher Beitrag?

:-)

Aber Sie werden schon recht haben.
Ich bin ja auch nicht unfehlbar.

Aber ein Positiv-Pünktchen hab ich doch bekommen.

(Wann hört das mit dem + und - endlich auf?)

FK





hallo florian,ist schon was dran.maler und andere verarbeiter aus den neuen bundesländern haben anscheinend nie ganz aufgehört,leinöl zu verarbeiten.ich stelle bei meinem Austausch mit handwerkern bundesweit fest,das das wissen über die verarbeitung in den alten bundesländern weniger verbreitet ist.-und das er sein wissen über leinöl aus alten deutschen büchern hat,hat mir einmal ein alter schwede gesagt- zum sikkativ:ist meines wissens in derzeit allen käuflichen leinölfarben drin,ob bio oder nicht-weil keiner mehr warten will,bis es von selbst getrocknet ist.nur,lösemittel,ob sie stinken oder“gut riechen“ ,kopfweh machen die auf dauer alle,die braucht in diesen mengen kein mensch,ausser die industrie, zum verkaufen.es ist eben ein unterschied,ob ein kunstmaler sein balsamterpentin relativ kleinflächig einsetzt damit er bald weiterarbeiten kann,oder ob man das zeug grossflächig auf baustellen einsetzt.jedenfalls ist leinöl und leinölfarbe auch in verruf gekommen,weil man den malern erzählt hat,man bräuchte zur verarbeitung zwingend terpentin,welches bei einigen die malerkrätze auslöste.mit schneller trocknenden, filmbildenden und später abblätternden kunstharzfarben gab es dann keine malerkrätze mehr,und alle waren froh.und wenn sie nicht gestorben sind.......wie gut das mit lösemittelfreier leinölfarbe bei uns seit fast 15 jahren funktioniert siehst du ja auf unserer web-seite.grüsse johannes