Hirnholzparkett oder Stirnholzparkett (holzpflaster) aus BSH( Leimbinder ) ist das möglich?

03.01.2009



hallo, ich hab leider kein Fachwerkhaus, wo ich bastle.
Ich hoffe trotzdem auf Antwort bei meinem Problem und sag schon mal Danke.

Mich würde interessieren, ob jemand sich vorstellen kann, aus BSH(Brettschichtholz, Leimbinder)ein Hirnholzparkett zu machen.
ich bin schon seit wochen am überlegen, ob ich mir das zutrauen kann oder ob die Überlegung totaler Mist ist.
Mist aus dem Grund, weil ich erstmal die einzelnen Elemente von BSH-Reststücken runtersägen muss und weil ich nicht weiß wie sich das mit dem Schwinden so auswirkt. Nicht dass es dann Bodenwellen von 10cm Höhe gibt.
Stirnholzparkett darf seitlich ja angeblich nicht verklebt werden, und das sind BSH hölzer nun mal.

Ich würde mich über jede Antwort, Hilfe und Anregung von euch freuen.



Hirnholzparkettelemente...



...dürfen nicht miteinander verlebt sein, das ist richtig. Wenn aber innerhalb des Elementes eine Leimung ist, ist das unkritisch. Warum? Die Seitenklebung der einzelnen Elemente würde zu einer "Platte" führen, die bei starkem Schwinden des Holzes zu größeren Blockabrissen führen wird.

Grundsätzlich ist die Hirnholzherstellung aus diesen Resten möglich, wenn man eine Säge mit einen stabilen Queranschlag und Schiebetisch hat. Unbedingt sollte aber die Holzfeuchte zur Raumfeuchte passen, da Hirnholzparkett viel stärker als Dielung arbeitet.

Welche Stärke des Parkettes ist vorgesehen und wo soll es eingebaut werden (wie ist der Raum klimatisiert)?

Grüße

Thomas



hirnholzparkett aus BSH



erstmal Danke für die Antwort, Thomas

Ich hätte mir 2 cm (Fichte BSH) als Stärke vorgestellt, die hätte ich bei mir in der Arbeit an einer KRÜSI Abbundsäge runtergesägt.

Einbauen würde ich es gern bei mir im Wohnzimmer. Ich habe normale Heizungen im Raum (keine Bodenheizung, würde das auch gehen?), also normal klimatisiert, denke ich mal.
Im Bad denke ich mal wäre es nicht so gut, da dort doch mehr Feuchtigkeit oder direkte Pfützen entstehen, die sich wahrscheinlich förmlich in den Boden reinsaugen.
Das bringt mich gleich zur Versiedelung oder zum Schutz.
Was wäre am besten, ich bin eher für eine natürliche Behandlung; was nimmt man am besten her?

Wegen der Verklebung am Boden bin ich mir auch noch nicht im klaren, muß dieser Kleber elastisch sein, um die normalen Holzbewegungen aufzunehmen? Nicht dass es mir den Estrich auch noch wegreißt.

Gruß ans Forum



Im Bad...



...würde ich auf Hirnholz verzichten.

Nach der Verlegung sollte ein gründliches Schleifen erfolgen (ca. 5 Schleifgänge), danach kann geölt werden. Vorteilhaft sind lösemittelarme Öle (high bzw. pure solid). Hirnholz saugt sehr gut. Deswegen würde ich nach dem ersten Auftrag 3-4 Tage Zeit versteichen lassen, und dann erst erneut ölen. Ich verwende "Natural" - Öle, besonders das Heißöl (das aber mit einer Thermopadmaschine aufgetragen werden sollte) und komme damit bestens zurecht. Wachshaltige Öle würde ich meiden.

Die Verklebung sollte (nach DIN) schubfest erfolgen. Ein wasserrfreier Kleber ist von Vorteil. In jedem Falle muß der Kleber für Hirnholz vom Hersteller freigegeben sein.

Wichtig: Wandabstand wenigstens 20mm umlaufend. Vorteilhaft ist das Verlegen eines Streifens von unterseits mehrfach genuteten Klötzern als Sollbruchstelle (rund 40cm Wandabstand, zusätzlich aus den Ecken des Streifens bis in die Raumecke geführt)bei Wasserschäden.

Grüße

Thomas