Altershinweis ?

17.08.2004



Hallöle!

Bei der Renovierung der Aussenfassade unseres Fachwerkhauses ist mir folgendes aufgefallen:
Dort wo die Stakung in den Ausfachungen noch erhalten ist, sind die Eichenstaken waagerecht und die Flechthölzer senkrecht eingesetzt. Bei allem was man so in der Literatur findet ist es immer anders herum. Also Staken senkrecht, Flechtholz waagerecht.
Handelt es sich hierbei um eine regionale Besonderheit (Nordhessen) oder ist es einfach die persönliche Note der Bauherren.
Vieleicht ist es ja auch ein Hinweis auf die Bauzeit.
Ein Anruf bei der zuständigen unteren Denkmalschutzbehörde brachte mich auch nicht weiter. Dort hatte man sowas wohl schon mal gesehen, aber was es damit auf sich hat konnte man mir auch nicht sagen.
Vieleicht gibt es ja hier jemanden der etwas darüber weiß.


Viele Grüße
Martin



Geschmackssache



Hallo,

meines Wissens wurden beide Methoden parallel verwendet. Habe auch schon beides in der Literatur gesehen.

Ein Vorteil waagerechter Anbringung des Geflechts könnte darin bestehen, daß der Lehm dann an einer vertikalen Fläche "weniger der Schwerkraft ausgesetzt ist", will sagen: im Naßzustand weniger nach unten rutschen kann.

Gruß aus BS





hallo martin,
würde mich da bernd froelich anschliessen. ich denke dies war regional, auch dorfweise, unterschiedlich. nähere auskunft kann sicherlich geben: der zuständige landeskonservator aus marburg. kommt auf den landkreis an, entweder frau jakobi oder herr dr. zietz oder herr buchstab. (www.denkmalpflege-hessen.de - über uns - bezirke der bau-und kunstdenkmalpflege) die konservatoren wissen in der regel über solche details bescheid.
schöne grüsse aus kassel
christian bernard