Hilfe zur Vorsatzschalung

03.03.2015



Hallo ich bräuchte mal Expertenrat und zwar habe ich vor 13 Jahren ein denkmalgeschützten 3 Seitenhof gekauft und musste damals innerhalb von 4 Wochen renovieren bzw auch einziehen.Die Innenwände waren unten sehr dick und auch sehr schief,die Heizungsleitungen verliefen auf der Wand usw und da kam mir die Idee, ich lass alles wie es ist und stell an den Außenwänden eine Metall -Vorsatzschale in 10cm Abstand einfach davor. Ich hatte keinerlei Dämmung und keine Folie angebracht. Es diente einfach nur zur schnellen Renovierung ,was auch gut geklappt hat.Das sich die Wände hohl anhören wenn man daran klopft dürfte klar sein da ich nur eine 12,5er Gipskartonplatte verwendet habe.Die Wände wurden innen gespachtelt mit Quarzgrund vorgestrichen und dann einen 3 mm Marmorit Noblo Oberputz gebürstet und schön bunt gestrichen. So jetzt 13 Jahre später ist eigentlich immer noch alles in Ordnung nur das meine Tochter meint sie hätte gerne mal ein neues Zimmer und damit auch schöne glatte Wände in anderen Farbtönen.Jetzt euer Rat wäre es sinnvoll wie ich mir gedacht habe auf die vorhandenen Wänden nochmal eine 2te Platte darüber zu schrauben und die Steckdosen mit Ringen zu verlängern und diese dann schön verspachteln und zu streichen.Dann hätte ich eine etwas stabilere Wand (auch für Bilder usw) wie man es eigentlich sowieso richtig macht und ich müsste nur an den Leibungen den Putz glatt bekommen.Ich wäre dann auch mit den sockelfliesen bündig aber das hat man ja jetzt auch wieder.Wäre es sinnvoll jetzt eine Dampfbremse zwischen die 2 Lagen einzubringen bzw ist sie denn überhaupt notwendig.Dann hatte ich mir überlegt ,hinter die Wand mit der losen Mineralwolle rein Blasen zu lassen ,aber ich denke das könnte auch wegen der Hinterlüftung weil die Wolle ja direkt an der Außenwand wäre nichtGeorg bedenkenlos sein.Fragen über Fragen - ich bin gespannt und dankbar für euren Rat
LG Matthias



Wandaufbau



wenn die Gipskartonplatten bisher gehalten heben würde ich nur wegen des Bilderaufhängens keine 2. Platte davor setzen- mit Hohlraumdübel bekommt man auch schwere Bilder problemlos befestigt.

Bei den Steckdosen wird es sich wohl um Hohlraumdosen handeln, die ohnehin besser wieder auf der obersten Lage befestigt werden sollten, damit die ggf auch ausgetauscht werden können- dafür würde kein zusätzliches Material benötigt werden-ich würde allenfalls abgedichtete Dosen oder Einsätze verwenden( Kaiser o.ä.Fabrikate)

Mineralwolle würde ich auf keinen Fall einblasen, da die nicht sorptionsfähig ist und selbst bei geringer Feuchtigkeitsaufnahme sehr stark an Dämmwirkung verliert- im Gegensatz zu Zellulose zB.

Dabei nur vorher überprüfen ob die Außenwand trocken ist- am Besten nach Demontage der Steckdosen an mehreren Stellen- zum Vergleich an sicher trockenen Stellen messen.

Beim Zellulose etc einblasen nur nicht mit viel Druck arbeiten, da sonst deine Gipskartonplatte ausbiegen oder ganz von der Wand fliegen könnte.

Es ließe sich auch etwas anderes einfüllen, nur auf Sorptionsfähigkeit achten.

Andreas Teich





Vielen Dank schon mal für Ihre Einschätzung
Im Prinzip müsste ich Abwegen abgesehen von den Kosten der Gipskartonplatten was schneller geht - nochmal Platten vorne vor in die Ständer bzw auch mit Gips in Gips Schrauben oder die ganzen Flächen dick mit Haftputz und Spachtelmasse überarbeiten - ok das überleg ich mir noch - ich bin mir ziemlich sicher das es hinter der Wand trocken ist aber das werde ich sie haben Recht im Bereich der Hohlraumdosen testen.Mit der Mineralwolle meinte ich sowas wie Zellulose mir ist der
Namen nur nicht eingefallen - das wird doch auch nachträglich in die schlecht gedämmten Dächer geblasen soviel ich weiß - ich hätte da eigentlich nur bedenken ( würde es ja vom Fachmann ausführen lassen) ob dies schlimm ist da ich ja keine Dampfbremse habe und die Zellulose ja direkt von innen Außenwand an Rückseite Gipskartonplatte ausfüllt ohne Sperre zum Raum hin.Das die Ständer sich biegen könnten beim einblasen da haben sie recht das müsste ich dann sowieso erst abklären mit welch einem Druck da gearbeitet wird und ob das überhaupt funktioniert.
LG Matthias Knaul