Hessler HP9 Kalkputz Festigkeit

15.03.2021 Helmut

Hessler HP9 G Kalkputz Festigkeit

Hallo,

ich habe vor einer Woche meine erste kleine Wand mit dem Hessler HP9 Kalkputz verputzt. Erstmal grob um die Bruchsteinwand zu verfüllen (Ritze und Fehlstellen etc.) Und um die erste deckende Lage zu erstellen.
Das spielte sich in Stärken bis gut 3 cm ab.
Von der Verarbeitung her ist der Putz der Hammer. Der pappt an der Wand wie verrückt. War positiv überrascht.
Aber wie fest wird so ein reiner Kalkputz.
Ich kann den immer noch etwas eindrücken mit dem Daumen an den Stellen wo er stärker aufgezogen ist.

Liebe Grüße
Helmut



Zeit beim Kalk



Ganz grob rechnen wir beim Kalkputz pro Milimeter einen Tag. (Es gibt zu viele Randbedingungen es genauer auszurechnen)
Mehr braucht man eigentlich nicht sagen, oder?
Auch brauchen, aus meiner Erfahrung große Putzstärken meist länger und es ist sinnvoller es lieber in zwei Lagen zu putzen.

Außerdem - ja - ich finde auch der HP9 ist geiles Zeug - leider nicht an jeder Ecke zu bekommen und jeder vergleicht ihn preislich mit Baumarktschrott auf dem auch nur Kalkputz steht.

Frohes Schaffen - M.Mattonet, Ingenieurbüro Bergisches Land



Qualität ist trotzdem "PREISWERT"



Das mit dem Verputzen soll mich hoffentlich überleben...überspitzt gesagt..

Ne, im Ernst. Der Aufwand alleine für die Vorbereitung... alte Gammel-Rigipsplatten mit Stropur abreißen. Fugen säubern ... etlich Dübel, Nägel.. etc.. aus der Wand "fuddeln" . Balken säubern....

Was ne tagelange Arbeit. Und dann das Ganze mit "Irgendetwas" zukleistern. Wäre der Wahnsinn.

Und warum immer die Industriegiganten füttern.

Hessler habe ich auch schon angerufen, um nicht zusagen schon genervt. Nett und kompetent. So soll es sein.

Gruß
Helmut



Auch Kalkputze (welcher Art auch immer) sind im feuchten Keller ungeeignet


Auch Kalkputze (welcher Art auch immer) sind im feuchten Keller ungeeignet

Ist das so schwierig nachzuvollziehen.
Da hilft auch die Zeit nichts.
Es ist nur eine Frage der Zeit wann der Verputz unten am Boden ankommt.
Ich habe dazu schon sehr oft geschrieben und bitte diese Beiträge zuerst zu lesen.



Super...



Schau ich mir an. Danke für die Information.

Gruß
Helmut



Beitrag wurde gelöscht



 



Weicher Stein.?



Welchen Putz.. bei weichen Stein.. dachte das harter Putz und Mörtel den weichen Stein zerstört.. welchen Putz soll mann bei weichen Stein benutzen..

und Gipsputz, fault der nicht....wenn.er im feuchten Bereich eingesetzt wird...

es ist schlimm für den Laien.. sogar die Fachleute widersprechen sich ständig..

Das Problem ist oft, auch hier im Forum.... das der Fragende ( Laie). ein Problem schildert, und sich im Laufe des Beitrags die Fachleute gegenseitig "berichtigen"....
Oft kann man Beiträge vorspulen..

Da hilft es nur.... seinem eigenen Verstand zu vertrauen...
Meinungen anhören... und zu kombinieren.

Grüße
Helmut



Nein Fachleute sind sich sicher


Nein Fachleute sind sich sicher

Es kommt halt drauf an wer Fachleute ist.
Oben wurde gesagt nur "Zementhaltige. Putze."
Dem kann ich nicht zustimmen, denn es ändert deswegen nichts an der Wandtemperatur - ähnlich der Außenwand und ähnlich der Bodentemperatur.
In unserer Gegend ist dies ungefähr 8 bis 12 Grad. Ähnlich der Kaltwassertemperatur.
Dies hat nichts mit der Raumtemperatur zu tun, denn es gibt einige Bereiche die Wärme abgeben (Heizung aber auch die dazugehörigen Leitungen und auch die Erwärmung der Erdgeschossräume usw.) und somit ist die Raumtemperatur höher.
Aber klar ist auch, dass "Zementhaltige" Putze etwas länger halten, immer Vorausgesetzt der Untergrund hält diese Festigkeiten längere Zeit aus.
Meist liegen diese auch nach geraumer Zeit am Boden, auch weil Salze beim Auskristallisieren die Oberflächen absprengen.



Salze,.. kommen die unendlich?


Salze,.. kommen die unendlich?

Wo kommen die Salze her.. seit jeher gebunden im Stein. Ist dieser Auskristallisierungsvorgang irgendwann erschöpft. Oder kommt der mit der Feuchte aus dem Boden?

Was ich trotzdem einleuchtend finde, das man, wenn Feuchte da ist, die nicht einsperrt. Daher hört es sich logischer an, diese Feuchte an die Raumluft abzugeben.
Was ich mache, beispielsweise in der alten Scheune, wenn ich Bedenken habe was Feuchtigkeit angeht. Ich mache ein Fundament vor die alte Sandsteinmauer, lege untenherum und 2 Steinreihen nach oben eine Folie. Setze meine Kalksandsteinwand davor (auf eine Lage Teerpappe. Verankere die mit Edelstahl Mauerankern in die Bestandswand. Verfülle dann jede Reihe mit hydraulischen Kalk ( 1 Teil Kalk, 5Teile Sand). So ziehe ich dann die Wand durch bis hoch. Ist zwar Aufwand. Aber wird gut.

Liebe Grüße
Helmut



Alles ist machbar, aber...



ob es sinnvoll ist bleibt fraglich.
Was ich nicht verstehe ist die Behauptung: "die Feuchte nicht einsperren."
Vorab es gibt kein "trocken!"
Ab welchem Feuchtegehalt ist es ein Problem? Brücken stehen im Wasser und "faulen" auch nicht!
Jedes Gebäude steht im feuchten Erdreich usw..
Es muss auch die Feuchte nicht abgegeben werden, alles was verdunstet kommt doch wieder nach.
Salze sind nicht unendlich, aber auch Hygroskop und ziehen Wasser an. Durch ständigen Wechsel "trocken -feucht" (auch der Luftfeuchte) kommt es zu weiteren Problemen. Usw. und so fort.
Wenn etwas ständig feucht bleibt und dicht ist kommt es zu keinen Schädigungen, ausgenommen der Wärmedämmung. Am Bild oben ist deutlich zu erkenne n, dass nur in der Übergangszone Salze auskristallisieren.



Dicht machen....?



Hallo Herr Bromm,

dann heißt das, wenn man eine Bruchsteinwand hätte, die von unten her dauerfeucht ist und diese Feuchte bis sagen wir mal 30-40cm hochsteigen würde. Mann könnte diese Feuchtigkeit raumseitig dicht einsperren mit einer Abdichtung. Evtl mit einer vorgemauerten Wand die dahinter mit WU-Beton ausbetoniert wird, oder so etwas in der Art.
Solange die Feuchte nicht weiter hochzieht (was laut Beiträgen von Herrn Böttcher bei Bruchsteinen nicht passiert, da die Kapillarität durch sehr große Fugen nicht gegeben ist) würde dies keine weiteren Probleme verursachen.

Grüße
Helmut



Wenn das alles so einfach wäre....



...ist es aber nicht.
Es ist ja nicht die Feuchte allein die ein Problem macht. So wie Sie denken ändert sich nichts an der Temperatur.
Aber da dies sehr komplex ist sollten Sie sich doch erstmal auf meiner Homepage einlesen.
Oder Sie kaufen sich das Buch "Gesund wohnen in Altbauten" um einen Teil der Problematik nachvollziehen zu können.



Mach ich..



Danke für den Hinweis. Ich schau mir das an.
Mann will ja alles richtig machen. Perfekt wird es nie werden.
Aber den Anpruch es wohngesund hinzubekommen habe ich.

Ob jetzt in meiner geplanten Werkstatt alle 5 Jahre mal etwas Putz abblättert oder nicht, das stört mich nicht.

Es ist ein schwer, im normalen Umfeld (arbeite ja auf dem Bau, und rede natürlich immer wieder mal mit Putzern und Maurern) jemanden zu finden der sich mit alter Bausubstanz auskennt. Es werden immer deren Standardprodukte genannt. Daher bin ich froh das es diese Plattform hier gibt.

Grüße
Helmut



Buch ist da.....



Habe das Buch von Herrn Bromm erhalten. Bin auf Seite 34 und es ist jetzt schon sehr aufschlussreich.
Ein Thema das komplex ist. Aber auch eine Herausforderung. Ich hoffe das ich damit die Zusammenhänge besser verstehen lerne, aber dennoch werdet Ihr mich hier noch oft antreffen.

Grüße
Helmut



geplante Werkstatt



Genau aus dem Grund: meine feuchte Scheune sollte meine Werkstatt werden, habe ich die Scheune erst mal "trocken gelegt" und mit Lehm verputzt. Seit dem (vor 5 Jahren) rosten die Werkzeuge, vor allem die metallisch blanken Maschinentische nicht mehr.
Vorher wars echt schlimm, ich kam mit dem "Entrosten" nicht mehr hinterher.



Etwas Zeit hab ich noch...



...leider hab ich noch ein paar Baustellen bevor ich im eigenen Haus richtig loslegen kann. Aber toll zu hören das es auch erfolgreiche Sanierungen gibt.