Kann nun mit einer Injektion eine Horizontalsperre gegen "aufsteigende Feuchte" hergestellt werden?



Kann nun mit einer Injektion eine Horizontalsperre gegen

Nach vielen zum Teil auch sehr emotional geführten Beiträgen möchte ich an die Fachleute appellieren sachliche Beiträge beizusteuern.
Bitte keine Vermutungen und auch keine Beiträge deren Fakten nicht (durch Prüfungen) nachvollziehbar sind.
Überarbeitetes WTA-Merkblatt „Mauerwerksinjektion“
.
Nach vierjähriger Überarbeitungszeit hat das Referat 4 der WTA eine überarbeitete Version des Merkblattes 4-4-96 „Mauerwerksinjektion gegen kapillare Feuchtigkeit“ im Gelbdruck (Entwurf) herausgebracht. Wie schon sein Vorläufer hat das Merkblatt zum Ziel, nachträgliche Injektionen gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit zu beschreiben.
Des weiteren werden die Wirkprinzipien und Verarbeitungsbedingungen der jeweiligen Injektionsstoffe erläutert.
.
Neu ist in dieser Auflage des Merkblattes, dass Prüfkriterien zur Beurteilung der Wirksamkeit von Injektionsstoffen sowie deren Anwendungsgrenzen beschrieben werden.
.
Kapitel 1 des Merkblattes definiert das Ziel einer nachträglichen Injektion gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit folgendermaßen definiert: „Ziel dieser Maßnahme ist es, oberhalb der Horizontalsperre die Ausgleichsfeuchte des jeweiligen Baustoffes unter Beachtung seiner bauwerksbezogenen Randbedingungen zu erreichen.“
Weitere Info dazu: http://www.wta.de/Leistungsangebot/Page13103/WTA-Injektionsstoffe/WTA-MB_4-4-04/wta-mb_4-4-04.html
.
Da am 11. - 14. Mai der Verbandstag vom DHBV in Potsdam und auch die - Sachverständigentagung stattfindet könnte hierbei darüber auch noch diskutiert werden.
Siehe auch:
DHBV



es macht mir Sorge, immer wieder Ihren festen Glauben an die WTA



hier im fachwerk.de-Forum verkündet zu sehen.
Ich habe mir im Laufe der letzen 30 Jahre abgewöhnt, mich mit den regelmäßig wiederkehrenden Verkündungen irgenwelcher "Bau-oder Baustoffhersteller-Verbände" weiterzubilden. Meist steckt nichts anderes als pures Wirtschaftsinteresse dahinter. Der mit Ingrimm zahlende Bauherr bleibt dabei meist auf der Strecke. Ich darf hier´als Beispiel kurz den Holzschutzmittelskandal anführen.
Aus der langjährigen Baustoffherstellungs-Praxis sind mir
Produkte bekannt, die wirtschaftlich zwangsweise mit mangelhaft-schlechten Rohstoffen deshalb produziert werden müssen/mußten,da der/die Hersteller sich nur eigener Werksrohstoffe bedienen wollten/mußten.
Bei der chemischen Industrie verfolge ich seit Jahren eine wirtschaftlich hocheffiziente Methode, aus "Abfallprodukten" Gold-Eurdollars zu machen. Das klappt allerdings nur dann gut, wenn ein gutes Marketing mit im background unterstützend arbeitenden "Professoren" und wissenschaftlichen Verbänden HAND in HAND zusammenarbeiten.



Leider keine Fakten. Höchstens ein unqualifizierter Angriff, aber warum eigentlich?



Was konkret stört Sie daran, dass auch ich als Praktiker mit den Menschen sehr unterschiedlicher Universitäten oder anderer Forschungseinrichtungen zusammenarbeite?
Dies deswegen, weil ich kein Chemiker bin und auch kein Studium als Physiker aufweise. Leider fehlt mir auch der Abschluss als Statiker und ein Mineraloge bin ich auch nicht.
Und doch denke ich daran, noch etwas gewissenhafter mit Naturwissenschaftlern - gerade über unsere Umweltprobleme zu diskutieren, als immer nur den üblichen Schmarren zu hören haben wir schon immer so gemacht. Das bringt mich auch nicht weiter!
Und wenn Sie Streit suchen, dann bitte nicht zu diesem Thema und erst Recht nicht hier. Es wird sonst verwässert und die Frage interessiert mich ernsthaft.
Und irgendwie verwechseln Sie Ihre Zugehörigkeit - "Bau-oder Baustoffhersteller-Verbände" mit einem gemeinnützigen Verein WTA e.V.
Die WTA ist ein im Vereinsregister München eingetragener internationaler Verein, der sich in regionale Zweigvereine gliedert. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Wissenschaftler und Praktiker können dem Verein als ordentliche Mitglieder beitreten und Firmen, Behörden sowie Forschungsinstitute als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.
Und dass hier alle Mitglieder nur die böse Chemie vertreten ist eine dumme Unterstellung.
Oder entspricht dies evtl. nicht Ihrem Niveau?
Dazu kurz die Aufgaben und somit den Rahmen der Gemeinnützigkeit.
(1) Der Verein hat die Aufgabe, Forschung und deren praktische Anwendung auf dem Gebiet der Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege zu fördern und praktische Erfahrungen zu verbreiten.
(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i. S. des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
Der Verein enthält sich jeglicher Maßnahmen, die den übergeordneten Zielen der Mitglieder-Gemeinschaft entgegenstehen. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in
erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Sollten Sie jedoch andere Fakten wissen, so würde mich dies schon sehr interessieren.
Vielleicht habe ich etwas nicht beachtet oder übersehen.



Verschwörungstheorien



@Klaus Schillberg

Ich denke sie reden von etwas, dass sie nicht genau geprüft haben!

Ich sitze selber mit diversen anderen Praktikern in einem WTA Ausschuß und von diesen verschwörerhaften, korrupten der Industrie verhaftetenden Personen habe ich bis jetzt nicht viel erlebt. (Natürlich vertritt jeder auch mal seine Interessen wie wir es im Alltag oder auch hier im Forum auch kennen, aber es sind meist genauso viele andere Interessen die dem entgegenstehen.)

Also Herr Schillberg,
die WTA hat nichts mit einem "festen Glauben" von Hrn. Bromm oder meiner Person zu tun, sondern eher mit gelebter Erfahrung. Vielleicht sollten sie ihren "festen Glauben" an die Korruption und Industriehörigkeit des WTA durch eine fachliche Mitarbeit in einem WTA Ausschuss genauer überprüfen. (Dies bedeutet allerdings viel Geld und Zeit zu inverstieren, da diese Arbeit und all seine Aufwendungen leider nicht bezahlt wird)

Gruß

L. Parisek



@ Herrn Bromm



danke für Ihre ausführlichen Infos zum gemeinnützigen WTA-Verein, die mir weitestgehend bekannt sind. Ich möchte mein angesprochenes Thema nicht unbedingt weiter erörtern und suche auch keinen Streit mit Ihnen. Meine schlechten Erfahrungen mit Herstellern von Baustoffen habe ich aus erster Hand: ich habe mehrfach für bekannte, teilweise marktführende Baustoffhersteller diverse Naturbaustoffe entwickelt. Während der Produktentwicklung wurden die Vorgaben so verändert, dass ein qualitativ gutes Produkt letztendlich gar nicht mehr machbar war. Z.B. sollte ich plötzlich aus sehr schlechten,groben, kalkhaltigen Sanden einen maschinengängigen Lehmputz entwickeln,da die Fa eine Sandgrube gerade billig in Deutschlands Osten gekauft hat und diese nicht ausgelastet war. Ich habe das abgelehnt, die Fa hat das Produkt im Labor hemdsärmelig "weiterentwickelt"und in sehr schlechter Qualität dennoch auf den Markt gebracht.
Ich hab damals nicht gewußt, daß die Fa bis dato tausende neu gedruckter Produktprospekte unters Handwerksvolk gebracht hat, obwohl noch kein einziger Sack Lehmputz vorhanden war. In diesen Prospekten waren z.B. angeblich lehmverputze Referenzwohnungen abgebildet, die in Wirlichkeit gar keinen Lehmputz hatten.
So schafft man auf unseriöse Weise wirtschaftliche Zwänge. Den Schaden haben nun die Handwerker (die bis dato vom Lehmbau keine Ahnung hatten) und die Bauherrn (die in gutem Glauben ein Produkt vom bekannten "Marktführer" bestellt haben) zu tragen.
Eine (von der WTA geforderte) Qualitätskontrolle wurde erst gar nicht eingeführt.
Anderes Beispiel:
ein guter Bekannter hat bei einem marktführenden Bauchemie-Hersteller in der Entwicklung von mauerwerkstrockenlegenden Silikatprodukten gearbeitet. Die Fa hat aus gewinnabschöpfenden Gründen die fertige Rezeptur so hoch mit Wasser verdünnt,daß das Bohrlochsuspensionsverfahren halt nur max. 10 Jahre funtionieren konnte/durfte.
Beide Firmen haben sich dann vhd. Verbände wie WTA insofern bedient, daß von dort gut bezahlte Referenten geordert wurden, die dann die Produkte in den Himmel lobten.

Ich hoffe,daß Sie jetzt meine geäußerten Bedenken besser verstehen können.Aus vertraglich vereinbarten Gründen ist es mir untersagt, die Firmen zu benennen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
Klaus Schillberg