Herkunft Tür/ was stellte fehlendes Element dar?



Herkunft Tür/ was stellte fehlendes Element dar?

Hallo,

ich bin gerade dabei die alten Farbschichten einer alten Tür zu entfernen (bisher nur vorsichtig mit Heißluftföhn). Bisher waren auf der Vorderseite 3,5 kg alte Farbe drauf. Darunter befindet sich eine Eichentür auf der Aussenseite und eine Bretttür aus Weichholz auf der Innenseite. Die Tür wirkte mit Farbe sehr verwittert, Farbschichten haben allerdings alles ganz gut konserviert. Jetzt kann man die Verzierungen recht gut erkennen. Alle separaten Verzierungen sind mit Holznägeln befestigt.

Jetzt zu meinen Fragen:
- Tür soll aus der Nähe von Fulda stammen, trifft das wohl zu?
- Wie alt ist die Türe/ Epoche?
- Was stellte das halbe Element unter der Türklinke dar (Fisch)? Auf der anderen Seite sind auch noch Holznägel zu sehne, wo wahrscheinlich das gleiche Element gespiegelt vorhanden war. Kann leider nur ein Bild hochladen, da eine mehrfachanklicken einfach nicht funktioniert.

Schonmal vielen Dank!

Gruß aus Höxter



Türblatt



Sieht mir sehr nach Klassizismus aus.



Ja, das...



...wird wohl aus der Zeit um 1800 stammen. Schöne Arbeit.

Vielleicht lässt sich durch vorsichtigen Farbabtrag (Skalpell) mehr uber die konturen des Zierrats herausfinden.

Außdem vergleichende Betrachtung mit anderen Türen des Umfeldes.

Vielleicht sind das Bischofsstäbe...



Tür



Vielen Dank erstmal für die Antworten!



Türblatt



Ein Krummstab dürfte es nicht sein, der wäre eingerollt.
Der senkrechte Teil geht in die Richtung Palmettenband oder Blattstab, was da oben rausschaut kann ein Palmwedel oder Getreideähren sein.
Keine Ahnung was sich der Handwerker dabei gedacht hat, ob eine für uns heute unverständliche Symbolik oder einfach nur Lust am kreativen Gestalten dahinter stand.



Tatsächlich,



die Nahaufnahme zeigt's.

Scheinbar hat sich das Element nach unten verbreitert.

Ich würde 'mal testen, ob die Farbreste mit Spiritus anlösbar sind. Anstriche mit Kolophonium als Bindemittel waren damals nicht unüblich. Das wäre die schonendste Lösung. Alkalische Ablauger verbieten sich ja auf der Eiche.

Grüße

Thomas