Heizungsart im Bruchsteinhaus

08.02.2022 Bruchsteiner


Hallo zusammen,

ich habe ein Bruchsteinhaus gekauft (innerhalb der Familie). Wir wollen in den nächsten Monaten das Haus sanieren. Das Haus befindet sich jetzt fast im Rohbau.

Wir planen bzw. machen folgendes neu:

- Kleiner Anbau
- Strom
- Dachstuhl und Eindeckung
- Heizung
- Treppe
- Deckenverkleidungen
- Boden (Parkett, Venyl, etc.)

Das Haus ist klein und nicht gedämmt, die Bruchsteinwände sind ca. 45cm dick. Das Haus hat kleine Raumhöhen von ca. 2-2,10m. Es gibt ein Erdgeschoss, Obergeschoss und einen kleine Wohnfläsche unter dem Dach. Das Haus steht nicht komplett frei, nur 3 Fassaden, also eine gemeinsame Fassade mit dem Nachbarn.

Wir verzweifeln etwas bei der Frage der Heizung. Wir selbst würden gerne auf erneuerbaren Energien setzen bzw. ungern auf Öl oder Gas setzen. Zurzeit ist ein (sehr alter) Öltank verbaut, der wird aber definitiv entfernt.
Ich habe nun schon einiges über Heizungsarten im Altbau und insbesondere im Fachwerk und Bruchsteinbauten gelesen. Ich habe gelesen, dass von innen das dämmen im Bruchsteinhaus "gefährlich" sein sollte (Stichwort: Schimmelbildung). Da gehen viele Meinungen auseinander. Unsere Architektin, auch wohnend in einem ungedämmten Bruchsteinhaus, steht dem zumindest auch skeptisch gegenüber, aber meint es ist theoretisch möglich, würde es uns aber nicht empfehlen. Unser Haus ist klein und eine Dämmung von innen muss extrem gut gemacht werden und nimmt weiter Platz weg. Insgesamt sieht sie das Risiko von möglichem Schäden in der Zukunft gefährlicher als ihr Nutzen. Dem stimme ich überein. Eine Dämmung von außen steht nicht zur Debatte, das würde die schöne Sicht der Bruchsteine kaputt machen.

Unsere Architektin hat uns vorgeschlagen sich mit Elektroheizungen auseinanderzusetzen. Sie hat bspw. Infarotheizungen oder Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik vorgeschlagen. Wir haben auch einen Heizungsinstallateur angefragt und der hat uns Gas und Pellets vorgeschlagen. Es stellt sich mir nur die Frage, ob der Tausch von Öl nach Gas wie ein Wechsel von Cholera nach Pest ist. Wir möchten das ganze Dach voller Photovoltaik packen. Ich empfinde eine Architektin als unabhängiger als den Heizungsinstallateur. Der bietet zwar auch bspw. Infarotheizungen an, aber verdient offensichtlich mehr bei Pellets oder Gas. Deswegen weiß ich nicht was ich von seiner Meinung halten soll.

Wie heizt ihr in euren Altbauten, insbesondere in Bruchsteinhäusern? Habt ihr gedammt? Oder irgendwelche Tipps oder Anregungen?

Wir wären sehr dankbar!



Gibt es Gasanschluss?



Gibt es Gasanschluss in euerer Straße? Elektroheizungen sind absolut nicht zu empfehlen. Bei einem sehr kleinen Haus wäre evtl. ein Pelleteinzelofen, zumindest als Zusatz, in Betracht zu ziehen. Ich habe ein großes Haus und eine Pelletheizung.



BAFA



Wenn du von Öl auf Pellets umschwenkst, kriegst du einen Zuschuss von 45% auf deine Heizung. Zumindest war das vor 1 Jahr noch so, solltest du mal prüfen. Hast du im Keller einen Raum, wo du Pellets lagern könntest?



Kein Gasanschluss



Ja, wir haben einen kleinen Keller. Aber der ist nicht wirklich als Lager für Pellets geeignet. Die Lagerung der Pellets ist theoretisch ein Problem. Wir haben keinen Gasanschluss in der Straße. Das Haus befindet sich nicht in Deutschland sondern direkt hinter der Grenze. Deutsche Förderungen betreffen uns nicht.





Die aufgeworfenen Fragen sind einfach zu kompliziert und die relevanten Tatsachen die hier mitgeteilt werden einfach zu gering. Subjektive und eilige Einschätzungen Dritter tragen da auch nichts zur Erhellung bei.

In welchem Land befindet sich den das Haus?

Wenn ihr die energetische Situation einschätzen wollt, wäre zunächst die Wohnfläche bzw. das umbaute Raumvolumen zu ermitteln. Wisst ihr wie viel Öl pro Jahr verheizt wurde und wie die Warmwasserbereitung erfolgte.

Bei der Dämmung/Heizung von Bruchsteingebäuden gibt es zwei wesentliche Sachverhalte die zu beachten sind.

Erstens haben solche Gebäude eine hohe thermische Trägheit, was in der wärmeren Jahreszeit zu Kondensation von Feuchtigkeit an den Innenwänden und damit zur Möglichkeit von Schimmel beiträgt. Ebenso kann die Taupunkttemperatur an der Oberfläche der Innenwand in der Heizperiode unterschritten werden wenn die Oberflächen der massiven Außenbauteile nicht hinreichend erwärmt werden.

Dieser Effekt tritt umso stärker zu Tage je feuchter das Mauerwerk ist. Das kann aus Baumängeln und / oder aus der unzureichenden Klimatisierung der Vergangenheit herrühren.

Hieraus begründet sich auch zweiter Sachverhalt.

Einen Innendämmung bei einem unverputzten Haus aus Bruchstein setzt voraus das durch gute Instandhaltung sichergestellt ist das von außen keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk gelangt , da sonst der Durchfeuchtungsgrad weiter gesteigert würde.



Dämmung



Hey Mario,

danke. Ich glaube du verstehst mich falsch. Es geht sich hier nicht darum eine Expertenmeinung zu ersetzen, das ist auch nicht möglich. Vor allem geht es mir um Anregungen und gleichartige Erfahrungen bei Bruchsteingebäuden. Ideen oder eben Sachverhalte, die man unbedingt bei seiner Planung beachten sollte.

Das Haus befindet sich in Belgien, insgesamt 2000l Öl / Jahr, Warmwasser durch die Heizungsanlage (Öl) mit Speicher.

Für mich als Laie sieht das Mauerwerk ganz gut aus. Ich war ganz froh, als unsere Architektin ebenfalls sagte, dass für das Alter dieses Hauses es in einem "guten" Zustand ist. Das Haus ist von ~1920 oder älter. Die Aufzeichnungen von davor sind vermutlich durch den Krieg zerstört wurden, jedenfalls existieren sie nicht mehr.





Wie groß ist die Wohnfläche bzw. Raumvolumen?

19.600 kWh per anno für ein "kompaktes" Haus ist schon eine Hausnummer. Und für eine reine "Elektroheizung" wirtschaftlich in Zukunft eine Herausforderung.



Volumen



Das Dach ist zurzeit gar nicht gedämmt. Der Heizkessel ist schon sehr, sehr alt. Beheizte Fußbodenfläche ist ca. 150m² und das geschütze Volumen ca. 390m³. Meine Großeltern lebten früher darin, die haben im Alter es sehr warm gehabt. 22-23 Grad aufwärts.



Innendämmung Holzfaser



Wir haben den Anbau an unserem Fachwerkhaus aus Vollziegel, 36,5 cm dick mit einer Innendämmung aus Holzfaser versehen. Dicken bis 6 cm sind bei einem guten Schlagregenschutz möglich. Unsere recht neue Gasheizung läuft mit Flüssiggas, Tank steht im Garten und stammt noch vom Vorbesitzer.

Da ihr einen Heizöltank im Keller habt, gibt es nach dessen Ausbau sicher Platz für eine Pelletheizung, die ich bevorzugen würde. Bei der Heizung ist zu Bedenken, dass die meiste Leistung in 2-3 Monaten im Winter gebraucht. Zu dieser Zeit ist die Leistung einer Photovoltaikanlage kaum vorhanden. Mit einer Pelletheizung kann dieser Energiebedarf aus nachwachsenden Rohstoffen gedeckt werden. Durch die Vorbedingungen, keine Außendämmung, massives Mauerwerk wird euer Haus sich nicht in eine Niedrigenergiehaus umwandeln lassen. Die Frage ist daher woher die Energie kommt.



Verzettelt Euch nicht!



Ein relativ kleines Haus mit Wärmepumpe, Pelletkessel und Solardach? Das rechnet sich nie. Und ein Gürtel mit 2 Paar Hosenträgern rettet auch das Klima nicht. Eine Luft-Wärmepumpe ist z.B. ziemlich teuer, lebt selten mehr als 10-20 Jahre und könnte im Altbau schnell überfordert sein. Allermeistens taugen die nur für den vollgedämmten Neubau.

Am sinnvollsten wäre es, nach einem Pelletlager zu suchen. Vielleicht kann man den Pelletbunker draußen eingraben? Wenn Ihr den Platz im Garten habt, es gibt da zahlreiche gute Anbieter.

Wenn Ihr bei der FBH bleibt, ist eine moderate (z.B. 6cm) Innendämmung aus HWPl + Lehmputz unbedingt sinnvoll und nicht schimmelgefährdet, normales Lüften vorausgesetzt. Die viel wärmeren Wände verbessern das tatsächliche und auch das gefühlte Raumklima erheblich. Bei den Fenstern könntet Ihr, so noch möglich, auch Beschläge mit Spaltlüftungsfunktion vorsehen. Kostet kaum mehr, verbessert das Raumklima. Sinnvoll auch, wenn Ihr eh alles anfasst, eine einfache feuchtegeführte Abluft. Die lässt, selbst ohne Wärmetauscher, mehr Wärme im Haus, als das mit normalem Lüften der Fall wäre.

Viel Erfolg

Thomas

P.S. "Infrarot" - Heizungen sind Humbug. Das sind allesamt ganz normale Elektroheizungen mit einem entsprechendem Verbrauch.

Ihre Architektin wirkt beim Thema Heizung / Dämmung nicht sehr sattelfest.



Re: Verzettelt Euch nicht!



(Frozelmodus ein) Da ist er wieder, Thomas' Kreuzzug gegen Wärmepumpen.... ;-) (Frozelmodus aus)

Den klima-nicht-rettenden "Gürtel mit 2 Paar Hosenträger" lasse ich hier bewusst außen vor, um die Diskussion nicht schon wieder ins Grundsätzliche abgleiten zu lassen.

"Eine Luft-Wärmepumpe ist z.B. ziemlich teuer, lebt selten mehr als 10-20 Jahre und könnte im Altbau schnell überfordert sein."
Das ist schlicht und einfach falsch. Wärmepumpen leben genauso lange wie jeder andere Heizkessel auch. Natürlich mit den gleichen "Abnutzungserscheinungen", sprich, im Laufe der Zeit steigenden Wartungskosten, dafür aber mit geringeren Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer.
Erst recht wenn man auch eine PV-Anlage zur eigenen Stromversorgung plant/baut oder sogar schon hat.
"Überfordert" wird eine Heizung nur wenn sie falsch dimensioniert ist und/oder das gesamte Heizsystem, inkl. dem "passiven" Teil, nämlich der Gebäudedämmung, nicht zusammen passt.

"Allermeistens taugen die nur für den vollgedämmten Neubau."
Das ist auch falsch. Wärmepumpen können überall da eingesetzt werden wo Niedertemperturheizen, also Fußboden-/Wandflächen-/Deckenheizung möglich ist.
Mit anderen Worten, eine Wärmepumpe kann durchaus auch im Alt- und Uraltbau eingesetzt werden, wenn die Gebäude entsprechend gedämmt werden. Was auch bei einem neuen Öl-, Gas- od. Pelletkessel sinnvoll ist.

Es ist auch ein Widerspruch in sich eine Wärmepumpen als zu teuer ("rechnet sich nie") hinzustellen, dann aber eine Pelletheizung mit eingegrabenem Lagerbunker als Alternative vorzuschlagen. Alleine einen solchen Bunker bauen zu lassen kostet wahrscheinlich schon mehr als eine WP. Da wäre es dann wirklich sinnvoller statt dessen Erdkollektoren für eine Sole-WP zu vergraben.

Bedenkt man dann noch, dass die fossilen Brennstoffe in Zukunft immer teurer, Holz (Pellets) immer knapper und die diversen Emissions- und Abgasvorschriften (Thema CO2, Feinstaub, usw.) immer strenger werden, bleibt, wenn man langfristig plant, eigentlich momentan nichts anderes übrig als auf WP umzusteigen. Zumindest so lange die Brennstoffzellentechnik und der "grüne" Wasserstoff noch nicht, ich nenne es mal im weitesten Sinn "marktreif" sind.

Wer sich nur an den momentanen Anschaffungskosten einer neuen Heizung orientiert, kalkuliert m. M. n. zu kurzfristig. Bei einer neuen Heizung sollte man in Zeiträumen von 20 - 30 Jahren denken, bzw. rechnen.

Gruß,
KH

PS: " Ihre Architektin wirkt beim Thema Heizung / Dämmung nicht sehr sattelfest."
Das Gefühl habe ich auch!



Der Kommentar zum Kommentar



Kreuzzug? Was interessiert mich Jerusalem? Altbauten werden selten auf das Niveau von Neubauten nachträglich heruntergedämmt. Es ist oft unwirtschaftlich. Und wenn man denn nicht voll durchdämmt, bringen Luft-Wärmepumpen selten genug Leistung. Dann schraubt Mutti noch heimlich an der Vorlauftemperatur, der kalten Füsse wegen. Und aus der Wärmepumpe wird eine überteuert eingekaufte Stromheizung. Eine pauschale Empfehlung für den Altbau kann man jedenfalls nicht guten Gewissens aussprechen, und so richtig viel dämmen kann bzw. will der Fragesteller nicht.

Der "Gürtel mit 2 Paar Hosenträger" steht hier für nichts Grundsätzliches. Ich halte es einfach nur für sinnlos, eine Wärmepumpe mit einer Pelletheizung zu kombinieren und dann auch noch Solarpaneele auf's Dach zu schrauben.

Holz wächst immer noch reichlich nach. Entscheidender Vorteil der Pellets: Man hängt nicht in einem Vertragsverhältnis fest und kann operativ kaufen. Ich bin Anfang Dezember in die Grundversorgung Gas wegen Konkurs meines Lieferanten "abgestürzt" und zahle jetzt das reichlich Fünffache. Ich hätte jetzt sehr gern eine Pelletheizung.

Die grünen Narren werden mit "wertebasierter Außenpolitik" und ideologielastig- technischer Dummheit dafür sorgen, daß sich derartige Situationen häufen. Und daß auch die Strompreise kräftig steigen. Ohne den Bedarf zukünftig überhaupt decken zu können. Wer sagt denn, daß sich Belgien nicht schon bald dem deutschen Narrentanze anschließen könnte?

Klar kann man den ganzen Garten verwüsten oder tiefe Löcher bohren, um mit Sole zu arbeiten. Das geht aber nicht immer, und die Investition ist erheblich. Ein Loch für einen Tank ist schneller gebuddelt und nicht so platzintensiv. Ein Pelletsilo im Haus kostent auch Geld und blockiert einen Kellerraum, den man ja vielleicht auch anders nutzen könnte.

"Bei einer neuen Heizung sollte man in Zeiträumen von 20 - 30 Jahren denken, bzw. rechnen."
Solange wird die WP wohl nur selten leben. Ich habe Haltbarkeitsprognosen von 10-20 Jahren gefunden.

Grüße

Thomas



Plant



Plant der Thread-Ersteller denn eine Fußboden- oder andere Flächenheizung?
Ich bin glücklich mit der Pelletheizung. Allerdings haben die Pelletpreise gegenüber letztem Jahr von 180 auf 343 EUR/to Netto angezogen. Da ist schon echt wucher. Ich habe zum Glück noch für 200 gekauft. Man kann aber dann immerhin die Sommerpreise abwarten und dann zuschlagen. Ist wie an der Börse ;-)



Vielen Dank



Ups, das ist ja einiges passiert. Vielen lieben Dank für eure Rückmeldungen.

Beim Thema Dämmung der Wände bin ich in der Tat noch unentschlossen. Eigentlich wirkt es für mich als der „richtige Weg“, anderseits habe ich aufgrund der häufigen Mahnung vor Innendämmung im Bruchsteinhaus etwas Sorge. Ich könnte da schwer zwischen der vertrauensvollen, ehrlichen Fachkraft und dem Schwätzer, der meint sich auszukennen unterscheiden.
Ich habe nächste Woche Gespräche mit 2 entsprechenden Gewerken.

Im Anbau kommt Fußbodenheizung, im Rest des Hauses ist es jedenfalls noch nicht geplant. In einem (Wohn-)Zimmer liegen Fließen, darunter befindet sich ein Gewölbekeller. Wir wissen noch nicht was sich unter den Fließen befindet (vermutlich „nur“ Erde). Wir hatten angedacht (und uns wurde auch dazu geraten) das Parkett (oder andere Böden) direkt auf die Fließen zu legen anstatt möglicherweise die Dose der Pandora zu öffnen. Im Haus befinden sich zurzeit in jedem Zimmer sehr groß dimensionierte alte Heizkörper.

Vermutlich ist eine Wärmepumpe nicht sinnvoll. Für den Einbau einer Pelletsheizung (+ Lager mit Förderschnecke) inkl. Entsorgung der alten Ölheizung haben wir bereits ein Angebot. Sollte knapp 35k kosten. Ein Lager könnten wir theoretisch in einer der Garagen einrichten. Für die Umstellung auf Gas fallen knapp 10k weniger an (ohne Tank). Es liegt kein Stadtgas.

Es geht mir nicht in erster Linie darum das Klima und die Umwelt zu retten, sondern nicht auf einen Energieträger zu wechseln, der nicht zukunftsträchtig ist. Und das ist vermutlich bei den fossilen Trägern wie Öl und Gas der Fall. Natürlich muss das auch bezahlt werden können.

Stromheizung oder WP mit eigenen Kollektoren hätte ich natürlich gern gesehen, aber ist vermutlich unrealistisch. Mal gucken was die „Experten“ nächste Woche sagen. Ich finde es bewundernswert wie divers die Meinungen der Handwerker doch sein können. Hat man 4 Personen gefragt, dann erhält man 4 verschiedene Ratschläge. ?? Für mich als handwerklich geschickter Naturwissenschaftler nicht immer einfach nachvollziehen.

Wir fassen das Haus de facto jetzt an fast jeder Stelle an, deswegen empfinde ich es sinnvoll sich jetzt dazu ausführlich Gedanken zu machen. Jetzt ist es „einfacher“ noch eine zusätzlich zu machen.

Vielen lieben Dank für eure Antworten. Macht mir echt Spaß das Thema hier zu verfolgen. Da kann ich viele nützliche Anregungen für meine Gespräche mitnehmen.



Denk doch 'mal...



...über eine Wandheizung nach, vor moderater Dämmung. Eingeputzt in Lehm.

Du könntest dann FBH und gleichermaßen WH mit Niedertemperatur betreiben. Das verringert den installatorischen Aufwand. Einerseits gehen Dir bei einer (z.B.) HWPl 6cm Dämmung mit 4cm WH in Putz rund 10cm vor den Aussenwänden an Fläche verloren, andererseits fallen die alten Heizkörper weg und die sicher ja aufputz liegenden Leitungen. Das schafft Gestaltungsfreiheit.

Bei Wärmepumpen missfällt mir auch, daß (in Deutschland zumindest) separate Stomverträge mit reduziertem Preis üblich sind, andererseits aber im Kleingedruckten dann versteckt sein kann, daß sich der Versorger das Recht vorbehält, die Heizung quasi per Fernbedienung auszuschalten, wenn das Stromnetz überlastet ist. Und das wird zunehmend öfter zu befürchten sein. Vattenfall wird in der "Welt" dahingehend zitiert, daß das bis 3x täglich für jeweils bis zu 2 Stunden möglich ist. Das ist nicht im Sinne des Kunden.

Ob das jetzt knapp hinter der deutschen Grenze auch zu befürchten ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht bekommt Ihr ja den guten französischen Atomstrom. Einen Blick in die Vertragsunterlagen ist es jedenfalls vor Unterschrift wert.

Grüße

Thomas