Elektro Fußbodenheizung

09.02.2008



Hallo zusammen,
ich bin auf eine schöne Wohnung gestoßen, nur diese Wohnung wird über eine Elektro-Fußbodenheizung beheizt. Die Wohung ist zum Kauf und ich wollte mal gerne wissen was für Heizkosten so auf mich zukommen würden. Momentan heize ich mit Erdgas und die Heizkosten betragen ca. 100 € pro monat und meine Wohnung ist 76m² Groß, die neue ist 93,m² groß.
Würde gerne wissen ob die Heizkosten wirklich so hoch sind. Am besten berichte von Leuten, die von Gas auf Elektro umgestiegen sind.



Energiepass verlangen!



Dann kann man schon eher etwas sagen.
Die Wohnungen unterscheiden sich sicherlich nicht nur von ihrer m²-Zahl sondern auch von ihrem Wärmebedarf/m². Somit ist ein Vergleich der Heizkosten nur nach Heizsystem und m² nicht möglich. Man sagt es soll auch Problem mit Elektrosmog bei elektrischer Fußbodenheizung geben??? Solltest du ggf. mal googln.

Gruß Marko



???



Um was für eine E-Heizung handelt es sich denn?

Nachtstromheizung oder Direktheizung? Das macht einen mächtigen Unterschied.



Woher sollen wir dazu näheres wissen können?



Fragen Sie den Vorbesitzer, das Heizungsbauunternehmen o.ä.

In Sachen Elektrosmog wäre für mich das Fallbeil schon gefallen, kaufen würde ich eine in dieser Art beheizte Wohnung nicht.

Grüße

Thomas



@ Stefan



Eine FBH als Nachtspeicherheizung wäre wohl etwas ungewöhnlich, oder?

Grüße

Thomas





Auch wenn ich keine habe ...

denke ich doch, dass die FBH-Nachtspeicherheizung nicht ungewöhhnlich ist.

Es gibt da wohl Systeme, die die Wärme in einem entsprechend dimensionierten Estrich speichern. Und dann natürlich die Zentralspeicher, die besonders gut mit FBH funktionieren.

Wer Angst vor Elektrosmog hat, sollte in unbewohnte Gebiete auswandern und vor allem nicht vor einem Computer+Monitor sitzen.



Ungewöhnlich deshalb,



weil diese Heizung am Abend, also dann, wenn man es garantiert gern warm hätte, so langsam kalt wird. Regelbar wäre die Wärmeabgabe des Estrichs ja nicht, so wie das bei einem Nachtspeicherofen der Fall ist. Wo wäre denn ein Zentralspeicher bei einer elektrisch betriebenen FBH im Estrich zu finden?

Nachtstrom ist auch nicht mehr so gravierend billiger.

Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich in der Wohnung vollflächig elektromagnetische Felder produziere und damit Kind und Kegel bestrahle, oder aber mich gelegendlich vor den Computer setze.

@ Stefan

In Deinem Profil bezeichnest Du Dich als Heimwerker. Vielleicht trennst Du die Dinge, die sich in Deinem Kopf befinden, etwas sauberer von den Tatsachen. Schreibe hier über Sachen, die Du sicher weißt, davon wird dieses Forum profitieren.

Grüße

Thomas



Zentralspeicher



Bei einer Elektro-Zentralspeicherheizung wird ein Warmwasser-Pufferspeicher mit Nachtstrom in der Niedertarifzeit aufgeheizt (eine Tagnachladung zum Hochtarif ist natürlich auch möglich). Und damit lässt sich eine "ganz normale" Warmwasser-FBH betreiben. Das ist bei mir eine elektrische FBH. Oder sollte man lieber sagen: eine elektrisch betriebene FBH. Soviel zu den Tatsachen.

Darüber hinaus glaube ich aber auch von Speicherheizungen mit einem sehr hohen Estrichaufbau gehört zu haben. Das befindet sich seitdem in meinem Kopf und wollte halt jetzt mal raus. Vielleicht gibt es ja hier "Nachtspeicher-Experten", die das aufklären können.

In unserem Fall handelt es sich aber wahrscheinlich wirklich um eine reine FB-Direktheizung. Da kommt es jetzt wirklich auf den Wärmebedarf an - siehe die Antwort von Marko "Energiepass verlagen!".



Elektrische Heizung...



...wird allgemein als die teuerste Variante der Gemütlichkeit betrachtet. Ihr Vorteil wäre, daß die Energie ohne nennenswerte Verluste direkt an den Ort des Verbrauches transportiert werden kann.

Dieser Vorteil geht verloren, wenn im Keller der Pufferspeicher aufgeladen wird, und dann das warme Wasser vorgehalten und über längere Leitungssysteme transportiert werden muss.

"glaube ich aber auch von Speicherheizungen mit einem sehr hohen Estrichaufbau gehört zu haben"

Dazu empfehle ich, im EG die Dämmung wegzulassen und das Erdreich zur Speichermasse zu erklären. Schön, wenn jemand die paar Kilometer bis zum warmen Kern überbrücken will. Ich liebe Idealisten.

Merke aber: Um so größer die Speichermasse, um so höher die Betriebskosten der FBH.

Wissen statt Glauben wünscht herzlichst

Thomas



Wissen statt Glauben



Hallo Thomas,

vielleicht solltest Du auch mal hin und wieder "googln". Dann hättest Du auch rausgefunden, dass es tatsächlich Speicherheizungen gibt, die den Estrich als Speichermedium nutzen.

Folgendes findet man z.B. auf der Seite von EON Thüringen:
"Speicherheizung
Wird elektrische Energie vorwiegend in den Nachtstunden in Wärme umgewandelt, gespeichert und je nach Bedarf am Tage zur Beheizung abgegeben, handelt es sich um eine (Nacht-)Speicherheizung. Als Speichermedium dienen z.B. Magnesitsteine (Nachtspeicheröfen), Estrich (Fußbodenspeicherheizung) oder Wasser (Warmwasserzentralspeicher)."

Da ist also gar nix ungewöhnliches d'ran. Übrigends habe ich einen Kollegen, der sein Reihenhaus mit NS beheizt. Seine Nachbarn feuern mit Gas bzw. Öl und hatten bisher immer die höheren jährlichen Heizkosten.



Daß der Estrich speichert,



ist nicht neu. Dazu brauche ich Google nicht. Meine obigen Bedenken räumt das nicht aus.

Grüße

Thomas



Elektrofußbodenheizung



An Stefan:
Das mit dem Wissen statt Glauben schließt Dich nicht aus.

Jeder Heizungsbauer kennt die Nachteile direkt mit Nachtstrom betriebener Speicherheizungen.
Nachmittags und Abends ist es kalt, da das Speichermedium erst aufgeheizt werden muß (siehe Beitrag Thomas).
Am Morgen, wenn der Speicher (Estrich) aufgeladen ist, ist er am wärmsten, dann nützt er aber den wenigsten, da das Haus dann leer ist.
Deshalb wird die nachts erzeugte Wärmeenergie ja in Speichern "zwischengelagert" um diesen Nachteil zu kompensieren und die Heizleistung regeln zu können.
Und das mit den niedrigeren Heizkosten im Vergleich zu Gas einfach hier in den Raum zu stellen,ist lächerlich.
Eine KWh Heizleistung aus Strom kostet nun mal mehr als eine KWh z.B. aus einer Brennwerttherme.
Daran ändert auch irgendwelches Geprahle am Biertisch nichts.

Außerdem ist da ja noch die Warmwasserbereitung.
Bei einer konventionellen Gas- oder Ölheizung ist das Bestandteil des Gesamtsystems.
Bei einer Direktspeicherheizung z.B. im Estrich muß ich das Warmwasser extra erzeugen, i.d.R. dann direkt mit Strom. Und das wird dann auch noch mal richtig teurer.
Ich fasse zusammen die Nachteile einer Direktheizung über den Estrich ohne Zwischenspeicher zusammen:

1. Die Betriebskosten einer elektrischen Direktheizung sind jedenfalls nicht billiger als mit Gas bzw. Öl.

2. Die Investitionskosten sind auch nicht viel billiger.

3. Die Regelung ist unkomfortabel und verschwendet Energie.

4. Im Zuge der ENEV, die Energieausweise für Kauf und Miete vorsieht, ist eine solche Heizung wert- bzw. mietmindernd.

Viele Grüße



@ Stefan



Könnte es sein, daß Deine etwas unreflektierte Liebe zum elektrischen Strom irgendwie mit Deinen Arbeitgeber envia (ich vermute das aufgrund Deiner Emailadresse) zu tun hat?

Dafür hätte ich vollstes Verständnis.

Grüße

Thomas



AHA



"Daß der Estrich speichert,
ist nicht neu. Dazu brauche ich Google nicht. Meine obigen Bedenken räumt das nicht aus." ...

Also Tatsachen. Warum fragst Du dann: "Eine FBH als Nachtspeicherheizung wäre wohl etwas ungewöhnlich, oder?"

Und was sind dann die Dinge, "die sich nur" in meinem Kopf befinden?

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Die niedrigeren Heizkosten sind keine Stammtischprahlerei. Schließlich kommen zu den reinen kWh-Preisen auch noch Grundgebühr, Wartung / Schornsteinreinigung / Immisionsmessung.



@ Thomas



ich würde gerne "unreflektiert" mit "unvoreingenommen" ersetzen ...



@ Stefan



JEDER Estrich speichert Wärme, wie auch in sehr unterschiedlichem Maße alle anderen Baustoffe.

Deshalb wird aus einer FBH in Estrich noch keine Nachtspeicherheizung, aus obigen Gründen.

"Unreflektiert" war meine zurückhaltende Umschreibung für "voreingenommen". Bis auf das "un" sind wir doch einer Meinung. Es gab schon größere Differenzen im Forum.

Grüße

Thomas



Was ist teurer?



Kommt darauf an. Bei jedem Heizsystem gibt es verbrauchsabhänige(vK) und nicht verbrauchsabhänige Kosten(nvK). Die reine E-Heizung hat geringe nvK. Damit kann sie bei seeeeehr geringen Verbrauch auch günstiger sein als z.B. eine Brennwertheizung mit höheren nvK. Somit kann eine Aussage was günstig ist immer nur bei bekannten oder zu erwartenden Energieverbrauch berechnet werden. Ich mag den Energiepass auch nicht, aber er sagt schon mal einigermaßen was bei einer Wohnung oder Haus zu erwarten ist. Mit dem E-Smog ist so eine Sache manche reagieren darauf manche nicht. Wenn die Bude einmal gekauft ist und man bekommt Probleme, dann ist es zu spät. Bei meiner E-FBH im Bad liegen die Heizdrähte in einer geerdeten Cu-Litze. Sollte mit dem E-Smog also nicht so schlimm sein.

So noch einen Link zum E-Smog. Ist zwar bei Mobilfunk aber m.E. mal schön zu wissen.
http://www.hese-project.org/de/emf/News/IncomingDocuments/20040730_nailastudie.pdf

So nun will ich mal sehen, ob dieser Beitrag für irgendjemand, genau wie mein erster Beitrag, gegen die Forumsregeln verstößt?

Gruß Marko



@ Marko



Ich war jedenfalls nicht dieser verhinderte Oberlehrer, der Dir da eine schlechte Note gegeben hat.

Isses nicht lustig: Da schreibt ein Andreas einen Dreizeiler, meldet sich nicht wieder, und wir arbeiten uns dran ab...

Grüße

Thomas



Lustig ist schon,



da hast du recht Thomas. Was soll's, dann lesen es halt andere und ihnen hilft es ggf. weiter. Ich habe auch mal schön über E-Smog gegooglt und Sachen gelesen die ich lieber nicht wissen wollte. Man wird halt selbst nicht dümmer dabei...ich hoffe es zumindest! Wegen E-Smog vom PC.:-)

Gruß Marko