Welche Heizung sollte man im Fachwerkhaus einbauen?




Hallo
wir haben uns gerade ein ca. 200 Jahre altes Fachwerkhaus gekauft. Dieses Haus soll/ muss von Grund auf saniert werden, d.h. komplett Entkernen und vom Fundament über die Gefache und die Innenwände neu aufbauen.
Wir wollen hier mit viel Lehmstoffen arbeiten - von Innen sowie von aussen.
Somit überlegen wir, welche Heizung in dem Fall am sinnvollsten (kostentechnisch und umwelttechnisch)ist.
Die Überlegungen gingen von einer Luftwärmepumpe/ Erdwärme über einen Kaminofen mit Solarunterstützung und Pufferspeicher und einer normalen Gasheizung.
Wer hat mit welcher Heizung schon Erfahrungen? Hat jemand eine Wandheizung eingebaut? Da wir einen Holzdielenboden wollen, scheidet eine Fußbodenheizung aus und somit kam die Idee der Wandheizung. Wie ist das hier aber mit dem Taupunkt ? Ist es eher nachteilich für die Holzkonstruktion?
Ich habe leider noch nicht viel Ahnung und stehe am Anfang der Planung, somit wären ein paar Ratschläge echt hilfreich.
Danke schon mal
Katja



Hallo Katja,



es kann keine pauschale Empfehlung geben, jedes Systemm hat seine Eigenarten.

Wir betreiben unser ganzes Haus von 1679 mit einer Wandheizung. Als Wärmeerzeugung verweden wir eine Kombination vo Holz, Gas und Solar in Kombination mit einem Pufferspeicher.

Gerne laden wir Dich zu uns zu einer unverbindlichen Beratung eine. Die Kontakdaten findne sich in unserem Profil.

Grüße Gerd



Heizung & Sanierung



Hallo Katja,

bei einer geplanten Sanierung "von Grund auf" sollte zunächst mal genau nachgesehen werden, ob es Feuchte-, Setz- oder andere Schäden gibt und welche Bereich noch "zu retten" sind. Wie feucht ist der Keller wirklich? Gut durchdacht ist immer am meisten gespart.
Also Plan gemacht und los: Gerade wenn Du noch am Anfang stehst ist es sinnvoll ehrlich einzuschätzen, was mann selbst machen kann und was andere machen sollen – Dort wo die Gaben liegen, da liegen auch die Aufgaben.

Was für eine Art der Heizung war denn bisher installiert?
Ohne es gesehen zu haben: Der Ansatz Gasheizung/Puffer/Kaminofen ist gar nicht so schlecht. Luftwärmepumpe müsste man mal überschlagen, denke aber dass dieses im Fachwerkbau eher fragwürdig ist.
Eine Wandheizung kann eine feine Sache sein und ist eher Positiv hinsichtlich der Holzkonstruktion zu sehen.

RheinMain ist groß .... wenn es nicht zu weit weg ist kann ich mal unverbindlich vorbeischauen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Welche Heizung



Unsere Empfehlung ist und bleibt eine Pelletsheizung mit Solaranlage.Als Heizung können wir Ihnen Sockelheizleisten vorschlagen,siehe www.energy-com.de .Wir haben einige Pelletsheizungen eingebaut und alle Kunden sind zufrieden.siehe auch mein Profil bei Fachwerk.de.Gruss Bruno Müller



Ob die



Sockelheizung von der Vorlauftemperatur mit der Solaranlage zusammenpasst glaube ich nicht.

Ich würde Ihnen eine echte Niedertemperaturwandheizung empfehlen z.B. www.wandheizung.de

Grüße aus Koblenz



Hallo Herr Kornmayer



Hier noch ein paar Infos zum Haus.
Das Haus hat nur einen Kriechkeller, der zugeschüttet werden soll. Der ist natürlich feucht.
Die Schwellenbalken sind total verfault, da der Sockel mit luftdichtem Beton überzogen wurde. Die bröckeln nur so heraus.
Bisher wurden die Räume durch Ölofen geheizt.
Das Haus liegt in Trebur bei Rüsselsheim.
Natürlich wollen wir viel in Eigenleistung arbeiten, aber wir möchten nicht auf die Beratung, Unterstützung und Hilfe von Fachleuten verzichten.
Da wir dabei sind eine grobe Kostenschätzung zu erstellen, müssten wir uns nur über den Umfang und die Art der "Hardware" einen Überblick schaffen.
Als erstes wollen wir mal den Putz abklopfen. Danach sollen die "Experten" ran und unser Haus beurteilen und "heilen"

Und es ist echt super, wie schnell man hier Ratschläge erhält.
Auf die Angebote komme ich gerne zurück.
Danke schon mal





Hallo Katja,

dann schon mal viel Spaß bei den Vorarbeiten. Einfach mal "Bescheid" sagen, wann Ihr Hilfe braucht, ich komme so gut wie jeden Tag an Trebur vorbei.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Temperierung mit der Sonne



Hallo
ich empfehle in diesem Zusammenhang eine Gebäudetemperierung mit der Sonne (Sonnenenergie wird über das Umweltenergiedach aufgenommen und weitergeleitet. Zuerst wird der Pufferspeicher über die Sonnenenergie aufgeladen.
Über den Pufferspeicher wird das Brauchwasser und der Heizungskreislauf auf die gewünschte Temperatur erwärmt. Ist der Pufferspeicher gesättigt, wird die Wärme automatisch in eine Flächenheizung bzw. Baukernaktivierung weitergeleitet. Wird von den beiden vorgenannten Abnehmern keine Energie benötigt, wird diese in den Erdwärmespeicher weitergeleitet und für die Heizsaison gespeichert. Dies lässt sich auch umkehren, d. h. die Kälte des Winters wird zur Kühlung des Gebäudes in einem anderen Bereich abgelagert.) So ist selbst eine reine "Sonnenheizung" möglich.
Grüße Jochen Engelhardt