Trägheit Wandheizung

25.04.2005



Hallo !

Wie läßt sich eine Wandheizung im Vergleich zu Radiatoren bzw. Fußbodenheizungen regulieren bzw. wie schnell steht die Wärme zur Verfügung ?
Ich nehme an es geht nicht so schnell wie bei Radiatoren aber hoffentlich ist die Sache nicht ganz so träge wie eine Fußbodenheizung.

Hat jemand Erfahrung mit der gleichzeitigen Verwendung von Radiatoren bzw. Sockelheizleisten und Wandheizung in dem selben Gebäude ?
Wir möchten evtl. die meistgenutzen Räume, Wohn, Ess, Küche mit Wandheizung ausstatten, weil hier ein komplett neuer Putzaufbau erfolgt und andere Räume, Schlaf,Bad,Toilette, Flur mit Radiatoren oder Sockelheizleisten ausstatten.

Bitte um ganz praktische Erfahrungen von Anwendern, ohne eine Grundsatzdiskussion über das für und wieder von Strahlungswärme oder Konvektion zu beginnen oder auf das Ing. Büro des Vertrauens zu verweisen.

Viele Grüße,
Karsten





probleme bei der verwendung unterschiedlicher syteme in einer Heizungsanlage bilden die erforderlichen vorlauftemperaturen für die systeme

während ein heizkörper durchaus 80 °C Vorlauftemperatur vertragen kann wird die Wandflächenheizung probleme machen

bzw andersherum eine wandheizung arbeitet mit niedrigen vorlauftemperaturen die wiederum für heizkörper zu niedrig sind um signifikant die raumtemperatur zu beeinflussen

in der regel wird dann ein kompromiss für den betrieb gesucht mit dem alle systeme leben können der jedoch in der regel nicht optimal ist ( folge: höhere brennstoffkosten, niedrigere anlagenlebensdauer )

gruss aus münster



sie



brauchen schlicht einen zweiten heizkreislauf - dann klappts auch mit den unterschiedlichen vorlauftemperaturen.
je nach dimensionierung der wandheizung sind u.u. eh mehrere heizkreisläufe dort schon angeraten.
und natürlich eine therme, die das abkann.
am selben hk wird es nix- wandheizung hat 45 grad höchstens.
eine gewisse trägheit (ich spreche noch nicht aus erfahrung, bin auch gerade an der planung) wird es schon haben, davon gehe ich aus. schließlich ist auch einiges an Putz drüber, was erstmal zu erwärmen ist - so schlimm wie eine fbh in naßestrich wirds aber nicht sein.
und so wie sie planen, werden die räume, wo schnelle abkühlung und aufheizung gewünscht ist (schlafzimmer) ja eh konventionell geheizt.



Zwei Kreise



Hallo,

die Sache mit den unterschiedlichen Vorlauftemperaturen löst man doch z.B. bei Fußbodenheizung auch mit zwei Heizkreisen, von denen einer mittels Mischer "abgekühlt" wird. Bei einer kompletten Neuinstallation sollte das kein Problem sein, oder ?

Viele Grüße,





Hi, wir haben Heizleisten. Die Vorlauftemperatur liegt so bei um die 40 Grad Celsius. Deshalb erwärmt sich das Ganze natürlich nicht so schnell wie bei der herkömmlichen Heizung mit um die 70 Grad Celsius. Eine Fußbodenheizung wäre mit der niedrigen VL-Temp. genauso "lahm".

Allerdings ist die Wärme eine andere... Kann man kaum beschreiben. Also bei Heizleisten ist es so, dass die Wärme ja von überall her kommt, nicht nur von einzelnen Punkten wie bei normalen Heizkörpern. Wir haben so 21 Grad in den Räumen und sind sehr zufrieden :-). Nachts wird nicht abgesenkt (spart nämlich auch keine Energie, höchstens vielleicht im Niedrig-Energiehaus).

Im Schlafzimmer haben wir auch Heizleisten (überall halt, auch im Bad - da werden dann mehrere Konv. eingebaut, dass es gleich wärmer ist als im Rest des Hauses). Kann man sehr gut regeln. Wenn man "seine Temperatur" gefunden hat (im Schlafzimmer steht der Thermostat halt nur auf 3), dann dreht man sowieso nicht mehr rauf oder runter... Also wir zumindest nicht. Ich persönlich halte nicht viel von den Schaltuhrprogrammen der Regelgeräte... (hat man mal n Tag Urlaub, ists den ganzen Tag kalt...).

Verschiedene Heizkreise sind sowieso erforderlich. Da macht es auch nichts, wenn man einzelne Räume mit normaler Heizung heizt. Aber warum eigentlich??? Im Gästeklo hat mans doch auch gerne warm und nicht nur, wenn Gäste kommen???

Für ein Gas-Brennwertgerät ists ideal, wenn man eine niedrige VL-Temp. hat. Wie es dann gemischt ist, weiß ich nicht, glaube aber eher schlechter. Prinzipiell kann man das mit jedem Kessel machen, wichtig ist dann das Regelgerät, das muss für mehrere Heizkreise geeinget sein.

Grüße Annette





türlich
möglich sind theoretisch unendlich viele heizkreise die über wärmetauscher mischer einspritzkühlung etc bedient werden

nur ist das nicht die einfachste und vor allem nicht die wirkungsvollste lösung

deshalb ein system wählen das den grossteil der heizleistung
abdecken kann

also z.b. reine heizleisten oder heizleisten/wandheizung

schlechter ist die kombination mit heizkörpern

gruss aus münster



Hallo,



die Wandheizung ist ca. um den Faktor 3 schneller als Fußbodenheizung. Nach 15 Minuten ist die Wand warm. Die Abkühlung dauert wesentlich länger als beim Heizkörper da die Waärme in den Umschließungsflächen gespeichert ist. Es macht Sinn die ganze Heizung auf Niedertemperaturtechnik auszulegen, da hier dann auch zukunnftsfähige Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Ich kann als echter Überzeugungstäter die Wandheizung nur empfehlen. Natürliches gibt es bessere und schlechtere Systeme und Wandaufbauten die auch hier im Forum immer wieder kontrovers diskutiert werden. Viele Grüße Gerd Meurer





nachtrag

fussbodenheizung zur haupterwärmung des hauses wegen trägheit
schlecht

als temperierung im bad (z.b. über Rücklauf jedoch empfehlenswert





Hallo !

Danke für die Antworten soweit.
Ich denke es wird dann eine Kombination aus Wandheizung und Heizleisten, die Sache mit dem Zusatzaufwand bei unterschiedlichen Vorlauftemperaturen leuchtet ein.

Viele Grüße,
Karsten