Wandheizung und Konventionelle Heizkörper über einen Kessel

10.04.2013



Hallo, ich habe ein Problem mit meiner Heizungsanlage. Es ist in zwei Räumen eine Wandheizung verlegt worden. Leider nur um die Fenster und Ecken. Ist natürlich nicht ausreichend. Dies ist allerdings nicht das Problem. Ich habe aber in den anderen Räumen noch normale Heizkörper und möchte diese nach und nach gegen Wandheizung ersetzen. Leider hat uns jeder Klempner mit verschiedenen Aussagen davon abgeraten. Wir möchten damit aber weiter machen und später die derzeitigen Wandheizungsschläuche ersetzen. Unser Brenner ist von Buderus Lugano. Gibt es da jemanden der uns wirklich ernst und gut Beraten kann? Wir haben das Haus letztes Jahr gekauft und fangen an dieses wieder chic zu machen :-)Am besten wäre es, wir erhalten in form von Beratung und Anschluss an die Heizungsanlage. Das Verlegen der Rohre würden wir nach einer Unterweisung selbst erledigen. Zu dem Thema hab ich noch einige Ideen, die ich aber vor Ort besprechen würde.
Vielen Dank!



Mit welchen Aussagen...



... wurde denn davon abgeraten? Es ist ja nicht auszuschließen, dass die Fachleute nicht ganz unrecht haben...

MfG,
sh



2 Heizkreise



Es braucht zwei Heizkreise für die unterschiedlichen Vorlauftemperaturen. Das bedeutet 2 Mischergruppen mit passender Steuerung.
Unter der Annahme, daß jetzt bereits ein Mischerkreis exisitert, kann die Steuerung für den Mischer der neuen Wandheizung zunächst ein einfacher "dummer" Regler sein kann - der muss keinen Kessel schalten oder Warmwasser bereitstellen. Er wird sozusagen parallel zum vorhandenen Mischer installiert. Von diesem ausgehend wird der Vor- und Rücklauf an jeden Platz der künftigen Heizkreisverteiler in den Etagen gelegt. Es wird somit kaum in die vorhandene Heizanlage eingegriffen - diese wird lediglich erweitert.

Jetzt kann nach Lust und Laune Raum für Raum umgestellt und an den neuen Heizkreis angeschlossen werden, die Anschlüsse zum alten Kreis werden gekappt und verschlossen. Je nach Situation vor Ort kann das etwas knifflig sein, besonders wenn Zuleitungen vom alten Kreis noch durch bereits umgestellte Räume verlaufen. Es ergibt sich also eine gewisse Reihenfolge der Umstellung.

Das ganze praktiziere ich schon sein 10 Jahren so:
* 2. NT-Mischerkreis installieren inkl. einfacher Steuerung
* Neubau des DG mit Wandheizung / eigener Steigstrang
* Ausbau im OG begonnen - bisher 1 Raum mit Wandheizung

Wenn man dann mal fertig ist, kann man sich überlegen, was mit dem dann eigentlich überflüssigen originalen Heizkreis passieren soll. Aber in der Regel wird nach vielen Jahren sowieso Hand an die Heizanlage gelegt - dann kann das Provisorium mit refaktoriert werden - oder halt auch nicht.

Hilfe gibt es reichlich im Forum von Haustechnikdialog.de



Wandheizung



Hi Sven,
neben der normalen Heizkörper (HKö) eine Flächenheizung (Wandheizung) (WH) zu betreiben ist technisch kein Problem.
Je nach Auslegung werden normale HKö heute mit z.B. 70/55°C (Vor-/Rücklauftemperatur) betrieben. Die WH mit z.B. 35/30°C. Sie hat dann (je nach Verlegeabstand und Rohrdurchmesser) eine Heizleistung von ˜90…100 W/m2.
Als technische Einrichtung benötigt man einen Mischer, der die erforderlichen Temperaturen bereitstellt und Heizkreisverteiler.
Vom Mischer gehen die Vor- und Rücklaufleitungen (VRL) zu einem oder mehreren Verteilern. An der Verteilern werden die einzelnen Heizkreise (HKr) der WH angeschlossen. Ein HKr sollte max. 10 m2 groß sein.
Soweit zu den grundsätzlichen Anforderungen.
Ohne Kenntnis des Bauvorhabens ist eine detaillierte Aussage nicht möglich.
SG



Refactoriert da spricht der ITler



Jens hat den generellen Ablauf sehr gut beschrieben.

Eventuell ergänzent noch ein zwei Hinweise:
Stichwort ist Regelstation. Diese muss vor den Verteiler für die Wandheizung um auf den geringeren Vorlauf runterzuregeln.

Bei http://www.wandheizung.de/ finden sich ausführliche informationen wie solche Systeme aufgebaut werden.

Wie es genau aufgebaut wird und vor allem wie es auszulegen und einzustellen ist, damit es gut funktioniert, kann man dann natürlich nur vor Ort bestimmen.



Kein Problem!



Es gibt speziell für diese "Problematik" von WEM Regelstationen zum Einbau. Klar gibt es bestimmte Argumente gegen dieses Nebeneinander verschiedener Systeme mit entsprechend verschiedenen Vorlauftemperaturen, aber gerade weil es ja nur für eine Übergangszeit ist, würde ich mich nicht abschrecken lassen.



Wandheizung + konventionelle Heizung



An einen oder mehreren Wärmeerzeugern kann man problemlos ein oder mehrere Verteilsysteme mit unterschiedlichen Temperaturen anschließen.
Das ist keine Notlösung für eine Übergangszeit, sondern "state of the art".
Neben WEM gibt es auch andere Hersteller.
Es setzt allerdings eine entsprechende Planung und Ausführung voraus.



Egal, ...



... "State of the art" oder Übergangslösung, was will man machen, wenn der eigene Heizungsbauer sich querstellt?



ja, dann…



…sollte man sich einen neuen Heizungsbauer mit der entsprechenden Expertise suchen.
Denn das ist allgemeines Fachwissen.



Natürlich...



... stellt der Betrieb von zwei Heizkreisen mit unterschiedlichem Temperaturniveau technisch prinzipiell kein Problem dar...

Mich würde aber schon interessieren, warum und mit welchen verschiedenen Begründungen mehrere "Klempner" abgeraten haben?!

MfG,
sh



Gute Frage



das würde mich auch interessieren.
Also, Sven, seien Sie so nett und befriedigen Sie unsere Neugier.
SG



Rücklauftemperaturbegrenzer



Hallo ,
kann man nicht durch einen Rücklauftemperaturbegrenzer den Wanheizungskreislauf mit einschleifen?

Wie es dann allerdings mit der Pumpenleistung aussieht und einem hydraulischen Abgleich kann ich in der schnelle nicht beurteilen.
Grüße



Das ist nur eine...



... Krücke und macht höchstens dann Sinn, wenn ein/zwei Kreise integriert werden sollen...
Keine Dauerlösung für WH...

MfG,
sh



Heizkreise



Leider gab's keine Antwort auf unsere Fragen, warum die Heizungsbauer abgeraten haben.
Dafür die Frage nach dem RL-Temperaturbegrenzer.

Das funktioniert nicht.
Bei einer HKö-Anlage kann man das für eine kleine Heizfläche, z. B. Bad machen.
Ansonsten sollte man die Finger davon lassen, es gibt nur Probleme.
Und den hydraulichen Abgleich berechnet man aufgrund der Anlagenauslegung.
SG



Heizkreise – Nachtrag



…noch eine Anmerkung; hatte ich gestern vergessen zu schreiben.
Jeder HKr benötigt seine eigene Pumpe.
SG



Damit...



... sind natürlich nicht die einzelnen Heizkreise der Wandheizung gemeint, sondern die Temperaturzonen... Also einmal die WH als Gesamtheit und dann die HK's in der Gesamtheit...

Für den Fragesteller war es anscheinend doch nicht so wichtig...

Die Anmerkung mit den RTL-Ventilen kam übrigens nicht vom Fragesteller...

MfG,
sh



Nachbesserung



…genau!
Ich war vorhin etwas schreibfaul.

Offensichtlich.

…und: wer lesen kann ist klar im Vorteil;-))

SG



Die Sache Heizkörper durch Wandheizung ersetzen,



geht in bestimmten Fällen mit der SERA-Wandheizung. Die, weil u.a. aus Kupfer, natürlich teurer als eine wandmontierte Fußbodenheizung ist. Voraussetzung sind nicht zu magere Querschnitte der Heizkörper-Anschlussleitungen. Für mehr Aussage wäre die Übermittlung eines Grundrisses oder Maßskizzen der Wandflächen notwendig.



Wandheizung nd konventionelle HKö



Das geht auch mit SERA nicht.
Das Problem ist nicht das RL-Material, sondern die unterschiedliche Heizmitteltemperatur in den jeweiligen Heizkreisen.
SG



Die Sache Heizkörper durch Wandheizung ersetzen,



klappt erfahrungsgemäß mit handelsüblichen UP-Thermostatventilen mit Temperaturbegrenzung



Es ist müßig...



... hier weiter auf der Theorie herumzureiten, solange es kein Feedback vom TO Sven gibt...
... Aber eine reine RTL- oder "Multibox"-Lösung für alle Kreise ist Quatsch. So wie ich die Frage verstehe, soll das gesamte Haus WH erhalten...

MfG,
sh



Wandheizung



Hallo Sven,
leider habe Ihren Eintrag erst heute gesehen.
Wenn Sie eine Breatung wünschen, kann ich Ihnen vielleicht weiter helfen. Wir leben und arbeiten selbst in einem
Fachwerkhaus, das wir Schritt für Schritt sanieren. Z.T. haben auch Wandheizungen eingebaut.
Grundsätzlich läßt sich das mit Ihrem Kessel realisieren, für weitere Aussagen sollte man zunächst Haus und Anlage kennen.

MfG
Stephan Wagner
sw@swpe.de
www.swpe.de