Strahlungsheizung - wassergeführt oder mit Strom? Holzverkleidung?

02.10.2012



Habe ich die Beiträge richtig verstanden, dass eine Heizwand nicht mit Holz verkleidet werden soll, weil Holz Wärmestrahlung nur unzureichend durchlässt? Andererseits wäre Holz ein guter Wärmespeicher. Ich habe eine eiskalte dicke Steinmauer, die bisher mit Holz verkleidet ist und blöderweise eine offene Hypokaustenheizung (Luftheizung), die nicht funktioniert. So schwebt mir vor, hinter die Holzverkleidung eine reflektierende Folie auf die Steinmauer und darauf wasserführende Rohre gemäß Temperierungsheizung zu montieren. Alternativ dazu überlege ich, ob Infrarotpannelle, die keinen baulichen Aufwand verursachen würden, eine gute Alternative wären. Ich habe 20 Jahre alte Kollektoren und Photovoltaik auf dem Dach, beides zu klein dimensioniert zum Heizen.
Sachargumtente wären willkommen für mich.



Heizen mit Strom...



... sollte immer zweite Wahl sein, wenn es vernünftige Alternativen gibt.

Den Aufbau mit der Holzwand habe ich nicht so ganz verstanden. Soll die zum Aufbringen der Folie und Verlegen der Rohre nur temporär entfernt werden? Oder soll die ganz weg?

Die Folie halte ich für ziemlich gefährlich, da sie wohl diffusionsdicht ist, in Verbindung mit einer kalten Wand eine heikle Kombination...

Mal über Innendämmung und Wandheizung nachgedacht? Fußleistenheizung?

Wie wird denn aktuell Wärme erzeugt?

Gruß,
sh



Wenn schon dann richtig



was haben Sie für eine Heizquelle? Öl, Gas, Pellets oder Scheitholz?

Was die Wandteperierung anbelangt ist die wassergeführte auf jedenfall zu empfehlen. Infrarot gut und recht, ist aber nur für Räume geeignet die sehr selten benutzt werden und nicht sehr gross sind.

Dass Holz ein guter Wärmespeicher ist steht ausser Frage, aber sie vergessen die Steinwand, diese eignet sich ebenfalls als Wärmespeicher.

Aber Schlussendlich kann nur eine vor Ort Beratung die für Sie notwendige Klarheit schaffen.

Grüsse Thomas



Klärungsversuch zur Holzwand und Heizquelle



Besten Dank für Ihre raschen Antworten!

Ein Versuch einer Klärung zur Holzverschalung: Es ist genau meine Frage, ob ich die Holztäfelung temporär zur Verlegung der Leitungen entfernen soll und anschließend wieder montieren kann oder ob eine Holzwand (innen) bei einer Temperierungsheizwand unsinnig ist.

Zur zweiten Frage: Meine derzeitige Heizquelle ist ein Festbrennstoffkessel (Allesbrenner der Fa. Kaschütz) mit Gasbrenneraufsatz. Mittels eines 2x2m langen Rauchgasrohres, das teilweise mit einem Kupferrohr umwickelt ist, wird sowohl Luft als auch Wasser erwärmt. Ich kann also prinzipiell mit festen Brennstoffen (Holz, Kohle, Koks,...) und mit Erdgas heizen. Normalerweise heize ich mit Holz, fallweise schalte ich den Gasbrenner ein. Ich überlege im Zuge der Heizungssanierung auch alternative Heizquellen.

Liebe Grüße, Elisabeth



Kaschütz, kalte Wand, usw.



Ist das noch einer aus der Joka H/HA Baureihe... der wäre ja dann mindestens 35 Jahre alt... es geht nix über Guss... Bittebittebitte ein Foto... s.hausleithner(ät)gmx.de...

Zurück zur Sache:
(IR-Strahler scheidet für mich aus, was leistungsmäßig in Frage käme, saugt im Betrieb das Konto leer)
Wie tief ist eigentlich die Luftschicht?

Einfach nur Ideen...
Problem 1: Die Holzwand
Möglichkeiten:
- Heizung vor die Holzwand setzen, erstmal egal ob Temperierung oder Heizleisten oder Wandheizung, Hohlraum mit Dämmschüttung (wenn möglich)...
- Holzwand weg, dezente Innendämmung vor den Stein, Heizung

Problem 2: Der Wärmeerzeuger wird wasserseitig nicht genug leisten.
Möglichkeiten:
- Rückbau des Luftwärmetauschers (die Luftheizung funktioniert eh' nicht - warum eigentlich nicht?) und Vergrößerung der Tauscherfläche wasserseits... könnte mit Wellrohr oder Cu-Rohr gehen... Pufferspeicher ist ja wegen Solar vorhanden (Größe?)... evtl. ließe sich das Ganze noch durch einen Heizeinsatz im Brennraum unterstützen... vielleicht gibt es da was Passendes...
- Austausch des Einsatzes durch etwas leistungsmäßig passendes --> wird aber ganz schön aufwendig...

Könnte noch spannend werden, ich mag sowas...

Gruß,
sh



wenn sie die Heizquelle eh ändern wollen,



warum noch die Frage hier????????
Sie erwarten, dass wir hier Ihnen ein genaue Gebrauchsanleitung für Ihre Heizung erstellen!!!!!

Ihr Heizungsbauer (sofern vorhanden) kann Ihnen mehr dazu sagen, was Sie brauchen oder nicht.....ich komme mich hier etwas auf den Arm genommen vor, wenn ich den Beitrag hier lese.
WAS wollen Sie wirklich ? wie schon gesagt....eine Vor Ort Beratung hat nur Sinn wenn Sie sich was sagen lassen und nicht irgendwelchen kauderwelsch vom i-net hier versuchen zu rechtfertigen....
wenn Sie wollen dass Ihnen geholfen wird, dann reden Sie Klartext und nicht in Hyroglüfen.

Grüsse Thomas



@ Th. Kehle



Falschen Keks gefrühstückt? Ich komm' klar...

;-)

sh



@ Sh



wenn Du klar kommst ist das ja i.O
es faszieniert mich wenn jemand mit spärlichen infos eine fundierte Beratung machen kann ich kann das nicht....lächel



@ Th. Kehle



Von einer Änderung der Wärmeerzeugung wurde nix geschrieben... es existiert ein Festbrennstoffkachelofen, der zusätzlich auch per Erdgas befeuert werden kann, weiter ein doppelter Abgas-Wärmetauscher älterer und einfacher Bauart für eine Luftheizung (die aber nicht, oder nur unzureichend, funktioniert) und zur Fütterung eines Pufferspeichers, der wahrsch. zusätzlich von einer kleinen thermischen Solaranlage bedient wird. Außerdem existiert noch eine kleine PV-Anlage...

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer IR-Heizung zur Erwärmung einer Wand sollte erledigt sein, das mit der Folie ebenfalls...

Bis jetzt gab es von mir nur Ideen und Gedanken, noch nicht mal Konzepte, von einer fundierten Beratung kann nicht die Rede sein, ich würde mich schämen...

An dieser Stelle warte ich auch auf Input, wie gesagt ist meine Kristallkugel in der Spülmaschine...

LG,
sh



@ Sh den Hellseher



ich bin fasziniert... Ihre Art und Weise sich auszudrücken...fazinierend....ich ziehe den Hut vor ihnen....





@Elisabeth

Bevor du etwas veränderst, solltest du wissen, warum deine jetzige Heizung nicht funktioniert.

Deiner rudimentären Beschreibung nach ist deine Heizungsanlage nicht gerade eine Standardkonstruktion, so dass dir hier kaum jemand richtig raten kann.

Falls alles an deiner Heizung 20 Jahre und älter ist, könnte man sich eine aufwändige Analyse aber vielleicht auch sparen und lässt sich ein komplett neues Heizungssystem konzipieren.

Wie darf man sich deine Hypokaustenheizung vorstellen. Laut Wikipedia sollten das warmluftdurchströmte Massivbauteile wie Wände oder Fußböden sein. Die wären dann aber eher nicht kalt und eine Holzverkleidung würde man dann eigenlich auch nicht davor bauen.



Hypokaustenheizung - offen oder geschlossen - und DANKE für die Antworten!



Bei Hypokaustenheizungen gibt es offene und geschlossene Systeme. Das geschlossene System funktioniert, wie oben (vgl. wikipedia) beschrieben. Ich habe leider ein offenes Hypokaustensystem. Da wird die warme Luft über Warmluftschächte in die Räume verteilt, strömt also in die Räume, kühlt sich dort ab und wird über einen Kaltluftschacht wieder rückgeführt in eine Klimakammer, in der die Luft wieder aufgeheizt wird, um anschließend wieder aufzusteigen und sich wieder in den Räumen zu verteilen.

Falls es verärgerten Leuten zu positiven Emotionen verhelfen sollte: Auslöser, in dieses Forum zu schreiben, war für mich Christoph Schwan (2005), DIE TEMPERIERUNG, EINE NEUARTIGE METHODE DER GEBÄUDEBEHEIZUNG ...

Warum soll es in der Baudisziplin anders sein als in andere Fachgebieten: Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen als beteiligte Personen.

Vielen Dank jedenfalls für die konstruktiven Beiträge, insbesondere die von sh!



Amüsanter



... Artikel pro Wandheizung...

http://www.termosfassade.info/Dokumente/Temperierung.pdf

bis auf die Gipswand und die Alufolie gehe ich größtenteils konform...

Was heißt das jetzt für Dich? Du tendierst ja zur reinen Strahlungsheizung... Die bestehende offene Zirkulation ist eine Luftheizung... und funktioniert ja nicht... warum eigentlich nicht?

Man könnte das so verändern, dass es funktioniert... man könnte das auch baulich mit einigem Aufwand zu einem geschlossenen System hinbiegen... das wäre dann eine Strahlungsheizung nach dem Hypokaustenprinzip...

Ansonsten bleibt nur die große Lösung, wenn sich kein HZ-Bauer mit Bastelleidenschaft findet...

Sähe dann ungefähr so aus:
WW-Wandheizung im (Lehm-)Putz auf dezenter Innendämmung, gefüttert durch einen neuen Kessel, der richtig Warmwasser macht, echt gut schaut der alte auch nicht mehr aus (Danke für die Fotos), schade... ob das dann wieder Holz/Vergaser/Feststoff/Gas ist, sei dahingestellt, hängt von den Bezugsmöglichkeiten des jeweiligen Brennstoffes ab...

Natürlich müsste das Verteilsystem neu geschaffen werden, gleichzeitig könnte die Luftverteilung rückgebaut werden...

Eine Investition in "Hausnummer" 20.000plus bliebe nicht aus...

Oder auch ein wasserführender Kaminofen/Pellets-Kessel mit Sichtaufstellung... müste man vor Ort mal betrachten... für "kleine" Häuser haben wir das als Alleinheizung schon hinbekommen...

Viel Glück & Gutes Gelingen,
sh





"offene Hypokaustenheizung" ist eine schöne Umschreibung für eine Heizung die Wohnräume mittels Warmluft aus einem zentralen Warmlufterzeuger erwärmen soll.

So eine Turboheizung hat unsere neu erbaute Kirche. Funktioniert für Sonntags zwei Stunden warm machen ganz gut aber kein vernünftiger Mensch wird so etwas in seiner Wohnung haben wollen.

@elisabeth
Ich denke, sie brauchen insgesamt ein neues Heizungskonzept. Darin kann dann auch die Temperierung ihrer kalten Wand berücksichtigt werden.
Alufolie ist immer auch eine Dampfsperre und hat deshalb m.E. auf massiven Altbauinnenwänden nichts zu suchen.