Heizung, Strom, heizen

24.10.2017



Hallo ihr alle

Wir planen ein Holzständerbau (Sorry is "modernes" Fachwerk;-)
Aber wollen das ganze mit Lehmputz innen verkleiden. Wir streben mindestens niedrigenergie Standart an und sind auf der suche nach einer sinnvollen Lösung zu heizen wenn unser Grundofen nicht befeuert wird.
Der Ofen ist schon geplant und wir haben in unserem alten Haus auch schon einen stehen (selbst berechnet und gemauert ist das nicht so teuer;-)

Da wir die Strahlungswärme als einzig sinnvolle Heizung ansehen sind wir auf der suche nach einer Möglichkeit das Prinzip auch in der Zentralheizung umzusetzen.

Aktuell haben wir in unserem Altbau von 1900 rum zusätzlich Elektro Infrarot Heizungen da das deutlich günstiger war als komplett die Leitungen und alles neu zu legen
(6000€ statt 30000€ da kann ich lange für mit Strom heizen)
Die kosten uns monatlich auch nicht mehr als die Ölheizung die vorher da war.
Allerdings sind die natürlich direkt Heizung.

Ich dachte da an eine Möglichkeit PV Strom dann wenn er vom Dach kommt mit einer sinnvollen Regelung in elektoheizmatten oä. zu leiten die in einer Lehm speicherwand liegen, somit die Innenwände massiv aus zB. Grünlingen zu errichten die dann gleichzeitig als Heizung dienen.
Ähnlich wie eine fußbodenspeicher Heizung die es wohl gibt.
Mir ist klar das wenn die Sonne nicht scheint es nicht so viel Strom gibt aber den müssten wir dann halt zeitweise dazu kaufen oder dann halt Holz heizen.
Die Lösung müsste wenn machbar von der Investition her im gleichen preis segment liegen wie eine konventionelle zentral Heizung. Allerdings hätten wir langfristig deutlich weniger kosten da die Sonne für umme scheint und wären auch einigermaßen autark.

Hat jemand von euch so was oä. schon mal gesehen oder gar umgesetzt?

Ich erhoffte mir von der Lösung möglichst viel Eigenverbrauch der eh angedachten PV Anlage, so das ein system alles abdeckt und ich nicht noch mit zig anderem technikkram wie teurer 2Wärmepumpe rechnen muss nur damit in dann auch wieder Strom kaufen muss um die zu betreiben (alles ausser Luft/Wasser WP fällt raus weil nicht erlaubt und die sind jetzt nicht so viel besser wenn ich eh selbst Strom einsetzen kann)

Sorry für den langen Text würde mich freuen ideene zu dem Thema zu sammeln :-)
LG Elena



Holzbau als Neubau



Wenn ihr ohnehin neu baut würde ich doch zumindest dämmtechnisch Passivhausniveau anstreben, was im Holzbau ziemlich problemlos machbar ist.

Solare Planungsgrundsätze wie Fensterausrichtung möglichst Süd, West, Ost etc. hilft sehr zur Heizkostenminimierung.

Photovoltaik bringt leider dann die niedrigsten Erträge wenn bei Stromheizung am meisten benötigt werden.

Strahlungsheizung ist auch bei Wand- und Bodenheizung, Grundofen oä. möglich.

Bei sehr geringem Heizwärmebedarf wie in einem Passivhaus kann der Grundofen schon völlig ausreichend sein- evt mit einem Warmwasserregister für Heizung und Warmwasser kombiniert.

Die Möglichkeiten hängen natürlich von den Gesamtflächen und Grundrissen ab.
Erdwärme in Form von Grabenkollektor kann uU auch sehr wirtschaftlich sein, wenn ein entsprechendes Grundstück vorhanden ist.

Andreas Teich



PV



Die Frage ist: Reicht die Leistung der PV auch an trüben Wintertagen aus, um die E-heizung zu speisen oder müssen Sie da soviel Strom dazukaufen, dass sich die Investition in die PV nicht rechnet und die Gewinne im Sommer dies nicht wettmachen? Wieviel kostet Sie die erzeugte kWh Solarstrom?



Heizungssystem



Bei einem modernen Holzständerbau mit niedriger thermischer Trägheit meine Empfehlung:
Wandhängende Brennwerttherme, gasgefeuert, Schichtladespeicher, 2 bis 4 Sonnenkollektoren aufs Dach.
Kamin (kein Grundofen) als Störreserve und Spitzenlastergänzung.
Wärmeübertragung über Fußbodenheizung.