Wer hat praktische Erfahrung mit Elektroheizung im Fachwerkhaus?

29.09.2004


Hallo!
Hat jemand praktische Erfahrung mit Elektroheizung im Fachwerkhaus ( also selbst eine Elektroheizung in Betrieb)?

Mich interessieren vor allem die Ansichten eines Elektroheizungbesitzers - Nachtspeicher, Elektroflächenspeicher und Naturstein)zu den Heizkosten, Anschaffungskosten und die Zufriedenheit mit der Heizung ( Wenn man noch einmal die Wahl hätte- würde man sich wieder für die Elektroheizung entscheiden?) Die Ansichten zum Thema Ökologie einer E-Heizung sind mir bekannt, praktische Erfahrungen interessieren mich "brennend". Wenn jemand Erfahrungen mit EVO-Heizkörpern hat- bitte mir mitteilen, ich bin für jede erfahrung dankbar.

Schon mal schönen Dank für Eure Antworten im voraus.

Alexander Barth





Meine Nachbarn haben noch ne alte Elektroheizung und ich habe mal ne Fußboden-Elektroheizung in ner Mietwohnung gehabt. Meine Nachbarn (die Juniors) bauen grade neu und "natürlich" ohne Elektroheizung.

Gründe:
1. zu teuer
2. zu teuer
3. zu groß
4. Elektrosmog
5. lohnt sich nur, wenn man selber Strom herstellt, z. B. Fotovoltaik

Grüße Annette



eine Frage der Verteilung



Bekannte von mir haben Elektroheizkörper und sind zufrieden. Letztendlich ist es aber egal (abgesehen von Kosten und Umweltschutz), womit man heizt. Wichtig ist, wie man die Wärme verteilt. Und da gibt es auch bei Elektroheizung alle Schattierungen zwischen reiner Strahlung (z.B. Fussbodenheizung) und reiner Konvektion (z.B. Nachtspeicherofen). Beim Nachtspeicherofen kommt dazu, dass man am Tag vorher wissen muss, wieviel Wärme am nächsten Tag benötigt wird. Ansonsten hat man evt. nachmittags 17 Uhr keine Wärme mehr und muss frieren oder mit teurem Tagstrom heizen.

Viele Grüße
Stephan Schöne



Fußbodenheizung



Die Fußbodenheizung würde ich nicht zu den Strahlungsheizungen zählen. Durch die Lage der Heizflächen (Fußboden) kommt es zu einer Schichtung im Raum. Warme Luft unten und kalte oben. Da das aus physikalischen Gründen nicht möglich ist (Kalte Luft ist schwerer), kommt es zu einem schnellen Austausch der Luftschichten an einer beliebigen Stelle im Raum mit hohen Luftgeschwindigkeiten. Dies würde ich unter Konvektion einordnen. Darüber hinaus führen die hohen Luftgeschwindigkeiten noch zu einer starken Staubentwicklung. Nichts für Allergiker und alle anderen.



Betrachtung



Auch sollte man sich über die Cocktail-Wirkung der verschiedensten Strahlungsfelder im Baukörper auch einmal Gedanken machen (Elt-Kreisläufe, Telekommunikationsysteme, Pc-Installationen) Sendemasten in der Umgebung und Handy's und dann noch zusätzlich die Beheizung der Gebäudesubstanz mit Elektroenergie.

Einfach nur mal zum Nachdenken gedacht und zur eigenen Entscheidung!

Grüße aus der Lausitz.



Klar,



Udo Mühle, dazu hätte ich natürlich auch etwas schreiben sollen.
das schlimmsten von allen, das DECT Telefon hast du noch vergessen.



Alt Neu



Bitte unterscheiden Sie alte, "stromfressende" Elektroheizungen von neuen, mit moderner Regeltechnik ausgestatteten, verbrauchsarmen Elekrtroheizungen.
Auch in diesen Segment hat es in den letzten Jahren enorme Fortschritte gegeben (bzw. durch die neue EnEv geben müssen).
Somit ist man heute bereits in der Lage, einen Neubau! mit 120 m² mit ca. 500 € p.a. inkl.WW zu beheizen (Sondertarif des Energieversorgers vorrausgesetzt).
Zu Elektrosmog:
WAS IST ELEKTROSMOG???
Smog bedeutet eine Form von dichten, verschmutzten Nebel,
dies existiert nicht!!!
Es gibt sehr wohl elektromagnetische Felder bei den Betrieb einer E-Heizung, diese sind allerdings pro Heizperiode geringer als ein Abend vor den Fernseher (dies erging aus einer unabhängigen Messung eines Einfamilienhauses mit Marmorheizung über eine Heizperiode hinweg)



Elektrosmog!



Ich glaube, dass die Aussage, dass es keinen Elektrosmog gibt keinem Elektrosmoggeschädigten wirklich weiter hilft.
Die Problematik ist vorhanden und unbestreitbar.
Wenn nun die von Ihnen vertretenen Heizgeräte diese Problematik im Griff haben kann ich Ihnen nur gratulieren, dann interessiert mich aber nicht eine Aussage wie:"ein Monat Fernsehen ist schlimmer" sondern dann interessieren mich Gutachten von Messtechnikern, die nach dem aktuellen "Standard der baubiologischen Messtechnik" arbeiten und die in realen Situationen und nicht in einem Labor, Langzeituntersuchungen durchgeführt haben. Vielleicht veröffentlichen Sie einmal solche Gutachten auf Ihrer Internetseite. Ich würde mich freuen. Wenn sie auf der Suche nach geeigneten Messtechnikern sind, kann ich Ihnen gerne weiter helfen.

Solange ich keine derartigen Untersuchungen kenne kann ich allen Bauleuten nur raten sich keine potentiellen Probleme ins Haus zu holen. Die Gesundheit ist ein zu hohes Gut für Experimente, egal ob das ganze Elektrosmog oder elektromagnetische Felder genannt wird.

Die ökologische Problematik der Nutzung von elektrischem Strom zur Beheizung von Gebäuden und Brauchwasser bleibt natürlich bestehen. Der Strom-Mix wird nach den Berechnungen der Enegieeinsparverordnung nicht umsonst mit einem Primärenergiefaktor von 3,0 belegt (Gas 1,1, Pellets 0,2).



Wir würden´s wieder tun!



Hallo, wir haben vor ca. 10 Jahren eine Nachtspeicherheizung in unseren Fachwerkhaus installiert.
Vorher wurde das Haus über eine zentrale Ölheizung, danach wieder über Holzöfen und in einem Anbau (ehemaliger Stall?) garnicht beheizt.
Wir haben uns aus folgenden Gründen für eine Nachtspeicherheizung entschieden:
1) Angebot über Einbau einer Ölheizung: astronomische hoch!
2) Wohin mit dem Brenner, dem Öltank, etc? Unser Haus ist nur teilunterkellert, den einzigen Keller wollten wir dafür nicht nutzen.Hof aufbuddeln um den Öltank zu versenken das wollten wir auch nicht!
3)Gasheizung? Drüber nachgedacht, beim Energieversorger nachgefragt, ob in unser Kaff vielleicht Erdgas kommt- das Gelächter hab ich heut noch im Ohr.
Gastank im Garten oder Hof? Wollten wir nicht.
Man muß echt unterscheiden zwischen den "alten" Nachtspeicherheizungen, die nur ganz oder garnicht gingen und den neueren, die man sehr gut einregeln kann.
Ich muß allerdings dazu sagen, dass wir im Untergeschoß noch zusätzlich mit 2 Holzöfen heizen, die uns über die Übergangszeit bringen.
Über Elektrosmog haben wir uns damals keinen Kopp gemacht und tun´s auch heute nicht....



Elektrosmog



Den letzten Satz halte ich für einen großen Fehler.
Die Holzöfen finde ich gut. Vielleicht könnte man hier einmal über einen handbeschickten Pelletsofen nachdenken, der gleichzeitig Heizflächen in den anderen Räumen versorgt und hier die Elektroheizung überflüssig macht. Wenn man dann noch weiter spinn, ist man schnell bei einer Brauchwassererwärmung über Solar und Pellets.



Holzöfen



Richtig, die Öfen heizen mehrere Räume, und wir haben auch Elektroheizungen, die wir gar nicht mehr nutzen seit wir mehr mit Holz heizen. Das war die Jahre davor halt nicht so möglich, weil wir beide ganztägig arbeiten waren.



Elektrosmog verhindern und ganz günstig heizen



Inzwischen gibt es Elektroheizkörper mit Schamottstein als Wärmestrahler. Typ: Teilspeicherheizung. Da Schamott sehr lange warm bleibt, braucht der Heizkörper nur ab und zu und kurz Zeit Strom. (Richtwert: bei -6°C Außentemperatur und 21°C Heiztemperatur muss ca. 5 Std. von 24 Std. Strom verbraucht werden). Jahreskosten inzwischen ähnlich wie Ölheizung.

Zum E-Smog - er lässt sich vollständig verhindern, indem man einen Gleichrichter zwischenschaltet und mit Gleichstrom heizt. Man kann auch/oder einen Netzfreischalter im Sicherungskasten einbauen, der den Stromkreis immer vollständig unterbricht, wenn kein Strom entnommen wird.





wir sanieren gerade ein landwirtschaftliches anwesen:

ist-zustand:
nachtspeicherheizung
saneirungsoptionen:
brennwertkessel mit flüssiggas
hackschnitzelheizung
wasser-wasser-wärmepumpe

benötigte heizleistung aktuell:
27 kW,
wärmebedarf aktuell:
120.000 kWh/a

vollkostenpreis wärmeenergie:

ist-zustand: nachtspeicherheizung: 17,6 cent/kWh
erneuerung mit: wärmepumpe: 15,5 cent/kWh
erneuerung mit: brennwert: 7,9 cent/kWh
erneuerung mit: hackschnitzel: 5,9 cent/kWh

bei vollkosten berücksichtigt:
Zinsen für baukosten (laufzeit Kredit 10 jahre)
brennstoffkosten
wartung
reparatur
schornsteinfeger
miete für mehraufwand raum
versicherung
verwaltungsaufwand
tilgung für baukosten (laufzeit kredit 10 jahre)

deshalb werden jetzt die nachtspeicheröfen rausgerissen
und eine hackschnitzelanlage installiert

grüsse aus münster



Wärmepumpen bringen keine Kostenersparnis in Altbauten



"Rheinbreitbach - Für Altbaubesitzer ist die Installation einer Wärmepumpe keine geeignete Maßnahme, um die Heizkosten zu senken. Darauf weist die vom Bund der Energieverbraucher herausgegebene Zeitschrift «Energiedepesche» hin.

Die Betriebskosten für das Heizsystem bewegen sich zwar in einer ähnlichen Größenordnung wie jene für Öl-, Gas-Brennwert- und Pellet-Heizungen. Jedoch sind die höheren Investitionskosten nicht mehr wettzumachen. Lediglich in optimal geplanten Neubauten ließen sich Kostenersparnisse erzielen.

Das kostengünstigste Heizsystem für ein ungedämmtes Haus ist den Angaben zufolge der Ölheizkessel. Er schneide sogar spürbar günstiger ab als die Gas-Brennwertheizung. Die kostengünstigste Lösung für ein gedämmtes Haus unter Einbeziehung der Investitionskosten ist laut «Energiedepesche» eine Pelletheizung, die kleine Presslinge aus Hobelspänen und Sägemehl verbrennt. Die Strom-Direktheizung sei sowohl für Altbauten als auch für Neubauten mit Abstand das unwirtschaftlichste Heizsystem."

aus Energiedepesche 2/2005



Auf das RICHTIGE System kommt es an!!!



Die Aussagen über die Wärmepumpe kann ich aus Erfahrung nur bestätigen.
Leider ist vorbezeichnete "Energiedepesche" auch der Propaganda gegen moderne Stromheizungen nicht abgeneigt, da die Damen und Herren aus Rheinbreitbach immer noch nicht mitbekommen haben, dass es mittlerweile energiesparende Elektroheizungen gibt, welche nicht nur die neue EnEV komplett erfüllen, sondern auch noch deren Einbau gefördert wird.
Leider schafft es die Öl- und Gaslobby mit Ihren Einfluss immer noch dies klein zu halten!!!
Aber da sind wir in Bayern zum Glück wieder einen Schritt vorraus :-)





Die idealste Heizung dürfte die Sockelleistenheizung in Verbindung mit Lehmputz sein. Wassermenge im Kreislauf ca. 40 Liter - Temperatur ca. 45 Grad.

Frage: Mit WELCHER Energie hält man das Wasser am besten auf Temperatur?

Gibt es auch dafür ein ausgefeiltes, energiesparendes Elektrosystem? Oder ist Biogas eher anzuraten?



Im Barockschloß Veitshöchheim haben wir durch ein Mischsystem



- EG: offene + eingeputzte Warmwasserrohre + -strahlplatten (Flachheizkörper)
- OG: Heizkabel + mobile Marmorplattenstrahler

einen Wärmeverbrauch ca. 60% unter Wärmebedarf nach DIN erreicht.

Details: www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm



E-- Plattenheizung in Reihenhaus



Hi!
Ich habe Plattenspeicherheizungen von E...
Habe dazu noch im EG einen Kachelofen und Herd in der Küche.
Im OG gibt es noch einen Dauerbrandofen.
Bei reiner E-Heizung brauche ich etwa 7000-8000 KwH Strom im Jahr (+ dem was man so schon braucht). Ist also nicht viel teurer als Gas oder Öl, und wenn Man die Öfen noch Heizt (nur am WE) braucht man die E-Heizung fast gar nicht.