Sandsteinhaus, Kaufen oder doch lieber Finger weg?




Hallo,
auf der Suche nach einem Eigenheim sind wir auf ein ehemaliges altes Bauernhaus gestoßen. Es befindet sich im Raum Nürnberger Land und ist wohl so 18.Jh rum. genau weiß ich es nicht, werden uns das Haus nächste Woche ein 2.mal anschauen, da es einen charmanten Eindruck hinterlassen hat. Hier mal einige techn. Daten.

+ ca 185qm Wohnfläche auf 2 Etagen
+ Dachgeschoss nicht ausgebaut
+ kein Keller
+ Stromheizung
+ Dach 2007 neu gedeckt
+ Fenster mit Isoglas 2008 neu eingebaut
+ Fassade gestrichen
+ innen Sanierungsbedürftig (Bad, Heizung, Fussboden)
+ nicht Denkmalgeschützt

nun zu meinen Fragen.
1. Werden die Heizkosten mit einer neuen Gasthermenheizung im Rahmen bleiben? Dieser wäre bei ca 200 Euro Monatlich. Die Heizungsanlage wäre ganz traditionell mit Heizkörper und Rohre überputz. Geheizt werden soll vorerst nur die 1. Etage, die 2. wird vorerst nicht genutzt.
2. Kommt man mit ca 35.000 Euro für eine Sanierung im EG aus? Ich denke da an die Heizung, 1 Bad, alle Böden ebnen und ggf Estrich füllen, Wännde verputzen, eventuell Dachdämmung.
Ich kann nicht viel selbst machen, zudem sollte man alles in ca 3 Monaten bewältigen können.

Ich weiß das es schwierig ist solche Fragen ohne genaueres Wissen des Objektes zu beantworten. Vielleicht gibts ja den ein oder anderen Erfahrenen der sagen kann ob ich mit so einem Haus Glücklich werden kann oder nicht. Ich möchte keine super teuren Nebenkosten, oder sehr hohe Renovierungskosten, sondern einfach mit wenigen Investitionen gut Leben können. Ich brauche nur ein bisschen Hilfe in meiner Entscheidung. Noch weiß nich viel zu wenig über alte Sandsteinhäuser...



Erst das Eine, dann das Andere



Hallo

1. wenn das andere Hausteil kalt bleibt ??? fraglich auch wegen der Konvektionsheizung

2.a - Kosten - Nein!*
2.b - Zeit - Nein!*

Diese Zauberbauereien gibt es nur im DailySoupTV!
"Wir sind mal kurz nich da - schwubs fertig!"

In diesen zusammengeschossenen Kisten voll Feuchte und zweifelhaften Konstruktionen und Baustoffen - Leben????

Gut Ding will Weile haben!

FK

*ausser man liebts spartanisch!





"Ich kann nicht viel selbst machen, zudem sollte man alles in ca 3 Monaten bewältigen können"

Das geht nur zusammen, wenn man einen dicken, sehr dicken Geldbeutel hat.
Wie FK schreibt, was die dicke Tine an einem Nachmittag mit ein paar Helfern und einem Akkuschrauber so hinkriegt, funktioniert in Wirklichkeit etwas anders.
Altbauten brauchen sowieso viel Zeit, einmal um die Substanz vor dem Kauf bewerten zu können, dann um die Konstruktion wirklich zu verstehen, dann um herauszufinden, was man mit dem Haus wirklich will, dann noch um sanft zu renovieren. Ansonsten wäre es schade um das Geld und wohl auch um das Haus.
Wer ausser Sie selbst kann wissen, ob Sie sich in einem solchen Haus wohlfühlen könnten?



3 Monate



sind mehr als knapp;-)).
Wenn eine gute Planung erfolgt ist und ordentliche Handwerker beauftragt wurden, lässt sich in 3 Monaten Bauzeit die Sanierung soweit bringen, dass das EG erstmal bezogen werden kann. Viel mehr auch nicht. Wie gesagt, die Planung muss abgeschlossen sein und die Bauarbeiten erfordern qualifizierte Koodination und Überwachung.
MfG
dasMaurer



Ihr habt recht



Ja ich gebe euch recht, eine Sanierung sollte ordentlich geplant sein. Ich werde diesbezüglich mal ein paar Leute vor Ort befragen.
Die generelle Frage für mich ist ob es den Aufwand überhaupt wert ist. Schließlich möchte ich nach der Sanierung nicht ewig viel Geld für Heizkosten ect. ausgeben. Wie gesagt, EG sollte bewohnbar sein und im OG kann ich mir viel Zeit lassen. Komme ich mit ca 35.000 nicht hin werde ich das Projekt beiseite legen und was anderes suchen...

Für weitere denkanstöße bin ich jederzeit dankbar...



Zu



einer vernünftigen Planung gehört natürlich eine Kostenschätzung. Und was die Heizung betrifft, da gibt es eine Viehlzahl von technischen Möglichkeiten. Wobei der "standardmässige" Brennwertkessel mit Konvektionsheizkörpern nicht das ideale für Altbauten mit massiven Wänden ist.
MfG
dasMaurer



Moin Falco,



mal geraten: unten 100qm, oben 85qm, macht das 350€/qm für den ersten Bauabschnitt, wo aber gerade die teuren Sachen anstehen (Heizung/Bad).....sehe ich auch schwarz ohne nennenswerte Eigenleistungen.
Faustregel sagt 500- 1000€ / qm Ausbaukosten und auch die wollen sinnvoll ausgegeben sein, um was schönes dafür zu bekommen.

Wie hoch war denn die bisherige Stromrechnung?

Gruss, Boris



"Komme ich mit ca 35.000 nicht hin werde ich das Projekt beiseite legen und was anderes suchen..."



...nach meiner Einschätzung hast du die Antwort auf die Frage ja schon selbst gefunden.

Wenigstens bei Heizung und Dachdämmung wären Fachunternehmen angesagt. Ohne das Objekt zu kennen, behaupte ich mal, dass die 35 Kilo-Euro (bei fehlender Eigenleistung) zu einem Großteil für diese beiden "Bauabschnitte" draufgehen.
3 Monate sind äußerst knapp, bis unrealistisch. Na, und dann ja noch die Fußböden, das Bad, Wände verputzen.

Wird bei dem Budget und dem Zeithorizont nicht hinhauen.

Grüße
Martin



Hmm,



ok, ihr habt recht. Meine neue Überlegung wäre nun:
Heizung sollte schaffbar sein, dann könnten wir einziehen und uns erst mal im OG breit machen. Nun hätte ich genug Zeit in viel Eigenleistung (so weit es mir möglich ist) zu renovieren. Zuerst Wohnzimmer, dann bad, dann die anderen Räume. Fraglich ist immer noch ob ich mir da nicht was kaufe was ich mein restliches Leben lang bereuen werde...



Moin Falco,



die Frage mit dem bereuen lässt sich erst beantworten, wenn Alternativen denkbar sind:

Ein anderes Haus in besserem Zustand (braucht ihr soviel qm?)

Kein Eigentum erwerben.

Warten bis man mehr bezahlen kann = Baustress verkleinern.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass ich weniger geschaftt hab, seit ich drin wohne und auch das in den bisherigen 2 Jahren Ausbau nachgelassen hat.

Das schlimmste sind die Momente wo du denkst: "Ich will nach Hause......"

;-), Boris



Hauskauf



Ich habe noch eine Alternative:

Zuerst auf das Studium konzenztrieren,
anständigen Abschluß machen,
guten Job suchen.

Sollte das nicht erst mal reichen?
Wenn es um die Erlangung praktischer Kenntnisse geht:
Man kann auch mal in einem Baubetrieb aushelfen, das gibt neben Praxiskenntnissen noch ein bisschen Geld.
Wir hatten als Studenten an den Wochenenden bei Meldekorn Cottbus gebaut, haben zwei EFH im Rohbau auf der LPG hochgezogen und und und.

Viele Grüße



Ähhm,



steht hier irgendwo das ich studiere? Naja ich denke ich hab genug gelesen. Danke an alle sinnvollen Antworten, denke das Thema kann beendet werden. Wir werden uns von einem örtlichen Sanierer beraten lassen, dann schaue ich weiter...

MfG



Hauskauf



Dann habe ich mich im Beitrag geirrt, Verzeihung.

Viele Grüße



Ich will Ihnen



das nicht ausreden.

Jedes alte Haus hat eine bessere Qualität als die Modernhütten mit Schimmelgarantie!

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor und machen Sie's langsam und richtig.

Überlegen sie sich die Schritte gut und nachhaltig!

Planung!

FK





Eigentlich sollte man die Heizung in der warmen Jahreszeit ersetzen, nicht dann, wenn man sie braucht. Es ist jetzt Anfang November!