Hilfe, wie kriegen wir das Haus bloß warm?

10.10.2007


Hallo,

wir brauchen dringend eure Hilfe, denn so recht wissen wir nicht weiter.
Also, wir haben ein altes Dorfhaus erworben. Baujahr ca. 1920/1930. Wohnfläche ca. 120 m², verteilt auf Erdgeschoss mit Küche, Wohn-Esszimmer und kleinem Klo, 1. Obergeschoss mit 3 Schlafzimmern und Bad sowie Dachgeschoß mit 2 Gästezimmern und Lagerraum. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Problem: Die Heizung!
Das Haus hat keine Zentralheizung. Im Erdgeschoss ist ein großer Kachelofen eingebaut. Dieser ist ca. 10 Jahre alt, tiptop in Ordnung. Außerdem steht im Erdgeschoss-Flur ein 7,5 kw Nachtspeicher-Monster, Aufladezeit laut Typenschild 8 Stunden. Zusätzlich liegt im Wohn-Essbereich Elektro-Fußbodenheizung. im 1. OG ist eines der Zimmer sowie das Bad elektrisch beheizt ( Decken- und Fußbodenheizung). ALLE anderen Zimmer auch im Dachgeschoss, sind ohne Heizung.
Also, laut Vorbesitzer heizt der Kachelofen das Untergeschoss komfortabel auf, der Rest wird "überschlagen" warm, sodaß man nicht zuheizen müsse, wenn der Kachelofen läuft. Das glaube ich persönlich nicht. Die Elektroheizungen fressen mich kostenmäßig auf, da Fußbodenheizungen ja Direktheizungen ohne jeden Speicher sind, also 24 Stunden Wärmebedarf = 24 Stunden heizen mit Strom. Der Speicherofen ist ein ungetüm, außerdem nützt er mir unten im Flur, wo ja schon alles beheizt ist, gar nichts.
Das Haus verfügt über einen 2. Kamin, an den ich nach Absprache mit dem Schornsteinfeger einen 2. Kamin anschließen könnte. Diesen müsste ich dann im 1. OG in eines der 3 Schlafzimmer stellen. Heizt er dann die anderen so mit auf, daß ich nachts im Schlafzimmer nicht frieren muß?
Ansonsten verfügt das Haus über neue Elektroinstallationen und Isolierfenster, die Außenwände sind 40 cm dick, Außen- und Dachisolierung ist nicht vorhanden.
Das Haus verfügt über eine getrennte Zählung für den Heizstrom mit vergünstigtem Tarif ( HT 12,3/NT 10 ct) sowie einen normalen Brauchstromzähler. Für den vergünstigten Heiztarif sind nur festinstallierte Heizgeräte zugelassen, also keine fahrbaren Radiatoren o.ä.

Die momentane Situation ist also eher weniger zufriedenstellend. Gas liegt nicht im Dorf. Öl ist nicht möglich, da das Haus nahe dem Main liegt, und die Möglichkeit besteht, daß Wasser in den (Naturboden-) Keller eindringt ( an sich ist der Keller aber trocken, vom Klime her ähnlich einem Gewölbekeller ). Für eine neue Zentralheizungsanlage mit Pellets oder Wärmepumpe veranschlage ich Kosten von etwa 30000 Euro, ist momentan nicht drin.

Was können wir machen? Wer hat eine ähnliche Situation und kann Hilfestellungen geben? Reicht ein zweiter Kamin im 1. OG? Lagerfläche für Holz oder andere Brennstoffe ist übrigens genügend vorhanden, es gehört eine Tip-Top Fachwerkscheune aus den 50er Jahren mit zum Haus. Das Haus selbst ist aber vermutlich kein Fachwerk. Oder sollen wir die unbeheizten Räume elektrisch beheizen mit Teilspeicher-Heizungen?

Ach, Hilfe!

Danke, Anne



momentan


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Hallo
also momentan würde ich auf möglichst schwere Einzelöfen setzen und langfristig mir überlegen, ob es sinnvoll und möglich ist eine Gastherme zu installieren und einen externen Gastank auf dem Grundstück zu installieren!
Evtl in der Küche einen Kochherd und einen zweiten Grundofen (Kachelofen ist immer sone Sache: das ist so ein Schlagwort: positiv besetzt - ob er allerdings auch das bringt, ws er sollte ist oft fraglich! Die meisten sind doch nur Warmluftöfen die warme Luft produzieren!
Mit Holz heizen ist sinnvoll und etwas mühsam aber man kann sich das Fitnesstudio und den Sportverein einsparen!
Das Holz gut trocken halten!
Vor Pellets würde ich abraten aus verschiedenen Gründen!
Lieber Feststoffkessel - hat aber auch seine Nachteile!

Grüsse aus Nömmberch

FK



Richtig,



die Flüssiggasvariante wäre sicher auch kurzfristig realisierbar, von noch mehr elektischer Heizung ist abzuraten.

Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, mehere Räume des OG mit einen Ofen zu heizen: Feuerung vom Flur, Abstrahlende Flächen des Grundofens in 2 Zimmer und Flur. Specksteinöfen speichern sehr gut, wiegen aber auch entsprechend. Die Statik muß jedenfalls abgeklärt werden.

Grüße

Thomas



Danke schonmal für die Hilfe



Hallo,

vielen Dank schonmal für die Hilfen!
Eine Flüssiggasheizung ist wohl nicht realisierbar, denn das Grundstück wird durch eine Straße geteilt, daß heißt, ich müsste auf die eine Seite den Tank stellen, und dann unter der Straße durch zum Haus Leitungen legen. Ich glaube nicht, daß das geht.
Eine Feuerung vom Flur aus hatten wir eigentlich vor, bekommen wir aber nicht genehmigt, weil das Rohr des Ofens dann zum Kamin hin hinter dem Sicherungskasten durch die Wand müsste, das genehmigt der Schornsteinfeger nicht und es ist wohl auch zu riskant.
Wer kann mir wegen der Statik des Gebäudes weiterhelfen udn mir sagen, ob und wie schwer der Ofen im 1. OG sein darf? Was kostet so eine Einschätzung?

Danke und Gruß,

Anen Schatka



Als erstes würde



ich versuchen, das Dach so gut wie möglich zu dämmen. Dann stellt sich eine erstaunlich andere Wärmeverteilung im ganzen Haus dar.
Schöne Grüße. Jürgen Maier



Strahlungsheizung



Hallo
Wenn man warme Luft herstellt muss man natürlich versuchen die Luft, wenn sie warm ist im Haus festzuhalten.
Und schwubs ist sei weg wenn man die Fenster und Türen aufmacht.
Eine Strahlungsquelle und die übertragende Strahlungsenergie arbeitet auch im luftleeren Raum - man schaut sich die Sonne an!
Schwere Raumöfen oder gut konzipierte neue Öfen wie der von sancal.de machen mehr Strahlung und weniger warme Luft.

Zu dem Tank auf dem anderen Grundstück!
Entweder als Unterflurtank im eigenen Grundstück placieren oder einfach die Versorgung unter der strasse durch legen - das müsste auch ohne Strassenarbeiten gehen - mittlerweile gibt es Kanalbaufirmen, die solche dünnen Rohre unten durch schieben.
Ich würde mich da mal erkundigen! Ein Leerrohr mit ca DN50 Verlegen und dann das Gasrohr durchschieben.

Wenn das nicht geht - wie gesagt: schwere Öfen oder sancal-ofen

FK



erst mal überschlagen...



30.000 Eur für ein Heizungssystem erscheint mir für 120qm doch etwas hoch gegriffen zu sein - aber vielleicht wollen Sie auch auch keine 15.000 Eur. ausgeben... . Ich würde mir mal die Stromrechnungen der letzten Jahre geben lassen. Dann kann man abschätzen, was auf einen zukommt, und in Ruhe mögliche Alternativen durchrechnen und planen. Das mit dem "überschlagen" im 1. OG kann durchaus sein, die Geschossdecke bildet bei gut beheiztem Untergeschoss bei Massivdecken eine recht wirksame "Fußbodenheizung", für ein Schlafzimmer kann das genügen, für ein Bad mit ziemlicher Sicherheit nicht.

@FK: Frage - wie warm ist die Luft in einem Raum mit Zimmertemperatur bei ihrer "Strahlungsheizung"? - Wetten, dass die wärmer ist als die Wände?



@ Markus Göb



Wette verloren

@FK: Frage - wie warm ist die Luft in einem Raum mit Zimmertemperatur bei ihrer "Strahlungsheizung"? - Wetten, dass die wärmer ist als die Wände?

im Weltall erfrieren Sie und im Winter wenn die Sonne schön scheint können Sie ach be 8 °C windgeschützt draussen sitzen, vor dem Haus ein Weissbier trinken!

Strahlung ist nicht abhängig von der Raumluft - die kann auch 12 °C haben und die Fenster können offen sein!

Freilich wirds "warm" aber die Temperatur kann auch "kalt" sein - wichtig ist dass die Strahlung klappt!

FK



In solch einer Situation



sollte man auch den Einsatz von Infrarot-Strahlungsheizungen in einzelnen Räumen überlegen. Auch da braucht es wie immer jedoch fachliche Begleitung.
Die Dachdämmung halte ich in jedem Fall für das wichtigste.
Schöne Grüße nochmal. Jürgen Maier



Weißbier im Winter...



...übertragen auf die Hütte würde dann heißen: so wenig "Infrarotschatten" erzeugen wie möglich. Alle Möbel raus! Nicht daß eine "Wolke" bzw. eine Einrichtungsgegenstand für Bewölkung sorgt. Und immer hinter die dem Strahler abgewandte Seite ein gebogenes Alublech für den warmen Hintern.

Gruß Patrick.



Deshalb



der Hinweis einer fachlichen Begleitung. Bei der beschriebenen Situation kann es eine Hilfe sein, dabei bleibe ich. Auch bei geschwätzigen Antworten.
Natürlich wäre eine Wandheizung in Verbindung mit einer Holz/Solar-Energieerzeugung das beste. Aber es scheint mir in diesem Fall nicht sehr realistisch. Schöne Grüße. Jürgen Maier



mische mich auch mal ein...



mit Blick auf die Kosten
Ideen, die vielleicht die Fachleute weiter entwickeln, bzw. verwerfen:
Pelletofen in den Keller, die warme Luft nach oben ins Obergeschoss führen.Wie?
Warmwasser bleibt über die Durchlauferhitzer.
Im Dachgeschoss einen kleinen Kaminofen aufstellen und neuen Abzug neben den Schornstein nach draußen führen.

Später: Pelletofen mit Förderschnecke versehen, Heizleistung erweitern und Erdgeschoss und Dachgeschoss anschließen. Warmwasser?

Gruß
Silke



mein etwas unsachlicher Kommentar...



...war eigentlich nicht gegen Strahlungsheizung im allgemeinen gewendet, sondern das als Allheilmittel zu preisen und außer Acht zu lassen, daß eine zugige und schlecht gedämmte Bude (Luft von 12° bei geöffnetem Fenster ist wurschd, Hauptsache ich werde angestrahlt) nicht unbedingt nur mit Strahlung angenehm und preiswerter zu heizen wird. Dein Hinweis mit der Dachdämmung halte ich für sehr wichtig und der kann ggf. ja wirklich schon viel bewirken.
Anne sollte vielleicht auch mal einen Blick Richtung Keller riskieren. Auch da kann es ganz schön kalt rauf kommen.

Gruß Patrick.



heizungsvariante im fachwerkhaus



ich habe vor zwei wochen in einem Fachwerk eine für sie
mögliche heizungsvariante eingebaut und in betrieb genommen.
ein wasserführender pelletsofen von "rika" + pufferspeicher
+solaranlage.
der Umbau des kachelofens ist sehr aufwendigund wird ein experiment.
platz für den puffersspeicher muss auch geschaffen werden
für den kachelofen 1000L-1500L incl. W-wasser
für den pelletofen 750L incl. W-wasser
ich schlage vor :kachelofen raus - und verkaufen.
die meisten sind sowieso holzfresser.
pelletsofen rein - ca.3500€ 10Kw davon 3Kw abwärme.
pufferspeicher 750L incl. W-wasser+solar-wärmetauscher -
ca. 1800€.
bleiben noch 4700€ für 2-3 heizkörper und montage der
gesamten anlage.
somit liegt die heizung bei ca.10000€.
das höhrt sich besser an als 30000€.
die pellets gibt es als sackware und kann in trockenen
räumen und unterständen gelagert werden.
mit solch einer anlage kommen sie gut über den winter,
hätten den billigsten Brennstoff und die optimalsten zukunftsoptionen.
flüssiggas ist 70-80% teurer.
nicht den spass verlieren beim grübeln
thomas josten,grünberg hess.



@Patrick Neika,



so gesprochen, bin ich derselben Meinung.
Schöne Grüße
Jürgen Maier



Danke!



Hallo,

vielen Dank Euch allen schonmal für die Hilfe.
Das Warmwasser möchte ich weiterhin über Durchlauferhitzer erzeugen. Das hat für mich rein hygienische, praktische und auch energetische Gründe - ich mache nur das warm, was ich brauche.
Okay. Dach und Kellerdecke dämmen (obwohl eigenartiger Weise der komplett ungedämmte und unbeheizte Keller angenehm temperiert ist, es liegen aber auch nur 60cm davon wirklich unteririsch), das können wir selbst machen.
An einen Pelletsofen hatte ich auch schon gedacht. Es würde mir zwar das Herz brechen, den Kachelofen rauszuschmeißen, aber was sein muß, muß dann sein. Obwohl mir ganz persönlich die Festbrennstoffkessel - Variante im Keller noch besser gefällt.
Momentan überlegen wir, uns die nächsten 2 Winter erstmal in den Schlafzimmern Wärmewellen-Flachheizkörper zu installieren. Das ist momentan einfach die günstigste Variante, und wir haben genügend Zeit, zunächst zu dämmen, dann auf eine Heizung zu sparen. Natürlich NICHT die völlig überteuerten Direktvertriebs-Geräte, sondern einfach ein paar gute Geräte aus dem Baumarkt, ich habe da Recht schöne mit 800 Watt Leistungsaufnahme gesehen ( sind aber auch auf 300 bzw. 600 Watt schaltbar), die sind für Räume von 18-24m² ausgelegt. Da unsere Räume deutlich kleiner sind, gehe ich davon aus, das diese Teile als Nebenheizung für kalte Tage reichen. Heizen tue ich (abgesehen vom Kachelofen, den ich morgens und abends schüren werde) ohnehin nur, wenn ich zuhause bin. Deshalb gehe ich davon aus, gerade, wenn ich den Heiztarif nutze (dann muß ich halt in den sauren Apfel beißen und die Geräte vom Elektriker an die Heizstromleitung anbinden lassen), daß ich nicht hungern muss, um meinen Strom bezahlen zu können. Stückpreis der Geräte übrigens: 90 Euro. Und es sind nicht diese hässlichen mit Gitter davor, sondern flache, weiße Platten. Meint ihr, das geht erstmal?
Der Verbrauch bis jetzt lag übrigens (allerdings ist das Haus seit über einem Jahr unbewohnt gewesen, wurde aber immernoch regelmäßig beheizt) - ich nehme also den Verbrauch des Jahres, in dem das Haus zuletzt reichtig bewohnt war, bei 7000kWh Nachtstrom, 3000kWh Tagstrom Heizung sowie 3000kWh normaler Brauchstrom. Dazu 7-8 Ster Hartholz.
Vertretbar, denke ich, oder?

Hat noch wer Ideen? Immer her damit!

Danke an alle!

Anne



Pellets...



...sind preislich stark nach oben gegangen. Jenseits ökologischer Verantwortung, lohnt sich das noch, rein finanziell betrachtet?

@ Florian Kurz

Hast Du Dir noch nie an einem winterlichen Lagerfeuer den feuerabgewandten Hintern verkühlt? Ganz ohne erwärmte Luft wird's nicht kommod im Stüble.

Grüße

Thomas



Nachtspeicher und Speicherofen



Liebe Anne,

garnicht so einfach eine Haussituation zu beschreiben.
Garnicht so einfach aufgrund einer Beschreibung einen Ratschlag zu geben.

Ich habe festgestellt, das ein Grundriss schon mal sehr
hilfreich ist, deshalb tut sich das Forum hier auch immer
etwas schwer...............meine Meinung.

Desweiteren habe ich aber gemerkt, das die beste, genaueste
Zeichnung oder sogar Baubeschreibung nicht den Eindruck
vor Ort ersetzen kann.

Mir ist dann abweichend vor Ort immer noch etwas besseres
eingefallen als vorher aufgrund von Plänen.

Das wird wohl jedem Handwerker so gehen.

Suche doch dringend einen Fachmann/-frau auf und macht zusammen eine Ortsbegehung.
Fachperson für Dämmung.
Fachperson für Statik
Fachperson für den vorhandenen Ofen
Fachperson für Heizsysteme schlecht hin.........usw.

Dieses Forum kann eben "nur" Denkanstösse vermitteln und
ist oftmals ideologisch "veranlagt"
Schließe mich nicht aus.

Es gilt den Menschen zu finden, der begreift das die Kundin/
der Kunde wirklich im Mittelpunkt steht.

Es gibt Lösungen die für den einen passen für den anderen
nicht. Und beides kann auf bestimmte Art und Weise richtig sein.

Wünsche einfach gute Begegnungen.

Liebe Grüsse


Holger







Lösungssuche



Hallo,

es gibt neues:
Nachdem ich am Donnerstag mit dem Schornsteinfeger eine Orstbegehung hatte, hat dieser mir den Rat gegeben, von Kachelofen aus einen Schacht ind Obergeschoss zu legen (ist baulich recht einfach zu machen), denn der Ofen mit seinen ca. 10kw hat für das Untergeschoß mit etwa 50m² viel zu viel Leistung. Er meinte, es wäre schade, Holz zu verballern und dann die Fenster aufmachen zu müssen, weil es zu heiß wird.
Wir haben heute zum ersten Mal den Kachelofen angeheizt um die Kälte, die sich im Haus festgesetzt hat, weil es so lange leerstand, zu vertreiben. Er hat sofort gezogen und gaaaaanz langsam, aber sicher (er war ja total ausgekühlt) Wärme ins Haus gebracht. Ich denke, seine volle Leistung werden wir erst nach ein paar mal anheizen spüren.
Nächste Woche ist ein Ofenfachmann bestellt, der die gesprungene Kachelofenscheibe repariert und sich die Sache mit dem Schacht genauer anschaut ( ich hoffe, es wird nicht gar so teuer - für alles können wir keinen Fachmann kommen lassen, wir müssen alles selbst machen, aber die Ofengeschichte ist es mir wert).
In die Räume im Obergeschoss und in die zwei Dachgeschoss-Zimmer (Gästezimmer) werden wir Wärmewellen-Heizkörper installieren.
Die Dämmgeschichten mit dem Dach und der Geschossdecke werden wir dann auch in Angriff nehmen, aber mehr Dämmung muß nicht sein, denn man kann ein Haus leider auch totdämmen. Die Wohnung, aus der wir ausziehen, ist leider so ein Beispiel ( Schimmel, Feuchtigkeit und trotzdem horrende Heizkosten durch den Versuch, die Feuchtigkeit wegzuheizen).
Ich hoffe, es klappt alles so, wie wir hoffen.
Ich melde mich nächste Woche, wenn der Ofenbauer da war.

Danke euch allen, ich freue mich auf weiteren Gedankenaustausch!

Gruß, Anne



mit der Leistung des Kachelofens



müsste sich das ganze Haus Heizen lassen, in sofern ist das mit dem Luft(?)schacht sicher richtig.

Schornsteinfeger geben leider oft nur die Tipps, die Ihnen das Geschäft nicht verhageln, eine Wärmepumpe z.B. wird er i.d.R. nicht empfehlen, damit ist er mit seiner Tätigkeit nämlich "außen vor".

Eine Wärmedämmung (fachmännisch, von außen angebracht) erhöht immer die Wandtemperatur und mindert deshalb das Feuchterisiko.



Physikalische Sensation



und wieder freue ich mich über so einfache Heizmethoden:

Eine Wärmedämmung … erhöht immer die Wandtemperatur

Man nehme einen Sonnentag wie heute, messe eine Wandtemperatur "aussen" und stelle dann eine Wärmedämmung davor - wird dadurch die Wandtemperatur höher?
Eine Aussage wie: "Irgendetwas erhöht immer etwas anderes" sollte mehr differenziert werden.
Oder meinten Sie: "Eine Wärmedämmung (fachmännisch, von außen angebracht) erhöht immer innen die Wandtemperatur?

Und wenn "JA" - Ist die Aussage auch wirklich richtig?
Wieviele "Wenns" kommen dann noch hinzu, damit die Aussage wirklich hieb- und stichfest wird!

Auswendig lernen ist gut - hinterfragen ob das Gelernte auch wirklich der Wahrheit entspricht ist meines Erachtens wichtiger!

Ein hoch allen Wissenschaftlern!

Einen wunderschönen sonnigen Herbsttag heute!

aus Nürnberg

FK

P.S. habe gerade Coelho's neues Buch gelesen: "Die Hexe von Portobello" - sehr empfehlenswert!



Warum so kompliziert



Herr Kurz, meine Aussage stimmt im Sommer genauso wenig, aber Sie wollen ja mich ja sowieso nicht verstehen ;).
Als nächste Lektüre und zur Vertiefung empfehle ich Ihnen die Schopenhauer'sche Eristik...



Verstehen oder nicht



Hallo Herr Göb

Sie schreiben: aber Sie wollen ja mich ja sowieso nicht verstehen ;).

Dazu möchte ich schreiben: Ich will und möchte Sie ja verstehen!
Aber mein Wissen und meine Erfahrung streuben sich dagegen, wie Sie Allgemeinplätze verkünden, die zwar in "aller Munde" und auf "aller Seiten" sind und publiziert werden, aber dennoch nicht bar jeglicher Kritik und Zweifeln sind.

und weiter hin frohes Beraten ud Glauben!

FK



Es gibt neues



Hallo,

bei uns gibt es neues.
Wir haben so ziemlich alle Planungen umgeschmissen.
Also, wir lassen KEINEN Luftschacht legen. Das Risiko, daß hierbei etwas am Ofen zerstört würde, ist mir zu groß, außerdem hätten sich die Kosten nahe den 1000 Euro bewegt - zu teuer für eine Notlösung, zumal ich kaum glaube, daß in den frühen Morgenstunden die Restwärme des Ofens ausgereicht hätte, um es oben warm zu haben, wenn man aufsteht (schließlich hat man dann ja eine Zeit nicht mehr aufgelegt). Und genau dann will ich es warm. Auch die Wärmewellenheizkörper als Heizung für die Räume scheiden aufgrund der schlechten Außenwärmedämmung des Hauses aus, denn sie hätten zu lange laufen müssen, um die Temperatur angenehm zu halten, damit wären die Stromkosten zu sehr in die Höhe geschossen.
Wir haben heute die Endlösung bestellt: Einen Pelletkaminofen, der vollautomatisch arbeitet und einen integrierten Pellettank hat. Wir werden diesen im Obergeschoss installieren, durch das mitbestellte Themostatsystem lässt sich die Temperatur gradgenau steuern. Vorteil ist auch, daß der Ofen sich ganz alleine einschaltet, je nach dem, welche Zeit programmiert ist.
Mit einer Leistung, die von 3 - 8 kW einstellbar ist, dürfte er mir das Obergeschoss angenehm temperieren, und wohl auch noch einige Wärme ins Dachgeschoss abgeben. Nur dort werden wir einen Wärmewellenheizkörper einbauen als Zusatz, falls Gäste da sind.
Kosten den Spaßes: Normalerweise kostet der Ofen 2500 Euro. Da der Bund seine Förderung aber ausgedehnt hat und dieser Ofen ausdrücklich in der Förderliste genannt ist (habe ich durch einen Anruf bei der BAFA bestätigen lassen), bekommen wir 1500 Euro Förderung, das heißt der Ofen kostet uns noch 1000 Euro. Ein kostenloses Rauchrohrset habe ich auch noch rausgehandelt.

Ich bin ganz zufrieden mit dieser Lösung.
Was meint ihr dazu?

Gruß, Anne



Pelletsofen



ist meines Erachtens auch nur eine Übergangslösung!

DIe Hightechlösung wird das nicht halten was sie verspricht - Wirkungsgrad der Geräte wird bei "Laborbedingungen" erstellt - und nicht auf freier Wildbahn!

Aber Hauptsache es wird … warm!

FK



Erfahrung?



Habt Ihr schon mal einen Winter in dem Haus verbracht? Ist der Kachelofen ein Grundofen oder ein Warmluftofen?

Wir hatten ein völlig ungedämmtes Fachwerkhaus von 1612 und haben wie folgt geheizt: Küchenherd (Holz und Briketts), Grundofen im Erdgeschoß, ein kleiner Holzofen im Kinderzimmer, im Bad ein elektrischer Badheizer.

Den Grundofen haben wir zumeist nur sonntags angemacht, der Herd in der Wohnküche hat ausgereicht. Man darf nicht vergessen, daß die alten Kamine viel Masse besitzen und deshalb die angrenzenden Zimmer tatsächlich überschlagen sind.

Im übrigen sind Wärmflaschen und dicke Federbetten sehr gemütlich.

Wenn der Grundofen nicht an war und es war morgens in der Küche kalt, dann wurde halt 10 Minuten ein Heizlüfter eingeschaltet, dann hat der Küchenherd (Backofentür aufmachen) schon Wärme gespuckt.

Also immer erst ausprobieren und sich dann für eine erprobte Lösung entscheiden ist jedenfalls meine Devise.





Hallo,

wir hatten eine ähnliche Situation. Wir haben uns damals (auch weil es eim einfachsten zu installieren war) eine EVO Heizung angeschafft. Wir haben aber die Heizung im Wohnzimmer, Esszimmer und Küche durch einen Kaminofen ergänzt und in diesem Räumen die Heizung nur verwendet, wenn der Ofen mal nicht an war. Im großen und ganzen war der Stromverbrauch durch die EVO Heizungen akzeptabel. Wir hatten ca. 130 qm damit beheizt. Hatten deswegen weil wir mittlerweile wieder umgezogen sind. Die EVO Heizung versuchen wir noch zu verkaufen. Wenn Interesse besteht (Stromverbrauch) einfach melden. Der Neupreis der Anlage lag bei ca. 13000 €, sie ist zwei Jahre alt und wir würden sie für 6500 € abgeben.
Gruß
Rainer



Kann man das bei den Strompreisen noch wagen?



Auch wir wohnen in einem kleinen altem Haus und mein Holzofen heizt gut aber kuschelig ist etwas anderes.Letztes jahr habe ich einen Flüssiggas -Einzelofen mit Externem Lager angelegt,doch die trockene Luft ist schrecklich.
Gerne komme ich auf die angebotene E-Heizung zurück und würde mich über eine nachricht freuen (Anzahl,Ausstattung der EVOs).

Grüsse aus dem wilden Süden



auch wir haben ein Fachwerkhaus



z.Zt.mit Nachtstrom + zusätzlich 1 Jotul-Ofen.Da unser Nachtstromtarif wieder erhöht wurde (12,6 Cent), überlegen wir auch eine Alternative.Gasheizung ist angedacht, aber der Pelletkaminofen ist auch eine gute Idee.Welcher Hersteller haben Sie genommen.Für Info wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
W.spix



Dachisolation



Wir haben ein altes Haus in der Gegend von Davos, also im Winter sehr kalt. Denn grössten Gewinn an Behaglichkeit haben wir durch eine konsequente Isolation und Abdichtung des Dachgeschosses erreicht. Wichtig ist dabei neben der Isolation selbst vor allem die absolute Winddichtigkeit, da ja warme Luft aufsteigt und, wenn sie das Haus verlassen kann, unten automatisch kalte Aussenluft nachfliesst.
Also: Isolation zwischen den Sparren, dann eine Lattung quer dazu anbringen, zwischen den Latten auch isolieren, dann die Kunststoffbahn, wenn's Geld reicht eine Vario-Folie verwenden.
Die Kosten sind nach ein paar Jahren längstens eingespielt, (bei den heutigen Pelletspreisen ...) und gemütlicher ist's auch,



kuschelig ist es bei uns...



Hallo,

nach zwei Monaten im Haus möchte ich mal berichten, wie es uns so ergeht...

Also, wir haben festgestellt, daß unsere oberste Geschossdecke zum Dachboden hin schon gedämmt ist. Das war uns bei der Hausbesichtigung gar nicht aufgefallen, peinlich, peinlich.
Kälte entweicht also keine nach oben.

Wir heizen das Haus nun mit dem Kachelofen und dem Rika Memo Pelletofen. Nur im Bad, da haben wir die Elektroheizung laufen. Sie braucht aber überraschend wenig, da sie sich sofort ausschaltet, wenn die eingestellte Raumtemperatur erreicht ist.

Ich kann bis jetzt sagen, der Pelletofen war die absolut richtige Entscheidung. Wir haben ihn bis jetzt nur auf 30 Prozent Leistung laufen lassen. Er heizt ( natürlich mit Unterstützung durch den Kachelofen) eine Fläche von über 80m² über 2 Geschosse. Funktioniert wunderwunderbar, man muß nur die Türen offenlassen. Er läuft morgens und abends jeweils 2-3 Stunden. Wir haben ihn jetzt 2 Wochen laufen, und gerade 2,5 Säcke Pellets gebraucht. Okay, es ist noch nicht eisig kalt darußen, aber wenn nötig, kann ich seine Leistung per Knopfdruck noch verdreifachen. Das dürfte reichen.

Es ist so eine wunderbare Wärme durch die Holzöfen, so gut wie ich jetzt schlafe, habe ich 22 Jahre nicht geschlafen.

Also, wir sind so zufrieden. Ich sehe absolut keine Notwendigkeit mehr für eine Zentralheizung. Okay, das Anschüren ds Kachelofens macht Arbeit. Ein wenig Bewegung kann aber auch nicht schaden. Mich wundert nur immer, wenn Besuch kommt, sind alle so begeistert, wie schön das Raumklima bei uns ist....

Wir sind gaaanz froh, hier zu sein!

Gruß aus dem verregneten Wipfeld!



Hallo



schön, daß es mit dem Pelletofen funktioniert.Wie lange läuft der denn mit 1 Füllung Pellets? Muß man jeden Tag nachfüllen oder reicht eine Füllung auch für mehrere Tage Betrieb?Wie oft muß dann der Aschekasten geleert werden?
Wir stehen vor der Entscheidung, Nachtstrom raus - dafür entweder Gaszentralheizung rein oder Ihre Alternative der Pelletöfen.Für weiter Erfahrungswerte der Pelltetöfen wäre ich dankbar.



Pelletsofen



Hallo,

also, der pelletsofen läuft bei Vollast mit einem Sack Pellets 8 Stunden. Wir haben aber nie Volllast laufen, sondern er läuft auf 30%. Das reicht für 24 Stunden Dauerbertrieb. Da er am Tag ca. 6 Stunden läuft ( das reicht absolut aus), müssen wir alle 4 Tage nachfüllen. Wir brauchen pro Monat ca. 8-10 Säcke Pellets, das entspricht 40 Euro. Betrieb ist über zeitsteuerung, Temperatursteuerung oder manuelle Steuerung möglich - ganz bequem.

Ich kann nur sagen, wir sind sehr zufrieden. Möchte keine Zentralheizung mehr, ganz ehrlich.

Gruß!

Grüssle, Anne



Aschekasten



Achso:

Aschekasten hat der keinen. Er wird nach ca. 30 kg Pellets mit dem Staubsauger ausgesagt ( im kalten Zustand oder mit Aschesaugeraufsatz, Kosten ca. 25 Euro). Geht ganz einfach, es fällt kaum Asche an.

Gru