Heizleisten oder Wandheizung ???

07.09.2005



Hallo Zusammen,
bin nach meinem letzten Gespräch mit unserem Heizungsbauer recht verunsichert. In unserem Altbau ( 50%Fachwerk/50%Naturstein/Bims) sollte neben Wandaufbau (Lehm/Schilfrohrmatten) Heizleisten verbaut werden. Der Heizungsbauer riet mir dringend von diesen "Drecksschleudern" (so wörtlich) ab. Aufgrund der Tatsache das Heizleisten neben hygienischen Problemen auch eine sehr hohe Vorlauftemparatur benötigen, seien diese nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch für den Betrieb an einer Solaranlage nicht geeignet. Die Vorlauftemparatur die eine heutige Anlage nebst Solartechnik liefert liege bei 30 bis 40 Grad Celsius, damit würde aber kein angenehmes Raumklima über lediglich eine Heizleiste pro Raum herstellen. Der Ratschlag ging dann vielmehr in Richtung Wandheizung, die aufgrund der großflächigen Aufbringung mit geringer Vorlauftemparatur auskommt und somit auch "solartauglich" wäre.
Was meint Ihr? Wie sind Eure Erfahrungen???

Danke und Gruß
Dietmar Hensch



Erfahrungen noch keine ....



aber die die gleichen Überlegungen habe ich auch machen müssen. Für den Ausbau meines DG suchte ich nach der optimalen Lösung. Die Heizleisten haben auf jeden Fall ihren Charme. Die einfache Verlegbarkeit sticht ins Auge. Das Minus sind für mich jedoch die hohen Vorlauftemperaturen. Da ich künftig vielleicht auf Wärmepumpe umsteigen und mir das nicht verbauen will, setze ich auf niedrige Vorlauftemperaturen und somit Wandheizung.

Nun kann ich über einen zweiten Mischerkreis an der bestehenden Ölheizung meine Wandheizung betreiben und parallel dazu die bestehenden Heizkörper am ersten Mischerkreis. Je nach Zeit,Geld und Lust kann ich nach und nach das restliche Haus auch auf Wandheizung umstellen, indem ich einfach den 2. Mischerkreis anzapfe.

Und wenn ich dann mal zur Wärempumpe schreite ist alles Vorbereitet. Wenn ichs nicht mache - ists auch egal ;-)



Heizleisten oder Wandheizung ???



Hallo,

... kann ich nur zustimmen. Ich habe mein gesamtes Objekt mit Wandheizungen ausgestattet und allerbeste Erfahrungen damit. In Summe 30m² "Wandobjekte" der Fima WEM die ich teilweise vor meine Natursteinmauern gesetzt, teilweise in Lehmwände integriert habe und 40m² "Flächenwandheizungen" der Firma CASADOBE an allen Aussenmauern. Wenn`s wirklich nicht eilt liefere ich auch gerne Bildmaterial - aber es darf nicht eilen ich bin in meiner Endphase.



ganz klarer Fall:



der "Fachmann" kennt sich nicht aus (weg mit dem!!!)!

Heizleisten müssen mit ner niedrigen VL-Temperatur betrieben werden. Unsre beträgt ca. 50 °C. Eine "normale" Heizung braucht 70 - 80 °C VL-Temp.

Wir haben Heizleisten von Sancal - diesen Winter werden sie das 3. Jahr in Betrieb gehen. Ich würd diese Wahl immer wieder treffen, sogar für einen Neubau. Was daran jetzt ne Dreckschleuder sein soll, das versteh ich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil - die erwärmte Luft "steigt" an der Wand hoch und nimmt (selbstverständlich - das ist bei jeder Heizung so) Staubpartikel in der warmen Luft mit. Diese bleiben jedoch AUF der Heizleiste obendrauf liegen und man kann sie alle 4 Wochen mal absaugen. Es ist aber nicht so, dass es da jetzt dreckig aussieht, es ist nur sehr wenig Staub (so wie auf den Fensterbänken zum Beispiel auch).

Heizungen, die mit niedrigen VL-Temp. fahren (Fußboden, Wand- Sockelleistenheizung) sind natürlich etwas träger. Die Luft heizt scih nicht so rasend auf wie bei normalen Heizungen. Jedoch wird es genauso kuschelig warm (man fühlt sich sogar wohler) wie mit normalen Heizkörpern.

Unsre Heizleisten sind folgendermaßen verbaut: Der Raum-Inhalt wird ausgerechnet (macht z. B. Sancal kostenlos, wenn man Pläne hinschickt) und die benötigten Heizregister werden hierzu ausgerechnet. Die Heizleisten werden dann rings um die Zimmer an der Außenwand festgemacht. Das ergibt den Vorteil, dass die leichte Wärme (also ca. 50 °C) gleichmäßig rings rum um einen rum"schwebt". Es stimmt wirklich, dass man sich bei nur 20,5 °C Raumtemperatur total wohlfühlt und nicht friert (und bedenke, ICH BIN NE FRAU und Frauen frieren IMMER).

Ich würd mir zuerst mal nen anderen Heizungsbauer suchen und mir von dem auf keinen Fall irgendwas einbauen lassen :-)

Ach so, was Solar betrifft, da bin ich persönlich der Meinung (ich lass mich aber gerne eines besseren belehren), dass diese mit normalen Heizungen noch am besten funktionieren. Weil das heiße Wasser aus der Solaranlage muss mit kaltem Wasser gemischt werden, damit es in den Heizkreislauf fließen kann. Und je höher die Vorlauftemperatur, desto weniger kaltes Wasser muss hinzu.

Grüße Annette

PS: Wenn Sie z. B. bei Sancal die Pläne hinschicken, bekommen Sie noch ein supergeniales Buch dazugeschenkt (falsch geheizt ist halb gestorben oder so ähnlich). Manches im Buch ist zwar mittlerweile etwas überholt aber es ist wirklich lesenswert und öffnet das eine oder andre Auge





oh, da haben wohl 3 grade parallel geschrieben :-)

aber sagt mal, warum oder wie kommt Ihr drauf, dass Heizleisten mit hohen Vorlauftemperaturen fahren???

GANZ im GEGENTEIL!

PS: ja, in "meinem nächsten Leben" würd ich auch Wärmepumpe oder irgendwas mit Holz machen... bei den heutigen Gaspreisen...



Vorlauftemperaturen



Normale Vorlauftemperaturen sind heutzutage 50 bis 55 °C, also dass was Sie zum Betrieb von Fußleistenheizungen benötigen. Niedrige Vorlauftemperaturen sind 30 bis 35°C, also dass was für Wandflächenheizungen benötigt wird.

Zum Mischen: Es wird selbstverständlich kein kaltes Wasser zugeführt. Die Solaranlage speist die Wärme in der Regel über einen Wärmetauscher in einen Solarspeicher ein (Die Flüssigkeit in der Solaranlage kein Wasser! Außer bei ganz speziellen Anlagen). Und auch der Heizungskreislauf ist ein geschlossener Kreislauf, dem kein frisches Wasser zugeführt wird (Korrosionsgefahr).





Hallo Herr Stasch,

das ist mir neu, dass heutzutage die VL-Temp. in diesem Temperaturbereich liegen... Dann bräucht man ja keine Warmwasserspeicher mehr, die würden sich ja nicht "rentieren"...

Ich kenne dafür "wenige" Solaranlagen, die noch mit Solarfluid betrieben werden :-).

Aber wenn angeblich kein kaltes Wasser zugemischt wird, wie und mit was sollen die heißen Temperaturen des Wassers, durch das das Solarfluid oder Wassers (wie auch immer) im Wärmetauscher strömt, dann auf 35 °C abgekühlt werden?



Der Trick ist ....



Das im Mischer natürlich kein Kaltes Wasser zugemsicht wird, sondern nur soviel Warmes, dass der gewünschte VL-Temperatur gehalten werden kann.
Kalt wird das Wasser nämlich von alleine ;-)

Somit entkoppelt der Mischer die Wärmeerzeugung und Speicherung thermisch on der Wärmeverteilung.



schaut mal, da gibts ne geniale HP (Speicher usw.)



http://www.martin-sandler.de/So%20funktionierts/Speicher-Technik/3-5-2_Grundregeln/3-5-2-0_Regeln/3-5-2-F_Regeln.htm

Grüße Annette



und wie sieht der Wandaufbau dann aus...???



Hello again,

vielen Dank für die prompte Unterstützung. Wie würde denn der Wandaufbau aussehen, wenn die "Heizschläuche" ohne irgendwelche Trägerplatten integrieren möchte. Würde man die Schläuche direkt auf die Natursteinwand anbringen oder auf eine der Lehmschichten (geplant ist die Kombination Strohlehm/Schilfrohrmatten/Strohlehm/Feinlehm).
Zur Vorlauftemparatur möchte ich als Laie noch anmerken, das die von annette genannten 55 Grad für heutige Heizungsanlagen schon recht hoch sind, ein Mehrverbrauch an Energie ist laut meinem Wissensstand unumggänglich!?!

Gruß
D. Hensch



"Energie"



kommt immer drauf an:

- Wenn man nachts die Temperatur absenkt, braucht man mit 55 °C nicht so lange wie mit 40, um das Häuschen wieder aufzuheizen.

- Bei Brennwert und mit modulierendem Brenner ist es wohl kein Problem, die Temperatur hier (40) oder da (55) zu halten. Und wenn man auch noch Brauchwasser erhitzten muss dann schon garnet (das muss eh ein mal wöchentlich auf über 70 Grad erhitzt werden wegen Legionellen). Ein Speicher muss so konzipiert sein, dass er innerhalb von 12 Stunden nicht mehr als - ich glaub - 1 °C an Wärme verliert.

Nehmen Sie mal 40 Grad heißes Wasser und tauchen Sie den Finger rein... Das dauert, bis so ein Häuschen warm wird...

Wichtig ist, dass Vorlauf- und Rücklaufwassertemperatur sich in der Gradzahl nicht allzusehr voneinander unterscheiden. Dann braucht es auch wenig Energie, das Vorlaufwasser wieder auf Temperatur zu bringen. Für Brennwerttechnik ist das besonders lohnenswert.



Energie die zweite



Es kommt auch noch darauf an, womit man heizt: Holz, Gas, Öl, Sonnenenergie - und wie der/die Speicher konzipiert sind. Annettes Link ist da sehr hilfreich. (Für mich war der ein Aha-Erlebnis, wir bauen für's Brauchwasser nun doch Durchlauferhitzer ein, entgegen des Vorschlags unseres Heizungsinstallateurs).

Mit Gas und Öl produziert man schnell zu hohe Verbrauchskosten. Da bietet sich dann wohl doch eher die niedrige Vorlauftemparatur an. Aber einen Brauchwasserspeicher wollte ich damit dann auch nicht erwärmen wollen. Dazu brauchts dann wieder extra-Technik.

Schichtenspeicher und Wärmetauscher sind relativ teure Anschaffungen, die wir uns ganz gerne ersparen. Sonnenenergie ist was Feines, wenn man es sich leisten kann. Die Anschaffung amortisiert sich erst auf sehr lange Zeit. Für uns unrentabel.

Holz ist (noch) günstig zu haben. Deshalb haben wir uns für einen Holzvergaser und Heizleisten entschieden. Lt. unserem Planer von SanDomus ist das eine sehr gute Kombination. Obwohl der uns zunächst einen Pelletkessel empfohlen hatte.

Noch was zur Technik: m.E. kann viel Technik auch viel kaputt gehen. Je mehr dran, desto mehr Kosten - auch bei einer Reparatur.

Wandheizungen sind ebenfalls was Feines, uns aber schon wieder zu kompliziert. Wir wollen uns nicht die Möglichkeit nehmen, unsere Möbel auch an den Außenwänden dort hinzustellen wo es uns gefällt, bzw. der Einrichtung insgesamt gut tut.

Diese Heizungsgeschichte kostet viel Denkzeit bis man dort angelangt ist was man denn tatsächlich haben will oder braucht.

Sonnige Grüße
Ulrike Nolte





Durchlauferhitzer haben nen entscheidenden Nachteil - da kommt das Wasser eher "rausgetröpfelt" als rausgebraust... Man bräuchte auch einen Thermostat dann an der Dusche, da sich die Wassertemperatur immer ändert. Und wenn man gerne badet, kann man schonmal gemütlich ne Stunde vorher das Wasser einlaufen lassen - bis die Wanne dann endlich voll ist. Meine Mutter hat so einen und ich persönlich finds schrecklich, dass man ne "halbe Stunde" duschen muss, um seine Haare zu entschäumen ;-).

Ist das Speicherwasser (warum solls da Extratechnik brauchen außer dem Speicher?) erstmal warm, dann hält es sich auch. Und was Solar betrifft - je höher die Energiepreise steigen, desto schneller ist das Geld wieder raus. Man braucht sich ja keine 10 qm aufs Dach packen.

Speicher sind halt gut für viel "Komfort" (schnell viel heißes Wasser - ruckzuck ne Badewannenfüllung). In Holland haben die z. B. keine. Die haben aber auch so kleine Häuser, dass die keine Badewannen haben. Die haben dort ein-Liter-Speicherchen im Heizkessel eingebaut und wenn man den Wasserhahn aufdreht, dauert es nur Sekunden, bis es aus dem Hahn dampft (der Heizkessel fängt dan an zu arbeiten) - auch nicht schlecht, jedenfalls kommt da mehr Wasser raus als mit dem Duchlauferhitzer.
Aber da Ihr ja eh Holz habt... :-)



Durchlauferhitzer



gibt es schon sehr moderne ;-)

Liebe Annette,
ich weiß ja nicht wie alt der Deiner Mutter ist. Unsere hier sind ca. 3,5 Jahre alt. Die haben einen Thermostaten eingebaut und liefern nach kurzer Anheizphase bis zu 60 Grad heißes Wasser. Das ist einstellbar. Sie haben nur zwei Nachteile: die Anheizzeit, bzw. die Zeit, bis das warme Wasser das kalte aus den Leitungen gedrängt hat ist zu lang. Und wenn hier einer duscht und ein anderer braucht in der Küche warmes Wasser, wird das Wasser insgesamt kälter. Der Druck, mit dem das Wasser aus der Leitung kommt, ist mehr als ausreichend. Da ist ichtig Schwung hinter. Ich dusche je nach Konstitution manchmal sehr lange (wenn mir die Knochen mal so richtig weh tun, z.B.) und habe eine beständige Temperatur.

Aaaaber - auch da gibt es in der Zwischenzeit schon noch bessere Geräte. Und wir werden auf alle Fälle je einen Duchlauferhitzer in Küche, Bad und Gästebad einbauen. Vorteil: niedrige Anschaffungs- und Installationskosten.

Ob viel oder wenig Holz - warum sollte ich im Hochsommer die Heizung anwerfen, nur weil ich warmes Wasser zum Duschen oder in der Küche brauche? Das ist nicht ökologisch. Das wenige Wasser aufzuwärmen kostet nicht so viel Strom, als die Anschaffung entsprechend ausgerüsteter Speicher. Wir sind nur zu zweit, bekommen nicht sooo viel Übernachtungsbesuche. Wir könnten Jahrzehnte duschen und baden um die Mehrkosten herauszubekommen.

Ist alles nur eine Rechenaufgabe ...

Sonnige Grüße
Ulrike





Was kostet denn so ein Durchlauferhitzer? Na ja, wenn man gleich 3 braucht... Das mit dem - wenn einer woanders das Wasser aufdreht wirds ziemlich unkuschelig unter der Dusche ist mir auch schon aufgefallen.

Wieviel der jetzt weniger Strom braucht als die Heizungsanlage Strom und Gas, um Speicherwasser aufzuheizen weiß ich nicht, müsst mer mal nen Fachmann fragen. Da wär so ein Gerät a la Holland bestimmt die beste Lösung, wenn man dann Gas hat. Die Heizungsanlage läuft ja auch nur an, wenn Wasser entnommen und das Speicherwasser unter eine bestimmte Temperatur gesunken ist. (da fände ich Solar für Brauchwasser noch mit die "günstige" Lösung - hat meine Schwester und die zahlt im Sommer für ihr Warmwasser nix).

Im Winter wird das Speicherwasser durch den Wärmetauscher ja "automatisch" mit aufgeheizt, da wärst dann Du wieder im Nachteil mit dem Strom-Wasser...

Vielleicht kennt sich hier einer aus, das würd mich schon auch interessieren, so rein rechnerisch.

Mein 120 Liter Speicher ist auf jeden Fall in ca. 20 Minuten aufgeheizt. Das kostet jetzt auch nicht die Welt - und wie gesagt, die Hitze wird ja gehalten. Ist ja nicht so, dass man 120 Liter auf einen Schlag aufbraucht (ok, wir hamm ne riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesige Badewanne :-).



@Annette



für den uns empfohlenen 3000 l Schichtenspeicher sieht die Geschichte schon etwas anders aus. Dazu kommt dann noch der Wärmetauscher, bzw. die zusätzlichen Heizschlangen, ohne die Männe das Trinkwasser nicht aufgeheizt haben will. Hinweis: Legionellen.

Da dieses Thema ein sehr ernst zu nehmendes ist, nehmen wir die andere Lösung. Ich schrieb ja schon: das ist viel Denkarbeit.

Sonnige Grüße
Ulrike



@Ulrike Nolte



Hallo Frau Nolte,

sie schrieben :
Wir wollen uns nicht die Möglichkeit nehmen, unsere Möbel auch an den Außenwänden dort hinzustellen wo es uns gefällt, bzw. der Einrichtung insgesamt gut tut.
Das sehe ich aber ein wenig anders! Gerade bei Wandheizungen haben Sie diese Problematik nicht! Bei Heizleisten würde der aufsteigende Luftschleier durch ein an die Wand gestellt Sessel unterbrochen, die Wand oberhalb des Sessels würde kalte bleiben. Der Wandheizung würde das gar nichts nehmen, oder hab ich da was falsch verstanden?!?

Gruß
D. Hensch



@D. Hensch



Yep, ein wenig falsch verstanden ;-)

Kein Sessel der Welt steht so dicht an einer Wand, dass er den Luftschleier der Heizung unterbrechen könnte.

Fact ist, dass man sogar Möbel davor stellen könnte, solange die "Beinfreiheit" haben. Was bei den alten, s.g. Bauernmöbeln ja durchweg der Fall ist. Regale müssen eben auf "Füße" gestellt werden. Bilder können an die Außenwände gehängt werden, was nicht unwichtig ist. Vor allem, wenn man richtig große Bilder hat. Die s.g. Atelieraufhängung finden wir scheußlich. Selbst die Badewanne und Küchenmöbel können an die Außenwände gestellt werden.

Ein weiterer Vorteil (für uns) ist, dass man bei den Heizleisten jederzeit an die verlegten Rohre und Register dran kommt. Was bei einer Wandheizung nicht unbedingt der Fall ist. Einmal eingeputzt kommt man nicht mehr dran. Und wehe, wenn man vergißt wo die Heizschlangen genau liegen und einen Nagel an der falschen Stelle einschlägt ...

Lt. unserem Planer sind Heizleisten besser für unsere Heiztechnik geeignet (Holzvergaser), wegen der etwas höheren Vorlauftemperaturen. Die Register kann man bei der Installation so anordnen, dass geplante Regale nicht unbedingt direkt davor stehen. Das setzt natürlich etwas Vorplanung voraus.

Alles in Allem für uns nur Vorteile. Aber jeder muss für sich die richtige Lösung finden, was eben nicht ohne viel Denkleistung abgeht. Das Thema Heizung hat uns wochenlang beschäftigt. Wir haben alle möglichen Varianten durchgedacht, stundenlang in Foren gelesen, viel gefragt, etc. ...

Übrigens werden unsere großen Schränke an den Innenwänden stehen, andere Möbel im Raum. Regale z.T. an den Außenwänden (wir brauchen einige Laufmeter Bücherregale).

Sonnige Grüße
Ulrike Nolte



annette



richtig, vor die Heizleisten kann man alles stellen, sogar die Küchenschränke. Wir haben auch einen Kleiderschrank vor den Heizleisten stehen. Gar kein Problem. Durch die Anordnung der Verkleidung kommt genügend warme Luft an die Wand. Wir haben das sogar HINTER der Dusche. Falls es mal der Fall sein sollte, dass Wasser durch die Fliesen oder irgendwelche Ritzen gelangen sollte, trocknet es wieder ab.

Wärmetauscher kommen nicht zusätzlich hinzu, die sind im Speicher schon mit drin. IMMER.

Grüße Annette



Anmerkungen



wow, eine interessante Diskussion. Ein paar Anmerkungen.

Ein Wärmetauscher (Heizung, egal welche) hat einen umso besseren Wirkungsgrad, je höher die Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur ist. Je kleiner die Differenz ist, desto weniger gibt er an die Umgebung ab.

Eine Heizleist braucht grundsätzlich einen Spalt zwischen Wand und Möbel. Ein Sessel fällt wahrscheinlich nicht auf, da zu klein. Das Prinzip (von Sancal gelernt) ist die Erwärmung der Luft über der Leiste. Diese steigt nach oben und erzeugt einen Zirkulation an der Wand. Die Wand wird durch die warme Luft erwärmt und strahlt die Wärme, wie eine normale Wandheizung in den Raum. Daher das angenehme Raumklima. Wird die zirkulierende Luft nennenswert unterbrochen, kann die Wand nicht erwärmt werden.

Welche Vorlauftemperaturen benötigt werden, hängt von dem verwendeten System ab. Je weniger Wasser ich pro Zeit durch die Rohre schiebe, desto wärmer muss es sein, um das Zimmer zu erwärmen. Je besser die Wärmeabgabe durch die Heizung ist, desto geringer kann die Vorlauftemperatur sein.

Schränke vor einer Wandheizung (inkl. Heizleiste) machen das system nur träger, da die Strahlungswärme der Wand erst den Schrank erwärmt und dieser dann per Strahlung die Bewohner.

Ein Kühlschrank vor einer Heizleiste oder Wandheizung ist wahrscheinlich der Heizung egal, allerdings steigt der Energieverbrauch des Kühlschranks. Er muss irgendwohin die Abwärme entsorgen und heizt quasi gegen die Wandheizung an.

Viele Grüße



Tach



@ annette: "Wichtig ist, dass Vorlauf- und Rücklaufwassertemperatur sich in der Gradzahl nicht allzusehr voneinander unterscheiden. Dann braucht es auch wenig Energie, das Vorlaufwasser wieder auf Temperatur zu bringen. Für Brennwerttechnik ist das besonders lohnenswert."

Brennwerttechnik ist dann lohnenswert, wenn die Rücklauftemperatur möglichste niedrig ist. Und Wasser, dass zwischen Vor- und Rücklauf möglichst wenig Unterschied hat gibt (wenig Unterschied!) wenig Wärme ab. Somit wird es unnötig oft von der elektrischen Pumpe im Kreis umeinandergepumpt. Der Stromverbrauch einer Wasserpumpe am Gesamtenergieverbrauch sollte nicht unterschätzt werden.

"Durchlauferhitzer haben nen entscheidenden Nachteil - da kommt das Wasser eher "rausgetröpfelt" als rausgebraust... "

Der Warmwasseranschluss an einem Durchlauferhitzer hat nahezu den selben Druck, wie der Kaltwasseranschluss. Da braust es warm genau so stark wie kalt.

"Man bräuchte auch einen Thermostat dann an der Dusche, da sich die Wassertemperatur immer ändert. "

Stimmt nicht. Die Temperatur ist konstant. Seit Jahren. Jeden Morgen.

"Und wenn man gerne badet, kann man schonmal gemütlich ne Stunde vorher das Wasser einlaufen lassen - bis die Wanne dann endlich voll ist."

Stimmt ebenfalls nicht. Unsere (Norm-)Badewanne benötigt ziemlich genau 12 Minuten für eine 45°C-Füllung.

"die Anheizzeit, bzw. die Zeit, bis das warme Wasser das kalte aus den Leitungen gedrängt hat ist zu lang"

Die Zeit, die benötigt wird das kalte Wasser aus der Leitung zu drücken ist bei dezentralen (neben der Verbrauchsstelle) Durchlauferhitzern deutlich kürzer, als bei einer zentralen Anlage, bei der das warme Wasser erst die Leitungen vom Keller aus von kaltem Wasser befreien muss. Es sei denn, man lässt sich eine energieschluckende Zirkulationsleitung einbauen.

"Was kostet denn so ein Durchlauferhitzer? "

Die kleinen (Elektro) fürs Waschbecken unter 300€. Die größeren (Gas) für die Dusche deutlich unter 1000€.

Wir haben im neuen Haus eine zentrale Gasheizung (Brennwert) ohne Speicher und werden (da keine Zirkulationsleitung) in der Küche einen kleinen Elektro-Durchlauferhitzer installieren. In der alten Wohnung haben wir für die Waschbecken ebenfalls solche Erhitzer, für die Badewanne Gastherme. Alles in allem sehr zufrieden und der Komfort blieb auch nicht auf der Strecke.



Nicht ganz



@Annette
nicht in jedem Speicher sind automatisch auch Wärmetauscher installiert. Zum Glück :-)

@Denis
----Zitat----
Die Zeit, die benötigt wird das kalte Wasser aus der Leitung zu drücken ist bei dezentralen (neben der Verbrauchsstelle) Durchlauferhitzern deutlich kürzer, als bei einer zentralen Anlage, bei der das warme Wasser erst die Leitungen vom Keller aus von kaltem Wasser befreien muss. Es sei denn, man lässt sich eine energieschluckende Zirkulationsleitung einbauen.
----Zitatende----

Eben deshalb kommt bei uns in Küche !und! in beiden Badezimmern jeweils ein kleiner Durchlauferhitzer hin.

Gas mag ich persönlich gar nicht (wäre auch nicht möglich bei uns weil keine Gasleitung liegt) und wer heute noch mit Öl plant, ist selbst schuld.

@Stephan
Einen Kühl- /Gefrierschrank vor eine Heizung zu stellen - wer wohl auf solch eine Idee käme? ;-)
Aber man kann ja nie wissen ...

Unsere Speisekammer jedenfalls bleibt unbeheizt. Da laufen nur die isolierten Leitungen unter der Decke durch. Die Küche bleibt wegen ihrer zentralen Lage (ohne nennenswerte Außenwand) ebenfalls Heizleistenfrei. Da wird meine Küchenhexe stehen. Die macht richtig warm ...

Keinen Aufschrei bitte, Bequemlichkeit war für mich noch nie ein gutes Argument. Sonst dürfte ich mich jetzt nicht auch sofort wieder an unser Raumbuch machen.

Abendliche Grüße
Ulrike





Hohe Vorlauftemperaturen muss man nur bei Öl- und Holzheizungen haben, alle anderen können oder sollen weil dann effektiver auch mit niedrigeren Temperaturen betrieben werden

zu den Energiepreisen kann ich mich nur nochmal zitieren:

Unsere Stadtwerke haben es sich nicht nehmen lassen, in den letzten 5 Jahren den Strompreis um ca 50% steigen zu lassen.

Unser Gasversorger war nicht so genügsam.

Unsere Mineralölversorger haben dies in nur wenigen Monaten geschafft.

Nur unser Waldbauer hat schon seit Jahr und Tag 10 Euro/Festmeter als Preis für sein Holz.

Jetzt rate mal womit wir heizen?



ok, hab "gelogen"...



40 °C Vorlauftemperatur hat sie grade, unsre Heizleistenheizung... :-).

Grüße Annette



@ "hab gelogen" (annette)



Hallo,

habe aber aus verschiedensten anderen Richtungen Belege für das Gegenteil bekommen.
Demnach ist mit 40° Vorlauftemparatur in Verbindung mit Heizleisten wohl nichts zu machen...???!!!???
Welche Heizleisten werden denn eingesetzt?

Gruß
Dietmar Hensch



Ach ja *seufz*



es ist nicht alles so, wie die Leute "denken".

- Unsre Heizung funktioniert super. Samstag abend eingeschaltet und alles warm.
Warum sollte es nicht funktionieren???
- Man kann sehr wohl Schränke direkt vor die Leisten stellen, die Luft kommt troztdem raus, da die Deckleiste etwas schmaler ist als die Leiste vornedran.

Ich hab meinen Kühlschrank übrigens auch vor den Heizleisten :-) Wo sonst soll ich meinen großen freistehenden Kühli hinpacken...

Und alle Küchenschränke auch.

Grüße Annette



Hallo ,



ich kenne Heizleisten und auch wasserführende Wandheizungen. Seit 6 Jahren stellen wir auch selbst welche her. Einer Sockelheizung kann ich nur den Vorzug geben wenn alle Wände fertig sind und verputzarbeiten nicht mehr anstehen. Sonst ist die Wandheizung immer die behaglichere, kostengünstigere und im Betrieb auch die wirtschaftlichere Alternative.
Viele Grüße Gerd Meurer



Logisch nachgedacht



Erstmal große Lob für die meisten guten Beiträge. Nachfolgend meine Gedanken und Fragen dazu. Bin allerdings kein Fachmann und habe derzeit nur Ölhzg. und Grundofen.

1.) Es wurde behauptet, dass die Fußleistenheizung über die Wände und sogar davor stehende Schränke Strahlungswärme abgibt.

Das ist m.E. Unsinn. Strahlungswärme entsteht aufgrund hoher Temperaturen. Und das ist in diesem Fall nicht gegeben. Insbesondere unmöglich bei einem Holzschrank. Strahlungswärme gibt z.B. ein (Kachel-)Grundofen ab - im Gegensatz zu den Warmluftschleudern die meist von Ofenbauern verwendet werden (Kachelofen mit Einsatz).

2.) VL-Temperatur kann m.E. geringer sein je größer die Fläche ist, über die die Wärme abgegeben wird. Also z.B. bei Wandheizung und Fußbodenheizung.

3.) Ein Bekannter von mir ist mit Heizleisten sehr zufrieden. Will Ihn deswegen demnächst nochmal kontaktieren.

4.) Energiesparender ist es wohl, je geringer das Wasser aufgeheizt werden muss. Denn je höher die Vorlauftemperatur ist, desto größer ist auch die Differenz zur Aussentemperatur und damit die Wärmeverluste.

5.) Bin am überlegen altes Haus zu renovieren. Hat derzeit nur ein paar Holzöfen. Erster Gedanke waren Elektro-Marmorhzg. Der Mann vom Energieversorger (EON) hat mich gleich darauf hingewiesen, dass die Heizkosten um ca. 20% höher sind als bei Öl, Gas,..., da der Strom teilweise mit diesen Energieträgern erzeugt wird und der Abstand deshalb auch immer bleiben wird. Grundsätzlich sicher richtig, Abgesehen davon ist Strom eigendtlich eine viel zu edle Energieart als dass man diese zum verheizen nehmen sollte.

Aber der Installationsaufwand ist sicher am geringsten = Kosteneinsparung. Braucht keinen extra Raum, Keinen Kamin,...
Energieeinsparungen sind wie beim diskutierten Durchlauferhizer durch direkte, dezentrale Verwendung zu erwarten. Da Strahlungswärem, müßten die ziemlich schnell wirken. Und nur dann eingeschalten werden, wenn benötigt (Analogie Durchlauferhitzer).

Was meint Ihr dazu?



Schon über 15 Jahre Fußleistenheizung.



Hallo dietmar,
hier kurz mmeine Erfahrung mit der Fußleistenheizung.
Vorlauftemperatur Außentemperatur gesteuert. D.h. draußen kalt, hohe Vorlauftemperatur - draußen warm, niedrige Vorlauftemperatur.
Vorteil: Die Wände werden warm, die Wärme ist angenehm und die Herkunft nicht leicht zu lokalisieren. Die Wände sind warm und somit wird man mit Schimmelpilzen kein Problem bekommen.
Nachteile: Alle Außenwände sind belegt, stellt man etwas davor, ist natürlich keine Wärmeabgabe in den Raum möglich (Wärmestau). Die Heizung ist relativ träge, deshalb sollte sie bei niedriger Vorlauftemperatur durchlaufen. Dreck? ist eine Art Warmluftheizung, d.h. Luft wird angesaugt und somit auch der Dreck, aber der ist ja da und wird nicht von der Heizung gemacht. Man hat ihn nur etwas aufkonzentriert an den Fußleisten liegen und muß ihn wegmachen. Ansonsten verfärben die die Flächen oberhalb der Fußleisten. Heizungunterstützung durch Sonnenkollektoren? Habe ich seit 10 Jahren. Bringt nichts. Wenn es kalt wird, steht die Sonne zu tief. Der Pufferspeicher ist dann auch hochgeheizt, so dass die Temperaturdifferenz nicht oder zu gering ist. Für die Übergangszeit Kauf dir lieber einen kleinen Holzofen.
Gruß Gerd



@ Gerd Varbelow



Hallo Gerd,

vielen Dank für Deine Nachricht. Sie bestätigt meine Theorie bezüglich Wäremabgabe bei vorgestellten Möbeln. Auch wenn hier einige sich weiterhin dagegen wehren ist es wohl m. E. nach Unsinn zu glauben die Heizleiste würde den davorgestellten Schrank und dieser dann den Menschen erwärmen ?!? Ansonsten muß man sich fragen warum man wenn man schon warme Luft produziert nicht gleich auf ein herkömmliches Heinzungssystem mit Heizkörpern zurückgreift.
Da wir unser Haus zur Zeit kernsanieren und der Wandaufbau komplett neu gestalten werden muß kommt für mich zur Zeit nur die Wandheizung in Frage. Nicht zuletzt wegen der gerigeren Vorlauftemparatur und dem optischen Plus...
Deine Meinung bezügl. Solarenergie und kleinem Holzofen kann ich nach heutigem Kenntnisstand zu 100% teilen...
Gruß
Dietmar



*pffffffft*



es hat hier keiner behauptet, dass eine Heizleiste "den davorgestellten Schrank und dieser dann den Menschen erwärmen würde"...

Also ich muss ja wohl echt den Kopf schütteln!

ABER: Die Wand wird trotzdem erwärmt (was ja auch Sinn und Zweck der Sache ist). Und wenn ich halt nen Meter breiten Schrank da stehen hab, dann hab ich immer noch 20 weitere freie Meter, die "mich" erwärmen...

Mann bist Du ein Pessimist, das muss ich echt mal so sagen!

Grüße Annette (die trotz Schrank vor der Heizleiste nicht frieren muss)



asso, noch was vergessen



... wenn natürlich einer seine Eiche-Rustikal 80er Jahre Schrankwand mit 4 Metern breite aufstellen will, dann soll er halt einen Platz wählen, an dem die Heizleisten nicht sind. So würde er es ja auch machen, wenn er eine Wandheizung hätte.

Gut geplant ist fast gewonnen. Aber zerbrech Dir nur weiter den Kopf über Theorien...



zum Thema bloße Theorie...



hätte man sich nur mal den Erfahrungsbericht von Gerd durchlesen müssen und hätte festgestellt das meine Aussage nicht nur auf Theorien beruht.
Da ich langsam den Eindruck gewinne das hier nicht nur Menschen am Werke sind die offen und ehrlich Ihre Erfahrungen preisgeben sondern aus irgendwelchen Interessen Ihr System durch nichts angreifen lassen wollen ziehe mich aus dieser Frage zurück und danke allen die konstruktiv und auf ehrliche Weise geholfen haben!

Allen unverbesserlichen wünsche ich einen schönen strammen Winter!

Viele Grüße,
Dietmar

P.S.: Der Pessimist hat vor allem ein gutes Gedächtnis... Für alle denen dieses fehlt hier nochmal zur Erinnerung zwei Zitate von Annette :
...richtig, vor die Heizleisten kann man alles stellen, sogar die Küchenschränke.
...wenn natürlich einer seine Eiche-Rustikal 80er Jahre Schrankwand mit 4 Metern breite aufstellen will, dann soll er halt einen Platz wählen, an dem die Heizleisten nicht sind...
@Annette: Über sowas zerbreche ich mir gerne den Kopf!



... vielleicht liegt das Geheimnis da drinnen ...



... sich die Heizleisten von jemandem einbauen zu lassen, der sich damit auskennt :-). Zumindest, was die Funktionalität betrifft. Wie auch immer...

Bezütlich Küchenschränken vor Heizleisten siehe auch www.sancal.de, da steht, wie es funktioniert.

Grüße Annette



Hallo Anette,



ich möchte Dich darauf hinweisen das es auch andere Wandheizungssyteme außer die von sancal gibt die auch funktionieren.

Zumal die Sockelheizleiste wie auch schon mehrfach im Forum diskutiert keine echte Niedertemperatur Strahlungsheizung ist. Ich habe schon beide Systeme verbaut und kann glaube ich beide beurteilen.

Deine Aussagen erinnern mich an die eines Mercedes Fahrers den nur diese Marke fährt und sagt dies sei das beste Auto auf der Welt.

Es gibt mehrere Wege nach Rom.

Zuweilen empfehle ich in besonderen Situationen dann auch mal die Sockelheizleiste, obwohl ich persönlich etwas anderes bevorzuge.

Ich halte es für falsch ohne Detailkenntnisse zu beiden Systemen die hier angefragten Dinge pauschal zu beurteilen.



@Gerd



Hallo Gerd,

klar, es gibt hier verschiedene Systeme, die alle ihre Vor- und Nachteile haben (wie alles im Leben :-).

Was mich hier an der Diskussion etwas "gestört" hat ist, dass es Leute gibt, die keine Heizleisten im Einsatz haben, aber jemanden kennen, der jemand kennt ... und dass Heizleisten schlecht wären. Und es kam mir auch so vor, als ob jemand unbedingt versucht hat, das schlechte an Heizleisten rauszukitzeln (was immer das auch sein mag).

Es ist doch so: Jeder hat ja wohl auch seine bevorzugte Automarke. Der eine hat mit dieser, der andre mit jener schlechte und gute Erfahrungen gemacht. Aber etwas "abzutun", das man noch nicht mal in natura gesehen/gefühlt hat... *na ja*...

Ich hab im Übrigen nur auf Sancal verwiesen, weil dort das sehr gut z. B. mit den Küchenschränken erklärt ist. Mir scheint nämlich, manche sind nicht richtig informiert :oB. Ich kann auch nur die von Sancal beurteilen, ein anderes Urteil steht mir nicht zu, ich hab noch keine Erfahrung mit anderen gemacht. Hab ich jemals behauptet, andere Systeme seien schlecht???

Eine Strahlungsheizung ist eine Heizkleiste auf garkeinen Fall (hab ich auch nie behauptet), die Wand strahlt die Wärme nämlich NICHT ab. Wenn ich aber nen Schrank davor stelle, dann steigt der warme Luftschleier nach oben - er kann ja sonst nirgends hin. Hinter dem Schrank ist die Wand dann warm (und trocken)...

Und dann will ich noch was hinzufügen wegen dem "davorstellen" von Gegenständen. Wer hat sie nicht zu Hause: diese tollen Dekoschals und langen Gardinen... Und die verdecken ebenfalls die "normalo-Heizkörper". Aber hat sich schon mal einer von denen bezüglich "Wärmestau" beschwert???

Grüße Annette



Die Alten erhalten !!



Hallo Dietmar,

ich habe selten so eine interessante Forumsdiskussion begleitet. Ich wollte auch Sancal Heizleisten einbauen. Die mögen sicher ihre Vorteile haben. Ich habe aber eine Niedertemperaturheizung (Öl), die erst 10 jahre alt ist.

Der Einbau der Sancal Heizleisten wäre mich teurer gekommen als der Einbau irgend eines anderen Sytems (Kostenvoranschlag liegt vor). Ich hätte vor allem einen völlig neune Heizkreis installierem müssen, da der bestehende nicht mit dem für die Heizleisten kompatibel ist (Rohrstärke). Dieses Problem habe ich mit zwei nunmehr eingebauten PLattenheizköpern nicht. Durchlauferhitzer sind aufgrund der Anschaffungskosten genauso wie eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung keine Lösung gewesen.

Vielmehr hat mir der Heizungsbauer genau ausgerechnet, wie ich die bestehende Heizung besser optimiere und durch den Einbau einer Speicherscheibe in den Kessel (Kritiker dieses Systems bitte nicht melden) und so weitere Kosten spare. Das hat funktioniert.

Von sancal habe ich die Idee des Grundofens übernommen. Allerdings habe ich kein Sancal Leichtgewicht genommen, welches im Preisleistungsverhältnis auch relativ teuer ist, sondern einen Speicherofen mit ca 1000 kilo Gewicht. das ist die beste Investition, da hier a) nichts an Technik kaputt geht und b) auch bei Stromausfall immer funktioniert. Damit habe ich in Küche und Wohnzimmer die Heizung getrost ausstellen können. Backen kann ich darin auch.

Eine zusätzliche Wärmequelle, die schnell und zuverlässig arbeitet, z.B. Gästebad (ja habe ich mir leisten können) oder andere weniggenutzte und somit nicht dauernd geheizte Räume aufzuheizen ist ein Gas-Katalytofen für 80 Euro und eine Flasche Gas für 15 Euro, die schon über ein Jahr benutzt wird aber immer noch nicht leer ist.

Jeder hat seinen Favoriten bei der Heizung und Warmwasseraufbereitung, aber mit ein bisschen Überlegung kann man auch zu relativ günstigen Kosten das Optimale herausholen. Und bis meine Heizung "bezahlt " ist (die muss noch ein paar Jahre laufen, kann ich mir noch überlegen, was ich bis dahin an Möglichkeiten nutzen kann.

Grüße an alle

Joachim Simon