Heizungskonzept Öl und Solar, Wärmepumepn etc.




Hallo "Fachwerker",
hat jemand Erfahrungen mit der Kopplung mehrerer Heizarten gesammelt? Derzeit wird das zum Kauf anstehende Haus ( ca.300qm Wohnfläche) mit einer zentralen Ölheizung beheizt. Gibt es bewährte Konzepte, wie ein derart großes Haus energiesparender befeuert werden kann?

Einen netten Gruß
Jörg





Wenn man an Grundwasser ran kommt und DARF, ist eine
Wasser/Wasser Wärmepumpe meist die preiswerteste Lösung.
<4ct die KWh sind kaum zu unterbieten und auch die
Investition sollte mit 10-15.000€ erledigt sein.

Wenn nicht, schöner Pellet Kessel und entsprechendes
Lager, dürften pro KWh und für die Investition paar %
mehr sein. Solang es noch genug Pellets gibt, alles
prima, und viele hier werden auch das 'CO2 neutral'
ins rennen werfen.

Paar % mehr pro KWh aber preiswerter bei der Investition,
die Luft/Wasser Wärmepumpe. Die beste Lösung wenn für
wenig Geld, 5-10.000€, viel erreicht werden soll.

Von einer Sole/Wasser Wärmepumpe würde ich wegen der
hohen Investition abraten.

Und natürlich kann man zu all diesen Lösungen immer einen
offenen Kamin oder Ofen mit Wärmetauscher kombinieren.

C.



Konzepte



Moin Jörg
Die oben aufgeführten Heizungsarten sind alle nur für Flächenheizungen , also Fußboden oder Wandflächenheizungen zu empfehlen. Da in den Haus jetzt mit Öl geheizt wird müßtest du wohl die gesamten Heizkörper ausbauen und Flächenheizungen einbauen.

Die meisten Einsparungen beim Heizen sind über eine gute Isolierung zu erzielen.

Wenn du nun die oben aufgeführte Heitzarten wählst hast du sehr niedrige Vorlauftemperaturen. Das führt zu einer trägen Heizungsanlage. Diesem kann man entgegen wirken in dem mann sein Haus von aussen dämmt, somut die Aussenwände mit beheizt und als Wärme/kältepuffer nutzt. Dabei aber aussen Dämmen, nicht innen.
Bei konventionelle Heizungsanlagen mit einer höheren Vorlauftemperatur kann man mit Heizkörpern arbeiten, und sein Haus aussen oder innen Dämmen.
Zu Peletheizungen bleibt noch anzumerken, das am Ende der Feinstaubdiskussion wohl ein Filter notwendig ist, ähnlich dem Rußpartikelfilter im Diesel. Nur hier ist die Anschaffung und regelmäßige Erneuerung der Filterpatrone sehr kostenintensiv.
Gruß Jürgen



Heizung -Solar-Pelletsheizung



Hallo Herr Wöllenstein,bei Ihrem Bauvorhaben ist wahrscheinlich eine Wärmepumpe (Mogelpackung, hohe Strompreise, nur für Fussbodenheizung,oder Ausbau der Heizkörper)keine Alternative sondern nur eine anständige Pelletsheizung mit Solar ist eine vernünftige Lösung.Wir haben in unserer Gegend einige dieser Anlagen laufen und alle Kunden sind begeistert.Ohne Ihre Anlage zu kennen,schätze ich mal, brauchen Sie einen 23 KW Kessel evtl. auch bis 30 KW.Pro KW Heizleistung rechnet man im Jahr ca.400kg Pellets.Das wären in Ihrem Fall ca.10 Tonnen= 1800 Euro bei Öl können Sie mit ca. 3600 Euro rechnen.Eine Anlage in dieser Ausführug ,Pelletskessel-Sacksilo-Kamin-Solar kostet ca.25000 Euro.siehe auch www.bruno-mueller-kg.de und hier unter Pellets.Weitere Infos gerne per Telefon.Gruss aus Bad Nauheim Bruno Müller





Guten Morgen,

unterhalb der Schwelle der kapitalintensiven Umbauten der Heizungsanlage würde ich weitere Optionen im "low cost-Bereich prüfen:
- ist die Steuerung optimal ?
- habe ich eine elektronisch geregelte Pumpe ?
- ist die Anlage hydraulisch abgeglichen ?
- sind die Rohrleitungen, Pumpen und Ventile gedämmt ?
Wenn Kessel und Brenner noch Restlaufzeiten haben, lassen sich alleine durch diese Verbesserungen erhebliche Einsparungen erzielen.
Testfrage: Wie warm ist eigentlich der Aufstellraum des Brenners ?

Sollten Sie aber zu dem Schluß kommen, daß Ihre große Ölfeuerungsanlage auf den Schrott gehört, dann würde ich mir einen Energieberater kommen lassen, vorzugsweise einen von den planenden Berufen, weil der das gesamte Gebäude im Blick hat.

Solange Arbeit und Kapital substitutiv sind, läßt sich auch viel geld sparen, wenn Sie einen Scheitholzkessel einsetzen und Holz selber hacken. Also : es sind viele Optionen offen.

Grüße vom heute ausnahmsweise kalten Niederrhein



Es kann auch zu der Zenralheizung...



...mit einem Kaminofen zugeheizt werden. Hat gegenüber dem Scheitkessel den Vorteil, daß wenn man keine Lust zum Nachlegen hat, die normale Heizung den Job macht.
Ich selbst bin auch der Pelletsfan und die Feinstaubgeschichte würde ich mal nicht so hoch hängen. Kennt jemand noch die alten G-Kat Plaketten wegen Smog oder Ozon (eins von beiden war's)? Daß ist auch im Sande verlaufen, jetzt ist es der Feinstaub. Wenn es die ersten Fahrverbote gibt und die Feinstaubwerte in den Städten unbeeindruckt bleiben, weil die Sahara, die Blüten, die Äcker und die Autoreifen keinen Filter haben, wird es bestimmt um die Sache auch ruhiger...
Wenn in der Hütte eine alte Ölschleuder drin ist und das ganze drumherum für Öl eingerichtet ist, könnte auch ein neuer Kessel Wunder wirken (auch wenn ich das nicht machen würde). Mit dem/den Kaminofen/-öfen (sofern ein Zug da ist) würdest du dann auf etwas breiteren Beinen stehen. Dazu noch ein paar Kollektoren für Brauchwasser.



Warum?



Wenn Öl noch funktioniert ist jeder Umbau auf andere Energieträger nicht sinnvoll. Wichtiger ist hier wirklich etwas am Energieverbrauch zu tun, sprich dämmen. Die billigste Heizenergie ist die die man nicht braucht. Wärmepumpen sparen dann viel wenn viel verbraucht wird. Dies sollte aber nicht das Ziel sein. Auch mit den Preissteigerungen ist das so eine Sache. In den letzten 2 Jahren sind bei uns z.B.die Gaspreise um nicht ganz 0,5 Cent/kWh, die Strompreise aber um über 2 Cent/kWh gestiegen. Somit ist erstmal noch offen, ob das verheizen von Strom relativ günstiger wird.
Bei anstehenden Baumaßnahmen im Haus solltest du aber gleich in Richtung Niedertemperatur-Heizung bauen. Das halte ich für nie verkehrt. Da ist der von Dietmar angesprochene Energieberater für das was, wie und wo schon der richtige Ansprechpartner.

Gruß Marko