Aufbau Wandheizung

25.11.2008



Hallo,
wir sind gerade unter Anderem in der heissen Phase der Heizungsplanung und möchten eine Mischform aus Hüllflächenheizung, gezielten Wandheizungen und einem zentralen Grundofen realisieren.

Ich würde mich über einige praktische Erfahrungsberichte zu folgenden Punkten sehr freuen:

1. Heizleisten: Welche Arten von Heizleisten bewähren sich im Alltag am besten? Es gibt ja welche aus verschiedenen Rohr- und Lamellenmaterialien, mit aufgesteckten lamellen, aufgelöteten Lamellen etc. Wie ist es mit der maximalen Leistung pro Meter und "Knackgeräuschen"? Gibt es positive bzw. negative Erfahrungen mit bestimmten Herstellern?

2. Wandheizung: zwei von drei Wandheizungsflächen sind an Innenwänden, wshalb die Isolierung kein Problem darstellt. Muss man dort vor der Montage der Rohre einen Spritzbewurf als Vorbereitung für den späteren Lehmputz auftragen oder macht man das nach der Montage?
Welche Rohre sind am besten für Wandheizungen in Punkto Dauerhaftigkeit geeignet? Von Kunststoff höre ich wüste Geschichten.
Eine Wandheizungsfläche soll an eine Außenwand. Jetzt habe ich viel von Schilfrohrmatten als leichte Isolierung unter der Wandheizung gelesen. Das Backsteingebäude ist an den Wänden nicht gedämmt und ich würde gerne den Verlust an Wärme wenigstens etwas reduzieren, ohne Tauwasserprobleme zu bekommen. Wir montiert man dann später die Rohrleitungen auf den Matten? Muss da auch erst Lehmputz und dann das Rohr drauf oder verputzt man erst nach der Befestigung der Rohre?

Ich freue mich über jede Rückmeldung!
Viele Grüße
Alex



Heizleisten



Moin,

ich habe bei mir Radiatherm Heizleisten (CU-Rohr mit aufsteckbaren Lamellen). Das wichtigste bei dieser Heizung ist, meiner Meinung nach, die Vorlauftemperatur. Diese muss bei diesen Temperaturen (um 0°C) schon bei ca. 65-70°C sein, damit die funktionieren. Bei -10 °C sollten es 80-90°C sein.

Das widerspricht sich mit allen modernen Heizungssystemen, da diese möglichst niedrige Vorlauftemperaturen fahren. Zudem kannst Du dann die Kombination mit einer Flächenheizung nur mit einem Mischer zwischen den Kreisen fahren.

Wenn Du allerdings die entsprechenden Temperaturen fahren kannst, dann funktionieren sie tadellos. Ein weiterer Vorteil ist das man z.B. Steckdosen wunderbar mitverstecken kann und später ohne Probleme umlegen kann.

Auch das "versehentliche" Bohren eines Loches in die Wandheizung ist hier kein Problem.

Zu den Knackgeräuschen: Ich hatte am Anfang auch damit Probleme. Nachdem ich mir dann stabile Auflagen für die Rohre gebaut hatte und diese mit Filz u.ä. beklebt hatte, waren diese dann weg.

Gruß Ralf



Heizleisten und Heizungssysteme



Hallo,
ich kann leider noch nicht mit eigenen Erfahrungen aufwarten, habe mich aber auch für ein System mit Radiatherm-Heizleisten entschieden. Der Grund ist die einfache Erweiterbarkeit oder Änderung.
Dass Heizleisten hohe Vorlauftemperaturen benötigen ist erstmal richtig, aber es gibt moderne Heizsysteme, die damit klarkommen.
Ich habe mich für Vollbrennwerttechnik entschieden, wo der Brennwerteffekt durch die angesaugte Verbrennungsluft gewonnen wird und nicht wie herkömmlich über den Rücklauf. Der Vorteil liegt im größten Wirkungsgrad bei am höchsten benötigter Leistung, also wenn es draußen sehr kalt ist. Allerdings fallen Solarkollektoren dadurch erst einmal aus.
Einen schönen Abend noch, Kalle.



Materialien



Was die Produktauswahl hinsichtlich der Rohrsysteme für Wandheizungen betrifft, sollte es schon Verbundrohr sein.
Durchmesse mind. 14er wenn möglich 16er.
Fachspezifische Informationen können auch hier noch abgefragt werden:

Flegel GmbH - Bad Heizung Dach
Dirk Flegel
Radeberger Straße 110
01900 Großröhrsdorf
Tel.: 035952-46100
Fax : 035952-46035
eMail: dirk.flegel@gmx.de

Untergründe bei Wandheizungen bedürfen keines Spritzbewurfes, können also sofort unter Wärme mit Lehmgrundputz verputzt werden. Erst bis Rohroberkante, leicht antrocknen lassen und dann nochmals dünn überspritzen und vollflächig Glasfasergewebe einbetten und planeben aufziehen. Maschenweite des Gewebes mind. 10 mm!!

Nach Durchtrocknung des Grundputzes den Lehmoberputz ohne Wärmeeintrag aufbringen und oberflächenfertig ausbilden (abschwammen).
Dämmung an Außenwänden sollten nicht pauschal definiert werden, sondern bedürfen schon eines gewissen Maßes an Berechnung.
Wie dick sind ihre Bachsteinwände?

Wir können in der Uckermark bereits einiges an Referenzen aufzeigen und könnten uns auch vorstellen, Sie fachlich mit zu begleiten (Einweisung, Materialauswahl, Verarbeitungshandling, Maschinentechnik usw.).
Wir stehen Ihnen also auch gern fachlich mit zur Verfügung.

Grüße Udo Mühle