Fußbodenheizung unter Hobeldielen und Ziegelstein

22.11.2004



Hallo,
nun habe ich schon einiges gelesen und festgestellt, dass die Vorstellung eine FBH in Verbindung mit Holzdielen durchaus möglich ist.

Ich habe folgende Vorstellung mit meinem Heizungsbauer besprochen:

1. FBH im Trockbau mit Ziegelplatten
Aufbau von unten nach oben:
a) Iso 70mm WLG025 mit Alukaschierung
b) Heizungsrohre mit 18mm Durchmesser im Abstand von ca. 0,8m verlegt mit Alu-Wärmeleitplatten nach System Janßen (jetzt auch gesehen beim Jupiter) eingebettet in ein Balkenlager
c) 30mm Spannplatte
d) 4cm dicke Ziegelplatten im ca. 2cm Dickbett verlegt

2. FBH im Trockenbau mit Dielen
Aufbau von unten nach oben:
a) Iso 70mm WLG025 mit Alukaschierung
b) Heizungsrohre mit 18mm Durchmesser im Abstand von ca. 0,8m verlegt mit Alu-Wärmeleitplatten nach (z.B. System Jupiter) eingebettet in ein Balkenlager
c) 30mm Dielenboden

Diese Dimensionierung wurde - unter Vorgabe der Fußbodenbelagart und -dicke - von einem Fußbodensystemhersteller erstellt. So richtig begeister war mein Heizungsbauer nicht. Um nicht zu sagen, er glaubt nicht an die Funktion.

Könnt Ihr Fehler bzw. Schwachstellen in der obigen Dimensionierung erkennen? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Vielen Dank im Vorraus.

mfg
matse



Schwachstelle Fußbodenheizung



Die Schwachstelle ist die Fußbodenheizung an sich. Jede andere Form der Heizung ist besser und ein Holzboden braucht mit Sicherheit keine Fußbodenheizung.
Zum 1. FB-Aufbau habe ich die Frage, in welcher Etage befindet sich dieser Fußboden. Geht es um das Erdgeschoss? Wieso werden dann die Heizungsrohre in ein Balkenlager eingebettet? Befindet sich der Boden in einem Obergeschoss habe ich arge Bedenken bzgl. der Statik. Wurde die Konstruktion von einem Statiker kontrolliert?
Zum 2. Aufbau s.o.

Begeisterung kann da wirklich nicht aufkommen.



Re



Hallo,

Holz ist mit seiner Dichte von 700-900 kg/m³ nicht geneignet um über einer Fußbodenheizung zu liegen. Da das Holz die Wärme von unten "absperrt" muss die Heizung überdimensioniert werden um das auszugleichen. Wenn Sie einen Holzboden wünschen passt viel besser eine Wandheizung. Viele Grüße Gerd Meurer



Gleiche Frage



Hallo,

wir schlagen uns gerade mit exakt der gleichen Fragestellung herum. Bitte, wenn möglich um direkten tel. Informationsaustausch: (Jörg Steinbach: 0721/982 27 28 od. 0173/3218 444).

Unsere Infos zu dem Thema:
1) Dielenböden auf FBH sollen je nach Holzsorte bemerkbare Fugen produzieren.
2) 30 mm Holz ist m.M. zu viel Holz für FBH. Meines Wissens nach sind lediglich 0,15 Km2/W zugelassen. Das lässt sich mit 15 mm starkem Holz so gerade erreichen.

Über einen Rückfruf würde ich mich freuen!

Gruß, Jörg Steinbach.



Sir Isaac



Bevor Newton die Schwerkraft erfand schwebte alles frei und ungebunden im Raum. Heute glauben fast ALLE, man könne Naturgesetze überlisten - tatkräftig unterstützt von jenen, die am Glauben verdienen.

Grüße aus dem freien Raum



Ich schließe mich



Bernd Fröhlich an. Hatten hier nicht alle von einer Fußbodenheizung abgeraten?



Von allen möglichen Varianten ist die einfachste immer die Beste!!!!!



Hallo Matse!
Lassen Sie den Unfug, wählen Sie eine einfache ungefährliche Lösung für Ihren Bau. Es spart viel Zeit, Ärger und vor allem Geld.

Suchen Sie sich eine Heizung die mit überschaubarem Aufwand ein Maximum an Wohlbehagen bietet. Denn das ist der einzige Zweck einer Heizung. Wohlbehagen in der Kalten jahreszeit.
Abgesehen davon, daß die Fußbodenheizung nicht das Nonplusultra in Bezug auf Wohnklima ist, ist sie auch recht gefährlich. Ich verweise nur auf die vielen Firmen die sich mit Estrichtrockenlegung beschäftigen. Sie verzeiht keine Fehler.

Wählen Sie eine Strahlungsheizung. Die wärmt alle Umgebungsflächen gleichmäßig und verhindert kalte Füße.
Empfehlen würde ich natürlich Heizleisten. Einfach, übersichtlich preiswert; und... vor allem bestes Wohnklima.

Mit den besten Grüßen von der Ostsee

Der Ingo



Die einfachste Möglichkeit



ist die Befestigung von Heizkörpern an der Wand. Ist das das Beste? Im Gegensatz zu Ingo würde ich einer Niedertermperaturwandheizng immer den Vorzug geben. Die Heizuleiste ist eine Mischlösung zwischen der Wandheizung und dem Heizkörper. Viele Grüße Gerd



Von allen möglichen Varianten ist die einfachste immer die Beste!!!!!



Klar hat der Gerd Recht, daß es noch einfacher warm wird.
Aber er selbst würde sich, genau wie ich, niemals eine Luftheizung einbauen.
Deshalb scheidet dieses ja auch als Möglichkeit aus.
Wir wollten schließlich gesundes Raumklima und keine kalte Füße!

Der Ingo vonne Köst