Dehnfuge bei Wandheizung im Lehmputz

01.05.2007



Hallo Zusammen und einen schönen 1. Mai!

In meinen Dachschrägen möchte ich eine Wandheizung einbauen. Diese soll im Anschluss mit Lehm verputzt werden.
Auf den Sparren (ca. 1m Abstand) habe ich mit Schalbrettern (95 x 22) genagelt, den entstehenden Hohlraum von 180 mit Cellulose ausgeblasen.
Auf den Schalbrettern soll nun die Wandheizung befestigt werden. Es soll Aluminieumverbundrohr da 16 mm eingesetzt werden.
Den Lehmputz dachte ich in 2 Lagen aufzutragen. 1. Schicht 16mm und 2. Schicht ca. 5 mm Lehmfeinputz.
Wegen des Fenstereinbaus sind die Dachschrägen unterschiedlich. Nordseite 8, 5m x 2.2 m und Südseite 4m x 2,2 m.
Bedingt durch die Wärmeausdehnung befürchte ich Risse im Putz und möchte deshalb die Wärmedehnung berücksichtigen. In welchen Abständen sollte man eine Dehnfuge einbauen? Sind die einzelnen Flächen bei der Verlegung der Rohre bereits zu berücksichtigen? Und wie sollte diese gestaltet sein? Dazu fehlt mir eine passende Lösung.

Fazit ich bin in diesen Punkten ratlos! Bitte helft!

Danke Gerald



Dehnfuge bei Wandheizung im Lehmputz



Hallo Gerald,
wenn Du eine Wandheizung möchtest, dann baue Sie auch in eine Wand ein und nicht in die Dachschräge, wo praktisch keine speicherfähigen Massen vorhanden sind.
Ein guter Teil der Energie verschwindet so als Wärmestrahlung durch das Dach!

Viele Grüße
Georg



Antwort auf Georg's Meinung



Hallo Georg,
danke für deine prompte Antwort. Manchmal muss man Dinge eben hinnehmen wie Sie sind. So ist es auch bei meinen Bauvorhaben.
Völlig richtig ist, dass Speichermasse für eine Flächenheizung günstig ist. Wobei dann zu bedenken ist, dass die Heizung bekannter Maßen dann etwas „schwerfälliger“ sein wird.
Flächenheizung sind auch im Leicht- und Trockenbau mittlerweile gängige technische Lösungen und werden auch vom Bundesverband Flächenheizung e.V. empfohlen. Aber diese Diskussion ist nicht mein Thema, dazu gibt es im Forum genügend Beiträge.
Für mich ist Masse und Lehm für die Heizung und Raumklima auch wichtig, deshalb trotz Trockenbau der Lehmputz.
Der wird auch kommen, aber zur Ausführung fehlt mir noch das Detail zur Ausbildung der Dehnungsfuge im Lehmputz, wenn es eine durchgehende Fläche von eben 8,5 m x 2,2 m betrifft. Oder sollte ich die Fläche teilen?

Es wäre schön wenn mir Jemand seine Erfahrung mitteilen könnte.

Gruß Gerald



wozu dehnfuge



hallo ich habe etliche Wand-/Flächenheizungen mit Lehm Verputz und nie eine Dehnfuge eingebaut.Auf die Schalung müßte ein Putzträger(z.B. Schilfrohr, dann die Heizungsrohre)aufgebracht werden, beim Verputzen mit dem Unterputz muß die Heizung auf maximaler Temperatur laufen (schafft sich wärend der Austrocknung den benötigten Hohlraum für spätere Ausdehnung), der Unterputz muß flächig armiert werden(Armierung in den frischen Unterputz einbetten),für den Oberputz muß der Unterputz komplett trocken sein und die Heizung darf nicht laufen.
Was der Georg Böttcher schreibt ist natürlich richtig.(Wärme braucht Masse) nette Grüße andreas



keine Dehnfuge! - aber warum?



Hallo Andreas,

auch Dir sei Dank für Deinen Vorschlag.
Ich werde es dann sicherlich so ausführen, wie Du es beschrieben hast.
Aber restlos Verstanden habe ich es noch nicht. Bei Estrich, Holzdielen, etc. soll die Wärmeausdehnung berücksichtigt werden. Warum bei Lehm eben nicht. Zumal bei mir der Lehmputz mit 8,5 m Länge und 2,2 m Höhe doch eine beachtliche Fläche ist!
Wenn Jemand dazu eine Antwort kennt, wäre es sehr nett, wenn er uns diese mitteilen würde.

Gruß Gerald



Auch wenn das wieder nicht die Antwort...



auf die Frage mit der Dehnungsfuge ist:

Warum braucht eine Wandheizung "Masse", da sonst die Wärme sich via Strahlung(?) verflüchtigt?
Solange hinter der Heizung gut gedämmt ist, davon gehe ich hier mal aus, isses gut, die Reaktionszeit ist dafür um so schneller...



Die



Masse beim Heizen bietet der Putz.

Auch muss die Heizung beim Einputzen nicht laufen, was übrigens das Putzen erheblich erschwert.
Ein kurzes Anschalten nach dem Verputzen stört aber nicht!

Wir haben sehr viel Erfahrung mit Wandheizung. Dehnungsfugen sind icht nötig, das Auftreten von Schäden in diesem Zusammenhang ist nicht bekannt. Eine Wandfläche (z.B Aussenwand) die sonnenbeschienen ist hat höhere Wärmespannungen als eine Niedertemperaturwandflächernheizung

Auch empfehle ich eine gute Dämmung hinter der Heizung aus den schon benannten Gründen.



Bin beruhigt



Habt Dank für Eure Auskünfte, meine Zweifel sind getilgt. Ich werde also wie empfohlen handeln und mich auf den nächsten Winter freuen.

Gruß Gerald