Heizung mit oder ohne Dämmung

30.09.2012


Denke über eine neue Heizung nach, da wir einen neuen Heizbrennkessel brauchen. Wir heizen mit Flüssiggas und Kachelofen, Haus (Hanglage) hat nicht ganz 100qm. Der "Keller" wurde zum offenen Wohnbereich mit Küche und angrenzendem Gäste-Bad umgebaut. Die Bruchsteinmauerwände wurden innen gedämmt (Poroton WDF 180 Wandplatten Perlite gefüllt)und mit Klimasan-Perlite hohlraumfrei gefüllt. Der Boden wurde mit Betondecke aufgebaut und soll noch eine Dämmung und einen Estrich erhalten. Den Vorschlag Fußbodenheizung und Fliesen fand nicht so unseren Anklang, wir hätten lieber einen Dielenboden ohne Fußbodenheizung. Das darüberliegende Erdgeschoss (Fachwerk)ist nicht gedämmt ( Wandstärke ca. 15 cm, das Dachgeschoss ist teilweise gedämmt, Fußboden Gussasphalt, Decke zum Dachboden hin gedämmt, Dachboden kalt). Welche Heizung wäre zu empfehlen? Geht es auch ohne Dämmung der Wände?



Heizung



Da fällt mir nur Fußbodenheizung ein.



Selbst wenn ich wieder ...



... Stürme der Entrüstung einiger Forenmitglieder auslöse, möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich den Einbau einer Heizleistenheizung empfehlen, die durchaus auch einen Verzicht auf Dämmung der Fachwerkwände ermöglicht.

Diesbezüglich möchte ich auf die Beiträge "Heizleisten - die wohl angenehmste Art der Energieeinsparung" sowie "Energieeinsparung im Altbau - Möglichkeiten und Grenzen" auf unserer Website hinweisen:

http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/47-hd

http://www.meisinger-ingenieurleistungen.de/index.php/bauberatung/49-hd2



Natürlich



geht es auch ohne Dämmung aber......

Eine Flächenheizung ( Wand-oder Fußbodenheizung)ermöglicht den Betrieb in Niedertemperaturtechik. Eine leicht Innedämmung erhöht die Oberflächeentemperatur auf der Innenseite der Aussenwand um ein paar Grad. Das spart nicht nur Energiek sondern reduziert auch den Kondensatausfalll und schafft Behaglichkeit.

Grüße



Aufgrund der bereits erfolgten ...



... Wanddämmung und der Tatsache, dass der Wohnraum sozusagen im Keller ist, wird die Fußbodenheizung wohl die sicherste Wahl sein.

Das ist normaler Weise nicht meine Empfehlung -aber hier wurden schon vielel Tatsachen geschaffen, die nun zu so einer Heizung führen. Es gibt die Fußbodenheizung auch für massive Hobeldielen. Die Heizung wird dadurch vermutlich etwas Träger sein - machbar wäre es aber.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Im Erdgeschoss mit ...



... ungedämmten Fachwerk könnte dann eine Wandheizung in Kombination mit Holzdämmplatten sinnvoll sein.

Grüße,

Frank



Für den...



... Keller würde ich ebenfalls zu FBH raten, Dielung oder Parkett und FBH schließen sich nicht aus...
EG Wandheizung auf Dämmung...
DG fertig dämmen...

Als Wärmeerzeuger würde ich aus Kostengründen beim LPG bleiben und eine "kleines" Brennwertgerät installieren lassen... ggf. sind Änderungen beim Schornstein notwendig... dazu einen Speicher, der auch die Möglichkeit einer späteren Erweiterung um mindestens eine weitere Energiequelle (z.B. Solar, Wasserf. Holz) offen lässt...

Wenn Platz ist, könnte auch eine Pelletsgeschichte zielführend sein...

Wenn es das Grundstück hergibt, wäre auch Sole-WP eine Option, dann macht aber wirklich nur Flächenheizung Sinn... aber dann gehts auch richtig ans Geld...

Gutes Gelingen,
sh



Danke für die konstruktiven Vorschläge



Fußbodenheizung und Dielenboden würden wir akzeptieren, die anderen Vorschläge gehen auch in die Richtung, wie wir es gerne hätten. Unser Architekt hatuns ähnliches auch vorgeschlagen. Leider eklärt er uns nie, warum er was so und nicht anders machen will. Danke an alle für die Klärung.



Gegen den Einsatz von Fußbodenheizungen ...



... sprechen m. E. zwei gewichtige Gründe:

1. "Zimmertaifune / Zimmertornados"
Der beheizte Fußboden ist immer etwas wärmer als die ihm gegenüberliegende Decke, die durch von ihm ausgehende Strahlung aufgeheizt wird.
Er erwärmt zudem die unterste Schicht der Raumluft stärker als höhere Raumluftmassen.
Es entsteht praktisch eine Inversionslage, d. h. es liegt (zeitweise) eine Umkehrung der natürlichen, stabilen Luftschichtung vor.
Dieser unnatürliche Zustand kann sich physikalisch nicht lange halten.
Mit zunehmender Mächtigkeit der bodennahen Warmluftschicht steigt deren Auftriebsdruck. In der Folge bricht sich die warme, leichte Luft an x-beliebiger Stelle wirbelwindartig ihre Bahn nach oben und reißt nicht nur die warmen Luftmassen sondern auch Staubpartikel mit sich bis unter die Decke.
Auf diese Weise wird Hausstaub ständig in Bewegung gehalten. Gerade für Hausstauballergiker oder Asthmatiker ein Alptraum!

2. "Richtung der Hauptstrahlung"
Die noch nicht an Wänden, der Decke, Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen reflektierte Haupstrahlung geht von unten nach oben. Sie trifft damit senkrecht von unten auf die Körper der Raumnutzer. Die Füße werden somit am stärksten bestrahlt. Dies kann auf Dauer unangenehm, um nicht zu sagen lästig werden, denn die reflektierte, diffuse Strahlung ist immer geringer, da sie im Quadrat mit der Entfernung abnimmt.
Beim Sitzen z. B. werden nur die unteren Teile des "Laufwerks" intensiv beheizt, der Oberkörper hingegen nimmt nur die schwache Reflexionsstrahlung auf.
Ein m. E. erheblicher Nachteil gegenüber von der Seite wirkende Strahlungsheizungen, die mit ihrer Hauptstrahlung auf größere Körperflächen, egal ob beim Stehen, Gehen oder Sitzen einwirken.



@ Annelie Meisinger



Mit diesen uralten Kamellen die angstbestzte Schiene fahren sollte eigentlich nicht Ihr Stil sein...
Diese Vorurteile hatten sicherlich ihren Ursprung aus Zeiten, in denen Oberflächentemperaturen von 30° und mehr notwendig waren...
In diesem Fall eines gedämmten Altbaus (es geht m.E. um die Kellerküche) wird die Oberflächentemperatur sich nur um wenige Grade oberhhalb der Wohlfühltemperatur einpendeln, damit sind wirbelwindartige "Zimmertaifune / Zimmertornados" ausgeschlossen, ähnlich verhält es sich mit dem Strahlungsgefälle...

MfG,
sh



Nicht Heizung mit oder ohne Dämmung



ist hier die Frage, sondern mit was wollen Sie in Zukunft heizen? Weiterhin mit Flüssiggas und Kachelofen oder oder wollen Sie einen anderen Energieträger (z.B. Pelets) verwenden????
Davon hängt einerseits die Auslegung der Heizung und andererseits das Heizsystem selbst ab.

Grüsse Thomas



Hallo Rosetta,



Ihr Architekt sollte Ihnen aber erklären können warum er Ihnen dieses oder jenes vorschlägt.

Das ist ja keine Geheimwissenschaft die da betrieben wird.

Grüße aus Koblenz




Dämmung-Webinar Auszug


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