Fußbodenheizung in Neubau aus Holzständerwerk

06.04.2004



Wir planen den Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung. Zum Einsatz kommt eine Fußbodenheizung von Acalor. Die blanken Kupferrohre sollen nach Herstellervorgaben nach Verlegung von Zementestrich oder Anhydridestrich umschlossen werden. Nun möchte ich jedoch ungern Nässe in ein Neubau, der ansonsten völlig trocken ist, bringen. Begründung von Acalor sind Speicherfähigkeit und geringer Wärmedurchgangswiderstand. Ich hab dann mal ein bissl recherchiert nach Alternativen und unter www.zimmermann-electronic.de ein paraffiniertes Speichergranulat gefunden, welches zwar ebenfalls diese Aufgabenstellung übernehmen kann, jedoch unverschämt teuer ist. Für unser kleines Häusle wäre da der Materialbedarf weit in den fünfstelligen Bereich. Also völlig am Markt vorbei. Welchen Fußbodenaufbau könnt Ihr empfehlen? Bisher war gedacht an Deckenbalkenlage, OSB, Trittschaldämmung aus Holzweichfaserplatten, Rieselschutz, Lehmziegel (Grünlinge) um Masse zu bekommen, Leichtlehmschüttung und dann die Kupferrohre für die Fussbodenheizung. Bitte keine Verlegesysteme und Rohre irgendwelcher anderen Hersteller empfehlen. Die Rohre werden mit 300(!) Bar abgedrückt und als Kältemittel fließt da Propan durch. Wie kann ich den Aufbau alternativ gestalten, die Idee mit Gußasphalt hatte ich auch schon, aber mir wäre irgendetwas als Schüttung aus Naturprodukten lieber...





grundsätzlich, herr giersch, passt eine fussbodenheizung überhaupt nicht zum konzept eines hozständerhauses, das ist meiner meinung nach der falsche weg, hat ihnen das ihr Architekt noch nicht gesagt?
schöne grüsse
chr. bernard



Propan ????



Habe ich das richtig gelesen oder ist da etwas an mir vorbeigerauscht ???
Nachdenkliche Grüße



Richtig gelesen - Propan



Ja, ich hätte vielleicht dazu schreiben sollen, dass es sich um eine Wärmepumpenanlage handelt und das Kältemittel direkt durch die Fußbodenheizung läuft und die Wärme nicht über einen Wärmetauscher übertragen wird. Die Wärmepumpe abreitet also direktkondensierend und direktverdampfend...

Wieso soll eine Fußbodenheizung im Holzständerwerk falsch sein?

Danke für Feedback!





Hmm, also mit Propan in meinen Heizleitungen hätt ich irgendwie Bauchschmerzen. Sie haben sich das ja sicher ausgiebig überdacht, aber was passiert wenn irgendein Handwerker in 10 Jahren doch mal an der falschen Stelle ein Loch in den Fußboden bohrt?
Unabhängig davon könnte man sicher statt dem Estrich simplen, sauber gesiebten trockenen Lehm auf den Fußboden bringen, die Frage ist natürlich was dann drauf soll, Fliesen ist da natürlich nicht.
Aber fragen Sie mal bei Udo Mühle nach, der hat da vielleicht eine bessere Idee.





...muss nicht falsch sein. meine meinung: grundsätzlich handelt es sich bei einer fussbodenheizung eher um ein träges system, welches zu einem massivbau mit entsprechender speichermasse passt . ein hozständerhaus mit entsprechender Dämmung lässt sich schnell erwärmen (z.B. auch bei spontanem sonnenschein, wenn dieser als passive wärmequelle durch entsprechende Verglasung genutzt werden kann), reaktionsschnelle systeme (normaler radiator oder kaminofen) sind da flexibler. grundsätzlich geht vieles und ist nicht fasch, aber meiner meinung ist eine fussbodenheizung hier der falsche weg. muss aber nicht sein. schöne grüsse
chr. bernard



Re



Wie auch christian bernard halte ich die Fußbodenheizung im Leichtbau für falsch. Hier würde sich eine Wandheizung eventuell mit Bodentemperierung als viel regelfähiger und behaglicher zeigen. Viele Grüße Gerd Meurer



@Gunnar Schneider ...gesiebter trockener Lehmboden...



Eine Überlegung war ja, dass ich zwischen die Lehmziegel im Abstand von ca. 60cm kleine Doppel-T-Träger (wie lautet der Fachbegriff im Holzbau?)aus Holz in einer Höhe von ca. 15cm setze und dazwischen auf die Lehmziegel und Insatallationsleitungen eine Schüttung bringe, dann OSB-Platten und hierauf dann Terracottafliesen oder Linoleum, vielleicht im Kinderzimmer Parkett oder Dielen, jedoch kein Kork. Welcher Fußbodenaufbau wäre sinnvoll und vielleicht hat jemand eine Schnittzeichnung hierfür. Wäre echt nett. Danke vorab...



@christian bernard ...Architekt...



Mein Architekt ist eigentlich ein Steinhansel. Holzständerbau ist für Ihn Neuland. Warum ich mir keinen Architekten mit Spezialisierung auf Holzbau gesucht habe? Wenn jeder so denken würde, dann würde keiner jemals nach dem Studium einen Auftrag erhalten, denn jeder Architekt erreicht seine Spezialisierung und sein Fachwissen doch erst im Laufe der täglichen Arbeit. Studium mag ja alles schön und gut sein, aber die Praxis ersetzt es halt nicht. Auf jeden Fall ist er sehr bemüht, beliest sich eifrig und schließt sich mit befreundeten Architekten kurz. Gründach ist für Ihn auch Neuland...





eigentlich, herr giersch, sind wir hier ja im falschen forum, aber doch noch eine anmerkung oder anregung: haben sie schon mal über eine brettstapeldecke nachgedacht? bei kompletter fremdvergabe ist dies eine günstige alternative zum herkömlichen deckenaufbau. bringt ein bischen was an masse (ohne nässe) ein. untersicht (wenn holz o.k. ist?) fertig und die Trittschalldämmung kriegt man für ein efh durch entkoppelte lagerhölzer zwischen hozweichfaserdämmung und klassischen dielen ganz gut hin. das mit der fubohzg. würd ich mir dennoch nochmal überlegen. die häuser welche ich kenne und die die wir geplant haben kommen mit relativ wenig Heizung zurecht, wenn diese gebraucht wird, dann eher spontan und dem typus des gebäudes entsprechend nicht über ein träges system wie fubohzg. zumal diese bei ihnen ja sogar unter holz zuliegen kommen soll. lassen sie ihren architekten noch ein bischen nachdenken- haben wir ehrich gesagt auch oft genug getan. ihrer haltung zu ihrem architekten schätze ich sehr. solche bauherren wünscht man sich. bravo!
schöne grüsse. christian bernard



@christian bernard ...Architekt... Brettstapeldecke



Ist schon irgendwie witzig. Heute wurde ich von einem willigen Zimmerer aufgesucht, welcher mir ebenfalls Brettstapeldecken von http://www.klh.at empfohlen hat um Bauhöhe und Kosten zu sparen. Damit muss sich jetzt erst einmal mein Statiker auseinandersetzen. Von der Optik her wollen wir keine Holzdecken sondern lediglich zwei sichtbare Unterzüge leicht gekälkt und eine Stütze darunter im WZ. Ansonsten sollen die Decken weiß bleiben... Da bin ich mal gespannt, was mein Statiker sagen wird. Empfohlen wurde mir von Herrn Stolz eine "Hüllflächenheizung". Aber ganz ehrlich, ich bin mit Sicherheit offen für viele neue Produkte und Technologien (daher auch Einsatz von Wärmepumpe von Acalor http://www.acalor.de und Lüftungstechnik von Herrn Stolz http://www.oekoluefter.de) Mit einer Wandheizung kann ich mich nicht anfreunden, da ich immer an den Nagel in der Wand denken muss. In den Fußboden bohre ich ja nichts. Und Türstopper werden halt geklebt... Vor allem wohnen in unserem Häusle nach Fertigstellung auch noch zwei weitere Mietparteien. Da sehe ich leider Löcher in den Leitungen der Wandheizung vorprogrammiert.

Wieso eigentlich "falsche Forum"? Hätte ich den Thread besser in einer anderen Rubrik eingestellt?

Freue mich über weiteren Input ;-) Danke vorab!