Welcher Heizkessel ist für einen optimalen Heizleisten-Betrieb geeignet?

29.07.2005



Liebe Forenmitglieder,

wir wollen in den kommenden Monaten ein neues Heizungssystem in unser Backsteinhäuschen einbauen. Die Außenwände bestehen aus 48cm-Mauerwerk mit Luftschicht. Die Innenwände scheinen wie die Außenwände (mittlerweile aufgesägt und mit einer Horizontalsperre versorgt) ebenfalls durchfeuchtet. Das Gebäude verfügt über einen Gasanschluß.

Jetzt stellen sich für mich folgende Fragen:

1. Welcher Heizkessel (Niedertemperatur? Brennwert?) ist am besten für das Heizleistensystem geeignet? Gibt es geeignete Brenner, die sich kombiniert mit Gas / Holz befeuern lassen? Existieren bei derartigen Kombi-Thermen staatliche Förderprogramme?

2. Was macht man an solchen Außenwänden, an denen dummerweise keine Heizleiste installiert werden kann (z.B. verflieste Wand im Badbereich)? Sollte / kann man mit Fußbodenheizung kombinieren?

3. Hat jemand Heizleisten, die an Innenwänden installiert sind und kann derjenige vielleicht seine Erfahrungen hiermit preisgeben?

4. Vielleicht hat ja jemand von Euch in der Nähe (Nordvorpommern) eine Kombi-Therme mit Heizleiste, bei dem wir uns das ganze mal ansehen können? :-)

Es wäre schön, wenn ich vielleicht von Euch einige Tipps bekommen könnte.

Viele Grüße und dankeschön,

M. Sander aus Nord-Vorpommern.



hm



zu 1.) Warum wollt ihr Heizleisten einsetzen? Das ist ein im höchsten Maße auf Konvektion beruhendes Heizsystem. Das macht sich bei feuchten Wänden weniger gut als ein System mit Strahlplatten.

Die Wahl des Kesseltyps wird in erster Linie durch den zur Verfügung stehenden Brennstoff und die Vorlauftemperatur bestimmt, weniger bis gar nicht durch die Heizkörper/flächen. Zwischen Kessel und Heizkörper ist ja auch noch dein Verteil- und Regelkreis.

Brenner lassen sich immer nur mit einem Brennstoff befeuern. Es gibt Umschaltkessel oder (äh, wie hießen die noch?) Doppelbrandkessel (?), die mit zwei unterschiedlichen Brennstoffen befeuert werden können. Die sind allerdings von ihrer Form her immer ein Kompromiss zwischen zwei optimierten Formen und damit nie so effiezient wie ein Entwederoder-Kessel.

In Sachen Förderung würde ich zum einen mal im zuständigen Amt (wo auch die Bauanträge gestellt werden) nachfragen. Für die Finanzierung gibt es bei der KfW Sonderkonditionen (teilweise unter 2%!) für verschiedene ökologische Bauweisen und Modernisierungsmaßnahmen, die sonst keine andere Bank bieten kann.
http://www.kfw-foerderbank.de/DE/Bauen%20Wohnen%20Energiesparen/Frderberat.jsp
http://www.kfw-formularsammlung.de/Konditionen/Konditionentabelle9.pdf

zu 2.) Fußbodenheizung ist ebenfalls ein konvektives System.



Ähem



@Denis Limburg,
wie kommst Du denn darauf, dass Heizleisten in [Zitat:] "höchstem Maße auf Konvektion beruhendes Heizsystem" [/Zitatende] sind? Sie sind Beides: Konvektion und Strahlung.

Ich beschäftige mich in der Zwischenzeit auch sehr ausführlich mit dem Thema und wir haben uns für Heizleisten entschieden. Ich denke, eine bessere Alternative zu Wandheizung und Co. wird man nicht finden. Die kommen für uns nicht in Frage weil ich meine Bilder gerne da aufhänge wo ich es für richtig halte und Möbel dort stehen sollen, wo es für uns sinnvoll ist.

Die warme Luft, die die Heizleiste erzeugt, steigt an der Wand empor, erwärmt diese, so dass die Wände die Wärme nun zurück Strahlen und diese langwellige Strahlung alle Objekte im Raum erwärmt. Gegen Feuchte Wände (wir haben keine) und kalte Füße ideal.

@Martin
Wir sind auch noch auf der Suche für den passenden Kessel. Ich werde mich jetzt diesbezüglich mit dem Atmos Holzvergaser auseinander setzen weil für uns nur Festbrennstoff (Holz) in Frage kommt. Allerdings muss der Kessel nicht zwangsläufig auch förderfähig sein. Das mit der Förderung ist m.E. auch ein wenig Augenwischerei. Die kompensiert die höheren Anschaffungskosten nämlich mitnichten.

Schönes Wochenende wünscht
Ulrike



Restfeuchte



Moin, Ulrike und Dennis,

ich denke mal, daß gerade Heizleisten bei Wänden mit einer gewissen Restfeuchte empfohlen werden? So vermitteln es zumindest das verfügbare Informationsmaterial und die im Netz eingestellten Kommentare zu derartigen Heizleistensystemen. Das leuchtet auch ein, da angeblich ein hoher Strahlungswärmeanteil vorhanden ist.


@Ulrike.

Wie lange habt Ihr denn Euer Heizleistensystem schon? Habt Ihr schon bitterkalte Winter (gut) überstanden? Wie sind Eure Raumbeschaffenheiten?

Freue mich auf weitere Beiträge!

Auch Euch ein schönes Wochenende.

Martin.



Hm.



Ein Informationsdefizit meinerseits will ich grundsätzlich nicht ausschließen ;o) Mir sind nunmal noch keine Heizleisten als "Strahler" untergekommen.

Von welchem Hersteller sind eure denn?



Welche Heizkesselform denn nun?



Irgendwie bin ich noch nicht wesentlich schlauer als vorher. Welche Kesselart (Brennwerttechnologie oder Niedertemperatur...) ist denn nun optimal geeignet für den Gebrauch von Heizleisten? Gibt es Unterschiede?

:-(

Martin.



Niedertemperatur



Hallo,
meiner Meinung nach ist ein Niedertemperaturkessel im Altbau das richtige. Die Heizleisten haben eine relativ geringe Leistung pro Meter, dann kann es bei sehr tiefen Temperaturen sinnvoll sein, mit höheren Vorlauftemperaturen fahren zu können, anstatt mit übermäßig vielen Heizleisten die paar extrem kalten Tage mit möglichst niedrigem Vorlauf zu schaffen.
Ich habe selber eine solche Heizung seit vielen Jahren in einem nicht isolierten Fachwerkhaus in Betrieb und bin sehr zufrieden. Die von der Heizleisten- Wärmeleistung etwas unterdimensionierte Anlage habe ich mit einer steileren Heizkurveneinstellung entsprechend eingestellt. Bei extrem kalten Temperaturen läuft die Pumpe auf Stufe 2, dann reicht das voll aus. Warum kann man denn eine Heizleiste nicht vor einer gefliesten Wandfläche montieren?



...



Habe mal ein wenig nachgegoogelt, es gibt auch über Strahlung arbeitende Heizleisten: http://www.groemminger.de/tech_dat.htm

Für Brennwertkessel benötigst du eine seeeehr niedrige Rücklauftemperatur des Heizwassers, damit es zur Kondensation kommt. Die Temperatur sollte nach Möglichkeit unter 30°C betragen, bei Gaskesseln noch darunter, da die Abgase durch geringere CO2-Werte noch später kondensieren. Bei einer solch niederen Rücklauftemperatur hast du dann auch Vorlauftemperaturen bei höchstens 55°C, da größere Spreizungen der Heizflächen/körper unangenehm sein können.

Bei 55/30 hast du zur Raumtemperatur eine recht geringe "Übertemperatur", die du zur Wärmeübertragung benötigst.

In dem Temperaturbereich haben Heizleisten etwa 120 - 160 W/m an Leistung. Bei einem normalen Wohnzimmer, DIN-gedämmt, rechnet man als Daumenwert mit 2,5 kW benötigter Heizleistung, überdurchschnittliche Fensterflächen oder wenig Dämmung erhöhen den Wert. Du bräuchtest 15 bis 20 laufende Meter von den Leisten, die nach Möglichkeit nicht hinter einem Schrank oder einem Sofa verschwinden sollten.

=> Niedertemperaturkesseln ist in dem Fall der Vorzug zu geben

weil ich meine Bilder gerne da aufhänge wo ich es für richtig halte

schmale Aluleiste in 2,5 m Höhe an die Wand und gut ist

und Möbel dort stehen sollen, wo es für uns sinnvoll ist.

Das gilt auch für die Heizleisten.

Die warme Luft, die die Heizleiste erzeugt, steigt an der Wand empor, erwärmt diese, so dass die Wände die Wärme nun zurück strahlen und diese langwellige Strahlung alle Objekte im Raum erwärmt.

Die Effizienz von Strahlungskörpern ist höher, da beim Lüften (undichte Fenster oder Stoßlüftung) im Fall von Konvektoren wärmere Luft verloren geht, die Wände sind kühler.



Interessant!



Das hört sich doch schon einmal sehr gut an. Ich war der Ansicht, daß in gefliesten Bereichen keine Heizleiste aufgebracht werden soll.

Darf ich fragen, welche Temperaturen letztlich bei Außentemperaturen von ca. -10°C erreicht werden? Vermutlich ist die Raumtemperatur als Indikator für die Heizleistung doch gar nicht verwertbar?

Haben Sie, Herr Prickarz, eine Kombination aus Heizleiste und Fußbodenheizung bzw. einen Gas-/Öl-Kessel, der mit einem Feststoffbrenner gekoppelt ist?

Vielen Dank ersteinmal,

Martin Sander.



heizleisten



Hallo
schauen Sie mal bei www.sancal.de nach und lesen sie dort - vielleicht kann es Ihnen weiterhelfen.

mfG

Florian Kurz



...



Sehr interessante und lehrreiche Seite.

Die beantwortet auch die Frage nach dem Holzkessel http://www.sancal.de/sites/100fragen/A004.html , wobei dort offensichtlich keine Pellet-Öfen berücksichtigt wurden.



Was ist denn



an den Perfecta Heizleisten anders als bei denen anderen Herstellern? Würde mich nun schon interessieren. Vielleicht verstehe ich ja irgend etwas total falsch und der Fachmann klärt mich nun auf.

Im Übrigen werden nicht nur die Pelletöfen von Herrn Eisenschink nicht berücksichtigt. Auch die Holzvergaser fehlen. Weiter sind seine Thesen in Teilen sehr schlüssig und regen grundsätzlich zum Nachdenken an. Aber auch hier gilt: kritsch bleiben und eine eigene Meinung bilden. Dazu muss man oft nur aufmerksam lesen ...

Aluleisten zu unserer Einrichtung? Niemals!

Mobiliar kann sehr wohl vor Heizleisten gestellt werden. Bei Wandflächenheizungen sollte man das aber geflissentlich unterlassen. Auch der Nagel in der Wand könnte sich dann negativ auswirken.

Schlaflose Grüße
ULrike



die Kompliziertheit …



der Mittel und Systeme lassen viele Brenntechniken (Pellets, Stückholz …Brennwert…) gegenüber einfachen und abgespeckten Versionen "alt aussehen".
für was braucht man als "Otto Normalverbraucher - oder Ottine Normalverbraucherin" eine Hightech - designte Brenntherme mit digitaler Anzeigenvielfalt?
Vorher fragen was denn die Ersatzteile kosten. Und den Heizungsplaner - ach den will man sich ja auch sparen, wie die anderen kostentreibenden Planer - also dann fragen Sie den Installateur nach den einfachsten analogen Geräten mit nur ein paar Hähnen und Ventilen ohne viel Steuerungsschnickschnack.
Alles Unnütze und Anfällige geht schneller kaputt und hält nicht lange durch - dann kann man ja in ein paar Jahren wieder neu "dazulernen".
Neben der einfachen Steruerungs und Brennertechnik kann man sich bei den sancal seiten auch in den 100 Fragen hierzu vertiefen - da muß man durch - oder sollte mal reinschauen.
als dann einen schönen lesereichen Sonntag und neue Erkenntnisse

Florian Kurz



Wer sagt was



von Heizungsplaner sparen? Lieber Herr Kurz, das war nicht fair!

Es kann ja wohl unmöglich falsch sein, sich selbst so gut es geht zu informieren. Und sich eine Meinung zu bilden, ist auch nicht verkehrt. Dazu liegen auf meinem Schreibtisch derzeit diverse Bücher. Auch welche von Herrn Eisenschink. Gerade er plädiert doch dafür, sich nicht für dumm verkaufen zu lassen.

Und genau das ist mein Ziel. Übrigens Pflege ich zu lesen, was da auf meinem Schreibtisch liegt ...

Sonntägliche Grüße
Ulrike Nolte



nee, das war doch nicht persönlich …



gemeint Frau Nolte.
eher so im Allgemeinen die Tendenz festgehalten.
:-)
es ist freilich gut alles kritisch zu hinterfragen - aber ich denke "eigentlich sollte das eher die Aufgabe des A .. oder Planers sein eine breitgefächerte Meinungsvielvalt anbieten zu können und auf die wichtigesten Tendenzen im Bereich Bauen auf Fragen des Bauherren eingehen zu können.
Nachhaltiges Planen heißt Zusammenhänge richtig zu sehen...

Guten morgen und schönen Sonntag

Florian Kurz





Wir haben Heizleisten von Sancal und bereits seit 2 Wintern warme Füße :-).

Heizen tun wir mit Gas-Brennwert. Ich hab zwar keinen Vergleich, aber ich finde die Gasrechnung schon ziemlich hoch.
Prinzipiell ist es aber nicht schlecht, denn Gas-Brennwert ist ja besser, je niedriger die Vorlauftemperatur. Den Kessel, den wir haben (von der Firma, mit denen Sancal immer zusammenarbeitet), würde ich allerdings nimmer kaufen. Die Bedienungsanleitung ist grottenschlecht und der Service bei uns in der Gegend auch.

Wenn ich's nochmal zu tun hätte, würde ich einen Buderus GB142 kaufen (leichte Bedienung und leicht für die Wartung auseinanderzubauen, was Wartungskosten spart) und dazu den Holz-Spezialheizkessel Athmos. Den kann man "dazwischenschalten". Man schmeisst ganze Holzscheite rein (Vorteil!) und wenn das Holz verbrannt ist, schaltets automatisch wieder auf Gas um (das Umschalten kann man auch abschalten). Wir haben grade von der Ovag Bescheid bekommen, dass die Gaspreise bei uns um 9% erhöht werden. Da wäre doch ein Holz-Spezialheizkessel grade das richtige... Ich weiß nicht, ob wir den bei uns auch zwischenschalten können (weil anderes Fabrikat), aber ich denke mal, das lohnt sich auf jeden Fall. Der kostet nämlich "nur" um die 2.500 Euro mehr und bei den Gaspreisen hat man das sicher bald wieder raus.

Grüße Annette

PS:Das mit den erwärmten Wänden, die dann abstrahlen, das empfinde ich nicht so. Unsre Wand wird nicht "warm", es ist eher die Luft, die einfach besser verteilt wird als mit den üblichen Konvektoren. Aber bei uns ists auch mit 19,5 Grad kuschelig warm. Das stimmt auf jeden Fall. Die Heizleisten sind klasse, ich würd die immer wieder kaufen.



nochwas



Unsere Rücklauftemperatur ist ca. 5 Grad weniger als der Vorlauf. Auf jeden Fall nicht mehr als 8 Grad.

Schränke kann man davorstellen, sollte allerdings nen kleinen Abstand haben und auf Füßen stehen, damit noch Luft angesaugt werden kann (Küche, Schlafzimmer).

Bei Sancal wird kostenlos geplant und ausgerechnet, wieviele Heizregister benötigt werden. Wir haben nirgends 20 lfm Register. In einem Raum und im Flur gings nicht an der Außenwand, dann wurde halt die Innen wand benutzt.



Für uns



kommt halt weder Gas, noch Öl in Frage (diese Glaubensfrage muss nicht diskutiert werden). Auch Pellets und Hackschnitzel haben ihre Tücken. Deshalb bin ich ja auf der Suche nach dem optimalen/vernpnftigen Stückholzkessel.

@Herrn Kurz
Leider sind sämtliche Berater auch mit irgend einem Produkt besonders verhaftet. Und wenn sie sich als noch so unabhängig bezeichnen. Ist auch irgendwie logisch. Jeder pflegt sein Netzwerk. Ich habe jedenfalls noch keinen Berater, in welch einem Bereich auch immer, erlebt, der keins hätte.

Sonnige Grüße
Ulrike Nolte



Denk ans Alter oder an Krankheit



... dann muss man erstmal Holzscheite schleppen, um's warm zu haben; auch, wenns einem mal nicht so gut geht.
Also ich glaub, die Zeiten sind vorbei...
Oder wenn man abends nach Hause kommt und der Kessel kalt ist...

Ich würd mir das gut überlegen, nur mit Stückholz heizen zu wollen...

Außerdem in Verbindung mit Heizleisten (wenn Kessel aus, dann muss alles erst wieder aufgeheizt werden und DAS dauert...)...

Willst Du das wirklich?

Grüße Annette



Ja, wir wollen



Annette. An Krankheit usw. haben wir auch gedacht, uns alles gut überlegt.

Unser Anliegen für uns: Weg von den fossilen Brennstoffen, weg von dieser Abhängigkeit. Es reicht schon, wenn man (wir) die teuren Spritpreise akzeptieren müssen. Obwohl mein Mann nun schon auf die Öffentlichen umgestiegen ist - alles kann er damit leider nicht erschlagen.

Ich sagte schon: Es ist eine Glaubensfrage, die jeder für sich selbst stellen und beantworten muss. Bekehren wollen wir niemanden. Gerne lassen wir uns auch als kleine Spinner oder ewig Gestrige bezeichnen ;-) Wir stehen dazu.

Lächelnde Grüße
Ulrike





*hmh*, also ich weiß das von meiner Schwester...

die hatte bei den Schwiegereltern im Haus gewohnt. Und morgens ist der Schwiegerpapa immer ganz früh aufgestanden, um zu Heizen, dass alle warmes Wasser hatten.

Klar, muss jeder selber wissen. Ich persönlich würde eine Kombi machen. Was ist, wenn Ihr in Urlaub fahrt? Dann bleibt das Haus kalt?

Wie auch immer. Ich finds super, wäre selber aber viel zu Faul dazu. Mich nervt auch die Gaspreiserhöhung von 9 %, die gestern ins Haus geflattert ist...



Hallo Ulrike,



ich kann deine ganzen Überlegungen 100% nachvollziehen, habe das in den letzten 1,5 Jahren ebenfalls "durchgemacht". Unsere Entscheidung ist aus verschiedenen Gründen für Holzpellets gefallen in Verbindung mit Heizleisten (Herstellerentscheidung steht noch aus). Mein Herz hängt aber immer noch an Stückholz. Ich denke bei Stückholz kommt es auf einer ausreichend großen Warmwasserspeicher an. Sprech doch mal Andreas Milling hier aus dem Forum an. Der heizt auch nur mit Stückholz, hat die Anlage weitestgehend selber gebaut. Wenn ich mich richtig an seine Ausführungen erinnere legt er im Winter einmal täglich Holz auf, sein Speicher hat einige 1000 Liter und im Sommer genügt es all paar Wochen für das Brauchwasser. Frag ihn einfach. Und halt uns auf dem laufendem, ist ein sehr interessantes Thema.



Laufend



Hallo Andreas und Claudia,

das Laufende ;-) findet Mensch auf meiner Webseite. Adresse im Profil. Es fängt ja erst an zu laufen ...

LG
Ulrike



@Andreas und Claudia



meine Frau und ich haben auch einen Freund, der Gleiches von seiner Heizung berichtet. Der große Warmwasserspeicher (bei ihm 8000 Liter; selber isoliert; Eigenbau) bringt den Komfort des seltenen Holz nachlegens.
Nach Besichtigung mußte ich feststellen, daß da beim Verbrennen des Holz (1xam Tag beschicken="großes Feuer") riesige Energiemengen frei werden, die in der Tat irgendwo Speicherkapazität brauchen, um nicht zu verpuffen.
Zusatzheizung?
Soweit ich von den Fachfirmen weiß, könnte mit einem Elektroheizstab in kurzen Übergangsperioden oder Urlaub das Wasser aufgeheizt werden. Das spart einen zusätzlichen Kessel und kann in der Anlage einfach integriert werden.

@ Martin Sander; Sorry konkret auf Ihre Frage habe ich keine Antwort. Wäre aber mal später schön zu wissen, wie Sie sich entschieden haben und warum so und nicht anders.

Grüße aus dem sommerlich kühlen Siegerland





Denkt mal an die Legionnellen.

Heiz mal ein mal pro Woche 8000 Liter auf 70 Grad auf...



Legionellen



Die müßten schon tot sein ;-), ich meine unsere Freunde. Aber ... Glücklicherweise leben sie noch.

Die 8000 Liter sind für die Heizung bestimmt. Nicht fürs Trinkwasser. Die Anlage läuft seit 12 Jahren.



assoh



in der Heizung sinn die Legionellen ja wurscht, aber wie wird das Brauchwasser erhitzt?



und



wo packt man einen 8000 l Speicher (wo gibts die überhaupt?) hin?

Der muss ja sackschwer und riesengroß sein?



Eigenbau



Da wurde eine freie Garage im Haus mit verzinkten Behältern aus einem anderen Industriebereich vollgepackt und anschließend das ganze mit Glaswolle und Isoplatten umbaut... Von außen immer noch Garage und von Innen ein Warmwasserbehälter mit Heizung (Heizkessel steht auch im Raum, da die Hitze ja im Bereich der Tanks bleiben soll.
Erspar mir weitere Details und Kommentare... Ungewöhnlich, aber es funktioniert.
;-)



*hmpf* wer hat schon ne GARAGE???



:-) an seinem 300 Jahre alten Haus *grins*...

Aber Schuppen ging ja auch. Aber wenn man da im Winter immer durch den Schnee watscheln muss, bissma Holz auflegen kann...

obwohl, früher oder später muss ma ja eh raus... (vor allem, wenn ma n Hund hat).

Der Andreas würd aber seine Garage net hergeben, gell???



Scharfsinnig



... Du hast Recht annette. Das Haus ist ein ungedämmtes 50er Jahre 2 Familienhaus auf dem Land.
Der Besitzer ist selbst Waldarbeiter....., also Holz kost ihn so gut wie nix.

Ein unkoventioneller Typ



Geld sparen



kann man mit so einer Heizung schon allein dadurch, dass man etwas tun muss um es warm zu haben. Die Fitness-Studios werden das zwar nicht gerne hören, aber mir macht das Freude ;-)

Gerade im Winter setzt man doch gerne etwas Speck an. Bequemlichkeit ist ungesund und frische Luft tut gerade im Winter seeeehr gut :-) Auch ohne Hund.

Grüße
Ulrike



oh weia...



... wenn Du wüsstest, wie dick meine Muskeln sind ;-)
auch ohne Holz schleppen (Schubkarren, Schaufeln...)...

Wenn man ein Fachwerkhaus saniert, da setzt man - zumindest im Sommer - keinen Speck an. Abends ist man sogar zu müde, um noch den Löffel zu halten ;-)...

Nun ja, im Winter schon eher, aber den braucht man ja für'n Sommer...

Nö, täglich Holz schleppen, das iss mir nix. Reicht schon, dass ich den Kirschbaum entsorgen musste ;-). Da schlepp ich lieber Natur-Pflastersteine rum...

Ich bin jetzt zwar nicht die Dünnste aber Probleme mit dem zunehmen, die hab ich nicht mehr Bo)



Schau mal



auf meiner Webseite nach - die zwei da, die können es vertragen - die Arbeit, meine ich. Alles Bürospeck.

Wieso entsorgst Du auch einen Kirschbaum? Ich bin überglücklich, dass so was in unserem Garten steht.

Ach, wenn doch alles so einfach wäre. Im Moment habe ich so einen Anfall von: Das schaffen wir niemals nie nicht.

Grüße
Ulrike



Äh. sorry Martin



wenn wir hier in deiner Frage so rumplaudern...
@ Annette: Nein, eine Garage würde ich nicht dafür hergeben, aber wenn man Platz hat, warum nicht.
Und auch wenn du mir jetzt vorwirfst aus der Not eine Tugend zu machen, mir hat es Spaß gemacht letzten Winter
jeden Samstag nach dem Frühstück das Holz für die Woche zu hacken. Man ist an der frischen Luft, man bewegt sich...
Es gibt Leute die kaufen sich für sowas einen Hund :-)
Ach ja, das Holz von deinem Kirschbaum hätte ich genommen.
Hab sogar inzwischen eine Kettensäge.





klar, wenn man Platz hat, ist sowas ideal. Keine Frage...
Wie gesagt, wir haben eine Gaserhöhung von 10 % bekommen und es hat mich schon tierisch (ok, wegen diesem Thread, ich gebs zu) geärgert, dass wir damals den einen intakten Kamin rausgerissen haben - in dem Raum, in dem auch der Brunnen ist. Da hätten wir nen schnuckeligen Grundofen reinbauen können, der hat nämlich sonst nirgendwo Platz, da hätt er super hingepasst *knurr*. und 10 % mehr das sind um die 200 Euro im Jahr...

Echt unverschämt sind die!

Darüber müsst Ihr Euch wenigstens nicht aufregen :-)

Im Winter will ich keine Bewegung, da muss ich mich vom Sommer erholen ;-). Obwohl, wozu hab ich einen Mann ;-)... der könnte doch...?

Kirschbaum musste dem Pool weichen. Na ja, er war auch schon alt und die Kirschen waren nur Steine mit Haut drumrum... Wir haben neue junge Bäume gepflanzt.

Grüße Annette



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zur Ausgangsfrage

Wir haben uns jetzt 2 Kessel rausgesucht:
Den Vigas 24 S, 25 KW und den Atmos DC 25 GSE, 25 KW
Der Vigas ist der günstigere Kessel, aber nicht förderfähig weil er die 88% Wirkungsgrad nicht ganz erreicht.

Der Atmos wird mit 50€/KW gefördert und erreicht dadurch fast das gleiche Preisniveau des Vigas (300 € mehr). Auch ist das ein Kessel, der in diversen Heizungsforen immer wieder empfohlen wird. Während vom Vigas nicht ganz so viele positive Berichte zu lesen sind.

Ich habe mich da Kreuz und quer durchgelesen. Die paar Wirkungsgrade mehr, die auch nur unter optimalsten Bedingungen erreicht werden, rechtfertigen m.E. nicht die extrem hohen Mehrpreise anderer Kessel. Deshalb lassen wir diese Modelle außen vor. Das Kundendienstnetz beider Firmen ist in D gut ausgebaut, also auch da keine Befürchtungen. Und einen Fachbetrieb, der uns den Kessel einbaut und wartet, habe ich auch schon gefunden.

Nun steht nur noch die Entscheidung aus, welcher Kessel es letztendlich werden wird. Da haben wir ja noch ein paar Tage Zeit.

@Annette
Ja, schade, dass ihr einen intakten Kamin rausgerissen habt. So eine Heizmöglichkeit ist doch was Feines, wenn auch nur in der Übergangszeit effektiv nutzbar. Meinen Männe habe ich schon geimpft, dass er künftig fürs Holzhacken zuständig ist. Jo, hat er gesagt - aber ich werde ihn dann doch trietzen müssen, oder selber machen ;-)

Ich wäre schon heilfroh, wenn ich einen intakten Ofen im Haus stehen hätte. Dann müsste ich mir jetzt keine Gedanken wegen einer Heizmöglichkeit während der Umbauphase machen. Wir werden uns wohl so einen mobilen Radiator anschaffen den man einfach an die Steckdose anschließt. Die Dinger sind zwar Stromfresser, aber man bekommt sie wenigstens gebraucht für einen günstige Preis.





@Ulrike:
Nimm am besten den Kessel, den eine Heizungsfirma "vom Ort" oder aus der Region betreuen kann.

Wir haben den "Fehler" gemacht, nicht Buderus zu kaufen. Buderus ist bei uns in der Region und jeder noch so kleine Heizungsbauer ist drauf spezialisiert und kann den Service machen. Anders so bei dem Kessel, den wir jetzt besitzen... Na ja... *seufz*...

Ist halt billiger als wenn einer erstmal ne Stunde an- und Abfahrt berechnet - und man auch noch auf genau diese Firma angewiesen ist, weils sonst keiner so richtig machen kann.

Ich könnt unsre Architektin grad sonstwohin schicken. Eins hab ich gelernt: Lass Dich von niiiiiiiiiiiiiiemandem bequatschen. Fast alles, wo mich "fremde" Leute bequatscht haben, das bereu ich heute.

Glaub mir, wir haben richtig gefroren, auch so ein Gas-Heizstrahler macht nicht richtig warm. Zwischendurch mal die Hände aber nicht ein ganzes Zimmer, in dem es auch noch zugig ist. Und wir haben von unseren beiden Kaminen den INTAKTEN herausgerissen (weil wir belabert wurden! - ansonsten wären wir nie auf die Idee gekommen...) und haben gefroren. Wie blöd waren wir eigentlich??? *grübel*... :-) Ich glaub, ich geh jetzt heim und bau mir wieder nen Kamin... nur leider müsste der oben durch das einzige fertige Zimmer (ok, 30 cm Fußleiste fehlen noch, ansonsten isses fertig)...

Aber ich sags Euch, das wär der IDEALE Platz gewesen. *heul* *nachtrauer*...

Als wir eingezogen waren, haben wir zuerst mit Öl-Radiatoren geheizt (sind Heizkörper mit Strom, aber innen fließt wohl erwärmtes Öl durch). Das war richtig kuschelig warm... :-)


Schade, dass man im Leben nicht auch "bearbeiten Rückgängig" machen kann...



hihihihihi



Die Taste suche ich auch! Biete Finderlohn! ,-)



Griiins



die Taste habe ich noch nicht gefunden, aber ein Mittel gegen zu viel rückgängig machen wollen:

Nicht alles glauben was man mir erzählt und vor allem mich nicht von meiner eigenen Überzeugung so einfach abbringen lassen. Schon gar nicht, wenns um so wichtige Dinge wie das eigene Haus geht. Dabei aber immer schön offen bleiben für vernünftige! und logische! Argumente. Den Betonkopp dürfen andere mit sich rumschleppen ;-)

In diesem Sinne - es wird ein Atmos - entgegen einiger "Fachmeinungen" (Produkt aus dem Ausland, kann doch nichts sein ... und preiswert noch dazu, das kann erst rechts nichts sein ...). Hoffentlich passen die 2 m hohen Pufferspeicher in den alten Stall. Der ist keinesfalls höher als 2 m, eher niedriger. Da werden wir uns wohl noch etwas einfallen lassen müssen: vielleicht auf 800 l Speicher verteilen, die sind nur 1,90 m hoch.

Am Montag messe ich nach, dann seh'n mer's scho.

Kalte Grüße
Ulrike