Heizleisten im Dachboden (Vorlauftemperaturen)




Hallo liebe Helfende,

ich interessiere mich für meinen Dachbodenausbau für ein Heizleistensystem.

Mit welchen Vorlauftemperaturen müssen Heizleisten betrieben werden?

Ich habe bisher normale Heizkörper überall im Haus angebracht. Kann ich an das bestehende Heizsystem Heizleisten für den Dachboden nachinstallieren? Oder ist wie bei einer Fußbodenheizung eine niedrigere Vorlauftemperatur und damit ein anderer Heizkreis von Nöten?
Sollte darüberhinaus bei der Erschließung eine zusätzliche Pumpe auf der oberen Etage mit Ausdehnungsgefäß installiert werden?

Der Dachboden ist mit neuer Dämmung mit Hinterlüftung, davor Gipskarton, ausgestattet worden.

Ich freue mich auf Meinungen



Hallo,



Heizleisten benötigen höhere Vorlauftemperaturen (60-70°C), sonst kommt da nicht viel raus!

Lass das ganze mal dimensionieren um eine Entscheidungsgrundlage zu haben.

Grüße Gerd



Vielleicht geht auch...



...die Variante Wandheizung und da kann man eben die gesamten Dachschrägen mit erfassen und nutzen.



Heizleisten



Wenn der Wärmebedarf, zB mit dem u.wert.net- Rechner ermittelt wurde kann die benötigte Länge der Heizleisten bzw in Abhängigkeit von der Gesamtlänge deren Vorlauftemperatur ermittelt werden.

Wie schon geschrieben wurde-
im Allgemeinen sind die Vorlauftemperaturen höher als bei Flächenheizungen, sodass sie eher mit Heizkörpersystemen kombiniert werden können.
Ein separates Ausdehnungsgefäß sollte unnötig sein- evt das vorhandene durch ein größeres ersetzen, falls überhaupt notwendig-
allenfalls einen Entlüfter am höchsten Punkt vorsehen.

Andreas Teich



Frage



Nur mal Interessehalber ... Welche Vorteile soll das Heizleistensystem im DG haben ?


Man soll ja immer noch was lernen können.
Beste Grüße - M.Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land



Verunsichert hat mich dieser Kommentar bei Sancal



Können an eine bestehende herkömmliche Zentralheizung Heizleisten angeschlossen werden, beispielsweise für ein ausgebautes Dachgeschoss?


Antwort: Nur mit einem erheblichen technischen Aufwand.

Wegen der unterschiedlichen Regel-
Charakteristik zwischen Heizleisten und Radiatoren müsste der Heizkessel mit einem für
die Heizleisten geeigneten Regler witterungsabhängig gesteuert werden. Thermostatventile an
den Radiatoren könnten dann das zeitweilig höhere Wärmeangebot drosseln.
Es müsste aber auch die Hydraulik der Misch-Heizanlage neu abgeglichen werden. Weil aber
von alten Zentralheizanlagen fast nie Montagepläne, geschweige denn Berechnungsunterlagen
vorliegen, müssten die Anlagen komplett erfasst und nachgerechnet werden. Der Aufwand
dafür lohnt sich nie.
Steht indessen eine Erneuerung der gesamten Zentralheizung bevor, so kann durchaus
geschoßweise vorgegangen werden. Allerdings sollte der Umbau zügig vollendet werden. Die
raumklimatischen Unterschiede zwischen den strahlungsintensiven Heizleisten und den luftheizenden
Radiatoren machen sich sonst sehr unangenehm bemerkbar.

Hintergründliches: Unser körpereigenes Thermoregulations-System passt die Wärmeabgabe
an die Umgebung mit unterschiedlichen Reaktionen sowohl der Umgebungstemperatur, als
auch der körperlichen Aktivität an. Die Anpassungszeit an geänderte Bedingungen dauert
durchschnittlich zehn Minuten. Geht ein Mensch von einem Raum, der strahlungsintensiv mit
Heizleisten beheizt wird, in einen anderen, in dem ein Radiator die Luft aufheizt, so empfindet
er das Raumklima sofort als zu warm. Im Laufe von zehn Minuten aber passt sich die
Thermoregulation den geänderten Temperaturverhältnissen an und der Mensch findet nun die
Raumtemperatur erträglich, wenn auch weniger angenehm als im Strahlungsklima der
Heizleisten.
Für diese Adaption der Thermoregulation gibt es keinerlei Gewöhnung; das heißt bei jedem
Wechsel des Raumklimas läuft der Anpassungsprozeß im Körper erneut ab. Deshalb wird das
Nebeneinander von Luftheizungs- und Strahlungsklima innerhalb einer Wohnung oder eines
Eigenheimes für die Bewohner schnell zum Dauerstress.
Diese gesicherte Erfahrung ist der Grund dafür, weshalb ein verantwortungsbewusster
Planer solche Anhängsel ablehnen sollte.
Ic hätte auch gedacht, es müsste doch ohne Probleme adaptierbar sein, doch der Bericht bei sancal

http://www.sancal.de/9-frage-koennen-an-eine-bestehende-herkoemmliche-zentralheizung-heizleisten-angeschlossen-werden-beispielsweise-fuer-ein-ausgebautes-dachgeschoss-antwort-nur-mit-einem-erheblichen-technischen-auf/



....das hat mich doch etwas verunsichert...ist das Ganze wirlich so dramatisch?



Also ich mußte wirklich grinsen als ich den



Artikel von san cal gelesen haben!

"Geht ein Mensch von einem Raum, der strahlungsintensiv mit
Heizleisten beheizt wird, in einen anderen, in dem ein Radiator die Luft aufheizt, so empfindet
er das Raumklima sofort als zu warm."

Also wir bieten Lösungen für einzelne Räume oder ganze Geschosse an, ich kann nicht nachvollziehen das san cal das nicht kann.

Grüße Gerd



Heizleisten-Heizsystem



Etwas übertriebene Darstellung,
Sonst müßte jeder Besitzer eines Kachelofens enormem Stress ausgesetzt sein,
wenn er anschließend einen mit Radiatoren beheizten Raum betritt.

Die Heizleisten sollten wie jede wärmeabgebende Fläche regelbar sein.

Hydraulischer Abgleich ist fast immer sinnvoll und wird gefördert-
zudem bringt er oft die mit geringsten Investitionen erreichbare höchste Energieeinsparung.
Wie groß dazu der Aufwand ist hängt immer vom Einzelfall ab.

Die Wärmeleistung des Kessels muß natürlich bei zusätzlich beheizten Flächen ausreichen.
Sollten irgendwann Brennwertgeräte installiert oder Erdwärmeausnutzung möglich
sein ist es zumindest bei einer Erweiterung besser, Flächenheizsysteme (Wand-/Bodenheizungen) vorzusehen.

Andreas Teich



Herstelleraussagen



Ich würde das nicht ganz so dramatisch sehen. Diese Aussagen stammen von einem Hersteller und dem ist selbstverständlich daran gelegen, sein Produkt zu verbreiten. Da bleibt die Objektivität oft auf der Strecke. Ich habe im letzten Jahr viele Gespräche mit Fachleuten bezüglich unseres Heizungsausbaus geführt und nur sehr wenige waren wirklich offen dafür, über ein Mischsystem zu reden.

Fakt ist: Strahlungsheizungen geben eine andere Wärme ab, als Konvektionsheizungen. Fakt ist ebenfalls, dass Strahlungswärme eine niedrigere Raumtemperatur erlaubt, als Konvektionsheizungen, da der Sinn darin liegt, eben nicht die Luft als Energieträger zu nutzen.

Relativierend ist, dass man in der Realität kaum von ausschließlicher Konvektions- oder Strahlungswärme reden kann. Normale Heizkörper geben je nach Bauart zwischen 30 und 70% Strahlungswärme ab. Umgekehrt gibt es auch bei Flächenheizung nicht nur ausschließlich Strahlungswärme, denn alles, wo die Strahlung auftrifft, erwärmt wiederum auch die Raumluft. Einen Zustand, wie oben auf der Skihütte, wo man aufgrund der intensiven Sonnenstrahlung bei -10°C draußen im T-Shirt sitzen kann, hat man in einem Gebäude nicht.

Natürlich haben strahlungsintensive Flächenheizungen den Vorteil, dass sie eine niedrigere Raumtemperatur erlauben, doch werden diese Unterschiede in meinen Augen gerne von den Herstellern dramatisiert. Ich kenne einige Häuser mit Mischsystemen und finde das in einigen Fällen sogar vorteilhaft. Es ist immer eine Frage, was sich der Heizungsplaner dabei gedacht hat (oder auch nicht).



Heizleisten sind teuer?



Wenn man viel im Netz liest scheint die Opton "Heizleiste" ja ein Abenteuer zu sein. Bei manchen funktioniert es wohl tadellos bei anderen wird die Bude nicht warm.

Mein Dachboden ist mit 200er Mineralwolle an Wänden, Boden und Decke gedämmt.

Darüberhinaus ist ja zB bei jedem Heizkörper ein Wattzahl angegeben, wenn man das mal selbst adäquat auf die angegebene Heizleistenwattzahl runterbricht, kann doch eigentlich nichts schiefgehen.
Ich bin durch die vielen Berichte im Internet verunsichert, spüre aber, dass für mich nichts wirklich gegen eine Heizleiste spricht. Irgendetwas sagt mir, ich soll das Abenteuer wagen.

Doch als ich mit Überschlagsrechnungen begann, bin ich über den Preis erstaunt.

Ich muss zwei Räume a 18qm beheizen. Jeweils eine Außenwand 6qm + eine Wand 3qm.
Wie ich es grob überschlagen habe (und nur darum soll es vorerst hier gehen) müsste ich schon beide Wände "befeuern".

Bei einer Heizkörperberechnung bräuchte ich bei 18qm circa 2000W (Vorlauftemp. ca 70°C).

Rechne ich dies auf Heizleisten um bräuchte ich ca. 9m.

Ist die Annahme richtig, dass man die Wattzahl bei Heizkörper und Heizleiste gleichsetzen kann?

Falls ja, bin ich etwas verwundert über den doch hohen Preis z.B. einer IVT Prineto mit 165€ pro Meter.

Das wären bei meinen beiden Zimmern circa 3000€, nur Material.

Bekommt man dafür nicht schon eine Fußbodenheizung?



kommt man dafür nicht schon eine Fußbodenheizung?



Ha z.B. so was.

https://wandheizung.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Gemeinsame_Dateien/Dokumente/Prospekte/WEM_Bodenheizung.pdf

Grüße Gerd



Danke Gert



Sieht gut aus!

Was kostet das ca pro qm?

Was ist anders/besser/schlechter als beim Ripalsystem?



Gerne,



ich kenne das Ripalsystem nicht im Detail.

Lass es Dir von uns mal anbieten.

Grüße Gerd