Heizkosten und Energiesparen im Fachwerk

Heizkosten

Energiesparen Energieeffizienzhaus

Ein Fachwerkhaus oder auch Riegelhaus genannt, wird auf einem Skelett aus Holz aufgebaut. Die Zwischenräume des Skeletts werden anschließend mit Mauerwerk ausgefüllt. Genau diese Bauart verleiht einem Fachwerkhaus seine unverkennbare Außenfassade. In Deutschland existieren trotz der großen Zerstörung im zweiten Weltkrieg noch immer über zwei Millionen Fachwerkbauten. Die meisten solcher Bauten können im Zentrum der Altstadt gefunden werden. Die meisten dieser Gebäude sind mittlerweile sogar mehrere hunderte Jahre alt, ab dem Jahre 1900 wurden nur noch vereinzelt diese wundervollen Gebäude errichtet. Dies erklärt aber auch, wieso die Energiekosten in solchen Gebäuden vergleichsweise sehr hoch ausfallen können. Dies ist vor allem auf altertümliche Bauweise ohne Dämmung zurückzuführen.

Wärmedämmung und Renovierung

Nur Wenige können sich vorstellen in alten Gebäuden zu wohnen, viele lieben aber auch den einzigartigen Charakter und die damit verbundene Wohnatmosphäre. Im Winter verliert ein Fachwerkhaus allerdings etwas den warmen Charakter. Wer einen Altbau oder ein Fachwerkhaus kauft, der muss wohl mit dem Verlegen neuer Leitungen, dem Einbau eines modernen Heizsystems und mit der Renovierung und Dämmung von Fassade und Fenster rechnen. Dies ist allerdings keinesfalls verlorenes Geld, denn schließlich handelt es sich um eine Investition, welche sich über die Jahre wieder amortisieren sollte. Die Dämmung eines Fachwerkhauses gestaltet sich etwas komplizierter, schließlich soll oft die originale Fassade erhalten bleiben und die Dämmung keinen Schaden an der Fassade hinterlassen. Im Innenraum dämmen ist zwar möglich, beschränkt aber auch gleichzeitig den Wohnraum. Im Zuge der Dämmung der Fassade empfiehlt es sich ebenfalls moderne Wärmeschutzfenster zu verbauen. Soll sogar ein neues Heizsystem gewählt werden, so empfiehlt sich für Altbauten eine Gasheizung. Alternativ hierzu kann aber durchaus auch eine Wärmepumpe oder Biomasseheizung sein. In Kombination mit Solarthermie lässt sich ein besonders hoher Effizienzgrad erreichen.

Energieanbieterwahl entscheidend

Verständlicherweise überwiegt der Effekt einer Wärmedämmung oder einer kompletten Renovierung beim Sparen von Energiekosten. Dennoch können Einsparungen bei den Betriebskosten ebenfalls auch durch einen Vergleich der verschiedenen Energieanbieter erzielt werden. Das Einsparpotential wird hierbei oft unterschätzt. In etwa kann durch die Durchführung eines Stromanbietervergleichs die Kosten für Strom um bis zu 40 Prozent verringert werden. Dies lässt sich auch auf viele andere Energieanbieter wie Gas umlegen. Vor allem in einem liberalisierten Energiemarkt wie Deutschland, sind durch die steigenden Anbieterzahlen die Möglichkeiten auf Einsparungen besonders gegeben. Dies ist vor allem auch durch diverse Boni möglich, welche bei einem Anbieterwechsel eingefahren werden können. In Zahlen bedeutet dies, dass je nach Ausgangslage bei Strom bis zu 300 Euro und bei Gas sogar bis zu 600 Euro pro Jahr eingespart werden können.



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