Alte Holztreppe - Wachs u. Lack entfernen




Hallo,

ich mal wieder ;)
Unser Häuschen besitzt neben Zimmern auch noch eine Treppe mit Holzbrettern. Nach Entfernen des alten Teppichs blieb Folgendes zurück: Klebereste auf gewachsten Stufen und Lack :( Das klingt nach Arbeit, denn Ziel soll sein: Hölzerne Trittbretter u. neu lackierte Rückseiten.

Aber!: Wie bekomme ich nun das Wachs u. den Lack möglichst holzschonend runter?

(Für den Teppichkleber habe ich schon ein Lösemittel gekauft. Das muss aber lt. Schwiegervater jemand anderes machen, wg. Baby)

LG, Johanna.





schleifen,schleifen,schleifen.....
ne, ist kein Scherz, Abschleifen ist die beste Methode. Würde auch mit Abbeizer oder Heisluftfön gehen, muß aber nicht sein.



Beim Schleifen ...



setzt sich aber immer das Schleifpapier so zu! Das schmiert wie die Hölle und ab geht nix.



wenn's das Schleifpapier (welche Körnung?) zusetzt,



vorher alles, was möglich ist, mit Heißluftpistole und Abzieklinge entfernen und dann schleifen.

Ist 'ne "schöne" Arbeit, mit der man sich viele Stunden beschäftigen kann!

good luck!

p.s.

Manchmal gelingt es die Stufen ohne größeren Aufwand auszubauen, das erleichtert die Arbeit ungemein.



Erst mal abbeizen...



Damit der Kleber weg ist. Lass den Heißluftfön weg! Der lässt das Bohnerwachs nur noch tiefer ins Holz. Hol Dir ne Großpackung Nylon-Schleifscheiben für die Flex. Damit geht das Wachs ab wie nix. Die Ecken musst Du schleifen. Führt kein Weg dran vorbei. Wir haben das Ganze grad hinter uns. Treppe über 3 Etagen. Bin so froh, dass es vorbei ist.
Viel Erfolg!
Marion





mir wäre Wachs auf Naturholzstufen lieber als Abbeizer.

nebenbei: Fass mal das Holz an, wenn Du mit der Nylonscheibe d'rübergegangen bist, das kann ordentlich warm werden. Da wird das Wachs wenigstens abschnittweise auch flüssig.





Gegen das Wachs an sich habe ich nichts, aber es ist irgendwie farbig. Es mach die Stufen dunkelbraun und das Naturholz schaut faserig durch. Sieht nicht schön aus.

Ich hätte lieber naturholzfarbene Stufen.

Was bedeutet das, dass das Wachs stellenweise flüssig wird?

LG



Der Abbeizer kommt durch das Wachs gar nicht durch...



Und so lange auf einer Stelle schrubben, dass es warm wird kann man auch mit der Nylonscheibe nicht. Sonst bist Du durch durch die Treppenstufe. Bei uns hat's prima geklappt. Wenn ich morgen die Kamera hier hab stell ich ein Foto ein.
LG
Marion





wohl die meisten Hölzer (mir ist jedenfalls kein anderes jemals untergekommen) werden dunkler, wenn man sie behandelt, die Eigenstruktur das Holzes wird besser sichtbar.
Dabei ist es egal womit man behandelt, außer das Mittel enthält abdeckende, also undurchsichtige Pigmente.
Einfacher Test: frisch gesägtes oder geschliffenes Holz nass machen oder mit Spiritus benetzen. Dabei kann man nichts falsch machen, man gewinnt aber einen Eindruck, wie ein farbloses Mittel (Öl, Wachs, Lack) später 'in etwa' aussehen wird (Glanz ausgenommen).
Holzoberflächen werden behandelt, damit sie stabiler werden, damit sie leichter gereinigt werden können (z.B.) mit einem feuchten Tuch und damit sie möglichst kein Wasser oder Schmutz aufnehmen.
Holzpflegemittel enthalten häufig ein Öl (das mit den gelösten Substanzen ausreichend tief in das Holz eindringt) und verschiedene Wachse, die die Oberfläche härten, vor Schmutz und Licht schützen und was sonst noch so alles beworben wird.
Deswegen ist Wachs auf Holz eher nicht schädlich, sondern sollte m.E. als holzschützende Komponente angesehen werden.

Wenn man ein Wachs warm macht oder ein einem Lösemittel oder einer sogenannten Beize löst, wird es flüssig. Wer mal eine eine brennende Kerze auf einen Teppich geworfen hat, weiß was dann passiert. Alternativ kann man versuchen einen Wachsfleck aus dem Teppich mit einem Lösemittel herauszubekommen: geht nicht! der Fleck wird größer, weil das Wachs sich immer weiter verteilt und das Lösemittel wieder verfliegt.
(Du könntest Deine Stufen vielleicht mit Löschpapierunterlage bügeln.... kleiner Scherz).

Daher ist es m.E. kein Unterschied ob man das Wachs auf der Stufen thermisch flüssig macht oder unter Zuhilfenahme irgend eines flüssigen Mittelchens. Das ungeschützte Holz wid beides aufsaugen wie ein Schwamm.

Wenn der Lack unter dem Wachs ist: Reinigen mit Stahlwolle, dann mit Spiritus und wenn nichts mehr runter geht mit der Heissluftpistole und Schaber. Dann schleifen.
Wenn der Lack über dem Wachs ist...... äh, Moment, wie hält der Lack denn dann eigentlich??

Wenn das ganze aber am Ende aussehen soll, wie rohes Holz gehe halt sehr vorsichtig vor, trage alles ab was geht und behandele die rohen Stufen nicht. Die Stufen später zu betreten, ist dann aber auch nicht so sinnvoll.

Fazit: Behandeltes Holz sieht aus wie behandeltes Holz, da spielt der Wachsrest keine entscheidende Rolle, rohes Holz sieht anders aus, sollte m.E aber unbedingt behandelt werden, insbesondere auf Treppenstufen.

@Marion
Mit einer Flex und einer Nylonscheibe (ich denke Du meinst den sog. 'Negerkeks') kann man abhängig vom Untergrund und destruktivem Verlangen sogar Brandflecken oder auch Löcher erzeugen, je nach Belieben und Härte des Holzes.
Ich bin auf Deiner Seite, dass diese Nylonscheiben sehr hilfreiche Werkzeuge sind. Einen Wachsrückstand damit rückstandslos zu entfernen halte ich für unmöglich, es sei denn, die Stufen sind hinterher ein paar mm dünner.

Gruß von Götz

(der hier nur seine Privatmeinung schreibt)



na ja... dann schleifen Sie mal



@Herr Ehlerding:
irgendwie endet anscheinend fast jede Frage vom hilfesuchenden Laien hier so. Aber ich mach ja gerne jeden Trend mit...
Klar krieg ich auch mit einer Nylon-Scheibe oder irgendwelchen Keksen kein jahrelang eingearbeitetes Wachs komplett aus einer Holztreppe. Wer sowas will, soll sich ne neue kaufen. Aber nach wochenlangen Versuchen mit allen erdenklichen Hilfsmitteln waren diese Dinger eben das Beste was wir finden konnten. Und ich weiß auch nicht, wie lange Sie auf einer Stelle rumschrubbeln wollen. Bei uns ging das Ratz-Fatz und da wurde nix warm. Unsere Stufen sind unten Eiche. Klar. Hartholz. Recht widerstandsfähig. Trotzdem haben auch wir als "Anfänger" weder Brandflecken noch Löcher da reingearbeitet. Jedes Schleifpapier auf egal welchem Schleifgerät (wir haben mittlerweilen 6 davon) war nach 30 Sekunden verklebt... Und der Abbeizer hatte gegen die recht dicke Schicht Wachs keine Chance. Fragen Sie doch mal Ihre Oma, wie oft die Treppen damals gewachst wurden... Die Anzahl der Wachsungen mal Jahre des Bestehens der Treppe + dem Dreck der dann inmitten der Wachsschichten liegen bleibt gibt für mich: Eckliges Dunkelbraun. Unsere Treppe wurde jetzt wieder geölt. Klar. Gibt nen Ton dunkler. Anbei ein Foto von noch nicht geschliffenen Ecken (weil mir doch wirklich der 30. Karton Schleifpapier für den Mini-Ecken-Schleifer ausging) und dem fertigen Zustand der Treppe. Ich glaube, dass ist mehr als zufriedenstellend so.
@Johanna:
Herr Ehlerding hat schon recht, rohe Stufen kannst Du nicht lassen. Aber egal ob Nylon-Scheibe oder schleifen, ein paar Milimeter werden immer weggehen. Wir haben unsere Treppe hinterher mit Hartwachs-Öl behandelt. Wir auch ein bisserl dunkler, aber sieht trotzdem immer noch schön aus. Mit frischem, lackiertem Fichtenholz kannst Du es aber nicht vergleichen. Ich hoffe, dass Du sowas nicht wolltest. Das kriegst Du bei ner alten Treppe nicht hin.
Trotzdem viel Erfolg und Spaß bei der Arbeit!
Marion



Das Wachs...



wird mit einer Parkettziehklinge oder einem Ziehklingenschaber entfernt, und der nachfolgende Schliff klebt mit den Wachs/ Lackresten bei wenig Druck und geringerer Geschwindigkeit deutlich weniger.

Grüße

Thomas



Nu aber richtig



Ich würde nie mit na Flex an eine Holztreppe arbeiten.Besorgt euch aus dem Baumarkt eine Rotex .16 scheiben drauf und los.Für die Ecken eine Ziehklinge und später einen Deltaschleifer.



100 Bandschleifblätter später ... ;-)



Hallo, ich kenne das Spiel. Die Treppe war nicht mehr zu retten, aber der Dielenboden (Fichte aus den 1920ern). wurde geschliffen. Für unsere Küche erhielt ich den Tip Soda zu verwenden. Ging ganz gut. 1l heißes Wasser + 3 Esslöffel Soda. Mit der Lösung ein Stück einpinseln (Schwamm ging ganz gut), nach 10min mit klaren Wasser die braune Pampe aufwischen und das Ganze notfalls mehrfach wiederholen.

LG vom Randsachsen



Oje, oje...



... das klingt ja wirklich nach mehr Arbeit als gedacht :(

Heute hat mein Mann erstmal den Teppichkleber mit einem Entferner dafür aus dem Baumarkt abgekratzt. Ging wohl ganz gut (habs noch gar nicht gesehen).
Darunter sind, wie stellenweise schon vorher zu erkennen war, die STufen so dunkelbraun wie bei MARION. Ich vermute, dass das schon ein Lack mit im Spiel war und dann draufgewachst wurde. Mein SchwieVa meinte auch, dass man das früher so gemacht hätte. (Ich mach heute mal ein Foto u. stell's euch rein, dann ist es etwas anschaulicher).

Meine Wunschvorstellung war naturholzfarbene Dielenbretter, aber natürlich mit farblosem Öl o.ä. behandelt.

Im Dachgeschoss habe ich in den vergangenen 2 Wochen (aber nur sporadisch gearbeitet) die alten Dielenbretter mit dem Bandschleifer abgeschliffen. Sieht wieder toll aus! Die waren auch komisch braun, aber nicht ganz so dunkel. Diese werden, da ebene Fläche nun mit Parkettlack 3x gestrichen.

Das Haus wurde um 1900 gebaut, die Treppe ins Dachgeschoss erst später. Trotzdem lebt heute niemand mehr, der die Treppe in hölzernem Zustand kennt. Die letzten Jahrzehnte war sie immer mit Teppichboden beklebt. Darum kann auch niemand genau sagen, was da drauf ist.

Ich halte Euch auf dem Laufenden ... :)



Also...



nach endlos wirkenden Stunden Arbeit, hat mein Mann es geschafft den allergrößten Teil des vollflächig verklebten Teppichs + Kleber mit Aceton u. anderem zu lösen.
Es war aber eine Sch...arbeit und ganz weg ist der Kleber noch immer nicht.
Für spätere Überlegende: Aceton ist viel billiger als der spezielle Teppichresteentferner, aber auch lange nicht so gut zu Verarbeiten u.auch nicht so wirksam, da es sich recht schnell verflüchtigt u. deshalb nicht so gut eindringt.

Nun lässt sich aber auch erahnen, wie das Holz wirklich behandelt wurde: Nämlich nur lackiert!! Da ist überhaupt kein Wachs verwendet worden, nur immer neue Schichten von Kleber aufgetragen, jedesmal wenn der Teppich gewechselt wurde, aber anscheinend der alte nie richtig entfernt.
Deshalb schmiert es jedes Schleifblatt nach Sekunden zu.

Der Geruch der Chemie ist übrigens recht schnell verflogen bei offenen Fenstern.

Nun werden wir morgen eine ordentliche Abziehklinge bzw. mehrere (HAT JEMAND EMPFEHLUNGEN?) besorgen u.dann den Rest abschaben. Das ist wirklich der Hammer. Das Zeug klebt immer noch! :)

Wie dem auch sei...mein Wunsch, (optische)Naturholzstufen hinzubekommen wird nicht machbar sein. Da müsste man eine neue Treppe bauen. Die Lackschichten gehen viel zu tief in das weiche u. inzwischen spröde Holz.
Darum wollen wir, sobald der ganze Kleber runter ist, nur noch anschleifen und dann wieder neu lackieren.

GIBT ES EINE MÖGLICHKEIT DER HOLZPFLEGE VORM LACKIEREN? Für geschundene Dielen? Wie gesagt, inzwischen ca. 80 Jahre alt.

LG, die für die vielen Tipps u. Meinungen dankbare Johanna.

PS: Bild kommt noch.





So eine Art Faltencreme für alte Treppen gibt's leider nicht.

Wenn Ihr euch entschieden habt, welche Oberfläche es werden soll (ggw. wohl neue Lackierung) beim Händler Fragen, ob es sinnvoll ist, für genau dieses Produkt, das ihr gewählt habt, auf genau dieser Fläche (also wohl angeschliffene alte Lackierung) eine Vorstreichfarbe zu benutzen, oder auch nicht, oft steht's auch auf dem Gebinde.

Als Werkzeug zum Abziehen siehe z.B. hier (gibt's aber auch in Baumärkten, beim Einkauf auch an Ersatzklingen denken):

http://www.bahco-werkzeuge.de/categories/139_1495_392.html

Wenn eine Heißluftpistole erreichbar ist, würde ich dennoch mal eine Probe an einer verdeckten Stelle machen, ob es sich vielleicht doch lohnt, das Ganze in ein Naturholz Gesmtkunstwerk zu verwandeln.
Man muss allerdings bedenken, dass keineswegs alle alten Oberflächen an Möbeln unt Treppen holzsichtig vorgsehen waren.
Wenn der Lack ab ist, können auch mal unterscheidliche Tönungen, Spachtelstellen und andere Schäden oder sogar unterscheidliche Holzarten auftauchen.

Ein Versuch ist's aber wert.

Gruß Götz.