Hausschwamm

15.11.2018


Hallo,

folgende Frage an die Community hätte ich hier. Und zwar wohne ich in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert (kein Fachwerk). Das Haus hat einen alten Lehm-Gewölbekeller. In diesem herrscht stets eine gewisse Feuchtigkeit - war ja früher auch so gewollt, da früher dort vor allem Obst und Gemüse gelagert wurden und das dann besser haltbar ist....

Die Feuchtigkeit im Keller steigt jedoch nicht weiter auf als vielleicht 0,5m bis maximal 1m vom Boden weg in den Wänden. Vom Aufbau her ist der Keller mit massiven Steinen gebaut (also keine Ziegel, sondern "echter" Stein, so ca. einen dreiviertel Meter dick). Wie gesagt, ab maximal 1m über Boden ist alles trocken - auch der "obere" Teil vom Keller - im Erdgeschoss hab ich sowieso keine Feuchtigkeit.

Nun habe ich schon lange (seit ich das Haus besitze, also seit 3 paar Jahren) bei meiner Kellertür am Türstock am Boden festgestellt, dass sich das Holz dort etwas zersetzt hat. Ebenso sind dort weiße Fäden zu sehen. Das könnten natürlich auch Spinnennetze sein - habe sehr viele Spinnen im Keller. Das Holz ist nur an den unteren 5-10cm angegriffen und fault - darüber ist es trocken und hat keine Schäden. Habe auch mal probiert mit der Spitzhacke da sanft reinzuschlagen - ganz unten bröselt eben etwas aus (also die unteren 5cm) - ganz oben am Türstock tut sich da gar nix. Da wo das Holz zerstört ist krabbel auch ein paar Asseln usw... übliches "Kellergetier" eben.

Bisher hab ich das nicht weiter beachtet. Meine Sorge jetzt - sofern es sich dabei um Hausschwamm handeln sollte - kann der auch trockenes Mauerwerk durchwachsen und wenn ja wie weit? Im Erdgeschoss hab ich keine Holzfußböden, die Außenwände sind auch aus Stein. Somit wäre theoretisch das nächste Bauchteil dass er angreifen könnte meine Zwischendecke zum ausgebauten Dachgeschoss. Zwischen der feuchten Stelle am Boden im Lehmkeller und der Zwischendecke liegen allerdings 4-5 Meter trockenes Mauerwerk. Meine Frage - kann der Hausschwamm eine solche Distanz an Mauerwerk - wohlgemerkt trockenes Mauerwerk - durchwachsen? Was meint ihr? Abgesehen davon sollten die Lebensbedingungen am Türstock für den Hausschwamm ja eher schlecht sein? Der Kellerzugang ist von außen und daher "zieht" es da stets etwas durch den Türspalt unten rein....

Vielen lieben Dank für eure Meinungen!



Hausschwamm-Analyse als erster Schritt



Bei einem Siedlerhaus aus den 1930er Jahren war die Zisterne nicht ganz getrennt vom Zulauf und dann vollgewachsen ... und das Haus aus Ziegeln bis zur anderen Seite durchwachsen.

Abbrennen und Giftinjektionen im kompletten Keller.

Nicht vermuten, sondern testen!