Fußbodenaufbau nach Hausschwamm-Sanierung

12.08.2011



Wir bewohnen ein Sandsteinhaus Baujahr 1895, dass in der Decke zwischen Keller und Erdgeschoss vom echten Hausschwamm befallen ist, der derzeit gerade bekämpft wird. Die Kellerdecke besteht aus einschaligem preußischen Kappen und daruf mittlerweile entfernt Sand-Schlacke-Schüttung und darauf Lagerhölzer mit Dielenboden.

Nun plane ich bereits den späteren Wiederaufbau des Fußbodens. Aus Sicherheitsgründen will ich in den befallenen Bereichen keinerlei Holz oder andere zellulosehaltige Baustoffen mehr einbauen, die dem Hausschwamm Nahrung bieten könnten. Folgenden Aufbau habe ich angedacht:

Auf die Kappen kommt eine Dämmchüttung aus Bituperl, darauf Trockenestrich aus Faserzementplatten und darauf ein Fußbodenbelag. Da Fliesen unerwünscht sind, wird es wohl was sythetisches in Richtung PVC oder Kautschuk (andere Vorschläge sind willkommen).

Nun meine Fragen:

1. Ist das so vernünftig?

2. Muss unter den Trockenestrich eine Dampfsperre/Dampfbremse, da durch die Dämmwirkung der neuen Schüttung dass Kappengewölbe kalt wird und die Gefahr einer Kundenswasserdurchfeuchtung besteht?

Grüße und Dank an die Experten
Jörg Ed. Hartge



Hier eignet sich



ThermoMix am besten, ThermoMix wird z.B. mit Zement als Bindemittel gemischt und eingebracht, nach dem abbinden folgt der weitere Bodenaufbau.
je nach Wahl des Mischungsverhältnisses, kann man auch direkt auf ThermoMix Fliesen verlegen.

Grüsse Thomas



Thermo-Mix?



Danke für den Hinweis auf Thermo-Mix. Bisher habe ich keine Erfahrung damit. Wenn ich es richtig verstehe, liegt der Vorteil gegenüber einer losen Schüttung darin, dass es keine Setzungserscheinungen gibt.

Ist meine Vermutung richtig, dass die Festigkeit gegen Punktbelastung nicht ausreicht, um direkt darauf Beläge (außer den ungewünschten Fliesen) zu verlegen, also zusätzlich etwa Trockenestrichplatten notwendig bleiben?

Und wie siehts mit meiner Ursprungsfrage zur Notwendigkeit einer Dampfsperre aus?

Grüße
Jörg



Schon beantwortet...



Hallo Jörg,

schau in den angehängten Thread, da sollte Du eigentlich die Antwort + Begründung finden.

http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/168364$.cfm

Grüße
Jörg



Schüttung versus Leichtbeton



Lieber Jörg, lieber Thomas

der zitierte Thread war zwar für mich sehr interessant, hat meine Kernfrage aber eigentlich nicht geklärt: Worin besteht das entscheidende Plus von Leichtbeton? Bis jetzt sehe ich die lose Schüttung auf einem Kappengewölbe klar im Vorteil:

1. Die Verarbeitung der Schüttung ist einfacher und schneller und bedarf keiner Hilfsmittel wie Betonmischer oder Betonwerk.

2. Mögliche Setzungserscheinungen einer Schüttung sind (bei geeignetem Material) leicht durch vorheriges Verdichten mit einfachsten Mitteln zu vermeiden.

3. Ein eventueller späterer Wiederausbau geht bei der Schüttung einfach und beschädigungsfrei mit Schippe und Besen. Beim Leichtbeton braucht man Hammer und Meißel.

4. Schüttungen brauchen keine Trocknungszeiten.

5. Statische Gründe für den Leichtbeton kann es eigentlich nicht geben - schließlich ist das Gewölbe für lose Schüttung konstruiert worden und hat das bereits 100 Jahre problemlos mitgemacht. Insofern verstehe ich auch Herrn Böttchers Bemerkung in dem genannten Thread nicht recht, dass es nachteilig sei, wenn die aufgebrachte Schicht keine Schubkräfte zum Gewölbe übertragen könne. Die alte Schüttung konnte das auch nie.

Immerhin wurde meine Vermutung bestätigt, dass eine Dampfbremse zwischen Oberboden und Schüttung sinnvoll ist. Aber wenn ich mit den vorstehenden Einschätzungen falsch liegen sollte, wäre ich für Hinweise dankbar.

Grüße
Jörg Ed. Hartge