Hausbock - Alte Scheune zum Wohnhaus umgebaut und nun Hausbock entdeckt!




Hallo,

ich habe in 2008 eine alte Scheue zum Wohnhaus umgebaut und dabei wurde altes Fachwerk, welches meiner Meinung nach schon "angeschlagen" war erhalten. Da diese Seite offen war, dachte ich, dass die Witterung hier ihre Wirkung gezeigt hat. Mein Architekt oder Zimmermann hatten allerdings gesagt, dies sei kein Problem. Man hat mir auch nicht zu einer Behandlung gegen Schädlinge geraten, warum auch immer?! Das Dachgebälk wurde aufgedoppelt und teils ausgetauscht (Nadelholz imprägniert). Im alten Fachwerk was frei im Wohnzimmer steht, habe ich letztes Jahr Nagegeräusche wahrgenommen und kurz darauf aber eine Holzwespe gefunden, deshalb habe ich mir nicht weiter gedanken gemacht, bis ich am Freitag eine Hausbockkäfer, tod aufgefunden habe. (Aktuell kann ich an ca. 5 Stellen geräusche hören) Ich hatte dann meinen Zimmermann hier, der mir empfohlen hatte die Balken mit Adolit zu Streichen und an den hörbaren Stellen in Löcher zu spritzen. Dies wurde heute nach einer halben Std abgerochen, da das Holz geölt wurde und das Mittel nicht eingezogen ist. Nun benötige ich Rat, am besten von einem Fachmann, welcher sich das vor Ort einmal anschauen kann und mir eine Vernünftige Lösung vorschlägt. Ich hoffe nur, dass ich nicht das ganze Dach wieder Freilegen muss! Dämmung+Gipskarton auf ettlichen qm.

Ich bin ziemlich ratlos und die ganze Geschichte bereitet mir unglaubliche Magenschmerzen! Anbei ein Bild vom Käfer.



hier noch ein Bild vom Innenraum...



Ich würde gerne folgendes wissen:

1. Im Zugebauten Bereich, gedämmt und mit Gipskarton verkleidet: Selbst wenn hier ein noch alter Befall vorhanden ist, kann eine weitere Ausbreitung doch ausgeschlossen werden, weil ein Paarung, ja eigentlich sogar der Ausflug unmöglich ist, oder?

2. Ob ein Heißluftverfahren überhaupt möglich ist, da es sich hier um ca. 5 Meter Deckenhöhe handelt und alles ziemlich offen ist.

3. Hätte der Architekt nir zu einer Behandlung raten müssen? Er hat von der "Sichtung" über die Planung bis zur Bauaufsicht alle Leistungen erbracht.

4. Das WICHTIGSTE: Ich suche einen Fachmann, welcher sich vor Ort ein Bild und einen vernünftigen Lösungsvorschlag bieten kann.

Vielen Dank





1. du machst es den tieren damit etwas schwerer , aber sie suchen sich ihren weg . vorallem die weiber , welche den len lockstoff des männchen folgen . ABER ... die larven koennen jahre bis jahrzehnte im Holz bleiben und es zerstören .

2. an die verbauten stellen wirst du so mit der heissluft sicher nicht kommen , da sollte aber ein fachmann mehr zu sagen koennen ...

3. wusste er denn von einem Befall ?

4. es wird sich sicher heute hier jemand mit adressen melden ...

ich an ihrer stelle würde mit einem fachmann vor ort alles direkt besprechen und mich im vorfeld nicht verrückt machen lassen .... das bringt nichts .



Hausbockbefall



Schreiben Sie Ihrem Architekten eine Mängelanzeige.



Ungebetene Gäste



Hallo Jannis

Ich denke, dass du einen wirklichen Holzschutzspezialisten für die weitere Beurteilung brauchst. Nachdem die räumliche Entfernung doch ein wenig groß ist, würde ich dir gerne einen geschätzten und äußerst versierten Fachkollegen, der nicht weit von dir enfernt ist, empfehlen:

Dipl.-Holzing. Reiner Klopfer
Sachverständigenbüro für Holzschutz
Winzergasse 13
76889 Gleiszellen
Telefon: 06343-7007445
Telefax: 06343-7007446
e-mail: info@holzansicht.de

Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig weiterhelfen. Die vom Zimmermann vorgeschlagene Maßnahme halte ich übrigens für wenig hilfreich. Auch würde ich den Zimmermann und den Architekten eindringlich an ihre Pflichten bzw. ihre Verantwortung laut Baurecht erinnern.

Mit den besten Grüßen aus Franken


L. Parisek





Hallo Herr Parisek,

vielen Dank, ich werde morgen Kontakt mit Herrn Klopfer aufnehmen.

Viele Grüße