Haus von Oma geerbt

26.08.2017 marcus



Hallo Leute, bin neu hier und hoffe ein paar Tipps und Meinungen von euch zu bekommen. Habe das Haus von meiner Oma geerbt und bin nun mit meinen 24 Jahren am Überlegen was ich mache.
Das Haus ist Baujahr 1846 und ich möchte es gern erhalten weil es nun schon so alt ist und auch sehr viel Erinnerungen dran hängen da ich fast meine gesamte Kindheit dort verbracht habe. Das Haus ist ein Fachwerk, die Gefache mit Lehm und Stacken ausgefüllt. Der Giebel auf der Wetterseite ist mit Bieberschwänzen geschützt. Das Dach wurde von der Wetterseite (um 1980) auch schon "neu" eingedeckt. Die andere Seite ist noch mit alten Bieberschwänzen.
Die Balken sehen noch ganz gut aus, zugegeben 4 müssten man mal austauschen, diese sind stark vom Holzwurm befallen und einer ist 1945 von einem Granatsplitter getroffen worden.
Nun mein Problem: Die Außenwände beulen sich nach außen aus und der Rähmbalken macht eine Kurve. Es gibt wohl auch kein Fundament, dies waren "nur" Eichenbalken, ich denke das diese nicht mehr da sind.
Risse gibt es nun noch nicht, insgesamt sieht alles noch stabil aus und die eigentliche Substanz ist gut, ebend alles nur Schief.
Was würdet ihr sagen ? dringender Handlungsbedarf oder im Rahmen ?
Bilder Folgen!

Gruß Marcus



Erinnerungen an oma



Vieles sieht schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist! " Ich " würde es so lassen wie es ist. Mal schauen ob der H-Wurm noch aktiv ist, ich bezweifel es aber. Was mich stören würde, ist das unschöne, plastik Abluftrohr.

mfg



Beruhigt mich



Das hört sich doch schon mal gut an. Der Holzwurm ist noch Aktiv, wenn man am Abend ganz still ist hört man ihn manchmal knabbern ;) und einige Balken im DG sind devinitiv schon "durch".
Mir macht nur sorge, dass die Außenwände 6cm ausgebeult sind (von innen gemessen),und die Dielung auch schon mächtig gesackt ist.
Kennt jemand vllt. einen Guachter/Statiker aus Raum Magdeburg/Stendal der sich gut mit Fachwerk auskennt ?
Würde mich dann noch mehr beruhigen wenn mal jemand live drüber schaut.
Übriens: Das unschöne Plastik abluftrohr muss erstmal bleiben, ist von der Heizung und aus Stahl ;), Kachelofen gibts aber auch noch :P.





Hallo Marcus,
habe selber ein Haus übernommen, welches ungefähr in gleichem Zustand war (Bj. 1902,). Die Außenwände haben sich durch Kriegsbeschädigungen und danach durch schnelle oder unprofessionelle Flickarbeiten nach aussen gewölbt. Trotz dieser anfänglich geglaubten Mängel, ist die gesamte Stabilität gegeben und das gesamte Haus ist durch einen Verblender nun "glatt". Falls ein "Sachverstängiger" nicht großartige Mängel an der Tragfähigheit der Wände sieht, würde ich mir keine Gedanken machen.
Die haben damals schon gut gebaut...
Gruß Nils