(?Haus-)Schwamm an kammergetrocknetem Bauholz

04.09.2020 .

(?Haus-)Schwamm an kammergetrocknetem Bauholz

Liebe Fachleute,

ich habe heute beim lokalen Sägewerk Kanthölzer (kammergetrocknet) für einen Dielenunterbau geholt.
Nun habe ich beim Entladen an einem Ende Schwamm entdeckt (siehe Bild).
Ob das echter Hausschwamm oder irgendein anderer ist, kann man an dem Bild bestimmt nicht feststellen.
Nachdem wir aber schon eine Hausschwammsanierung hinter uns haben, möchte ich mir keinen neuen einschleppen und zumal unter dem Boden jedes Risiko vermeiden.
Was ich mich dswg. Frage, ist, falls das Hausschwamm ist, ob der von vor oder nach der Trocknung ist und wenn von vorher, dann abgetötet (ich gehe davon aus, dass die Trockenkammer heiß genug ist) und wie groß das Risiko ist.
Kann mir jemand sagen, ob sowas öfter bei Bauholz vorkommt?
D.h.:
Reklamieren?
Oder sofort aus dem Haus schaffen und verbrennen und alles was damit in Berührung gekommen ist auch (oder wenigstens mit Isopropanol tränken)?
Oder ignorieren?
Mir fehlt da die Erfahrung.

Vielen Dank im voraus!



Mängel



es ist eigentlich ziemlich wurscht, was für ein Schwamm das ist. Ich vermute, du hast mängelfreie Ware bezahlt, also ich würde so schnell wie möglich die gesamte Charge zurückschaffen.



Da hast Du einerseits Recht.



Ich ärgere mich auch wahnsinnig, dass ich die Kanthölzer nicht genauer kontrolliert habe (war natürlich kurz vor Schluss und hektisch). (Abgesehen davon, dass ich keine Hobelware genommen habe; wollte ich eigentlich, dann hatte der Staplerfahrer aber die anderen runtergeholt und ich habe nicht aufgepasst; wobei es für den Unterbau nicht so eine Rolle spielt (bis auf den konstruktiven Holzschutz?)).

Andererseits scheinen die anderen in Ordnung zu sein und ich habe jetzt schon alles schon zum Zwischenlagern auf die Kehlbalkenebene im Dach geschafft (war natürlich der Letzte).
Und alles wieder runter und aufs Auto und dann rumstreiten (ist auch schon auf Länge gekappt) und dann wieder rauf muss ich ja leider selber machen (werden die ja leider nicht für mich).

Mein Feuchtemesser sagt übrigens max. 9-10%.
D.h. das Holz kann nach der Kammer eigentlich nicht mehr feucht geworden sein, oder?
Und sollte dswg. "sauber" sein?
Dann wäre das zwar ärgerlich aber zumindest ungefährlich.



Pilzgeschädigtes Bauholz...



...würde ich nicht in einem Unterbau versenken. Ob's nun der EHS sein sollte oder was anderes, ist da m.E. nach egal. Ob ein wiedererwachen des Mycels ausgeschlossen werden kann, kann keiner garantieren.

Da Du nun schon daran herumgeschnitten hast, nimmt das der Sägewerker wohl nicht zurück.

Bau ein Hühnerhaus, ein Spielhäuschen für die lieben Kleinen, ein Carport, oder was auch immer an der frischen Luft.

Für den Unterbau würde ich KVH nehmen; und den Lieferanten wechseln. Brennholz sollte er nicht als Bauholz vom Hof lassen.




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