Ja - is denn jetzt scho Weihnachten?

23.12.2008 Bromm Edmund



Noch einige Gedanken zum Jahresausgleich.
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In den letzten Wochen eines jedes Jahres beobachtet man häufig im privaten wie geschäftlichen Umfeld ein interessantes Phänomen – an sich selbst und seinen Mitmenschen: Das Senden lieber Grüße zu Weihnachtsfest und bester Wünsche für das Neue Jahr!
Die einen schicken jedes Jahr dieselbe Karte (vermutlich weil sie irgendwann einmal wie Loriot in der Komödie „Pappa ante portas“ eine Palette davon besonders günstig eingekauft haben). Die anderen machen bereits am Anfang des nächsten Jahres ein Projekt daraus, führen diverse Ideenfindungsprozesse ein und versuchen die Ergebnisse teamorientiert umzusetzen.
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In diesem Dilemma befand ich mich in diesem Jahr – Grußkarten habe ich nicht gebunkert (finde ich zu langweilig) und Ideen wollten einfach nicht zünden. Da traf plötzlich in meinem Emailpostfach ein weitergeleiteter elektronischer Brief ein, mit der Bemerkung des Absenders, dass da (am Text) was dran sei. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel war mir schlagartig klar: das Thema ist zu wichtig, um es nicht sofort umzuformulieren und weiter zu verwenden! Es lautet: „In welcher Zeit leben wir und wohin geht die Reise?“
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So merkst Du, dass Du im Jahr 2008 lebst. Weil,
1) Du unabsichtlich Deine PIN-Nummer in die Mikrowelle eingibst
2) Du schon seit Jahren Solitär nicht mehr mit richtigen Karten gespielt hast
3) Du eine Liste mit 15 Telefonnummern hast, um Deine Familie zu erreichen, die aus 3 Personen besteht
4) Du eine Mail an Deinen Kollegen schickst, der direkt neben Dir sitzt
5) Du den Kontakt zu Freunden verloren hast, weil sie keine E-Mail Adresse haben
6) Du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst und Dich mit dem Firmennamen am Telefon meldest
7) Du auf Deinem Telefon zu Hause die Null wählst, um ein Amt zu bekommen
8) Du seit 4 Jahren auf Deinem Arbeitsplatz bist, allerdings für 3 verschiedene Firmen
10) Alle Fernsehwerbungen eine Web-Adresse am Bildschirmrand zeigen
11) Du Panik bekommst, wenn Du ohne Handy aus dem Haus gehst und umdrehst, um es zu holen
12) Du morgens aufstehst und erst einmal Dein Emailprogramm öffnest, bevor du Kaffee trinkst
13) Du den Kopf neigst, um zu lächeln
14) Du diesen Text liest und grinst
15) Du –schlimmer noch- bereits weißt, wem Du diesen Text nach dem Einscannen als PDF zusendest
16) Du zu beschäftigt bist, um festzustellen, dass in dieser Liste die 9 fehlt und
17) Du die Liste noch mal durchgehst, um nachzuschauen, ob die 9 wirklich fehlt
… und jetzt lachst … (?)
Schön, dass Du Dir auf diese Weise eine kleine Verschnaufpause gegönnt hast. Jetzt ist die Gelegenheit, Luft zu holen, den Kopf frei zu machen, sich freie Sicht zu verschaffen auf die vielen Steine, die man Dir in diesem Jahr in den Weg gelegt hat – und die Brocken, die Du wieder weggeräumt hast.
Viele schöne Dinge sind geschehen, aber auch Trauriges ist passiert. Das alles fordert Kraft, Energie und Zuversicht für ein weiteres Jahr.
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Und da möchte ich gerne ansetzen „Freu Dich“ heißt mein Motto für 2009. Ein Lachen hinüberretten in`s Neue Jahr.
Und da ist Weihnachten doch der beste Anlass: Oh Du Fröhliche – lasst uns froh und munter sein.
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Ich wünsche Euch und Eurer Familie ein friedvolles, harmonisches Weihnachtsfest und ein angenehmes hinüber Rutschen in die Zukunft – in das Neue Jahr 2009 – verbunden mit herzlichen Grüßen aus Ismaning!
Eddi Bromm



Dein Beitrag...



...Edmund kann (und sollte) nachdenklich stimmen.

Ist viel Wahres dran!!

Nicht´s desto trotz, und völlig ungeplant ;-)) möchte ich deine Wünsche gern erwidern.

Eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute (ein Lächeln hinüberrettend) fürs neue Jahr.

Grüße
Martin