Hartwachsöl (UV-gehärtet)

12.10.2007 rote Fäden



Ich weiß von UV-gehärteten Ölen, dass sie schichtbildend sind. Ist es ein Vorurteil, dass die Qualitäten eher einem Lack nahe kommen? Ist das Auffrischen oder das Beheben von Schadstellen bei entsprechend behandelten Fußböden sehr problematisch?
Ich würde mich freuen, Erfahrungen zu erhalten.
Schöne Grüße
Jürgen Maier



..ist kein Öl und kein Lack,



UV- Öl ist deshalb so verführerisch, weil es in der Produktion im industriellen Maßstab sehr schnell verarbeitet werden kann.
Der Ölauftrag trocknet unter der UV- Lampe sofort durch, es entfallen die Zeiten für die oxidative Trocknung.
UV- Öl liegt mehr an der Oberfläche und hat kein ausgesprochenes Eindringverhalten in den Holzuntergrund, folglich kann es schneller durch Verletzung der Oberfläche durchdrungen werden. Infolge sind ähnliche Schäden möglich, wie sie bei lackierten Holzoberflächen auftreten.
Falls Oberflächenschäden in UV- Öloberflächen mit Naturöl repariert werden, so wird das UV- Öl unterwandert, die Stellen zeichnen sich deutlich dunkler ab-durch die Sättigung der Holzfasern in diesem Bereich. Die Reparatur muß also mit geeignetem UV-Öl und spezieller UV- Beleuchtung erfolgen. Wir bleiben also möglichst bei oxidativ trocknenden Naturöloberflächen.



Das beschriebene "Hartwachsöl"



ist ein Etikettenschwindel. Es findet vorrangig bei Fertigparketten Verwendung und ist nicht regenerierbar, aus meiner Sicht ein dünner (und weniger dauerhafter) Lack.

Im Übrigen stimme ich den Ausführungen von Karl Schmitz zu.

Es gibt übrigends auch Fertigparketthersteller, die mit oxydativ härtenden Ölen arbeiten. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Grüße

Thomas