Hartfaserplatte, Dielenboden, verkleben

04.04.2015



Alter Dielenboden Haus Bj 1875 Sparrenweite über 1,40m Dielendicke 30mmm Vernagelt und oft nut und Feder ausgebrochen darauf soll nun ein Laminatboden in gleicher Richtung verlegt werden , meine Überlegung auf dem Dielenboden eine Hartfaserplatte 4mm mit Parkettkleber oder Ä -großzügig verkleben darauf evl Trittschall Folie und danch Laminat Frage bringt es überhaubt was die Dielen mit der Hartfaserplatte zu verkleben um damit das biegen der bretter zu verhindern ?



Laminat auf Dielenboden



Bei 140 cm Achsabstand kann es sich aber kaum einen Wohnraum handeln.
Laminat stellt hohe Anforderungen an Ebenheit und Tragfähigkeit des Unterbodens.

Ich würde mir dann eher einen Austausch des Dielenbodens überlegen oder zB eine 15 mm 'Multiplex'-platte,150 x 300 cm quer mit versetzten Stößen auf den vorhandenen Dielenboden Kleben und verschrauben.

Vorher ggf den Boden grob Schleifen zur Einebnung und zum beseitigen evt Trennschichten.

Es wäre günstig, in die Plattenstöße Nuten zu Fräsen und einen dünnen Sperrholzstreifen einzuleimen.

Dazu Oberfräse mit 4 oder 5 mm Scheibennutfräser nehmen.

Laminat ist schalltechnisch wegen der hohen Oberflächenhärte immer ungünstig- auch mit Trittschallunterlage.

In der Hinsicht wären zB 4-6 mm dicke Korkplatten direkt auf die Multiplexplatten geklebt wesentlich geeigneter- in diesem Fall auch wegen hoher Flexibilität und Anpassung an den Untergrund- das spart Aufbauhöhe und Arbeitszeit.

Eine 4 mm Hartfaserplatte bringt kaum etwas zur Lastverteilung.
Wenn Nuten/Federn ausgebrochen sind, spricht dies für eine Überbelastung durch zu starke Bewegung der Bretter.

Andreas Teich



Oder kürzer:



Vergiss das besser. Hartfaserplatte geht gar nicht. Auch mit Multiplex (unsinnig teuer, Nuten nacharbeiten hoher zusätzlicher Aufwand) oder OSB wird ohne einen vollflächigen Ausgleich kein brauchbarer (eben, tragfähig, bewegungsfrei) Unterbau für Laminat entstehen.

Ich rate dazu, die alten Dielen auszubauen und nivelliert neu aufzubauen, mit Dielung oder OSB passender Stärke.

Grüße

Thomas





vielen dank für die schnelle antwort es geht mir in erster linie um schmutzvermeidung da ich schon tapeziert hab um die Dielenbretter zu versteifen ist es wohl doch ratsamer FU- platten zu benutzen ,,, und diese dann zu kleben und zu klammern würde gern bilder zusenden weiß leider nicht wie das hier geht
Treppenaufgang kleiner 2,2-2.3 meter Raum und 1,52x6 meter Flur die sparrenbreite beträgt 1,42 cm und ist sehrwohl ein moderner Wohnraum früher waren es allerdings kleine Zimmer von 9-12 qm in u Form verteilt wischen dem U die Treppe mit dem genannten raum verbunden und 6 türen heute befinden sich nur noch 3 Türen und ein Flur



Was...



ist eine FU-Platte?

Dielenabriss geht auch ohne Tapetenschäden. Mit der Tauchsäge lassen sich die Teile vorab in handliche Formate zersäbeln.

Grüße

Thomas





Hi Thomas Fu -Platten sind funierte platten die im wechsel zur Faserrichtung mindestens 3 lagig verleimt sind gibt es in unterschiedlichen dicken ,,,,,, Dielen einfach absägen ist auch nicht die einfachste art wie soll ich dann die neuen dann wieder befestigen ? in dem ich den Lehm abtrage und seitlich einen neuen Balken einzie um darauf die neuen dielen zu befestigen ? die alten Dielen bleiben drin und ich werde wohl osb oder Fermacellplatten Verlegen verkleben und verschrauben müssen teurer spaß für nen laminatboden der nur rund 1,42 cm breit ist



Also:



"Fu" ist umgangssprachlich im Russischen für einen Ausdruck des Ekels...

Du meinst Dreischichtplatten oder Furniersperrhölzer. Beides ist für Deine Anwendung ungeeignet und zu teuer. Gerade bei langen Balkenabständen kommt es auf perfekte Nut/Federverbindungen in den Stößen an. Die aber kannst Du auf der Baustelle überm Knie gefiedelt nicht herstellen.

Wenn Du die alten Dielen ausbaust, schraubst Du die neuen Dielen (oder als Laminatuntergrund besser OSB, mind. 30mm) da fest, wo die alten befestigt waren; wo ist das Problem?

Klar kann man auf alten Dielen aufbauen. Auf dem wackligen Untergrund ist es aber nicht damit getan, etwas dünnes draufzukleben. Die alten Dielen wären zumindest grob anzuschleifen, und dann mit einem faserarmierten Spachtel (teuer!)waagerecht zu spachteln. Danach mit Kleberpunkten fixiert und zusätzlich verschraubt mit dem Untergrund sollten mindestens 22mm OSB verlegt werden, in Nut und Feder verklebt. Jeder andere Aufbau wird noch höher...

Und das alles, um ein wertloses und unschönes Ersatzmaterial so hinzulegen, daß es ein paar Jahre hält.

Grundsätzlich ist der additive Sanierungs"stil" (immer noch eine Schicht drauf) aufwändig, wenn man's richtig machen will.

Grüße

Thomas