Hang terrassieren durch Lehmmauer ? Anleitung od. Tips gesucht

30.08.2007


Hallo zusammen!
Wir haben einen leichten Nordhang vor der Terrasse bzw. vorm Haus und möchten diesen möglichst preisgünstig durch 2-3 Stufen (ca. 50 cm hoch) terrassieren und dann begrünen. Zu welcher Variante würdet Ihr mir raten:
a) ca. 3-4 gebrauchte Dachboden-Balken mit Heringen im Lehmboden zu verankern (wie lange hält so etwas?) oder
b) Lehm mit Heu/Stroh mischen und zu einer Mauer pressen od. in eine Holzschalung einstampfen, ev. auch mit Verankerung wie Heringe in den Boden). Wie lange hält das ev. auhc schweren Regenfällen stand??
Mir gefiele b) sehr gut, weil ich da auch weiche Bögen formen könnte, mit Holz müßte ich eher lineare Stufen anlegen. Lehm hätte ich von Hang selbst, ist auch nicht so schade, wie alte Holzbalken zu verwende, die wohl in 10 J. verrottet sind. (Habe mit Lehm im März d.J. einen Kaninchenbau gebastelt, bin ganz fasziniert von diesem Material, die Kanickel lieben es ebenso)
Freue mich über alle Tipps und Erfahrungen sowie über Bauanleitungen ; ) liebe Grüße aus Österreich



Hang terrassieren



Das selbe Problem hatte ich vor ca. 10 Jahren.
Beim Ausholzen des urwaldmäßig verwilderten Gartens habe ich aus den Obstbaumstämmen erst einmal eine Krainer Wand zur Terrassierung als Stützwand angelegt, so war das Holz noch zu verwenden. Die Wand war damit schnell gebaut und ich konnte mich um die vielen anderen Sachen kümmern, die dringender waren.
Als die Wand in Ehren verrottet war und ich mehr Zeit hatte, habe ich sie durch eine Trockenmauer aus Abbruchsteinen ersetzt.
Die kriegt man günstig, oft nur für den Transportaufwand.
Eine Stampflehmwand zu errichten ist auch zeitaufwendig und die Haltbarkeit ist nicht besonders, da solche Mauern nicht frostsicher sind.
Also, entweder eine schnelle Lösung in Holz, die aber nur max. 10 Jahre hält, danach dann eine Trockenbauwand oder gleich die Wand als endgültige Lösung.
Lehm ist auch nur eine Zwischenlösung.

Viele Grüße
Georg Böttcher





Danke für die schnelle Antwort Herr Böttcher!
Wunderschön Ihre Mauer, bei uns sind die Steine aber zieml. teuer, od. ich hab noch einfach nicht die richtige plattform gefunden ; )
blöde Frage: Was ist denn eine Krainer Wand ? Meinen Sie, so aus Palisaden? Eigentlich hat die Terrassierung/Wand eher optische funktion, um den zukünftigen Strauch-/ staudengarten zu gliedern, daher wollte ich Lehm ausprobieren, ich denke, wenn die Stauden u. Sträucher mal verwurzelt sind, brauche ich die erde gar nicht mehr durch mauern zusammen halten. würden Sie in diesem Fall trotzdem bei Holz bleiben?
(Der Hang hat die letzten 30 Jahre angeblich keine Probleme gemacht, es sind auch riesige Baumstrünke von 2 gr. Birken übrig, die vor einigen Jahren vom Vorbesitzer gekappt worden waren und zumindest jetzt noch die Lehmerde zusammenhalten. Wir haben das Haus/Grund erst letztes Jahr gekauft.) danke & Liebe Grüße, Micahela



terassieren



ich habe ca 3 m Höhenunterschied zu terassieren, da der nordhang zu dicht am haus ist - leider hab ich nicht allzuviel zeit u. mit einem bagger kommt man nicht ran - also ist handarbeit gefragt (abtransport mit vielen 20kg bauschutteimern)

ich mache das mit hochkant gestellten rasengittersteinen - ich grabe treppenförmig in den hang rein - leider ist es gelber lehm, der im frühjahr u. herbst gut entnehmbar da etwas feucht ist - im Winter ist er hart durch den frost und im sommer ausgetrocknet - der mutterboden verbleibt auf dem Geländer anderenorts (teichbau, ringförmige aufschüttung), der lehm wird entsorgt (er ist brauchbar, aber keiner will ihn haben - für mich ist er abfall)

die rasengittersteine sind leicht geneigt und hinter diesen ist eine ca 50 cm breite ebene, die betretbar ist und nicht erodiert - duch bepflanzung in den gittersteinen (mit efeu) stelle ich mir vor, dass es auch langfristig hält u. nicht weggespült wird - in den ebenen kommt ab und an ein busch der mit dem boden auskommen muss - bis jetzt hat alles geklappt u. ich bin sehr zufrieden - zwei ebenen hab ich noch

heiko



Kokosmatten


Gabionen

Die Terrassierung ist doch sicherlich erst einmal durch das Geländemassiv mit Grabtechniken grob zu gestalten. Nachher wird auf die vorbereitet profilierung ein starkes Kokosmattengeflecht gebracht, was entweder bereits mit Saatgut versehen ist oder man es selbst mit Saatgut bestreut bzw. die Fläche bepflanzt.
Auch die Variante mit Gabionen ist denkbar und hat eine wunderbare Ausstrahlung.

Grüße Udo




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