Stopfhanf Preis/kg - 2011

12.12.2011



Hallo,

bin grad die Dämmung meines Daches am planen und suche nach einem günstigem Händler für Stopfhanf.

Der günstigste Preis liegt bisher bei 1,90€/kg + Anlieferung.

Kennt jemand einen günstigeren Händler ?!?

mfg





Nicht Immer ist der Günstigste auch der Beste...Spielen Service, Liefertkonditionen und Betreuung/Beratung keine Rolle?





Nein, ich möchte keine Beratung, keinen Service und auch keine Betreuung.

Ich möchte einfach nur Stopfhanf kaufen !

Das die Versandkosten ebenfalls möglichst niedrig ausfallen sollten, ist denke ich logisch.



Dann Zuschlagen!!!



Dann sollten Sie zuschlagen. der Preis ist schon echt nicht schlecht. Noch 4 cent weniger und der Händler legt drauf...





Ich sollte dazu sagen, es ist kein Thermohanf kWLG 040 / 091,
sondern "normaler" ohne Zusätze kWLG 045 / 091.

Die leicht erhöhte Dämmwirkung beim Thermohanf steht aber in keinem Verhältnis zum erhöhtem Einkaufspreis von meist über 3,00€/kg . Zumindest bei den Angeboten die ich bisher gefunden habe.





Richtig. Thermohanf könnte ich auch anbieten. Aber ohne Frage...deutlich teurer. wie solls denn nach dem Hanf weiter gehen? vllt. kann ich Ihnen ja doch das ein oder andere anbieten!?!?



Stopfhanf



@ Loki


wenn Du ein Profil und eine Adresse hättest, könnte Dir so mancher hier vielleicht weiterhelfen. Dann könnte man Dir uU auch Adressen von Händlern oder Mitgliedern in Deiner Nähe nennen, wo Du als Selbstabholer Sonderkonditionen bekommst...




Andreas





Alles andere muss leider warten :(

Typische Situation. Altbau Dachgeschoss mit minimaler Dämmung (Glaswolle), keine Dampfbremse, kein Unterdach, einfache Lattung, Ziegel in Zement. Neu eindecken ist noch nicht erforderlich und wirtschaftlich uninteressant (Mietshaus).

Als Übergangslösung also Hanf direkt unter die Ziegel und in 2-3 Jahren wird neu eingedeckt und es gibt ein Unterdach.





Hab mich grad angemeldet, Profil sollte nun zu sehen sein ;)





nu aber



Dämmung



Hallo Loki


"Als Übergangslösung also Hanf direkt unter die Ziegel und in 2-3 Jahren wird neu eingedeckt und es gibt ein Unterdach."


ABGELEHNT




Andreas





Abgelehnt, lol !?! Genau der Grund warum ich keine Beratung möchte.

Schon bei 3 Häusern gemacht, und vollkommen problemlos.
Das bischen Wasser das gelegentlich mal eindringt trocknet in wenigen Tagen wieder aus.

Haben sogar testweise mal mit dem Wasserschlauch zwischen zwei Sparren komplett durchgenässt. 2 Wochen später nachgesehen und alles staubtrocken.

Sicherlich nicht die Endlösung aber eine wirtschaftlich akzeptable Zwischenlösung.

Jahrtausende sind die Dächer ohne Unterdach ausgekommen, vielfach mit wesentlich feuchtigkeitempfindlicheren Dämmstoffen und heute tun alle so als würde die Welt zusammenbrechen, wenn man keins hat.

Wenn ich bisher unter gleichen Voraussetzungen 30 Jahre keine Probleme mit Glaswolle habe, wieso plötlich wenn ich neu mit Hanf dämme ?

Ich habe in den letzten Jahren viele Dachstühle mit Schimmelbefall gesehen. Feuchtigkeitsschäden aufgrund eines fehlenden Unterdachs nur sehr sehr selten und dann war der Schaden auch sehr begrenzt.

Nunja, letztendlich auch egal, ich möchte einfach nur günstigen Stopfhanf ;)



Loki



Hallo Loki


Abgelehnt war jetzt keine Beratung.


Aber:" eine wirtschaftlich akzeptable Zwischenlösung" ist DAS wirklich nicht. Und darauf bezog sich mein "Abgelehnt"...


Andreas





Das musst du mir näher erklären, wie würdest du es günstiger machen ohne das Dach neu einzudecken ?



Dach



Hallo Loki


Ich geb Dir dann mal eben meine Kontonummer...


Schaust Du hier:"Als Übergangslösung also Hanf direkt unter die Ziegel und in 2-3 Jahren wird neu eingedeckt und es gibt ein Unterdach"



Ich würde einfach die 2-3 Jahre warten und es dann richtig machen...




Andreas





"Schaust du hier ..." ?!?
Versteh dich immer noch nicht. Das Dämmmaterial muss ich doch eh kaufen, warum 3 Jahre warten ?



Stopfhanf



Loki


Weil Stopfhanf eine billige aber ungeeignete Möglichkeit sind, große Flächen zu dämmen. Nimm Hanfplatten nach der Dachsanierung, einfacher zu dämmen, leichter zu Verarbeiten und preiswert bei Angeboten (wie derzeit bei "Häuser in Wolle")

Hinter den OSB verstecken sich 200m² Hanfdämmung...

Andreas





Die Vorteile von Platten sind mir schon klar, aber wie gesagt eine Zwischenlösung.

Das Dach ist ausgebaut und bewohnt. Ich habe lediglich einen kleine Spitzboden und muss das Material von oben in die Schrägen stopfen.

Um Platten zu verwenden müsste ich von unten an die Schrägen und entsprechend die Wohnung komplett renovieren. Eine Renovierung ist jedoch frühestens in ein paar Jahren notwendig und damit wird das Ganze wirtschaftlich wieder vollkommen unrentabel.

Da die Heizkosten aber zu hoch sind, um sie meinen Mietern noch ein paar Jahre zuzumuten, muss gedämmt werden.



Moin Loki,



hast du Vergleichswerte, wieviel Heizkosten dir das bei den 3 Häusern gespart hat?

Wär' mal ein interessanter Praxiswert.

Gruss, Boris





Bei dieser Frage bin ich mir nicht sicher ob ich lachen oder weinen soll.

Wie hoch die Einsparung durch die Dachdämmung allein ist, kann ich nicht sagen, da in der Regel mehrere Sanierungsmaßnahmen, wie z.B. eine neue Heizungsanlage gleichzeitig durchgeführt wurden. Abgesehen davon ist es natürlich vom Urzustand der Immobilie abhängig und variiert daher stark.

Die größte Einsparung hatte ich bei einem Bungalow. Mieter haben sich ständig beschwert, weil die Heizkosten zu hoch waren. Dach isoliert, neue Heizungsanlage, isoliertes Garagentor (Doppelgarage unterm Haus). Heizkosten sind von 240€ auf 120€, also 50% gesunken.

120€ pro Monat Einsparung klingt zunächst fantastisch, wenn man aber bedenkt das der Spass rund 20.000 € gekostet hat, sieht die Sache schon anders aus. Wenn ich Zins und Zinseszins berücksichtige, denn ich hätte mein Geld ja auch gut woanders investieren können und dann noch berücksichtige das meine neue Heizung in ein paar Jahren auch schon wieder ein paar Prozent Verlust hat, dauert es rund 20 Jahre bis ich mein Geld wiederhabe. Und wenn ich dann in 20 Jahren endlich Geld sparen kann, ist meine Heizung schon wieder alt und ich kann fast wieder von vorne anfangen.

Jetzt ist das ganze ein Mietobjekt und wenn man nicht gerade das Glück hat reich zu erben, kostet so ein Haus nunmal Geld (Zinsen, Tilgung, Instandhaltung, Mietausfälle, etc.) und muss eine bestimmte Miete bringen. Wenn ich nicht pleite machen will, muss ich die Miete um 1€/m2 erhöhen.

Das Endergebnis des Ganzen:

Meine Mieter sparen 120€/Monat Heizkosten, zahlen aber dafür 160€ mehr Miete. Müssen jetzt also noch 40€ mehr zahlen als vorher. Und ich bin 20.000€ los, die ich aufgrund der erhöhten Miete irgendwann in 15 Jahren wieder eingespielt habe.

Aber nunja, meine Mieter sind nun glücklich. Heizkosten senken um jeden Preis.

Und wer mal in den Mietspiegel irgendeiner Stadt schaut, wird genau dasselbe feststellen. Ein kernsanierter gut gedämmter Altbau ist rund 2€/m2 teurer als ein unsanierter. Ein Neubau häufig sogar 3€ bis 4€/m2. Die Menschen scheinen sich keinerlei Gedanken zu machen, wie teuer sie ihre niedrigen Heizkosten bezahlen.

Wer dämmt reduziert die Heizkosten, gespart wird da erstmal gar nix. Ganz im Gegenteil, man gibt einen Haufen Geld aus, den man lange, sehr lange, häufig nie wiedersieht.

Würden wir die ganzen Milliarden die für Dämmung ausgegeben werden in die Geothermie stecken, könnten wir alle im Winter die Fenster sperrangelweit auf haben und müssten nix bezahlen.

Das ist alles einfach nur krank und wenn ich nicht müsste, könnten sie mir mit Ihrer Wärmedämmung den Buckel runterrutschen.


Und eigentlich wollte ich nur nen guten Preis für Hanf ...



Bei den vollen…



Auftragsbüchern, welche die Dämm-Euphorie der Branche derzeit beschert, wundert es doch niemanden, wenn einige im übertragenen Sinne ihre Großmutter verkaufen würden, nur um Zweifler und Gegner mundtot zu machen.

So gesehen ist der deutsche Handwerker kaum noch etwas anderes als ein Soldat, den die Industrie ins Feld schickt, dem es ansonsten egal ist, von wem das Geld und die Befehle kommen, wenn sie nur kommen.

Selbst Umweltverbände geben sich dem HighTech-Dusel völlig hin, vergessen alle Nachhaltigkeitsüberlegungen (von Wirtschaftlichkeit brauchen die im Subventionszeitalter ja nicht anzufangen). Wieviel Energie geht bei der Produktion der ganzen Plaste-Dämmstoffe, Folien, Beschichtungen etc. drauf? Wie umweltfreundlich ist die Produktion der ganzen Elektronik-Kinkerlitzchen an den modernen Heizkesseln? Wie lange hält das Zeugs überhaupt und wohin dann damit?

Selbst Alternativen wie moderate Dämmung an sinnvollen und effektiven Stellen zu entsprechend moderaten Kosten, Überholungen alter Heizkessel, evtl ergänzender Einsatz von Solarthermie etc. werden von den heutigen Planern meust abgeschmettert. Im neuen BUND-Sonderheft zum Thema ist davon die Rede, dass Solarthermie inzwischen kaum noch eine Rolle bei Neuinstallationen spielt, obwohl das Einsparpotential erheblich ist.

Ach, was ereifere ich mich überhaupt…
… sinnlos, so sinnlos…



Hallo.



so wie ich es verfolge sind deine Absichten und auch deine Vorgehensweise entschieden. Ruf mich an ich mach dir einen Vorschlag der dich einfach interessieren könnte, warum ich ihn nicht hierher schreibe, um die Meinungen nicht noch mehr hoch zu kochen. manches mal ist es eben so
Mfg Ralf die Lehmschwalbe





@Schwarzwild
" Im neuen BUND-Sonderheft zum Thema ist davon die Rede, dass Solarthermie inzwischen kaum noch eine Rolle bei Neuinstallationen spielt, obwohl das Einsparpotential erheblich ist."

Da widersprichst Du Dir doch gerade selbst! Hast Du Dir das schonmal durchgerechnet? Wenn ja, verstehe ich den Satz von Dir nicht!





oh Leute...ich find euch klasse...eigentlich wollte der liebe loki nur Stopfhanf....zu schön....



@loki



danke erstmal für deine ausführliche Antwort, ich finds wichtig hier vermehrt mal die Praxis zu dokumentieren, damit sich da keiner was vormacht.

Ich hab's volle Programm (Fassade/Dach/Fenster/Heizung/Solar) hinter mir.... für die Kohle hätte ich mir noch einen Heizer dazu leisten können und so wenigstens noch einen Arbeitsplatz geschaffen...........die Enkel werden sich hoffentlich freuen und ich geniesse den Komfort.

Das sich das nicht durch Heizkostenersparnis rechnet, war mir gottseidank vorher schon klar.

Aber immer noch besser als Lehmann-Papiere, gell?

;-), Boris



Klassische Bankrott-Erklärung?



"Das sich das nicht durch Heizkostenersparnis rechnet, war mir gottseidank vorher schon klar."

Vs.

"Aber immer noch besser als Lehmann-Papiere, gell?"

Wodurch rechnet sich das dann?

Ratlos

Thomas



@Thomas:



"Wodurch rechnet sich das dann?"

Na dadurch dass man die ohnehin fälligen Renovierungsarbeiten im Geiste von den Kosten der Gesamtmassnahme abzieht und den gestiegenen Wohnkomfort = verbesserter Wiederverkaufswert.

Die monatliche Belastung verglichen mit der ortsüblichen Warmmiete, dann funktioniert's auch wenn man die Zinsen miteinbezieht (und ist somit besser angelegtes Geld als in Lehmann-Papiere).

Wir haben hier ja gottseidank eine Demokratie und jeder kann sich frei entscheiden, ob er seine Kohle lieber der Energie- oder der Finanzmafia in den Rachen schmeissen will......;-)

Grüsse, Boris





Genau das ist der Grund für meine unorthodoxe Zwischenlösung. Die reine Dämmmaßnahme muss von der i.d.R. damit verbundenen Renovierung getrennt werden.

Die reine Dämmmaßnahme wird durch die damit verbundene Renovierung selbstverständlich nicht wirtschaftlicher, denn ich könnte ja auch ohne Dämmung renovieren, aber je weiter ich vom Zeitpunkt der ohnehin fälligen Renovierung entfernt bin, um so geringer ist meine Wertsteigerung und um so unwirtschaftlicher wird das Ganze.