Hanf oder Holzweichfaserplatten?

01.10.2005



Auf der Hanffaser.de - Seite wird ja Hanf auch für die Außendämmung empfohen. Wenn ich innen z.B. mit Ausgleichsschicht und einer 60er Holzweichfaserplatte (Innenputz) etc. dämme (wie mir mein Lehmfachwerkbauer empfahl), wie stark muß bei gleichen k-Werten denn eine Dämmung mit Hanfplatten sein? Lieber Hanf als Holzweichfaserplatten, ideologische Unterschiede oder einfacher/zeitintensiver im Einbau?
Gruß Tanina
P.S. Ihr macht mich noch zu´ner echten Frau vom Bau!
Isch Chef, Du nix.



Hanf oder Holzweichfaserplatte



Hallo Tanina,

alles ist immer abhängig von der gesamten Konstruktion - von Aussen nach Innen - welcher Aufbau - welche Stärke der Aussenwand - wie wird im Innenbereich weiter gearbeitet - wie soll die Aussenfassade aufgebaut werden?

Eine k-Wert-Berechnung braucht Detailinformationen - und Hanf mit WLG 040 hat für mich immer einen Vorteil gegenüber einer Holzweichfaserplatte.

Mit den richtigen Informationen erhält man die besten Tipps.

Grüße aus dem Spessart

Roger Kaufmann



Wenn vom Lehmfachwerkbauer



die Rede ist, geht es wohl um einen Lehminnenputz. Das dürfte nur mit Holzweichfaserplatten oder Schilfmatten funktionieren.
(Detaillösungen und EnEv beachten!)



Bilder



Hallo, hier muß ich unbedingt Herrn Heim zustimmen. Wenn im Fachwerkhaus eine Innendämmung ausgeführt wird, wie es im Foto des ersten Beitrages dargestellt ist, dann muß wieder mit Dampfbremsen, Klebstoffen, Dichtbändern usw. gearbeitet werden; die Elektroinstallation darf diese Abdichtung nicht durchstoßen; wie geht man mit den Deckenbalken um, die in der Außenwand aufliegen; wie mit den Innenwänden, die an der Aussenwand anschließen usw, usw. Das gibt nur Probleme. Das ist schon so oft hier und an anderer Stelle diskutiert worden. Am besten innen nur Dämmplatten, die mit Lehmmörtel hohlraumfrei an die Außenwände geklebt werden, von außen sind auch andere Konstruktionen möglich. Viel Erfolg, Johannes Prickarz



Fachwerlinnendämmung



Hallo, kann dir als Rat nur meinen Innendämmungsaufbau geben für den ich als Firma bereits mehrere Jahra Haftung übernehme und es auch noch zu keinen Schäden kam. 5 - 8 cm Leichtlehm hinter Verlorener Schalung aus Schilffdämmplatten oder Holzweichfaserplatte vor die innenliegende Aussenwände gestellt und mit mind. 2 cm Lehmputz verputzen. Bitte beim Lehmputzhersteller erfragen wieviel Feuchtigkeit er pro cm Putzdicke in der halben Stunde aufnimmt. Alle Hersteller wissen das. Braucht mann unbedingt damit mann errechnen kann ob die Konstruktion dauerhaft trocken bleibt, da ich keine Dampfbremsen einbaue. Funktioniert bei der richtigen Materialauswahl vortreflich. Mit lehmigen Grüssen Martin