Brauche fachkundige Handwerker/Baubiologe




Wir haben unser Traumhaus gefunden. Es ist ca 100 Jahre alt und bis auf die Außenwände unten ist es Fachwerk, teilweise mit Bruchstein. Wir möchten so biologisch wie möglich bauen. Wir dachten an Lehmputz, Wandheizung, alternatives Heizsystem, Holzböden, Naturstein, ...
Aber die Handwerker die wir fragen was so machbar ist, halten uns für total verrückt. Somit meine Frage: Wer kann uns einen guten Baubiologen nennen, und wer hat Erfahrung mit Erdwärme oder Luftwärmetauscher? Außerdem suchen wir Handwerker die uns bei diesen Dingen helfen können (ohne mit den Augen zu drehen).
Brauche dringent Antworten, da ich gestern total demotiviert wurde.

Vielen Dank schonmal

Astrid Hoberg





Hier ein paar Ansprechpartner aus dem Forum Astrid.

Für den Lehmputz

LehmHandWerk Udo Mühle / Jens Jannasch
LehmHandWerk
Büro: Straße der Jugend 3
02736 Oppach
Tel.: (03 5 87 2) 3 94 61; (03 59 36) 4 53 98
Fax : (03 58 72) 3 97 38; (03 59 36) 4 53 99
eMail: info@lehmhandwerk.de


Für die Hüllflächentemperierung und Haustechnik

Architektur- und Ingenieurbüro
Konrad Fischer
Hauptstr. 50
96272 Hochstadt
Tel.: 09574-3011 / 0170-73 515 57
Fax : 09574-4960
eMail: info@konrad-fischer-info.de
WWW: Homepage
(schwierig bei Salzschadensanierung, konnt ich mir nicht verkneifen Herr Fischer)


pfk3.com
Florian Kurz
Ebenreuther Strasse 22
90482 Nürnberg
Tel.: 0911- 54 23 05
eMail: info@pfk3.com
WWW: Homepage

gruß jens



Hallo Frau Hoberg,



wir sind mit unserer Firma in Koblenz ansässig.

Wir sind spezialiesiert auf die Altbausanierung.

In unserem Profil finden Sie unsere Kontaktdaten und eine link auf unsere Internetseite. Besuchen Sie uns bei Interesse in unseren Büro- und Ausstellungsräume in barocken Floßherrenhaus in Koblenz direkt am Rhein. Wir präsentieren hier Lehmbaustoffe, Lehmfarben, farbige Lehmputze, ökologische Dämmstoffe, Wandheizungssyteme und vieles mehr.

Viele Grüße aus Koblenz Gerd Meurer



Also so was ...


logo

Kann ich und mach ich auch!

freundliche Grüsse aus Nürnberg

FK



Danke Herr Schröters



für Ihre Anmerkungen. Und ergänzend:

Ich bin kein Baubiologe - auch wenn ich ganz überwiegend mit traditionell bewährten Naturbaustoffen arbeite (derzeit am ehem. Kloster Moselweiß, Koblenz). Doch aus technischen, wirtschaftlichen und hygienischen Gründen, nicht um irgendwelche geheimnisvolle Strahlen (abgesehen von Wärmestrahlen, klaro) zu verstärken oder zu bekämpfen.

Und ich bin kein Hand- sondern ein Kopfwerker. Auch wenn meine Finger nicht ganz ungeschickt beim Zeichnen und Cellieren sind.

Besten Gruß und der Fragestellerin viel Erfolg sowie ein kostenloser Tipp: Mehr vom alten Bestand ausgehen als von der Baubiologie - das ist oft billiger und kann sogar besser sein!

Konrad Fischer



Was soll denn ein Baubiologe sein? Schöne aber letzdendlich nichts sagende Wortschöpfung



Dazu aus Wikipedia Auszug:
Baubiologie ist ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre, Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken umweltbewusst und schadstofffrei auszuführen.
.
Das Ziel eines "Gesunden Bauen und Wohnens" soll durch die ganzheitliche Betrachtung physiologischer, psychologischer und physikalisch-technischer Zusammenhänge und der Wechselwirkung zwischen Bauwerk, Nutzer (Bewohner) und dessen Umwelt erreicht werden. Baubiologische Grundsätze finden neben dem Bau von Wohnungen auch bei der Errichtung von Schulgebäuden, Krankenhäusern und Kindergärten sinnvolle Verwendung.
.
Die Bezeichnung Baubiologe/Baubiologin ist nicht staatlich geschützt, d.h. jeder darf sich, unabhängig vom Bildungsgrad oder einschlägigen Praxiserfahrungen, so nennen; infolgedessen bezeichnen sich auch manche Wünschelrutengänger, Pendler und andere Anhänger von Para- und Pseudowissenschaften als "Baubiologen". Will man die Dienste eines Baubiologen in Anspruch nehmen, sollte dieser daher immer nach einer einschlägigen Ausbildung, nach verwandten staatlichen Abschlüssen oder zumindest nach einschlägiger Erfahrung gefragt werden.
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Da viele Aussagen der Baubiologie auf wissenschaftlich umstrittenen Annahmen basieren, gibt es verschiedene Lager der Baubiologie. Manchmal widersprechen sich auch Forderungen der Baubiologen mit denen der Ökologen.

Grob können drei Richtungen unterschieden werden:

* Naturwissenschaftlich orientiert - hier wird versucht mit naturwissenschaftlichen Methoden ein optimales Wohn- und Arbeitsumfeld zu schaffen. Alle Erkenntnisse entsprechen dem Stand der Forschung und man geht weitgehend davon aus, das die wichtigsten Einflüsse wissenschaftlich erfasst sind.
* Grenzwissenschaftlich orientiert - die Betrachtungen folgen mehr oder weniger der alternativen Medizin (siehe z.B. Homöopathie). Es wird davon ausgegangen, dass die Einflüsse auf den Menschen von der Wissenschaft nur zu einem geringen Teil erfasst werden. Die daraus resultierenden Maßnahmen sind dabei teilweise ebenso umstritten wie die zugrunde gelegten Ansätze, z.B. liegen baubiologische empfohlene Grenzwerte teilweise um den Faktor 100 - 1.000.000 unter den anerkannte Grenzwerten. Da für solche Grenzwerte zum Teil keine sicheren Messmethoden vorhanden sind, kann es zu pseudowissenschaftlichen Ergebnissen kommen. Dieses Phänomen ist allerdings selbst in der wissenschaftlich anerkannten Schulmedizin nicht ausgeschlossen, da manche Anwender mit den Grenzen und der Aussagekraft ihrer Messgeräte nicht vertraut sind. Vor allem bei Digitalmessgeräten werden zu viele Stellen hinter dem Komma angegeben. Dies gilt besonders bei abgeleiteten Messungen, wo sich die Fehler potenzieren können.
* Ökologisch orientiert - hier werden vor allem Maßnahmen empfohlen, die die Ökobilanz eines Bauwerkes erhöhen. Baubiologische Effekte sind erwünscht, stehen aber nicht im Mittelpunkt der Betrachtungen.
.
Die unterschiedlichen baubiologischen Gruppen und Institute geben häufig eigene Label und Prüfzeichen heraus. Je nachdem wie transparent die Vergabe dieser Label ist, können sie dem Kunden wertvolle Impulse bei der Kaufentscheidung geben oder ihn in die Irre führen.
Soweit aus dem Text.
Damit kann man auch nicht viel anfangen sondern nur darauf hinweisen, sehr genau auf die Qualität zu achten.
Es sind gerade hier wo keine fundierte Grundlage gefordert wird viele sogenannte ...dabei.
Evtl. machts auch ein gut ausgebildeter Architekt oder ein Bauingenieur, aber auch Handwerker.



fachkundige Handwerker



>aber die Handwerker die wir fragen was so machbar ist, halten uns für total verrückt.
das ist normal. Wenn Du alles mit Beton, Bauschaum und Silikon machen lässt hätte das keiner gesagt. Ihr braucht also eine ziemliche Portion Selbstvertrauen und Fachkenntnis. Dann müsst Ihr Euch überlegen, welchen Lebensstandard Ihr wollt. Man kann nicht aus einem alten Haus alles machen, d.h. der Entscheid für den Altbau bedingt auch das, was für "moderne" Handwerker und Architekten unzumutbare Einschränkung der persönlichen Freiheit bzw. Abstrich an die Wohnqualität ist, deshalb die Verrückterklärung. Ein Grundofen, den man täglich befeuern muss, als alleinige Heizung wäre z.B. so etwas. Moderne Niedertemperatur-Heizungssysteme machen aber nur Sinn, wenn man eine sehr gute Wärmeisolierung hat. Sonst muss man mit viel zu hohen Temperaturen arbeiten und bekommt den Wohnraum trotzdem nicht behaglich. Die Wärmedämmung ist aber bei alten Häusern ein Problem, einmal weil man damit den Reiz des Altbaus weitgehend zerstört (man sieht nix mehr), und weil es einfach ein Murks ist, so alte Häuser luftdicht in ein 12 - 20 cm dickes WDVS einzupacken.
Andere Dinge wird man selbstverständlich in der neuesten Technik ausführen, z.B. Wasser- und Abwasserleitungen.
Was ihr zuerst braucht, ist ein guter Architekt, der solche Projekte mag, ein Gefühl für alte Bausubstanz hat und vom Bestand ausgeht (Warum ist das euer Traumhaus?). Wenn das Umbaukonzept steht, kann er Euch sicher auch behilflich sein, geeignete Handwerker zu finden.



Weshalb demotiviert?



@Jens H.Schröters

Danke für die "Blumen".

Wir bauen Sie gern wieder mit auf, wenn Sie den Grund Ihrer Demotivation einmal benennen würden.
Es gibt immer einen Weg aus dem Tunnel oder dem finsteren Wald, nur braucht man manchmal auch einen "Fährtengänger" dazu.
Zu vielen Dingen können wir Symbiosen bieten und auch ausführen.
Fachwerk.de sei Dank.

Hilfreiche und unterstützende Grüße

Udo Mühle



aus Gönnersdorf, Architektin



Guten Tag, in Gönnersdorf gibt es Christa Binninger, seit vielen Jahren in der behutsamen Sanierung alter Bausubstanz bewandert, - und teils mit Ihrem Mann auch handwerklich tätig also versiert.
Tel :02633-8455,
Gönnersdorf liegt in der Nähe von Bad Breisig / Niederzissen.
einfach ,mal Kontakt aufnehmen.



Gründe der Demotivation/ warum unser Traumhaus



Traumhaus weil:
-Haus mit Charm und Vergangenheit
-gesundes Wohnen mit Bruchstein, Fachwerk, Lehm und Stroh
-großes Grundstück zur Tierhaltung
-...
Gründe der Demotivation: ;
-sehr gute Bausubstanz (kein Wurm, Pilz, Fäulniss,...) und trotzdem schütteln alle den Kopf und sagen "da brauchen sie aber viel Geld und Zeit"
-Handwerker die nur ihren Kram verkaufen wollen und somit nicht beraten (der eine sagt sogar, das Gips das gleiche wie Lehm wäre)
-ein Architekt, der viel versprochen hat, und nun kaum Zeit und noch weniger Verständniss hat
-unterschiedliche Aussagen von "Fachleuten" (der Eine sagt Wandheizung nur Außenwände, der Nächste genau das Gegenteil, und der Nächste sagt gemischt.)
-und alle wollen mir nur ihr Sch... Styropor verkaufen
-...

Ich versuche mir Fachwissen anzueignen, aber in den Büchern und im Netz stehen so unterschiedliche Aussagen, die alle super begründet sind, das ich mich hier melden mußte.
Fragen:
1) Untergeschoss Gasbeton aus neueren Zeiten und kein Fachwerk, Obergeschoss ausgemauertes Fachwerk mit Gasbeton, Innenwände Fachwerk mit teilweise Lehm/Gasbeton (Ständer bleiben sichtbar). Wohin kommt nun die Wandheizung? Und ist Kupfer besser als Kunststoff?
2) Welche Dämmung kommt außen drauf. Wir wollen unten Verputzen und Fachwerk simulieren und oben alles verschiefern. Fenster, Türen alle neu und Rolläden fliegen raus. Bei Fachwerk nehme ich doch nie und nimmer Styropor, oder doch? Ich hatte an Natürliche Materialien gedacht, ach wenn die teurer sind.
3) Wie laut ist ein Wärmetauscher? Wir wollen ihn in den alten Tankraum stellen. Er liegt nicht direkt an den Wohnräumen, jedoch am zukünftigen Pferdestall. Mir wurde gesagt, das er so laut wie ne Flex ist. Andere sagen wie ein normales Gespräch.
4) Ich hab noch mehr Fragen, aber das sind die wichtigsten

Vielen Dank für Zeit und Gedult

Astrid



Oh je,



das kommt teuer. Mein Tipp wäre, mehr von der Substanz zu verwenden und die alte Bude ganz grundsätzlich mehr zu respektieren und weniger zu ändern. Klaro, was für die Nutzung unbedingt erforderlich ist ... aber sonst? Es sollte doch wirtschaftlich vertretbar sein ...



Oh je,



das kommt teuer. Mein Tipp wäre, mehr von der Substanz zu verwenden und die alte Bude ganz grundsätzlich mehr zu respektieren und weniger zu ändern. Klaro, was für die Nutzung unbedingt erforderlich ist ... aber sonst? Es sollte doch wirtschaftlich vertretbar sein ...



Als



Rohr für die Wandheizung würde ich Ihnen ein sogenanntes Metallverbundrohr empfehlen.

Als Dämmstoff bietet sich eine putzträgerfähige Dämmplatten aus Schilfrohr oder Weichholzfaser an.

Ein Wärmetauscher ist, wenn er richtig angeschossen ist und das Systen luftfrei ist geräuschlos.

Viele Grüße aus Koblenz





Vielen Dank Herr Meurer. Wir werden morgen mit unseren Plänen vorbeischauen. Zeiten haben wir aus dem Netz.
Freue mich auf Ihr fachkundiges Wissen.

Viele Grüße

Astrid Hoberg