Konzeption Fachwerklehrpfad

20.12.2005 Pension Vogt


Hallo,
in unserer Gemeinde gibt es sehr viel Fachwerkhäuser, so kam ich auf die Idee eines Fachwerklehrpfad.
Nun bin ich an der Konzeption dran und dachte ich bekomme von euch ein paar hilfreiche Tipps.
Angelegt soll das so sein dass nicht nur die Häuser gezeigt werden sollen, sondern dass die alte Technik sowie Werkzeuge und Materialien nahe gebracht werden sollen. Die alten Techniken geraten immer mehr in Vergessenheit, so dass gerade Kinder die Zielgruppe sein werden, die z.B. in Klassenausflügen, als geführte Tour durch die Vergangenheit der Fachwerkhäuser das erleben können.

Was meint ihr dazu? Ich finde es eine tolle Idee.

Gruß Andreas



Gute Idee



Hallo Andreas,
prinzipiell begrüße ich solche Konzepte. Es ist schön, wenn es noch Orte gibt, in denen man solche Verbindungen herstellen und darstellen kann.
Aus der Ferne kann man freilich wenig Hilfestellung geben. Zuerst muß ein solches Projekt mal in der Gemeinde diskutiert werden, denn die Mehrheit muß dahinterstehen und sagen: Ja, wir wollen das.!
Ob man die in einen Pfadrundgang eingebundenen Häuser dann auch besonders kennzeichnen sollte, weiß ich nicht. Und an bzw. vor jedem Haus eine Schautafel anzubringen, ist einerseits kostenaufwendig und nach einem Monat langweilig.
Denn Touristenbusse werden kaum anreisen.
Andererseits: Alte Handwerkstechniken und besondere Bauformen bloß in einer Mappe oder als Flyer darzustellen, bringt allerdings auch nicht den gewünschten Effekt, weil bedrucktes Papier heute viel zu schnell weggeworfen wird.
Vielleicht bilden sich Zwischenlösungen.?
In jedem Fall dranbleiben an solchem Konzept.
Vorweihnachtliche Grüße sendet
D.Fr.



Re: deine Nachricht



Hallo,
nein, Touristenbusse sollen nicht angeloggt werden, eher im Gegenteil.
Dass nur Schautafeln allein auf Dauer langweilig sind ist klar, ich habe da ein paar andere Vorstellungen.
Zum Einen sogenannte Schaustücke, d.h. einzelne Aspekte aus dem Fachwerkbau herausgepickt und plastisch dargestellt. Z.B. wie ein Gefach aufgebaut ist, also wie wir sagen der Leimenriegel, oder Holzverbindungen etc.

Interaktiv für Kinder könnte ich mir vorstellen dass die in sog. Musterrahmen selbst ein Gefach ausfüllen, den Lehm mit dem Stroh mischen, etc. Oder wie gezeigt wird wie früher Holznägel hergestellt werden...

Ich denke auch der Pfad so konzipiert sein sollte dass sowohl geführte Gruppen als auch eine Begehung allein Anreitz genug wäre. Auch die Begehung der Häuser könnte einbezogen werden für geführte Gruppen. Dazu kämen schon ein paar Häuser in betracht.

Andreas

PS: schon ungewöhnlich dass für jedes Posting eine Überschrift Pflicht ist. Was soll man denn da sinnvolles schreiben? Oft ergibt sich nämlich nichts passendes wie hier eben. Finde ich nicht gut.



lehrpfad



guten tag,

kinder wollen ( und müssen ausprobieren können) das heist das solch eine führung recht kostspielig werden kann. würde deshalb sie in abschnitten planen und evtl. nach und nach ausbauen.
gruß aus berlin



Interessante Überlegung



Auch in unserer Region, der flächengrößten Umgebindehauslandschaft Europas (Fachwerkhäuser sind ebenfalls darunter und auch Umgebindehäuser haben Fachwerk!) gab es schon mehrfach derartige Ideen.
Leider sind alle bisher gescheitert, weil es einmal an der Konzeptionierung haperte und desweiteren auch an der enormen Nachbetreuung.
Erst einmal muß man die sogenannten "Macher" finden, dann geeignete Objekte und deren Besitzer überzeugen diesbezüglich Zugänglichkeit zu ermöglichen.
Wiederum braucht man dann Fachbetreuung, um die einzelnen Varianten, Entwicklungen, Möglichkeiten, Verfahren udgm. zu koordinieren und zu präsentieren.
Seit mehreren Jahren soll hier ein europaweites Maßnahmeprojekt: "Umgebindeland" entstehen, doch es dümpelt immer noch in den Behördenstuben der Landrats- und Städte- und Gemeinderatsämtern herum.
Einmal ist man ja stetig mit Fördergeldsuchfunktionen ausgelastet, desweiteren kann man hiermit auch Beamtenmitarbeiter weiter beschäftigen, aber der Clou an der ganzen Situation ist, daß an der breiten Basis nicht viel ankommt und die eigentlichen Macher frustriert das Handtuch werfen.
Auch hier entwickelt sich mittlerweile ein fast undurchdringlicher Filz, wie so oft in unsrer Gesellschaft.
Trotzdem ist dein Ansatz sehr interessant und vielleich kann man da auch etwas gemeinsam aktivieren und organisieren.

Grüße zum Feierabend
Jens Jannasch



Plane auch einen Fachlehrpfad



Hallo,Andreas,genauso habe ich mir das für unsere Stadt auch gedacht. Einiges habe ich schon ausprobiert. Würde mich freuen, wenn wir Kontakt aufnehemen würden.
Gisela Krantz