Wie hinterlüfte ich eine "Vollholzwand"?

27.07.2012



Hallo, ich möchte gerne ein Holzhaus (diffussionsoffen) errichten mit einem Holzständer von 200x 100 mm.
Darauf möchte ich gerne von innen und von außen ca. 10cm dicke Holzbohlen mit Nut-u. Feder anbringen.
Was muß ich beim Wandaufbau beachten? (Hinterlüftung, Dämmmaterial, etc.) Es kann mir niemand so recht weiterhelfen...
Besten Dank im Voraus für die Hilfe!



Holzhaus



Anscheinend wollen Sie ein neues Holzbausystem entwickeln. Ich hoffe Sie verfügen über die notwendige Erfahrung in Konstruktion und Bau solcher Häuser und die entsprechenden finanziellen Mittel.
Billig wird diese Bauweise sicher nicht werden.
Stellen Sie sich bei Ihrem "Prototyp" auf eine Menge jetzt noch unvorhersehbarer kleiner Mängel ein, die Sie erst im Betrieb feststellen werden. Ursachenforschung und Abstellung wird eine Menge Zeit und Geld kosten.
Eines empfehle ich Ihnen jetzt schon: Einen möglichst hohlraumfreien Wandaufbau.

Viele Grüße



Warum eine...



"Vollholzwand" erfinden, wenn es Vollholzwände ohne Gänsefüßchen schon gibt?

Eigenleistungen sind beim Ausbau weitaus besser am Platz, denn beim Rohbau.

Wenn Sie mögen, schauen Sie doch 'mal bei www.nur-holz.com 'rein. Zu Details berate ich Sie gern, bis hin zur Ausführung.

Grüße

Thomas



Nichts neues



Vielen Dank für die Antworten. Es wird bereits so gebaut, ich komme nur nicht an die Pläne`ran. Der Grund so zu bauen lag darin ein möglichst massives Holzhaus mit sehr guter Dämmung zu errichten. Aber eben Diffussionsoffen. Für ähnliche, gängigere alternativen bin ich aber offen...



Bewährte Systeme



In Sachen Holzbau gibt es derzeit eigentlich fast nur noch in Österreich und in der Schweiz innovative Neuentwicklungen, die oft in Kooperation mit Hochschulen und Baufachleuten entwickelt werden und vor Marktreife schon Testphasen bzw. Pilotprojekte hinter sich haben, also bewährt und auch relativ verbreitet sind.

In diesem Zusammenhang möchte ich KLH-Platten aus Österreich als eine unter mehreren bestehenden Systemen erwähnen.

Es gab hier auch schon eine Diskussion dazu. Ich denke, in einem Forum, wo allenthalben OSB-Platten und diverse Folien an Wand und Decke/Dach empfohlen werden, ist der Leimanteil in derartigen Holzverbundplatten ein zu vernachlässigender Faktor. Ansonsten muss man auf die erheblich teureren Vollökolösungen (Thoma etc.) zurückgreifen. Es ist ein Unterschied, ob man als Bauherr im eigenen Etat derartige Mehrpreise unterbringen kann, oder ob man als ausführender Dienstleister Empfehlungen zum Spitzenprodukt gibt. Ich habe bei Handwerkern, die mir einen von nachhaltiger regionaler Produktion und Bio-Bauen erzählten (und mir dann ein schweizer Lehmprodukt verkaufen wollten) auch schon den Karton mit Lidl-Einkäufen im Kofferraum des Korea-SUVs gesehen.

Diese Systeme mögen im regionalen Umfeld einigermaßen finanzierbar sein, ansonsten sind diese Nur-Holz-Bauten etwas für öffentlich finanzierte Projekte wie NaBu-Zentren, Gemeindehäuser oder Privatprojekte mit sehr hohem Etat wie Zentralen von Öko-Firmen oder Privathäuser für sehr Reiche.
Mein Bruder ist Zimmermann, er hat öfter an derartigen Projekten mitgearbeitet. Garten-Spielhäuschen für die Kinder: 60.000€ etc.

Es gibt wahrscheinlich auch brauchbare skandinavische Vollholzbausysteme, aber da scheint die Verfügbarkeit in Deutschland noch schlechter zu sein, aber vielleicht kann da ja jemand weiterhelfen.

Es gibt im übrigen jede Menge Literatur zu Holzhäusern, wo zumindest bei den besseren Büchern Bauweisen, Architekten und ausführende Firmen aufgeführt sind.



Hier schreiben Sie,



Herr Bisping, mangels Kennnis, völligen Unsinn:

"Diese Systeme mögen im regionalen Umfeld einigermaßen finanzierbar sein, ansonsten sind diese Nur-Holz-Bauten etwas für öffentlich finanzierte Projekte wie NaBu-Zentren, Gemeindehäuser oder Privatprojekte mit sehr hohem Etat wie Zentralen von Öko-Firmen oder Privathäuser für sehr Reiche.
Mein Bruder ist Zimmermann, er hat öfter an derartigen Projekten mitgearbeitet. Garten-Spielhäuschen für die Kinder: 60.000€ etc."

Für die Kosten des (Oberklasse-)Gartenspielhäuschens ist durchaus ein einfach strukturierter Rohbau in einer Tafel- Vollholzbauweise des erwähnten Systems aus dem Schwarzwald zu haben. Ein NUR-HOLZ Rohbau kann preislich vergleichbar mit einem Ziegelbau der mittleren Preisschiene ausgeführt werden.

Ihre Aussage ist ganz einfach falsch.

Regionsbezogenheit ist eine feine Sache, sollte aber nicht zum Fanatismus erhoben werden. Eine Fertigungsstrecke für solche Platten kann nun 'mal nicht jeder Zimmermann von Nebenan zusammenbasteln. Die Transportkosten um oder unter 5% des Preises der Platten sind auch Geld, aber nicht wirklich preisbildend.

Sehr kurze Bauzeiten und ein erstklassiges Bauklima schon im Rohbau wiegen das mehr als auf.

@ Peter

Das hilft Dir nun ggf. nicht wirklich weiter. Mir ist nun aber rätselhaft, wieso schon gebaut wird, aber der Wandaufbau noch nicht bekannt ist. Was steht denn jetzt schon?

Grüße

Thomas



@ Thomas



Das Haus soll in/ bei München stehen. Ich habe einen Artikel darüber gelesen. Der Kontakt kann oder will von der Zeitschrift aber nicht hergestellt werden.

Ich habe bereits das Kontaktformular genutzt und bin auf die Kosten gespannt.

Gruß



Also...



...Du hast von einer Bauweise gelesen, und kennst den Systemhersteller nicht?

Im Forum lässt sich ja manches erraten. Das aber lag ja nun nicht wirklich auf der Hand.

Ich kenne das System auch nicht. Die Zeitung nicht, die darüber geschrieben hat. Für eine Beratung zum Bauen mit massiven Holztafelwänden ohne integrierte Dämmstoffe im System "NUR-HOLZ"stehe ich aber gern zu Verfügung.

Grüße

Thomas



doppelt gemoppelt



Hallo

Warum doppelt
Warum Zwischenraum
Warum nicht Geld sparen

???

Sie handeln sich nur lauter Risiken ein mit diesem Kuddelmuddel!

FK



Theorie und Machbarkeit



Vielleicht wollte der Konstrukteur des Hauses in der Zeitschrift aus gutem Grund nicht genannt werden, weil er nämlich selber irgendwie ahnt, dass seine Idee sich zwar optisch ganz toll macht, technisch aber wohl eher noch unausgegoren ist.

betr. Rombach-NUR-HOLZ-Häuser und Thoma-100-Häuser:
Wieviele dieser Häuser sind außerhalb von Schwarzwald/Allgäu denn tatsächlich gebaut worden? Ich habe ein Angebot für einen Anbau mit einer Grundfläche von knapp 60qm, das liegt jenseits von gut oder böse, ist allerdings nicht eines der o.g. Systeme. Der Frachtanteil war dabei sogar noch relativ gering, deutlich unter 5%.

Ich habe gerade gesehen, dass der NRW-Vertriebspartner gleich bei uns um die Ecke sitzt, dann werde ich ihn mal kontaktieren und ggf. berichten.



Lieber Herr Bisping,



ich lese ihnen jetzt nicht die Homepages der beiden Unternehmen vor. Beantworten Sie sich Ihre Frage mal schön selber, wenn Sie's wirklich interessieren sollte. Sie erwartet da ein beträchtlicher Erkenntnisgewinn.

Nur soviel: HOLZ 100 ist nun schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt am Markt, und auch das eng verwandte System NUR-HOLZ ist sehr gut eingeführt. Die realisierten Objekte finden sich weltweit und sind keinesfalls auf den Schwarzwald begrenzt. Thoma sitzt im Übrigen in Österreich.

Grüße

Thomas



Je ca. 10-20



pro Bundesland außerhalb BaWü oder Bayern, ein paar in den Niederlanden, wieviele in Sachsen? Vielleicht sind die Zahlen ja höher. Haben Sie, Herr Böhme, Referenzangaben, wieviele Häuser es tatsächlich sind? Wieviel haben Sie selber verkauft?
Das mag eine weltweite Verbreitung sein, je nach Interpretation, allerdings bin ich für diese Kritik sowieso nicht der richtige Adressat, sondern die zahlreichen Zimmerer- und Holzbaufirmen, im Umkreis, die bei Anfragen nach derartigen Systemen nur abwinken oder gleich sagen, "das kann kein Mensch bezahlen!".

Ich will diese Häuser ja gar nicht schlechtreden, im Gegenteil, ich wollte nur darauf hinweisen, dass man solche Häuser offenbar gegen der Rat der Handwerksfirmen genau so durchsetzen muss, wie Wandheizung, Lehm-/Kalkputz etc.

Es mag sein, dass in den neuen Bundesländern die Handwerksfirmen und vielleicht auch Bauherren etwas aufgeschlossener sind, sehr begrüßenswert! Hier bei uns im größten europäischen Ballungsgebiet Rhein/Ruhr scheint bis auf einige wenige Nischenanbieter die Devise "Das haben wir schon immer so gemacht!" zu gelten, auch wenn es nur darum geht, die neuesten Bauchemieprodukte an die Wand zu bringen.

Wie ich schon schrieb, werde ich mich an die für unser Bundesland zuständige Vertretung (hat offensichtlich sowohl NUR-HOLZ als auch HOLZ-100 im Programm) wenden und mal schauen, was geht. Es stehen bei uns nach wie vor sowohl ein Hausanbau für Wohnzwecke, als auch ein Extra-Haus im Garten (kein ganzjähriger Wohnstandard, aber auch keine Bretterbude) auf dem Programm. Zuerst muss aber der Altbau fertig werden, es hat also ein wenig Zeit.



Das führt zu nix



Unserem vorderpfälzer Fragesteller kann aufgrund seiner minimalistisch formulierten Frage nicht geholfen werden, und zur Akzeptanz und Qualität der erwähnten Vollholzbausysteme habe ich keine Lust, unter dieser Überschrift weiter zu debattieren.

Wer Detailfragen dazu hat, kann sich gern an mich wenden.

Grüße

Thomas